Ludmila Bereznitsky

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Ludmila Bereznitsky (* Kowel, Ukraine) arbeitet als Kunsthistorikerin und -kritikerin aktiv an der Verbindung zwischen zeitgenössischer Kunst aus dem Osten Europas, Asiens und der Moderne des Westens. Als Dozentin an der staatlichen Universität Kiew für Kunstgeschichte und -theorie und Leiterin zweier Galerien für zeitgenössische Kunst, sowie als Präsidentin der Stiftung des Eidos-Fondes zur Unterstützung junger Künstler in der Ukraine, hat sie einen umfassenden Rahmen für den kulturellen Austausch auf internationaler Ebene geschaffen.

Ausbildung[Bearbeiten]

  • 2003–2007: Dozent für Kulturpolitik an der Fakultät für Kunstgeschichte und -theorie, der National Academy of Fine Arts and Architecture, Ukraine
  • 1993: Dissertation Austausch als Mechanismus der Realisierung moralischer Beziehungen
  • 1986: Aspirantur an der Fakultät für Ethik, Ästhetik, Theorie der Kultur. Spezialisierung Ethik.
  • 1977–1983: Studium an der Kiewer Nationalen Universität, Fakultät für Philosophie, Diplomarbeit: Probleme des Fortschritts in der Kunst

Biografie[Bearbeiten]

Seit 1996 ist Ludmila Bereznitsky als Lehrkraft für Geschichte und Welt-/ Landeskultur am Kiewer Linguistischen Institut tätig. Neben ihrer Dozententätigkeit am Lehrstuhl für "Theorie und Geschichte der Kunst" beginnt sie Anfang der 90er in Kiew Ausstellungen im Rahmen ukrainischer Kunst zu organisieren und spezialisiert sich bald auf die Werke junger Ukrainischer Künstler, involviert in die sog. Bewegung der "Neuen Welle".

Bereznitsky (L-art)[Bearbeiten]

1994 gründet Ludmila Bereznitsky die L-art Galerie, die heutige Bereznitsky Galerie, in Kiew. Hier entsteht im Verlauf von einem Jahrzehnt eine umfangreiche Kollektion der sowjetischen Kunst des 20. Jahrhunderts, die aus 600 Werken besteht und in der Ukraine einen einmaligen Status besitzt. Des Weiteren werden in ihrem Programm zunehmend Kunstprojekte der "Neuen Welle" - einer regionalen Variante der Transavantgard ausgestellt. Zum Kreis der Künstler zählen: Alexander Gnilitskiy, Arsen Savadow, Ilja Tschitschkan, Maksim Mamsikov, Vasilij Zagolov, Alexander Roitburd, Wiktor Dmitrowitsch Sidorenko, Igor Gusev, u.a. Ein weitreichendes Ergebnis der jahrelangen Arbeit ist u.a. der Werk-Katalog "Vom Roten zum Gelb-Blauen", der die besten Arbeiten der sowjetischen ideologischen Kunst des ukrainischen Postimpressionismus, Postexpressionismus, Neobarock, Neoprimitivismus, ukrainischer Metaphysik und Postperestroika-Kunst der "Neuen Welle" vorstellt. Mit der zunehmenden Öffnung des ukrainischen Kunstmarktes für zeitgenössische und internationale Kunst, hat die L-art Galerie in Kiew ein ungemeines Potential entwickelt und ist nun einzigartig in der ukrainischen Kunstszene.

Eidos[Bearbeiten]

2005 gründen Ludmila Bereznitsky, Michaela Lubov und Peter Bagry die "Eidos International Charity Foundation" als eine non-governmental, non-profit Organisation mit dem Ziel eine Basis für die Repräsentation und Förderung junger ukrainischer Kunst zu schaffen und dieser einen Zugang zu weltweitem Kunstgeschehen zu ermöglichen. Im Jahr 2006 fand zum ersten Mal der Eido-Wettbewerb für International Visual-Arts statt, dessen Thema die Gründung eines Museums für zeitgenössische Kunst gewesen ist.

