Lucie Šafářová

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Lucie Šafářová Tennisspieler
Lucie Šafářová
Lucie Šafářová, 2012
Nationalität: TschechienTschechien Tschechien
Geburtstag: 4. Februar 1987
Größe: 177 cm
Gewicht: 62 kg
1. Profisaison: 2002
Spielhand: Links, beidhändige Rückhand
Trainer: Rob Steckley
Preisgeld: 6.391.628 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 369:258
Karrieretitel: 6 WTA, 7 ITF
Höchste Platzierung: 11 (2. März 2015)
Aktuelle Platzierung: 14
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 104:115
Karrieretitel: 6 WTA, 1 ITF
Höchste Platzierung: 15 (3. Februar 2014)
Aktuelle Platzierung: 19
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 11. Mai 2015
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)
Šafářová 2014 in Madrid

Lucie Šafářová [ˈʃafaːr̝̊ovaː] (* 4. Februar 1987 in Brünn, Tschechoslowakei) ist eine tschechische Tennisspielerin.

Karriere[Bearbeiten]

Šafářová, die Sandplätze bevorzugt, begann im Alter von drei Jahren mit dem Tennisspielen. In der deutschen Tennis-Bundesliga spielt sie für den TC Blau-Weiss Bocholt, mit dem sie 2012 und 2013 Deutsche Mannschaftsmeisterin wurde.

Die Linkshänderin gewann auf der WTA Tour bislang sechs Einzeltitel. 2005 besiegte sie Li Na im Endspiel von Estoril und ebenfalls in drei Sätzen Sania Mirzaim Endspiel von Forest Hills. 2006 gewann sie mit einem glatten Finalsieg über Flavia Pennetta das Turnier von Gold Coast.

Zu Beginn des Jahres 2007 unterlag Šafářová in der zweiten Runde von Hobart der späteren Australian-Open-Siegerin Serena Williams mit 3:6, 6:3 und 6:7. In Melbourne erreichte sie erstmals in ihrer Karriere das Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers, als sie die Titelverteidigerin und Nummer 2 der Welt, Amélie Mauresmo, mit 6:4 und 6:3 besiegte. Im Viertelfinale unterlag sie dann ihrer Landsfrau Nicole Vaidišová mit 1:6, 4:6.

Bei den "Open Gaz" in Paris zog Šafářová nach Siegen über Nicole Vaidišová, Swetlana Kusnezowa sowie die an Nummer 1 gesetzte Justine Henin ins Finale ein, in dem sie sich Nadja Petrowa mit 6:4, 1:6, 4:6 geschlagen geben musste.

Bei den French Open gelang ihr 2007 in der dritten Runde erneut ein Sieg (6:3, 7:6) über Amélie Mauresmo, ehe sie ihre Achtelfinalpartie gegen Anna Tschakwetadse verlor. In Wimbledon schied sie in der dritten Runde gegen Jelena Janković aus.

2008 nahm sie für das tschechische Team an den Olympischen Spielen in Peking teil, sowohl im Einzel als auch im Doppel. Sie verlor ihre Achtelfinalpartie mit 5:7 und 4:6 gegen Sybille Bammer, im Doppel kam das Aus schon in Runde eins. Beim WTA-Turnier in Forest Hills konnte sie ihren Erfolg aus dem Jahr 2005 wiederholen; sie gewann das Finale gegen Peng Shuai mit 6:4 und 6:2.

2009 erreichte sie das Finale der Bell Challenge in Québec, das sie gegen Melinda Czink mit 6:4, 3:6 und 5:7 verlor.

Ein Endspiel erreichte sie auch im Jahr 2010, und zwar das der Open GDF Suez; sie verlor dort gegen Jelena Dementjewa mit 7:65, 1:6 und 4:6.

Am 12. Juni 2011 unterlag sie im Finale von Kopenhagen Titelverteidigerin Caroline Wozniacki bei deren Heimturnier in zwei glatten Sätzen. Mit dem tschechischen Team, für das sie seit 2004 antritt, gewann sie am 6. November in Moskau den Fed Cup durch einen 3:2-Endspielsieg über Russland.

Im April 2012 gelang ihr dann auch der erste WTA-Turniersieg im Doppel, als sie in Charleston an der Seite von Anastassija Pawljutschenkowa das Duo Medina Garrigues/Schwedowa besiegte. Zum Saisonende gewann sie zum zweiten Mal den Fed Cup.

2013 verbesserte sie sich mit guten Ergebnissen, unter anderem mit dem dritten WTA-Titel in Madrid und ihrem erstmaligen Viertelfinaleinzug in Roland Garros, in der Doppelweltrangliste auf Platz 17. An der Seite von Pawljutschenkowa gelang ihr zudem die erste Achtelfinalteilnahme bei den US Open. Im September gewann sie nach einer Durststrecke von über fünf Jahren auch wieder einen Einzeltitel auf der Tour, als sie Marina Eraković im Endspiel von Québec besiegte.

