Lucie Šafářová

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Lucie Šafářová Tennisspieler
Lucie Šafářová
Lucie Šafářová im Jahr 2012
Nationalität: TschechienTschechien Tschechien
Geburtstag: 4. Februar 1987
Größe: 177 cm
Gewicht: 62 kg
1. Profisaison: 2002
Spielhand: Links, beidhändige Rückhand
Trainer: Rob Steckley
Preisgeld: 5.657.646 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 354:249
Karrieretitel: 5 WTA, 7 ITF
Höchste Platzierung: 14 (8. September 2014)
Aktuelle Platzierung: 16
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 91:110
Karrieretitel: 4 WTA, 1 ITF
Höchste Platzierung: 15 (3. Februar 2014)
Aktuelle Platzierung: 29
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 24. November 2014
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)
Lucie Šafářová

Lucie Šafářová [ˈʃafaːr̝̊ovaː] (* 4. Februar 1987 in Brünn, Tschechoslowakei) ist eine tschechische Tennisspielerin.

Karriere[Bearbeiten]

Šafářová, die Sandplätze bevorzugt, begann im Alter von drei Jahren mit dem Tennisspielen. In der deutschen Tennis-Bundesliga tritt sie für den TC Blau-Weiss Bocholt an, mit dem sie 2012 und 2013 Deutsche Mannschaftsmeisterin wurde.

Sie gehört zur Minderheit der Linkshänderinnen auf der WTA Tour, auf der sie bislang fünf Einzeltitel gewann. 2005 besiegte sie im Endspiel von Estoril in drei Sätzen Li Na. Im selben Jahr bezwang sie im Endspiel von Forest Hills ebenfalls in drei Sätzen Sania Mirza. 2006 gewann sie mit einem glatten Finalsieg über Flavia Pennetta das Turnier von Gold Coast. Ihren vierten Einzelerfolg sicherte sie sich 2008 erneut beim Hartplatzturnier von Forest Hills, wo sie im Endspiel Peng Shuai besiegte.

Zu Beginn des Jahres 2007 unterlag Šafářová in der zweiten Runde von Hobart der späteren Australian-Open-Siegerin Serena Williams mit 3:6, 6:3 und 6:7. In Melbourne erreichte sie dann erstmals in ihrer Karriere das Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers, als sie die Titelverteidigerin und Nummer 2 der Welt, Amélie Mauresmo, mit 6:4 und 6:3 besiegte. Im Viertelfinale unterlag sie dann ihrer Landsfrau Nicole Vaidišová mit 1:6, 4:6.

Bei den "Open Gaz" in Paris zog Šafářová nach Siegen über Nicole Vaidišová, Swetlana Kusnezowa sowie die an Nummer 1 gesetzte Justine Henin ins Finale ein, in dem sie sich Nadja Petrowa mit 6:4, 1:6, 4:6 geschlagen geben musste.

Bei den French Open gelang ihr 2007 in der dritten Runde erneut ein Sieg (6:3, 7:6) über Amélie Mauresmo, ehe sie ihre Achtelfinalpartie gegen Anna Tschakwetadse verlor. In Wimbledon schied sie in der dritten Runde gegen Jelena Janković aus.

2008 nahm sie für das tschechische Team an den Olympischen Spielen in Peking sowohl im Dameneinzel als auch im Damendoppel teil. Sie verlor ihre Achtelfinalpartie mit 5:7 und 4:6 gegen Sybille Bammer, im Doppel war in der ersten Runde Schluss. Beim WTA-Turnier in Forrest Hills konnte sie ihren Erfolg aus dem Jahre 2005 wiederholen. Sie gewann das Finale gegen Shuai Peng mit 6:4 und 6:2.

2009 erreichte sie das Finale des Bell Challenge in Québec, das sie gegen Melinda Czink mit 6:4, 3:6 und 5:7 verlor.

Ein Finale erreichte sie auch 2010, das des Open GDF Suez in Paris. Sie verlor dieses gegen Jelena Dementjewa mit 7:65, 1:6 und 4:6.

Am 12. Juni 2011 unterlag sie im Finale von Kopenhagen Titelverteidigerin Caroline Wozniacki bei deren Heimturnier in zwei glatten Sätzen. Mit dem tschechischen Team, für das sie seit dem Jahr 2004 antritt, gewann sie am 6. November in Moskau den Fed Cup durch einen 3:2-Endspielsieg über Russland.

Im April 2012 gelang ihr dann der erste WTA-Turniersieg im Doppel, als sie in Charleston an der Seite von Anastassija Pawljutschenkowa das Duo Medina Garrigues/Schwedowa besiegte. Zum Saisonende gewann sie zum zweiten Mal den Fed Cup.