Bereznitsky-Berlin[Bearbeiten]

Aufgrund der rasanten Entwicklung und grundlegenden Veränderungen des Kunstmarktes und Kunstinteresses in den letzten Jahren, eröffnet sich eine Vielzahl an Möglichkeiten durch das Schaffen zeitgenössischer Kunst zu neuen Projekten in Zusammenarbeit mit anderen Ländern, anderen Kulturen. "Ich habe im Bewusstsein, dass die Zeit nicht stillsteht und dass fundamentale Änderungen im Kunstmarkt stattgefunden haben. Zunehmend begegne ich regem Interesse an zeitgenössischen Ideen, Werten, künstlerischen Arbeiten." [...] Beide Aspekte miteinander verbindend, eröffnet L.B. 2006 in Berlin die Bereznitsky Gallery for Easterneuropean Art.

Projekte[Bearbeiten]

  • 2008: Grant program Public Space, Kiew, Ukraine
  • 2008: Semantic Dislocations, Kuratorin, Ausstellungsreihe Bereznitsky Gallery Berlin, Deutschland
  • 2008: Ukrainische Kunst im Wandel, Auswärtiges Amt, Berlin, Deutschland
  • 2007: Ukrainische Kunst im Wandel, Bonn, Deutschland
  • 2007: Kuratorin, Museum of Contemporary Art - laboratory of creative ideas and visual improvization, Kiew, Ukraine
  • 2007: Wettbewerb junger Nachwuchskünstler für Visual Arts, Eidos 2007, Kiew, Ukraine
  • 2006: Kuratorin, Konferenz “Contemporary Art - New Spaces”, Kiew, Ukraine
  • 2006: Journalistisches Seminar "Kulturanalyse in der zeitgenössischen ukrainischen Kunst", Eidos Fond, Goethe-Institut, Kiew, Ukraine

Literatur[Bearbeiten]

Bücher
  • Samo-Oborona (Self-defence), Katalog, Vorwort und Einleitung The 'Eidos' Competition General idea von Ludmila Bereznitsky, 2007, Kiew, Ukraine
  • Museum of Contemporary Art - laboratory of creative ideas and visual improvizations, Kuratorin und Artikel v. Ludmila Bereznitsky, 2007, Kiew, Ukraine
  • Est Neighbour, Maastricht, 2006
  • Contemporary Art - New Space, (Konferenzkatalog), Redaktion und Artikel Ludmila Bereznitsky, verschiedene Autoren, 2006, Nationale Universität T.G. Schewtschenko, Ukraine - in der Zusammenarbeit mit dem MATRA-Programm, Goethe-Institut, Französisches Zentrum für Kultur
  • From Red to Yellow and Blue, Werk-Katalog, Ludmila Bereznitsky, Kiev, 2005, ISBN 966-8754-06-9.
Artikel
  • Art Monthly, 07/08/2008, S. 32/33, Apartment Exhibition - Bereznitsky Gallery Berlin
  • Art Monthly, 06/2008, S. 7-10, Behind a theoretical iron curtain
  • Art Review:, 05/2008, S. 141, Semantic Dislocations, Ausstellungsreihe Bereznitsky Gallery Berlin
  • Flash-Art, 12/2006, Kiev, Ukraine
  • TAZ Berlin, 27. Dezember 2006 Einblick 175 - Ludmila Bereznitsky - Galeristi
  • The Day Weekly, 28. Februar 2006, Orange Revolution for Export
  • What´s on, 05/2006, Pop-Art that answers back
  • Expert, No. 2/2005, REP
  • Delowoij Schurnal, 03/2004, Dengi v isskustvo
  • Berliner Zeitung, 22. September 2006, Die junge Kunst und ihre Geister
  • TAZ Berlin, 29. September 2006, Gib dem Käufer Zucker

Weblinks[Bearbeiten]