Ludolf Kuchenbuch

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Ludolf Kuchenbuch, 2007

Ludolf Kuchenbuch (* 6. Juni 1939 in Schneidemühl) ist ein deutscher Historiker und Jazzmusiker.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Sein Vater war der Prähistoriker Freidank Kuchenbuch, seine Mutter die Ärztin Hilde Kuchenbuch, geb. Kruckenberg. Nach dem Besuch der Volksschulen in Stendal, Lübeck-Eicholz und Wohltorf wechselte er zur Sachsenwald-Oberschule in Reinbek. Nach dem Abitur absolvierte er seinen Wehrdienst in Neumünster.

Mit dem Sommersemester 1960 nahm er in München das Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Germanistik auf, wechselte zum Wintersemester 1961/62 an die Freie Universität Berlin, nun mit den Fächern Geschichte, Germanistik und Philosophie (als Nebenfach). Während des Hauptstudiums arbeitete er als Tutor im Friedrich-Meinecke-Institut. Im Februar 1968 schloss er die Erste Staatsprüfung ab, um dann bei Heinz Quirin als studentische Hilfskraft in der Abteilung Historische Landeskunde am Friedrich-Meinecke Institut zu arbeiten.

1970/71 arbeitete er bei Prof. Fritze als Promotionsstipendiat der Freien Universität an seinem Dissertation. 1971-76 war er wissenschaftlicher Assistent für mittelalterliche Sozial- und Wirtschaftsgeschichte am Institut für Geschichtswissenschaft der Technischen Universität Berlin bei Ernst Pitz. Er arbeitete auf der Grundlage des Prümer Urbars über die Bauern im Herrschaftsumfeld der Abtei Prüm im 9. Jahrhundert und wagte dabei als einer der ersten einen umfassenden sozialgeschichtlichen Ansatz. Am 26. April 1976 wurde er an der Freien Universität mit summa cum laude promoviert. Am 7. November 1979 heiratete er die Schwedin Ylva Eriksson, am 3. März des folgenden Jahres wurde ihr erster Sohn geboren, eine Woche nach seiner Habilitation der zweite.

Bis zu seiner Habilitation über bäuerliche Besitzstrukturen, Rentenpflichten und Nachbarschaftsverhältnisse im 14. Jahrhundert im Jahre 1983 (Die Neuwerker Bauern und ihre Nachbarn im 14. Jahrhundert) war er Assistent an der Technische Universität Berlin, zunächst im Rahmen einer Assistenzprofessur, dann einer Hochschulassistenz. Sein Aufgabengebiet war die „mittelalterliche Wirtschafts- und Sozialgeschichte, mit besonderer Berücksichtigung geschichtstheoretischer und -didaktischer Probleme“. Am 20. Juni 1983 wurde das Habilitationsverfahren abgeschlossen, seine Lehrbefugnis bezog sich auf das Fach Mittelalterliche Geschichte. Danach wurde er Lehrbeauftragter, schließlich Privatdozent.

Am 14. Mai 1984 ging er als Konservator an das Bayerische Nationalmuseum in München und vertrat parallel Knut Schulz am Friedrich-Meinecke-Institut. 1985 nahm er einen Ruf als Professor für „Ältere Geschichte“ an die Fernuniversität Hagen an, wo er bis zu seiner Emeritierung 2004 tätig war.

Wirken[Bearbeiten]

Schwerpunkte seiner historischen Forschungsarbeit sind die Geschichte des bäuerlichen Wirtschaftens im Mittelalter, die Geschichte der Arbeit, Feudalismustheorien und die Geschichte der Schriftlichkeit (z.B. über Kerbhölzer, das Ordnungsverhalten, aber auch „Notizen zur ›Notation‹ im Amateurjazz der sechziger und siebziger Jahre“) sowie die Abfall- und Geldgeschichte. Er war bzw. ist Mitherausgeber der Reihen „Campus Historische Studien“, „Historische Semantik“ und „Historische Anthropologie“.

Im Rahmen seiner Lehrtätigkeit erstellte er zahlreiche Beiträge zu den Studienmaterialien der FernUniversität Hagen, wie den „Einführungskurs Ältere Geschichte“, „Grundkurs Ältere Geschichte“, aber auch zu Themen wie der Grundherrschaft im früheren Mittelalter oder der alteuropäischen Schriftkultur.

