Lucille Bogan

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Lucille Bogan

Lucille Bogan oder später Bessie Jackson (* 1. April 1897 in Amory, Mississippi als Lucille Anderson; † 10. August 1948 in Los Angeles) war eine US-amerikanische Vaudeville- und Bluessängerin, Songwriterin und Gitarristin.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Lucille Bogan zählt zu den klassischen Bluessängerinnen der 1920er und 1930er Jahre. Sie stammte aus Mississippi. Ihre Karriere als Sängerin begann in den 20ern in der Bluesszene von Birmingham (Alabama). 1923 nahm Bogan in New York für Okeh ihre erste Schallplatte auf. Die Titel „Lonesome Daddy Blues“ und „Pawnshop Blues“ waren aber - trotz ihres Namens - eher dem Genre des Vaudeville Blues zuzuordnen. Sie zog dann nach Chicago und kehrte erst Anfang der 1930er Jahre nach New York zurück, wo sie die Zusammenarbeit mit dem Pianisten Walter Roland begann. Bogan und Roland wirkten fortan sowohl als Musiker als auch als Songwriter gemeinsam. Die beiden spielten zusammen über 100 Schallplatten ein, bevor Bogan 1935 ihre Aufnahmekarriere beendete.

Jackson/Bogan änderte schließlich den Stil ihrer Aufführungen und trat fortan nicht als Lucille Bogan auf, obwohl sie noch 1927 als Bogan einen Hit auf dem Markt der sogenannten Race Records mit dem Song „Sweet Petunia“ hatte. Zu ihren bekanntesten Titeln als Songwriterin unter dem Namen Bessie Jackson zählt der „B.D. Woman's Blues“, der 75 Jahre später zum Songmaterial von lesbischen Künstlern wie Holly Near oder den Indigo Girls gehörte. "B.D.", ein Kürzel für bull dykes, begann mit den Zeilen: „Comin' a time/women ain't gonna need no men“.

Sie schrieb dann in ihren späteren Jahren in Kalifornien weitere Songs. Ihre letzte Komposition hieß prophetisch „Gonna Leave Town“. Nach ihrem Tod nahm ihn Smokey Hogg 1949 auf. Weitere von ihr komponierte Titel wurden von Saffire: The Uppity Blues Women eingespielt, ferner von deren Bandmitglied Ann Rabson sowie der Novelty-Band Asylum Street Spankers.

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