Ludovic Magnin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ludovic Magnin
Spielerinformationen
Geburtstag 20. April 1979
Geburtsort LausanneSchweiz
Größe 186 cm
Position Abwehr
Vereine in der Jugend
1985–1996
1996–1997
1997–1999
FC Echallens
Lausanne-Sports
Yverdon Sports
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1999–2000
2000–2001
2001–2005
2005–2009
2010–2012
Yverdon-Sport
FC Lugano
Werder Bremen
VfB Stuttgart
FC Zürich
35 (2)
46 (1)
45 (4)
102 (2)
56 (1)
Nationalmannschaft
2000–2010 Schweiz 62 (3)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Ludovic Magnin [ˈlydɔvik ˈmaɲɛ̃] (* 20. April 1979 in Lausanne) ist ein ehemaliger Schweizer Fussballspieler. Er nahm mit der Schweizer Fussballnationalmannschaft an den Europameisterschaften 2004 und 2008 sowie an den Weltmeisterschaften 2006 und 2010 teil und wurde mit Werder Bremen 2004 und mit dem VfB Stuttgart 2007 Deutscher Meister.

Karriere[Bearbeiten]

Magnin spielte auf der linken Seite, wo er sowohl in der Abwehr als linker Verteidiger einer Viererkette, als auch im Mittelfeld eingesetzt wurde.

Verein[Bearbeiten]

Von 1987 bis 1996 spielte er in Echallens, nach einem kurzen Abstecher zu den Junioren von Lausanne Sports wechselte er im Sommer 1997 zu Yverdon-Sport in die zweithöchste Spielklasse der Schweiz, die heutige Challenge League. In Yverdon avancierte er zum Stammspieler und absolvierte 61 Spiele in zwei Spielzeiten. Nach der Saison 1998/99 stieg Yverdon in die höchste Spielklasse auf, die heutige Axpo Super League. Auch dort war Magnin unumstrittener Stammspieler, spielte in 35 von 36 Spielen mit und erzielte dabei zwei Tore.

Aufgrund seiner starken Leistungen weckte er das Interesse des ambitionierten AC Lugano. Mit Lugano spielte er eineinhalb Spielzeiten in der obersten Spielklasse, dabei absolvierte er 46 Spiele und schoss ein Tor. Im Winter 2001/02 wechselte er in die Deutsche Bundesliga zu Werder Bremen für eine Ablösesumme von ungefähr 1 Million Schweizer Franken. In den ersten drei Spielzeiten kam er jedoch nur 20 mal zum Einsatz, erzielte dabei ein Tor. Vor allem in seiner dritten Saison (2003/04) verfolgte ihn das Verletzungspech. Während seine Mannschaft Deutscher Meister und Pokalsieger wurde, brach sich Magnin das Jochbein, hatte mehrere Muskelfaserrisse und weitere Verletzungen. Auf die Saison 2005/2006 wechselte Magnin zum VfB Stuttgart. Mit dem VfB wurde er 2007 als Stammspieler erneut Deutscher Meister. Am 4. Februar 2008 unterzeichnete Magnin beim VfB einen neuen Vertrag, der bis Ende Juni 2010 datiert war.

Im Januar 2010 wechselte Magnin zum FC Zürich wo er einen 3 ½-Jahresvertrag mit gegenseitiger Verlängerungsoption unterschrieb.[1][2] Am 27. August 2012 beendete Ludovic Magnin wegen körperlicher Beschwerden seine aktive Karriere und gab bekannt, dass er eine Funktion als Assistenztrainer im Nachwuchsbereich des FC Zürich einnehmen wird. [3]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Magnin gab sein Debüt im Kader der Schweizer Fussballnationalmannschaft im August 2000. Im Sommer 2004 durfte Magnin trotz mangelnder Fitness mit der Schweizer Nationalmannschaft zur Europameisterschaft 2004 nach Portugal fahren, kam jedoch nur zu einem kurzen Teileinsatz. Bei der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland war er als Stammspieler ebenso im Kader der Schweiz wie auch bei der Heim-EM 2008, obwohl er sich gut elf Wochen vor Turnierbeginn einen Bänder- und Kapselriss im linken Sprunggelenk zuzog.[4][5]

Für die Weltmeisterschaft 2010 wurde Magnin für den verletzten Christoph Spycher nachnominiert,[6] kam aber nicht zum Einsatz. Nach der WM 2010 beendete Magnin seine Nationalmannschaftskarriere.

Sonstiges[Bearbeiten]

Magnins Stärken sind seine Dynamik, mit der er in der Lage ist, Angriffe über die linke Seite zu lancieren, sowie seine kämpferische Einstellung. Dagegen gehört er nicht zu den technisch versiertesten Spielern und hat gewisse Schwächen in der Defensive.

Magnin, der studierter Grundschullehrer ist, ist Vater dreier Kinder.

Erfolge[Bearbeiten]

Als Vereinsspieler

Mit dem SV Werder Bremen

Mit dem VfB Stuttgart

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ludovic Magnin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ludovic Magnin geht zum FC Zürich auf vfb.de vom 18. Dezember 2009
  2. Nationalverteidiger Ludovic Magnin wechselt vom VfB Stuttgart zum FCZ auf fcz.ch vom 18. Dezember 2009
  3. Ludovic Magnin beendet Profikarriere auf fcz.ch vom 27. August 2012
  4. Einsatzstatistiken auf der Seite des Schweizerischen Fussballverbands: A-Team, U-21, U-20, U-19, U-18, U-17, U-16, U-15 auf www.football.ch (Webseite SFV)
  5. Medienbericht auf emagazine.credit-suisse.com vom 1. April 2008
  6. Spycher für WM out - Magnin nachnominiert auf www.football.ch (Webseite SFV) vom 18. Mai 2010