Daneben ist Kuchenbuch als Saxophonist in der Jazzszene aktiv. Seit Beginn der 1960er Jahre Mitglied des Modern Swing Trios, gehörte er 1975ff. zur Westberliner Jazzrock-Band Os Mundi, später auch zum Berlin Jazz Workshop Orchestra. Mit Klaus Henrichs und Raimund Rilling bildete er 1977 das Trio Ohpsst, das auch mit John Tchicai, Tanja Berg und Ekkehard Jost spielte, von der Free Music Production aufgenommen und 2006 mit Rilling und George Maclean wiederbelebt wurde.

Werke[Bearbeiten]

  • Feudalismus - Materialien zur Theorie und Geschichte, hrsg. zus. mit B. Michael, Frankfurt/Berlin/Wien 1977, 779 S.
  • Bäuerliche Gesellschaft und Klosterherrschaft im 9. Jahrhundert. Studien zur Sozialstruktur der Familia der Abtei Prüm (Beiheft der Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte 66), Wiesbaden 1978, 443 S.
  • mit B. Michael, Zur Periodisierung des europäischen Feudalismus. Überlegungen und Fragen, in: Gesellschaftsformationen in der Geschichte, Berlin 1978, 130-149
  • mit K. Herbers, Konjunktur und Mentalität - Beobachtungen zur französischen Mediävistik, in: lendemains 4/16 (1979) 25-42
  • ‚Finden ist nicht verboten‘ - Probleme einer marxistischen Geschichtstheorie am Beispiel der ‚vorkapitalistischen Produktionsweisen‘, in: Jörn Rüsen/E. Süssmuth (Hg.), Theorien in der Geschichtswissenschaft, Düsseldorf 1980, 95-117
  • Bäuerliche Ökonomie und feudale Produktionsweise. Ein Beitrag zur ‚Welt-System‘-Debatte aus mediävistischer Sicht, in: Perspektiven des Weltsystems. Materialien zu E. Wallerstein ‚Das Moderne Weltsystem‘, Hg. Berliner Institut für vergleichende Sozialforschung, Frankfurt 1982, 112-141
  • "Probleme der Rentenentwicklung in den klösterlichen Grundherrschaften des frühen Mittelalters", in: Benedictine Culture, 750-1050, W. Lourdaux et D. Verhelst (Hrsg.), Löwen 1983, 132-172.
  • Bäuerliches Genus im frühen Mittelalter In: Stephan H. Pfürtner (Hrsg.): Wider den Turmbau zu Babel. Disput mit Ivan Illich. Reinbek 1985, 131-146
  • Trennung und Verbindung im bäuerlichen Werken des 9. Jahrhunderts. Eine Auseinandersetzung mit Ivan Illichs Genus-Konzept, in: Frauen in der Geschichte VII, Hg. Werner Affeldt/Annette Kuhn, Düsseldorf 1986, 227-243
  • Abfallpräsentation im Freilichtmuseum? Historisierende Vorbemerkungen, in: Freilichtmuseum und Sozialgeschichte, Hg. K. Bedal/H. Heidrich, Bad Windsheim 1986, 122-137
  • ‚Säuisches Wirtschaften‘ auf dem Land als Problem der Volksaufklärung, in: Jahrbuch für Volkskunde 1987, 27-42
  • Die Klostergrundherrschaft im Frühmittelalter. Eine Zwischenbilanz, in: Friedrich Prinz (Hg.), Herrschaft und Kirche, Stuttgart 1988, 297-343
  • Abfall. Eine stichwortgeschichtliche Erkundung, in: Mensch und Umwelt in der Geschichte, Hg. J. Rüsen/Jörg Callies/Meinfried Striegnitz, Pfaffenweiler 1989, 257-276
  • Adel, in: Das Fischer Lexikon. Geschichte, Hg. Richard van Dülmen, Frankfurt 1989, (2.Aufl. 2003), 105-120
  • ‚Seigneurialisation‘ - Marc Blochs Lehre im Lichte heutiger Forschung und Diskussion, in: Marc Bloch aujourd'hui. Histoire comparée et Sciences sociales, Hg. H. Atsma/A. Burguière, Paris 1990, 349-361
  • Notizen zur ‚Notation‘ im Amateurjazz der Sechziger und Siebziger Jahre, in: Ekkehard Jost (Hrsg.), Darmstädter Jazzforum 89, Beiträge zur Jazzforschung, Hofheim 1990, 161-189
