Ludogorez Rasgrad

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Ludogorez Rasgrad
Logo von Ludogorets Rasgrad
Voller Name Професионален футболен клуб Лудогорец Разград
PFC Ludogorets Rasgrad
Ort Rasgrad, Bulgarien
Gegründet 1945
Stadion Arena Ludogorez
Plätze 6.000
Präsident Kyril Domustschiew
Vorstand Aleksandar Aleksandrow
Trainer Stojtscho Stoew
Homepage www.ludogorets.com
Liga A Grupa
2013/14 1. Platz
Heim
Auswärts

PFC Ludogorez Rasgrad (bulgarisch ПФК Лудогорец Разград) ist ein bulgarischer Fußballverein aus der nordostbulgarischen Stadt Rasgrad, der seit 2011 erstmals in der A Grupa spielt, der obersten Spielklasse des Landes.

Der Club ist der Nachfolger des 1945 gegründeten und 2006 aufgelösten Vereins Ludogorez Rasgrad. In der Saison 2010/11 kaufte der bulgarische Pharma-Unternehmer und Oligarch Kyril Domustschiew den Klub.[1] Mit seiner finanziellen Hilfe wurde eine neue Mannschaft zur Winterpause dazugekauft. Am Ende der Saison belegte man in der Ostgruppe der zweiten Liga (B Grupa) den ersten Platz und stieg in die erste Liga auf, direkt nach dem Aufstieg wurde die Mannschaft bulgarischer Meister. Dieser Erfolg wurde in den zwei folgenden Spielzeiten wiederholt.

Spielstätte ist die Arena Ludogorez, die 6.000 Zuschauern Platz bietet.[2]

Der sportliche Aufstieg von Ludogorez[Bearbeiten]

Ludogorez avancierte nach seinem rasanten Aufstieg zu einem der führenden Clubs Bulgariens und spielt in der Saison 2013/14 erfolgreich in der Gruppenphase der UEFA Europa League. In der zweiten Qualifikationsrunde der Saison 2012/13 traf Ludogorez auf den kroatischen Teilnehmer Dinamo Zagreb. Das erste Spiel in Razgrad endete mit 1:1, während der Verein das Rückspiel dramatisch mit 3:2 verlor und damit sein Debüt in Europa früh beenden musste. Nach dem Gewinn der Meisterschaft in 2012/13 qualifizierte sich das Team für die zweite Qualifikationsrunde der UEFA Champions League 2013/14. Dort verlor der Club auswärts gegen den slowakischen Meister ŠK Slovan Bratislava, setzte sich jedoch im Rückspiel mit 3:0 durch. In der darauf folgenden Runde gewann Ludogorez gegen FK Partizan Belgrad beide Spiele, mit 2:1 im Hinspiel und 1:0 im Rückspiel. Da der Verein in der nächsten Runde dem FC Basel unterlag, trat der Verein in der UEFA Europa League an. Der Verein dominierte die A Grupa zur Saison 2013-14, indem er seinen dritten Meistertitel in Folge am 7. Mai 2014 feierte. Am 15. Mai 2014 erreichte der Verein nach einem 1-0 Sieg gegen Botew Plowdiw sein „Double“ (das zweite nach seinem Aufstieg in die A Grupa).

Ludogorez in der UEFA Europa League[Bearbeiten]

In seinem Debüt in der Gruppenphase der UEFA Europa League 2013/14 gegen PSV Eindhoven gewann Ludogorez in Eindhoven mit 2:0. Ludogorez gewann auch das folgende Heimspiel gegen Dinamo Zagreb mit 3:0, womit der Verein sein Ausscheiden gegen den kroatischen Traditionsverein von 2012 vor den Fans und Medien in Bulgarien in den Hintergrund rücken ließ.[3] Am nächsten Spieltag feierte der bulgarische Meister gegen das ukrainische Team Tschornomorez Odessa den dritten Sieg im dritten Spiel.[4] Ludogorez Rasgrad erlangte im ersten Spiel des Sechzehntelfinales der UEFA Europa League 2013/14 einen Auswärtssieg gegen Lazio Rom. Mit diesem Erfolg war der Verein neben dem FC Salzburg und FC Valencia das einzige Team, welches in dieser Spielzeit mit insgesamt vier Partien alle Auswärtsspiele gewonnen hatte.[5] Im Rückspiel im Wassil-Lewski-Nationalstadion am 27. Februar 2014 feierte Ludogorez mit einem 3:3-Unentschieden gegen Lazio Rom seinen Aufstieg in das Achtelfinale der Europa League.[6] Das Spiel besuchten über 20.000 Zuschauer aus ganz Bulgarien und begann mit einem Gegentor durch Keita Baldé Diao - dem zweitschnellsten Tor in der Europa-League-Historie, bereits nach 16 Sekunden Spielzeit. Beginn der zweiten Halbzeit ging Lazio sogar mit 2:0 in Führung. Das Team von Ludogorez kam mit einem Tor den Stürmer Roman Bezjak, der mit sechs Toren, zum 27. Februar 2014 zweitbester Torschütze im Wettbewerb war, wieder in das Spiel zurück. Zehn Minuten später kam durch einen Weitschuss von Christo Slatinski aus 25 Metern der Ausgleich. Das Spiel war hart umkämpft und Lazio konnte kurzzeitig wieder in Führung gehen. Dank eines Treffers von Juninho Quixadá zwei Minuten vor Spielende sicherte sich der PFC Ludogorez Razgrad den Einzug in das Achtelfinale der UEFA Europa League - mit einem knappen 4:3 im Gesamtergebnis. Der FC Valencia war der Gegner der Achtelfinalspiele. Das spanische Team gewann, trotz eines frühen Platzverweises gegen Seydou Keita mit 3:0 gegen Ludogorez Razgrad in Sofia.[7] Am Spiel nahmen 42.000 Zuschauer im Nationalstadion "Vasil Levski" teil - ein absoluter Rekord für ein Team in Bulgarien in einer offiziellen UEFA-Begegnung außerhalb seiner Stadt.[8] Das Rückspiel fand am 20. März 2014 in Valencia statt und Valencia gewann mit 1:0.[9]

