Luca Turilli’s Rhapsody

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Luca Turilli’s Rhapsody
„Born to sound cinematic“ Bandlogo und Bandmotto (seit 2011)
„Born to sound cinematic“

Bandlogo und Bandmotto (seit 2011)

Allgemeine Informationen
Herkunft Triest (Italien)
Genre(s) Power Metal, Symphonic Metal
Gründung 2011
Website www.ltrhapsody.com
Gründungsmitglieder
Luca Turilli
Alex Holzwarth (bis 2012)
Dominique Leurquin
Patrice Guers
Aktuelle Besetzung
Gitarre, Keyboard
Luca Turilli
Gitarre
Dominique Leurquin
E-Bass
Patrice Guers
Alessandro Conti (seit 2011)
Schlagzeug
Alex Landenburg (seit 2012)
Live-Musiker
Keyboard
Mikko Härkin (seit 2012)
Gesang
Sassy Bernert

Luca Turilli’s Rhapsody (auch LTRhapsody, LT’s Rhapsody oder einfach Rhapsody) ist eine italienische Symphonic-Power-Metal-Gruppe.

Die Gruppe ist eine Abspaltung von Rhapsody of Fire (vormals Rhapsody) und wurde 2011 von deren ehemaligen Mitgliedern Luca Turilli, Patrice Guers, Alex Holzwarth sowie Live-Musiker Dominique Leurquin gegründet.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Anfänge mit Rhapsody[Bearbeiten]

Hauptartikel: Rhapsody of Fire

1993 gründete Luca Turilli zusammen mit Alex Staropoli die Symphonic-Power-Metal-Band Rhapsody (später umbenannt in Rhapsody of Fire), die 1997 mit dem Album Legendary Tales debütierte. Es entwickelte sich das bandeigene Genre Film Score Metal. Alle weiteren Alben basierten auf einer von Turilli verfassten Fantasy-Saga, die 2011 mit dem Album From Chaos to Eternity ihren Abschluss fand.

Die Trennung[Bearbeiten]

Im August 2011 gaben Turilli und Staropoli bekannt, ihre fünfzehnjährige Zusammenarbeit nun freundschaftlich zu beenden, da das Arbeitsklima nicht mehr dem früherer Tage entspreche. Allerdings beschlossen sie, dass beide Bands den Namen Rhapsody beibehalten sollten, um von dessen Ruf profitieren zu können. Staropoli legte sich weiter auf Rhapsody of Fire fest, während Turilli den Bandnamen Luca Turilli’s Rhapsody verwendete. Mit der Aufspaltung beendete Turilli auch seine Solokarriere, um sich ganz auf die neue Band konzentrieren zu können.

Mit Luca Turilli gingen auch der Bassist Patrice Guers und der Live-Gitarrist Dominique Leurquin; Sänger Fabio Lione und Gitarrist Tom Hess blieben bei Alex Staropoli. Der Schlagzeuger Alex Holzwarth wollte bei beiden Bands mitarbeiten. Als neuer Sänger stieß schließlich der Italiener Alessandro Conti zur Band; dieser hatte sein Tenor-Studium an der Corale Lirica Rossini absolviert (wie bspw. auch Luciano Pavarotti).

Das erste Album[Bearbeiten]

Luca Turilli begann sogleich mit der Komposition des neuen Albums Ascending to Infinity, das, unter Berücksichtigung der bisherigen Alben mit Alex Staropoli, als elftes Album geführt wird.

Ascending to Infinity war nie als viertes LUCA TURILLI Soloalbum oder eigenständiges Projekt angedacht, wie so Mancher irrtümlicherweise anfänglich dachte. Ich will weiterhin RHAPSODY-Musik schreiben – darüber herrscht mit meinem ehemaligen Kollegen Alex Staropoli klare Einigung. […] Natürlich hatte ich nach Beendigung der Fantasy-Saga auf unserer letzten gemeinsamen Scheibe die Freiheit, den Sound weiterzuentwickeln, moderne Elemente hinzuzufügen und über all die Themen zu schreiben, die mir am Herzen liegen: die Mysterien unseres Planeten, Rätsel der Vergangenheit, Mythen, Psychologie, Anthropologie, Wissenschaft, Science Fiction, Persönlichkeitsentwicklung etc. Doch nach wie vor klingt die Essenz des Ganzen nach RHAPSODY und offenbart einen Blick auf meine unbändige Leidenschaft für Filme und die Welt der Soundtracks. […] Unserem RHAPSODY-Album Nummer elf wird über Kurz oder Lang ein elftes RHAPSODY-Album aus der Feder von Alex, Fabio und Co. folgen.“

Luca Turilli[1]

Produziert wurde das Album von Turilli selbst, die Aufnahmen der Schlagzeug-, Bass- und Gesangsparts erfolgten in Sebastian Roeders Backyard Studios in Kempten. Für das Mastering war Christoph Stickel von den Münchener MSM Studios verantwortlich. Sämtliche Orchester-Arrangements stammen von Luca Turilli. Der neue Stil zeichnet sich durch besondere Betonung der Elemente aus der Filmmusik aus, weshalb die neue Genrebezeichnung Cinematic Metal eingeführt wurde. Das Motto der Band lautet dementsprechend „Born to sound cinematic!“. Im Gegensatz zu Rhapsody of Fire wird es keinen roten Faden geben, der die einzelnen Alben miteinander verknüpft; die einzelnen Lieder sind nur lose aufeinander bezogen. In den Texten bedient sich Turilli häufig des Symbolismus.