  • Vom Brauch-Werk zum Tauschwert. Überlegungen zur Arbeit im vorindustriellen Europa (mit Thomas Sokoll), in: Sozialphilosophie der industriellen Arbeit, Hg. H. König u. a., 1990, 26-50
  • Mühsal, Werk, Kunst, Lohn - Zur ‚Arbeit‘ im mittelalterlichen Ruhrgebiet, in: Vergessene Zeiten. Mittelalter im Ruhrgebiet, Hg. F. Seibt u.a., Katalog zur Ausstellung im Ruhrlandmuseum Essen, Bd. 2, Essen 1990, 103-110
  • Schriftlichkeitsgeschichte als methodischer Zugang: das Prümer Urbar 893 - 1983, Einführung in die Ältere Geschichte, Hagen 1990
  • Verrechtlichung von Erinnerung im Medium der Schrift (9. Jahrhundert), in: Mnemosyne. Formen und Funktionen der kulturellen Erinnerung, Hg. A. Assmann/D. Hardt, Frankfurt 1991, 36-47
  • Opus feminile - das Geschlechterverhältnis im Spiegel von Frauenarbeiten im früheren Mittelalter, in: Weibliche Lebensgestaltung im früheren Mittelalter, Hg. H.-W. Goetz, Köln u.a. 1991, 139-175
  • Grundherrschaft im früheren Mittelalter, Idstein 1991, ISBN 3-8248-0021-7.
  • Bene laborare - Zur Sinnordnung der Arbeit, ausgehend vom capitulare de villis, in: Von Aufbruch und Utopie. Perspektiven einer neuen Gesellschaftsgeschichte des Mittelalters. Für und mit Ferdinand Seibt aus Anlass seines 65. Geburtstages, Hg. B. Lundt/H. Reimöller, Köln, Weimar, Wien 1992, 337-352
  • « ‘Lavoro’ e ‘società’ dal tardo X secolo al primo XII. Note basate prevalentemente sulla tradizione urbariale a nord delle Alpi », in : Violante (Cinzio), Fried (Johannes) dir., Il secolo XI : una svolta ?, Bologna, 1993, p. 205-235.
  • "Teilen, Aufzählen, Summieren: Zum Verfahren in ausgewählten Güter- und Einkünfteverzeichnissen des 9. Jahrhunderts", in: Schriftlichkeit im frühen Mittelalter, Ursula SCHAEFER dir., Tübingen: Narr (ScriptOralia, 53), 1993, 181-206.
  • ‚Elevatis ad celum manibus et oculis‘ – Gebärden und Gebaren in den Miracula Sancti Annonis von 1184, in: Frömmigkeit. Formen, Geschichte, Verhalten, Zeugnisse. Lenz Kriss-Rettenbeck zum 70. Geburtstag, hg. von Ingolf Bauer, Deutscher Kunstverlag o.O. 1993, 27-44.
  • "Links within the village: evidence from 14th century Eastphalia", in: Sweeney (Del) (Hrsg.), Agriculture in the middle ages: technology, practice et representation, Philadelphia: University of Pennsylvania Press, 1995, 139-162.
  • "Ordnungsverhalten im grundherrlichen Schriftgut vom 9. zum 12. Jahrhundert », in : Fried (Johannes) (Hrsg.), Dialektik und Rhetorik im früheren und hohen Mittelalter, München, 1997, 175-268.
  • « Potestas und utilitas. Ein Versuch über Stand und Perspektiven der Forschung zur Grundherrschaft im 9.-13. Jahrhundert », in : Historische Zeitschrift, 265, 1997-2, 117-146.
  • „Marc Bloch, La société féodale“, in: Volker Reinhardt (Hg.), Hauptwerke der Geschichtsschreibung, Stuttgart 1997, 52-55.
  • 11 Teil-Artikel (frühes Mittelalter: „Familie, Geld/Geldwirtschaft, Grundherrschaft, Handel, Handwerk, Landwirtschaft, Lohn, Markt, Preis, Sklaverei, Sozialstruktur“, in: Der Neue Pauly, Bd.4-11, 1998-2001).
  • Kerbhölzer in Alteuropa - zwischen Dorfschmiede und Schatzamt, in: The Man of Many Devices, Who Wandered Full Many Ways. Festschrift in Honor of János M. Bak. hrsg. v. Balázs Nagy und Marcell Sebök, Budapest 1999, 303-325.
  • "Marc Bloch und Karl Marx? Annäherungen an eine fragliche Beziehung", in: Peter Schöttler (Hrsg.), Marc Bloch, Historiker und Widerstandskämpfer, 1999, 145-170.
