Lucie Hein

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Lucie Hein (* 25. September 1910 in Rüdersdorf bei Berlin; † 15. September 1965 in Frankfurt (Oder)) war eine deutsche Politikerin (SED). Sie war von 1960 bis 1965 Oberbürgermeisterin von Frankfurt (Oder).

Leben[Bearbeiten]

Hein, Tochter eines Werkmeisters und einer Fabrikarbeiterin, besuchte die Volksschule in Rüdersdorf und Petershagen und 1925/26 die kaufmännische Handelsschule in Berlin. Nach abgeschlossener Ausbildung zur Stenokontoristin war Hein von 1926 bis 1934 als Stenotypistin in verschiedenen Firmen in Petershagen und Berlin tärig. 1934 heiratete sie einen Räucherwarenhändler, in dessen Berliner Geschäft sie mitarbeitete. Ihr Ehemann fiel im August 1944 an der Ostfront.

Hein besuchte war von 1945 bis 1952 als Sekretärin, Sachbearbeiterin und Personalleiterin beim Rat der Gemeinde Petershagen, beschäftigt. 1947 trat sie der SED bei. Sie wirkte von Februar 1951 bis 1953 als Bürgermeisterin von Petershagen, Kreis Strausberg. Ab 1952 war sie politische Mitarbeiterin bzw. Instrukteurin der Abteilung Staatliche Organe bei der SED-Bezirksleitung Frankfurt (Oder). Nach einem Einjahreslehrgang an der an der Deutsche Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft „Walter Ulbricht“ in Potsdam-Babelsberg (1957/58) war sie von 1958 bis 1960 persönliche Mitarbeiterin des Ersten Sekretärs der SED-Bezirksleitung Frankfurt (Oder), zuständig für Staatsfragen, Blockpolitik und Kirchenfragen. Vom 7. Juni 1960 bis zu ihrem Tode war sie Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt (Oder).

Neubauten in der Innenstadt: Durchgang zur Großen Scharrnstraße (im Hintergrund die Friedenskirche), September 1963

Während ihrer Amtszeit als Oberbürgermeisterin begann sich langsam das Gesicht Frankfurts hin zu einer „sozialistischen Stadt“ zu verändern: Der Bau der Karl-Marx-Straße wurde fortgesetzt (bis 1968), Bau neuer Wohnblöcke in der Innenstadt sowie am Winzerring und am Baumschulenweg (1960–1964), Sprengung des alten Universitätsgebäudes wegen geplanter Neubauten (1962), Beginn des Baus des Hotels „Stadt Frankfurt“ sowie die Errichtung des Halbleiterwerks in Markendorf (Richtfest der ersten Halle im April 1960).

Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]