2013 verbesserte sie sich nach guten Ergebnissen in der Doppelweltrangliste; nach ihrem dritten WTA-Titel in Madrid und ihrem erstmaligen Viertelfinaleinzug in Roland Garros nahm sie Platz 17 ein. An der Seite von Pawljutschenkowa gelang ihr zudem die erste Achtelfinalteilnahme bei den US Open. Im September gewann sie nach einer Durststrecke von über fünf Jahren auch wieder einen Einzeltitel auf der Tour, als sie Marina Eraković im Endspiel von Québec mit 6:4, 6:3 besiegte.

2014 stand sie bei den Australian Open wie bereits im Vorjahr im Viertelfinale der Doppelkonkurrenz. Damit kletterte sie in der Doppelweltrangliste auf Rang 15 - eine neue persönliche Bestmarke. Auch in Wimbledon zog sie im Doppel ins Viertelfinale ein; im Einzel erreichte sie dort erstmals das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers, in dem sie sich der späteren Titelgewinnerin Petra Kvitová mit 6:76, 1:6 geschlagen geben musste. Am 8. September markierte sie im Einzel mit Platz 14 eine neue Bestmarke im WTA-Ranking. Anfang November gewann sie ihren dritten Fed-Cup-Titel. Das tschechische Team siegte im Finale in Prag gegen die deutsche Fed-Cup-Mannschaft mit 3:1.

Persönliches[Bearbeiten]

Šafářová war mit dem tschechischen Tennisspieler Tomáš Berdych liiert, das Paar trennte sich 2011.[1]

Turniersiege[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 1. Mai 2005 PortugalPortugal Oeiras WTA Tier V Sand China VolksrepublikVolksrepublik China Li Na 6:74, 6:4, 6:3
2. 27. August 2005 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Forest Hills WTA Tier IV Hartplatz IndienIndien Sania Mirza 3:6, 7:5, 6:4
3. 7. Januar 2006 AustralienAustralien Gold Coast WTA Tier III Hartplatz ItalienItalien Flavia Pennetta 6:3, 6:4
4. 23. August 2008 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Forest Hills WTA Tier IV Hartplatz China VolksrepublikVolksrepublik China Peng Shuai 6:4, 6:2
5. 15. September 2013 KanadaKanada Québec WTA International Hartplatz (Halle) NeuseelandNeuseeland Marina Eraković 6:4, 6:3

Doppel[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 8. April 2012 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Charleston WTA Premier Sand RusslandRussland Anastassija Pawljutschenkowa SpanienSpanien Anabel Medina Garrigues
KasachstanKasachstan Jaroslawa Schwedowa
5:7, 6:4, [10:6]
2. 7. April 2013 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Charleston WTA Premier Sand FrankreichFrankreich Kristina Mladenovic TschechienTschechien Andrea Hlaváčková
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Liezel Huber
6:3, 7:66
3. 11. Mai 2013 SpanienSpanien Madrid WTA Premier Mandatory Sand RusslandRussland Anastassija Pawljutschenkowa SimbabweSimbabwe Cara Black
NeuseelandNeuseeland Marina Eraković
6:2, 6:4
4. 10. Januar 2014 AustralienAustralien Sydney WTA Premier Hartplatz UngarnUngarn Tímea Babos ItalienItalien Sara Errani
ItalienItalien Roberta Vinci
7:5, 3:6, [10:7]

Karrierestatistik und Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Turnier 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Gesamt
Australian Open 1 VF 1 3 1 3 1 2 3   0
French Open 1 1 AF 2 2 2 2 2 1 AF   0
Wimbledon 1 3 1 1 1 2 1 2 HF   0
US Open 1 2 3 1 1 1 3 3 2 AF   0
Gewonnene Einzel-Titel 0 0 0 2 5 1 0 1 0 0 0 1 2 0   12
Gesamt-Siege/-Niederlagen 2:2 0:0 12:6 22:12 43:17 21:25 30:17 20:23 36:25 28:26 35:26 34:22 32:24 39:24   354:249
Jahresendposition 533 185 50 41 24 65 42 33 25 17 29 17   N/A

Zeichenerklärung: S = Turniersieg; F, HF, VF, AF = Einzug ins Finale / Halbfinale / Viertelfinale / Achtelfinale; 1, 2, 3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Hauptrunde

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lucie Šafářová – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lucie Safarova on Relationships, Fame and the Next Level. Abgerufen am 29. November 2014 (englisch).