  • "Register und rekenschap: schriftkulturelle Streiflichter zur Wirtschaftsführung in der Abtei Werden 12.-Anfang 16. Jh.", in: Jan Gerchow (Hrsg.), Das Jahrtausend der Mönche: Kloster Welt Werden 799-1803, 1999.
  • "Sind mediävistische Quellen mittelalterliche Texte ? Zur Verzeitlichung fachlicher Selbstverständlichkeiten", in: Hans-Werner Goetz (Hrsg.), Die Aktualität des Mittelalters, Bochum : Winkler (Herausforderung, 10), 2000, 317-354.
  • "Pragmatische Rechenhaftigkeit? Kerbhölzer in Bild, Gestalt und Schrift", Frühmittelalterliche Studien, 36, 2002, 469-490.
  • "Écriture et oralité : quelques compléments et approfondissements", in : Schmitt (Jean-Claude), Oexle (Otto Gerhard) (Hrsg.), Les tendances actuelles de l’histoire du Moyen Âge en France et en Allemagne, Paris : Publications de la Sorbonne (Histoire ancienne et médiévale, 66), 2002, 143-166.
  • "Feudalismus: Versuch über die Gebrauchsstrategien eines wissenspolitischen Reizworts in der Mediävistik", in : Fryde (Natalie), Monnet (Pierre), Oexle (Otto Gerhard) (Hrsg.), Die Gegenwart des Feudalismus. Présence du féodalisme et présent de la féodalité. The Presence of Feudalism, Göttingen (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte, 173), 2002, 293-323.
  • "Porcus donativus : Language Use and Gifting in Seignorial Records between the Eighth and the Twelfth Centuries", in: Algazi (Gadi), Groebner (Valentin), Jussen (Bernhard) (Hrsg.), Negotiating the Gift : pre-modern figurations of exchange, Göttingen, 2003, 203-256.
  • "Das Huhn und der Feudalismus", in : Barbara Duden u.a. (Hrsg.), Geschichte in Geschichten : ein historisches Lesebuch, 2003, 355-359.
  • "Vom Dienst zum Zins? Bemerkungen über agrarische Transformationen in Europa vom späteren 11. zum beginnenden 14. Jahrhundert", Zeitschrift für Agrargeschichte und Agrarsoziologie, 51, 1, 2003, 11-29.
  • "Zwischen Lupe und Fernblick: Berichtspunkte und Anfragen zur Mediävistik als historischer Anthropologie", in: Goetz (Hans-Werner), Jarnut (Jörg) dir., Mediävistik im 21. Jahrhundert: Stand und Perspektiven der internationalen und interdisziplinären Mittelalterforschung, München (MittelalterStudien, 1), 2003, 269-293.
  • "Abschied von der 'Grundherrschaft'. Ein Prüfgang durch das ostfränkisch-deutsche Reich (950-1050)", Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte. Germanistische Abteilung. 121, 2004, 1-99.
  • „Mediävalismus und Okzidentalistik. Die erinnerungskulturellen Funktionen des Mittelalters und das Epochenprofil des christlich-feudalen Okzidents“, in: Handbuch der Kulturwissenschaften, hg. v. Friedrich Jaeger u. Jörn Rüsen, Bd. 1 (Grundlagen und Schlüsselbegriffe), Stuttgart 2004, 490-505. (ND in 1, 6, 452-478) (Übersetzung ins Chinesische in Vorbereitung).
  • „Sind Epochen notwendig(e) Mythen?“ In: Mythen in der Geschichte, hg. v. Helmut Altrichter / Klaus Herbers / H.Neuhaus, Freiburg i. B. 2004, 29-53.
  • “Sources ou documents? Contribution à l'histoire d'une évidence méthodologique”, in: Hypothèses 2003. Travaux de l'école doctorale d'Histoire de l’Université Paris-1 Panthéon-Sorbonne, Paris 2004, 287-315.
  • „Dankbar und Zornig. Abschied von der FernUniversität Hagen“, in: Historische Anthropologie 13, 2005, 278-291.
  • Textus im Mittelalter. Komponenten und Situationen des Wortgebrauchs im schriftsemantischen Feld, hgg. mit Uta Kleine, Göttingen 2005.
