Lucius (Computerspiel)

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Lucius
Entwickler Shiver Games
Publisher Lace Mamba Global
Erstveröffent-
lichung
26. Oktober 2012 (PC)
Plattform PC (Windows)
Genre Horror-Adventure
Spielmodus Einzelspieler
Steuerung Tastatur, Maus
Systemvor-
aussetzungen
Medium 1 DVD-ROM, Download
Sprache Deutsch, Englisch
Kopierschutz Steam
Altersfreigabe
PEGI ab 18+ Jahren empfohlen
Information USK-Altersfreigabe wurde verweigert

Lucius ist ein Adventure aus dem Jahr 2012.

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Spieler schlüpft in die Rolle des namensgebenden Jungen Lucius, Sohn des Luzifers, der den Auftrag erhalten hat, Seelen für seinen Vater zu akquirieren. Auf mehr oder minder ausgefallene Art und Weise tötet man nach und nach in 19 Missionen das größtenteils unschuldige Personal des elterlichen Anwesens. Dazu muss der Spieler Rätsel lösen und die magische Begabung des Protagonisten einsetzen. Die Handlung wird dabei durch Detective MacGuffin, der in den mysteriösen Mordfällen ermittelt, kommentiert.

Lucius spielt sich wie eine Mischung zwischen klassischem Point & Click Adventure und einem Third-Person-Shooter und weist Anleihen von der Hitman Serie auf, jedoch fehlen Schleich-Komponenten nahezu völlig.

Aufgrund des Spielprinzips und der Gewaltdarstellung verweigerte die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle die Erteilung einer Altersfreigabe für das Spiel.[1]

Rezeption[Bearbeiten]

Das Spiel erhielt überwiegend durchwachsene Kritiken, auf Metacritic wurde ein Metascore von 59 (von 100) erreicht[2]. Während die Spielidee und der mitunter makabre Humor lobende Erwähnung fand, wurden vor allem die unzeitgemäße Grafik, die eingeschränkte Spielwelt sowie vergleichsweise lineare und redundante Spielweise kritisiert. Die deutsche Fachpresse kritisierte zudem die Synchronisation, unter der die Atmosphäre leide.

„Es gibt drei sehr gute Gründe, Lucius nicht zu spielen. Da wäre zum einen die dröge Spielmechanik. [...] Zum Zweiten glänzen Dramaturgie, Charaktertiefe, Abwechslung, Wendungen oder gut geschriebene Dialoge durch Abwesenheit, was wohl auch die unmotivierten deutschen Synchronsprecher erklärt. Und drittens stellt sich natürlich auch die [...] Frage nach der Ethik: Ja, es ist nur ein Spiel, und ja, die beinahe gleiche Story gibt´s auch als (ziemlich öde) Horrorfilmreihe. Trotzdem muss jeder erwachsene Spieler für sich selbst die Frage beantworten: Will ich ein Spiel spielen, in dem ich als Sechsjähriger Unschuldige zersäge, zerquetsche, vergifte oder aufspieße? Meine ganz persönliche Antwort darauf lautet schlicht und bestimmt: Nein.“

Patrick C. Lück - Gamestar[3]

„Sei es nun der gehetzte Einstieg, bei dem wir ohne große Umwege direkt zu Morden beginnen, die wenigen freien Handlungsmöglichkeiten, das unausgewogene automatische Speichersystem oder das etwas unbefriedigende Ende - Lucius wirkt an vielen Stellen einfach viel zu halbgar. [...] Lediglich ergötzt man sich auf leicht perverse Art maximal noch an der Brutalität der Todesfälle, wenn man denn auf reichlich Blut und herumfliegende Gehirnmasse steht. Jedoch hätte ich mir gewünscht, dass man diese Detailverliebtheit der Gewaltdarstellung auch in andere Teile des Titels hätte fließen lassen, um darüber hinaus auch ein paar mehr spielerische Anreize zu liefern. Somit bleibt Lucius am Ende eben doch nur ein ganz netter Lückenfüller für zwischendurch, der nicht mit Spielwitz, sondern lediglich mit der bloßen Aneinanderreihung von möglichst blutigen Szenen zu Punkten versucht.“

Andreas Baumann - Adventurecorner[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gamestar: Lucius - Horror-Adventure rauscht durch USK-Prüfung
  2. Metacritic.com Metascore for Lucius (PC)
  3. Gamestar.de: Lucius im Test Fazit der Redaktion
  4. Adventurecorner.de: Review: Lucius