2014 stand sie bei den Australian Open wie bereits im Vorjahr im Viertelfinale der Doppelkonkurrenz. Damit kletterte sie in der Doppelweltrangliste auf Rang 15 - eine neue persönliche Bestmarke. Auch in Wimbledon zog sie im Doppel ins Viertelfinale ein; im Einzel erreichte sie dort sogar erstmals das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers, in dem sie sich mit 6:76, 1:6 der späteren Titelgewinnerin Petra Kvitová geschlagen geben musste. Am 8. September markierte sie auch im Einzel mit Platz 14 eine neue Bestmarke im WTA-Ranking. Anfang November gewann sie ihren dritten Fed-Cup-Titel. Das tschechische Team besiegte im Finale in Prag die deutsche Fed-Cup-Mannschaft mit 3:1.

2015 gewann sie schließlich bei den Australian Open ihren ersten Grand-Slam-Titel; im Endspiel der Doppelkonkurrenz besiegte sie an der Seite von Bethanie Mattek-Sands in zwei engen Sätzen die asiatische Paarung Chan Yung-jan/Zheng Jie. Mit ihrem sechsten Einzeltitel (Finalsieg in Doha über Asaranka) verbesserte sie sich in der WTA-Weltrangliste auf Position 11. Bei den French Open konnte sie dann im Achtelfinale erstmals Marija Scharapowa, die als Titelverteidigerin an Position 2 gesetzt war, besiegen.

Persönliches[Bearbeiten]

Lucie Šafářová war mit dem tschechischen Tennisspieler Tomáš Berdych liiert, das Paar trennte sich 2011.[1]

Turniersiege[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 1. Mai 2005 PortugalPortugal Oeiras WTA Tier V Sand China VolksrepublikVolksrepublik China Li Na 6:74, 6:4, 6:3
2. 27. August 2005 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Forest Hills WTA Tier IV Hartplatz IndienIndien Sania Mirza 3:6, 7:5, 6:4
3. 7. Januar 2006 AustralienAustralien Gold Coast WTA Tier III Hartplatz ItalienItalien Flavia Pennetta 6:3, 6:4
4. 23. August 2008 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Forest Hills WTA Tier IV Hartplatz China VolksrepublikVolksrepublik China Peng Shuai 6:4, 6:2
5. 15. September 2013 KanadaKanada Québec WTA International Teppich (Halle) NeuseelandNeuseeland Marina Eraković 6:4, 6:3
6. 28. Februar 2015 KatarKatar Doha WTA Premier Hartplatz WeissrusslandWeißrussland Wiktoryja Asaranka 6:4, 6:3

Doppel[Bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 8. April 2012 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Charleston WTA Premier Sand RusslandRussland Anastassija Pawljutschenkowa SpanienSpanien Anabel Medina Garrigues
KasachstanKasachstan Jaroslawa Schwedowa
5:7, 6:4, [10:6]
2. 7. April 2013 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Charleston WTA Premier Sand FrankreichFrankreich Kristina Mladenovic TschechienTschechien Andrea Hlaváčková
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Liezel Huber
6:3, 7:66
3. 11. Mai 2013 SpanienSpanien Madrid WTA Premier Mandatory Sand RusslandRussland Anastassija Pawljutschenkowa SimbabweSimbabwe Cara Black
NeuseelandNeuseeland Marina Eraković
6:2, 6:4
4. 10. Januar 2014 AustralienAustralien Sydney WTA Premier Hartplatz UngarnUngarn Tímea Babos ItalienItalien Sara Errani
ItalienItalien Roberta Vinci
7:5, 3:6, [10:7]
5. 30. Januar 2015 AustralienAustralien Australian Open Grand Slam Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bethanie Mattek-Sands Chinese TaipeiChinese Taipei Chan Yung-jan
China VolksrepublikVolksrepublik China Zheng Jie
6:4, 7:65
6. 26. April 2015 DeutschlandDeutschland Stuttgart WTA Premier Sand (Halle) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bethanie Mattek-Sands FrankreichFrankreich Caroline Garcia
SlowenienSlowenien Katarina Srebotnik
6:4, 6:3

Karrierestatistik und Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren[Bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten]

Turnier 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Gesamt
Australian Open 1 VF 1 3 1 3 1 2 3 1 0
French Open 1 1 AF 2 2 2 2 2 1 AF   0
Wimbledon 1 3 1 1 1 2 1 2 HF   0
US Open 1 2 3 1 1 1 3 3 2 AF   0
Gewonnene Einzel-Titel 0 0 0 2 5 1 0 1 0 0 0 1 2 0   12
Gesamt-Siege/-Niederlagen 2:2 0:0 12:6 22:12 43:17 21:25 30:17 20:23 36:25 28:26 35:26 34:22 32:24 39:24   354:249
Jahresendposition 533 185 50 41 24 65 42 33 25 17 29 17   N/A

Zeichenerklärung: S = Turniersieg; F, HF, VF, AF = Einzug ins Finale / Halbfinale / Viertelfinale / Achtelfinale; 1, 2, 3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Hauptrunde

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lucie Šafářová – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lucie Safarova on Relationships, Fame and the Next Level. Abgerufen am 29. November 2014 (englisch).