  • "Censum dare : exprimer l'appropriation seigneuriale dans les censiers du Saint Empire romain germanique (XIIe-XVe siècles). Étude préliminaire", in: Bourin (Monique), Martinez Sopena (Pascual) (Hrsg.), Pour une anthropologie du prélèvement seigneurial dans les campagnes médiévales (XIe-XIVe siècles): Les mots, les temps, les lieux, Paris, 2007, 23-70.
  • Vom Mönchslatein zum Schriftdeutsch. Über die Dynamik der Schriftkultur im Mittelalter, in: Gegenworte 19 (2008) 54-57 pdf.
  • „Kontrastierter Okzident. Bemerkungen zu Michael Mitterauers Buch ‚Warum Europa? Mittelalterliche Grundlagen eines Sonderwegs’“, in: Historische Anthropologie 14, 2006, 410-429 (Wiederabdruck in: Jürgen Osterhammel (Hg.), Weltgeschichte (Basistexte Geschichte 4), Stuttgart 2008, 121-140. Stuttgart 2008).
  • Essays „Lebensräume und Bedingungen“, „Naturräume“, „Sozialräume“, „Ländliche Räume“ (zusammen m. Joseph Morsel); „ Bauern“, in: Enzyklopädie des Mittelalters, hg. Gerd Melville /Martial Staub, Darmstadt 2008, Bd. 2, 241-256, Bd. 1, 139-149.
  • (In japanischer Sprache:) „Die Feudalismusdiskussion in Europa in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts“; in: Dezentralisierung und Machtteilung – Japan und Westeuropa im Vergleich, hg. S. Kondo, Y. Kojita, D. Taranczewski, R. Horres, Tokio 2009, 384-439 (Deutsche Fassung in Vorbereitung).
  • „Am Nerv des Geldes: Die Verbankung der deutschen Verbraucher 1945-2005“, in: Historische Anthropologie 17/2, 2009, 260-275.
  • „… mit Weib und Kind und…: die Familien der Mediävistik zwischen den Verheirateten und ihren Verwandten in Alteuropa“, in: Karl Heinz Spieß (Hg.), Die Familie in der Gesellschaft des Mittelalters, Ostfildern 2009, 325-376 (Vorträge und Forschungen LXXI).
  • „Zwischen Improvisation und Text. Schriftanthropologische Erwägungen eines Jazzamateurs und Mediävisten zur Musikhistorie“, in: Historische Anthropologie 18/1, 2010,120-139.
  • “La construction processionelle de l’espace communautaire” (m. Joseph Morsel u. Dieter Scheler), in: D. Boisseuil / P. Chastang / L. Feller / J. Morsel (Hg.), Ècritures de l’espace social. Mélanges d’histoire médiévale offerts à Monique Bourin, Paris 2010, 139-182.
  • „Die ‚heilige Familie’ im christlichen Alteuropa. Ein Traktat über ihre Grundlagen und langfristigen Wandlungen“, in: C. Jurk / R. Gronemeyer (Hg.), Bodenlos. Vom Verschwinden des Verlässlichen, Marianne Gronemeyer zum 70. Geburtstag, Frankfurt a. M. 2011, 168-186.
  • Numerus vel ratio. Zahlendenken und Zahlengebrauch in Registern der seigneurialen Güter- und Einkünftekontrolle im 9. Jahrhundert“, in: Was zählt. Ordnungsangebote, Gebrauchsformen und Erfahrungsmodalitäten des „numerus“ im Mittelalter, hg. v. Moritz Wedell, Münster 2011, 235-272 (pictura et poesis, Bd. 31).
  • Marx und der Feudalismus (1983/2012), Heft 1: Zur Entwicklung des Feudalismuskonzepts im Werk von Karl Marx (Philosophische Gespräche 24), Berlin 2012, 72 S.; Heft 2 (zus. m. Alain Guerreau): Postskript: Karl Marx und die Feudalismusdiskurse (Philosophische Gespräche 25), Berlin 2012, 37-64.
  • Reflexive Mediävistik. Textus - Opus – Feudalismus (Campus Historische Studien 64), Frankfurt a. M. 2012, 578 S. (Auswahl von 18 Arbeiten 1990-2011, m. ausführlicher Einleitung).
  • Die Neuwerker Bauern und ihre Nachbarn im 14. Jahrhundert (Spätmittelalterstudien, Bd. 3), Konstanz-München 2013, 246 S. (Habilschrift v. 1983 mit Postskript 2013).

Weblinks[Bearbeiten]