Kader 2013/14[Bearbeiten]

Stand: 5. Januar 2014

Nr. Position Name
4 FinnlandFinnland AB Tero Mäntylä
5 FrankreichFrankreich AB Alexandre Barthe
7 BulgarienBulgarien MF Michail Aleksandrow
8 PortugalPortugal MF Fábio Espinho
9 SlowenienSlowenien ST Roman Bezjak
10 KolumbienKolumbien MF Sebastián Hernández
11 BrasilienBrasilien ST Juninho Quixadá
14 NiederlandeNiederlande MF Mitchell Burgzorg
15 BulgarienBulgarien AB Aleksandar Aleksandrow
16 BulgarienBulgarien MF Kristian Кitow
17 SpanienSpanien MF Dani Abalo
18 BulgarienBulgarien MF Swetoslaw Djakow
19 BulgarienBulgarien MF Dimo Bakalow
20 BrasilienBrasilien AB Guilherme Choco
Nr. Position Name
21 BulgarienBulgarien TW Wladislaw Stojanow
23 BulgarienBulgarien MF Christo Slatinski
25 BulgarienBulgarien AB Jordan Minew
27 RumänienRumänien AB Cosmin Moți
30 BulgarienBulgarien TW Georgi Argilaschki
55 BulgarienBulgarien AB Georgi Tersiew
77 PortugalPortugal AB Vitinha
80 BrasilienBrasilien AB Júnior Caiçara
84 BrasilienBrasilien MF Marcelinho
91 SerbienSerbien TW Ivan Čvorović
93 NiederlandeNiederlande MF Virgil Misidjan
95 NiederlandeNiederlande MF Jeroen Lumu
99 BrasilienBrasilien ST Michel Mesquita

Sportliche Erfolge[Bearbeiten]

Rekorde[Bearbeiten]

  • Ludogorez ist nach dem FC Levadia Tallinn der zweite Verein auf der Welt, dem nach einem Aufstieg in die erste Liga in seinem Land gleich ein Triple gelingt, indem er alle drei Pokale (Meisterschaft, Pokal und Supercup) gewinnt.
  • In der Saison 2011/12 erhielt der Verein mit 73 erzielten Toren und nur 16 Gegentoren, den Preis für den Verein mit der besten Offensive und Defensive der bulgarischen A Grupa
  • 42.000 Zuschauer im Nationalstadion "Vasil Levski" - ein absoluter Rekord für ein Team in Bulgarien in einer offiziellen UEFA-Begegnung außerhalb seiner Stadt.

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Der Senkrechtstarter aus dem verrückten Wald
  2. Vereinswebsite zum Stadion
  3. Kicker, Europa League, 2013/14, Gruppenphase, 2. Spieltag
  4. UEFA Europa League News, Ludogorets continue run at Chornomorets
  5. Artikel zur Europa League 2013/14 Zwischenrunde: Doppel-Rot bei Lazio-Blamage
  6. Ludogorets kämpft sich gegen Lazio durch, Offizielle Internetpräsenz der UEFA, 27. Februar 2014
  7. Valencia lässt Ludogorets keine Chance, Offizielle Internetpräsenz der UEFA, 13. März 2014
  8. offizielle Vereinswebseite, Artikel zu den Vereinsrekorden
  9. Alcácer macht für Valencia alles klar, Offizielle Internetpräsenz der UEFA, 20. März 2014