Ludogorez Rasgrad

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ludogorez Rasgrad
Logo von Ludogorets Rasgrad
Voller Name Професионален футболен клуб Лудогорец Разград
PFC Ludogorez Rasgrad
Ort Rasgrad, Bulgarien
Gegründet 1945
Stadion Arena Ludogorez
Plätze 6.000
Präsident Kyril Domustschiew
Vorstand Aleksandar Aleksandrow
Trainer Georgi Dermendschiew
Homepage www.ludogorets.com
Liga A Grupa
2013/14 1. Platz
Heim
Auswärts

PFC Ludogorez Rasgrad (bulgarisch ПФК Лудогорец Разград) ist ein bulgarischer Fußballverein aus der nordostbulgarischen Stadt Rasgrad, der seit 2011 erstmals in der A Grupa spielt, der obersten Spielklasse des Landes.

Der Club ist der Nachfolger des 1945 gegründeten und 2006 aufgelösten Vereins Ludogorez Rasgrad. In der Saison 2010/11 kaufte der bulgarische Pharma-Unternehmer und Oligarch Kyril Domustschiew den Klub.[1] Mit seiner finanziellen Hilfe wurde eine neue Mannschaft zur Winterpause dazugekauft. Am Ende der Saison belegte der Club in der Ostgruppe der zweiten Liga (B Grupa) den ersten Platz und stieg in die erste Liga auf, direkt nach dem Aufstieg wurde die Mannschaft bulgarischer Meister. Dieser Erfolg wurde in den zwei folgenden Spielzeiten wiederholt.

Spielstätte ist die Arena Ludogorez, die 6.000 Zuschauern Platz bietet.[2]

Der sportliche Aufstieg von Ludogorez[Bearbeiten]

Ludogorez avancierte nach seinem rasanten Aufstieg zu einem der führenden Clubs Bulgariens und spielt in der Saison 2013/14 erfolgreich in der Gruppenphase der UEFA Europa League.

In der zweiten Qualifikationsrunde der Saison 2012/13 traf Ludogorez auf den kroatischen Teilnehmer Dinamo Zagreb. Das erste Spiel in Rasgrad endete 1:1, während der Verein das Rückspiel dramatisch mit 3:2 verlor und damit sein Debüt in Europa früh beendete.

Nach dem Gewinn der Meisterschaft 2012/13 qualifizierte sich das Team für die zweite Qualifikationsrunde der UEFA Champions League 2013/14. Dort verlor es auswärts gegen den slowakischen Meister ŠK Slovan Bratislava, setzte sich jedoch im Rückspiel mit 3:0 durch. In der folgenden Runde gewann Ludogorez gegen FK Partizan Belgrad beide Spiele, 2:1 im Hinspiel und 1:0 im Rückspiel. Da der Verein in der nächsten Runde dem FC Basel unterlag, trat er in der UEFA Europa League an.

In seinem Debüt in der Gruppenphase der UEFA Europa League 2013/14 gegen PSV Eindhoven gewann Ludogorez in Eindhoven mit 2:0. Ludogorez gewann auch das folgende Heimspiel gegen Dinamo Zagreb mit 3:0, womit der Verein sein Ausscheiden gegen den kroatischen Traditionsverein von 2012 vor den Fans und Medien in Bulgarien in den Hintergrund rücken ließ.[3] Am nächsten Spieltag feierte der bulgarische Meister gegen das ukrainische Team Tschornomorez Odessa den dritten Sieg im dritten Spiel.[4]

Ludogorez Rasgrad erlangte im ersten Spiel des Sechzehntelfinales der UEFA Europa League 2013/14 einen Auswärtssieg gegen Lazio Rom. Damit war der Verein neben dem FC Salzburg und FC Valencia das einzige Team in dieser Spielzeit, das mit vier Partien alle Auswärtsspiele gewonnen hatte.[5]

Im Rückspiel im Wassil-Lewski-Nationalstadion am 27. Februar 2014 feierte Ludogorez nach einem 3:3-Unentschieden gegen Lazio Rom den Einzug in das Achtelfinale der Europa League.[6] Das Spiel besuchten über 20.000 Zuschauer aus ganz Bulgarien, es begann mit einem Gegentor durch Keita Baldé Diao – dem zweitschnellsten Tor in der Europa-League-Historie, bereits nach 16 Sekunden Spielzeit. Zu Beginn der zweiten Halbzeit ging Lazio mit 2:0 in Führung. Das Team von Ludogorez kam mit einem Tor des Stürmers Roman Bezjak, der mit sechs Toren zum 27. Februar 2014 zweitbester Torschütze im Wettbewerb war, wieder in das Spiel zurück. Zehn Minuten später gelang durch einen Weitschuss von Christo Slatinski aus 25 Metern der Ausgleich. Das Spiel war hart umkämpft und Lazio konnte kurzzeitig wieder in Führung gehen. Dank eines Treffers von Juninho Quixadá zwei Minuten vor Spielende sicherte sich der PFC Ludogorez Razgrad den Einzug in das Achtelfinale der UEFA Europa League – mit einem knappen 4:3 im Gesamtergebnis. Der FC Valencia war der Gegner der Achtelfinalspiele.