„Die Liebe zum Kinofilm und zur vor Chören strotzenden Musik wird in jedem einzelnen Song des Albums deutlich. Der Drang zum episch-filmischen Einfluss auf mein Schaffen liegt mir im Blut, ist förmlich in meinem Gencode verankert – ich kann nichts dagegen tun. Ich verehre Filme sämtlicher Genres, speziell die effektvollen Hollywood-Blockbuster, und bewundere Soundtrack-Komponisten wie Hans Zimmer und Danny Elfman.“

Luca Turilli[1]

Schlagzeuger Alex Holzwarth musste feststellen, dass es ihm unmöglich sein würde, bei zwei Bands gleichzeitig zu spielen. Daher beschloss er nach der Fertigstellung des Albums, nur bei Rhapsody of Fire mitzuarbeiten. Zu Luca Turilli stieß als neuer Schlagzeuger Alex Landenburg (Mekong Delta, ex-Axxis).

Ascending to Infinity erschien am 22. Juni 2012; am 10. November startete die europäische Tour im belgischen Charleroi. Dabei wurden sowohl die neuen Lieder, als auch Lieder von den Luca-Turilli-Soloalben und solche aus den alten Rhapsody-Alben gespielt. Die Tour wurde als „Cinematic World Tour“ beworben, die Band versprach in diesem Sinne eine „multivisuelle“ Show. Als zusätzlicher Live-Keyboarder war der Finne Mikko Härkin (ehemals Sonata Arctica) beteiligt.[2] Gitarrist Dominique Leurquin konnte aufgrund einer schweren Verletzung seiner Hand durch eine Kreissäge nicht an der Tour teilnehmen, daher wurden seine Parts durch Samples ersetzt.[3]

Aktuelle Arbeiten[Bearbeiten]

Am 24. Januar 2013 wurde angekündigt, dass die Band eine längerfristige Kollaboration mit dem tschechischen Dirigenten Petr Pololanik (mit dem Rhapsody of Fire 2004 bereits das Album Symphony of Enchanted Lands II – The Dark Secret produziert hatte) und seinem mehr als 100 Personen umfassenden Capellen Orchestra & Choir eingegangen ist. Die Band versprach für die Folgemonate „viele künstlerische Überraschungen und spezielle Live- und Studio-Events“. Dabei wurde auch erwähnt, dass das zweite Studioalbum im späten Frühjahr 2014 erscheinen werde, in Zusammenarbeit mit Pololanik und seinem Orchester/Chor.[4] Drei Monate später wurde das Erscheinen des zweiten Albums auf Juni/Juli 2014 festgesetzt.[5] Am 6. November 2013 gab die Band den Arbeitstitel des neuen Albums bekannt: Prometheus – Symphonia Ignis Divinus.[6]

Diskografie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben
Ascending to Infinity
  DE 32 06.07.2012 (… Wo.) [7]
  CH 55 08.07.2012 (… Wo.) [8]
  IT 56 18.06.2012 (… Wo.) [9]
[9]

[8]

[7]
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung

Alben[Bearbeiten]

  • 2012: Ascending to Infinity

Singles[Bearbeiten]

  • 2012: Dark Fate of Atlantis
  • 2012: Clash of the Titans (Walking Dead Remix)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Über Rhapsody (englisch) Nuclear Blast. Abgerufen am 24. Juni 2012.
  2. Ankündigung des Tour-Keyboarders. LTRhapsody.com, 11. September 2012, abgerufen am 21. September 2012 (englisch).
  3. Ankündigung der Verletzung Dominique Leurquins. LTRhapsody.com, 8. Oktober 2012, abgerufen am 25. Januar 2013 (englisch).
  4. Ankündigung der Zusammenarbeit mit Petr Pololanik. LTRhapsody.com, 24. Januar 2013, abgerufen am 25. Januar 2013 (englisch).
  5. Ankündigung des zweiten Albums. LTRhapsody.com, 23. April 2013, abgerufen am 26. April 2013 (englisch).
  6. Rhapsody enthüllen Details zum neuen cineastischen Album. Nuclear Blast, 6. November 2013, abgerufen am 8. November 2013.
  7. a b Ascending to Infinity in den deutschen Charts. Charts.de. Abgerufen am 4. Juli 2012.
  8. a b Ascending to Infinity in den schweizerischen Charts. Hitparade.ch. Abgerufen am 4. Juli 2012.
  9. a b Ascending to Infinity in den italienischen Charts. FIMI. 25. Juni 2012. Abgerufen am 5. Juli 2012.