Ludger Rémy

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ludger Rémy (* 4. Februar 1949 in Kalkar) ist ein deutscher Dirigent, Musiker und Musikforscher.

Er studierte in Freiburg im Breisgau Cembalo und setzte seine Ausbildung dann bei Kenneth Gilbert in Paris fort. Nach Lehrtätigkeit an zahlreichen deutschen Hochschulen (z. B. Folkwang, Essen, Wuppertal, Weimar, Bremen) erhielt er 1998 eine Professur für Alte Musik an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden.

Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Wiederentdeckung und Belebung der älteren deutschen Musik; daneben widmet er sich der Geschichts- und Literaturforschung des 17. und 18. Jahrhunderts.

Er hat einen internationalen Ruf als Dirigent älterer Musik. Als Musiker (Cembalo, Hammerklavier) gibt er weltweit zahlreiche Solo-Konzerte. Aber auch Kammermusik und Lieder finden sein Interesse.

Er war 1995 bis 2010 mehrfach Jurymitglied beim Dreijärigen Internationalen Cembalo- und Hammerclavierwettbewerb in Brugge anlässlich des Festival van Vlaanderen.

1994 gründete er für Rundfunk- und Tonträgeraufnahmen das Orchester „Les Amis de Philippe“, benannt nach Carl Philipp Emanuel Bach, einem Sohn von Johann Sebastian Bach.

Preise (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Cannes Classical Award 1998 mit „Alta Ripa Hannover“ 1998, weitere Nominierungen für diesen Preis 1997 und 2001
  • „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“ als Dirigent (3/2000 und 2/2003) und als Cembalist (1/2001)
  • „Gramophone Special edition Awards 2003“
  • „Einer der Besten des Jahres 2003“ und für eine Aufnahme von Händel-Suiten „Eine der Aufnahmen des Jahres 2003“ durch „Goldberg Maazine“ (USA)

Weblinks[Bearbeiten]