Das spanische Team gewann, trotz eines frühen Platzverweises gegen Seydou Keita mit 3:0 gegen Ludogorez Razgrad in Sofia.[7] Das Spiel im Wassil-Lewski-Nationalstadion verfolgten 42.000 Zuschauer – ein Rekord für ein bulgarisches Team in einer offiziellen UEFA-Begegnung außerhalb seiner Stadt.[8] Das Rückspiel fand am 20. März 2014 in Valencia statt und Valencia gewann mit 1:0.[9]

Der Verein dominierte die A Grupa zur Saison 2013/14, indem er seinen dritten Meistertitel in Folge am 7. Mai 2014 feierte. Am 15. Mai 2014 erreichte der Verein nach einem 1:0-Sieg gegen Botew Plowdiw sein „Double“, das zweite nach seinem Aufstieg in die A Grupa.

In der Saison 2014/15 qualifizierte sich Ludogorez erstmals für die UEFA Champions League, nachdem im entscheidenden Elfmeterschießen der Play-Offs gegen Steaua Bukarest der Innenverteidiger Cosmin Moți als Ersatz für den vom Platz gestellten Torhüter Wladislaw Stojanow zwei Elfmeter gehalten hatte.[10][11]

Kader 2014/15[Bearbeiten]

Nr. Position Name
4 FinnlandFinnland AB Tero Mäntylä
5 FrankreichFrankreich AB Alexandre Barthe
7 BulgarienBulgarien MF Michail Aleksandrow
8 PortugalPortugal MF Fábio Espinho
9 SlowenienSlowenien ST Roman Bezjak
10 KolumbienKolumbien MF Sebastián Hernández
11 BrasilienBrasilien ST Juninho Quixadá
12 MadagaskarMadagaskar MF Anicet Andrianantenaina
15 BulgarienBulgarien AB Aleksandar Aleksandrow
16 KolumbienKolumbien AB Brayan Angulo
17 SpanienSpanien MF Dani Abalo
18 BulgarienBulgarien MF Swetoslaw Djakow
19 BulgarienBulgarien AB Aleksandr Wasilew
20 BrasilienBrasilien AB Guilherme Choco
Nr. Position Name
21 BulgarienBulgarien TW Wladislaw Stojanow
23 BulgarienBulgarien MF Christo Slatinski
24 BulgarienBulgarien AB Preslaw Petrow
25 BulgarienBulgarien AB Jordan Minew
27 RumänienRumänien AB Cosmin Moți
31 BulgarienBulgarien TW Georgi Argilaschki
55 BulgarienBulgarien AB Georgi Tersiew
77 PortugalPortugal AB Vitinha
80 BrasilienBrasilien AB Júnior Caiçara
84 BrasilienBrasilien MF Marcelinho
88 BrasilienBrasilien MF Wanderson
91 BulgarienBulgarien TW Ivan Čvorović
93 NiederlandeNiederlande ST Virgil Misidjan
99 TunesienTunesien ST Hamza Younés

Sportliche Erfolge[Bearbeiten]

Rekorde[Bearbeiten]

  • Ludogorez ist nach dem FC Levadia Tallinn der zweite Verein auf der Welt, dem nach einem Aufstieg in die erste Liga in seinem Land gleich ein Triple gelingt, indem er alle drei Pokale (Meisterschaft, Pokal und Supercup) gewinnt.
  • In der Saison 2011/12 erhielt der Verein mit 73 erzielten Toren und nur 16 Gegentoren den Preis für den Verein mit der besten Offensive und Defensive der bulgarischen A Grupa
  • 42.000 Zuschauer im Wassil-Lewski-Nationalstadion – ein absoluter Rekord für ein Team in Bulgarien in einer offiziellen UEFA-Begegnung außerhalb seiner Stadt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Senkrechtstarter aus dem verrückten Wald. Schweizer Radio und Fernsehen, 21. August 2013
  2. Ludogorets Arena – football temple of the North-East. Website des PFC Ludogorez, abgerufen am 28. August 2014.
  3. Europa League, 2013/14, Gruppenphase, 2. Spieltag: Ludogorez Rasgrad – Dinamo Zagreb 3:0 (2:0). Kicker, 3. Oktober 2013
  4. Ludogorets continue run at Chornomorets. UEFA Europa League News, 24. Oktober 2013.
  5. Europa League Zwischenrunde: Doppel-Rot bei Lazio-Blamage. Spox.com, 20. Februar 2014
  6. Ludogorets kämpft sich gegen Lazio durch. UEFA-Website, 27. Februar 2014
  7. Simon Hart: Valencia lässt Ludogorets keine Chance. UEFA-Website, 13. März 2014.
  8. Лудогорец издуха рекордите. Website des PFC Ludogorez, abgerufen am 28. August 2014 (bulgarisch).
  9. Delfin Ramirez: Alcácer macht für Valencia alles klar. UEFA.com, 20. März 2014
  10. Feldspieler hält zwei Elfmeter und wird zum Helden. In: Spiegel Online vom 28. August 2014 (abgerufen am 28. August 2014).
  11. Ludogorets dank Moţi in der Gruppenphase. UEFA Online vom 27.August 2014 (abgerufen am 28. August 2014).