Ludwig Baur (Kirchenmaler)

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St.Clemens Kirche in Oberhausen-Sterkrade Ludwig Baur schuf das Mosaik Der auferstandene Christus in der Kirche
Altarmosaik nach einer Vorlage von Hildegard von Bingen,
St. Hildegard (Eibingen)

Ludwig Baur (* 26. August 1904 in Freising; † 8. September 1977 in Sendenhorst) war ein deutscher Künstler und Vertreter der Expressionistischen Kirchenmalerei.[1]

Leben[Bearbeiten]

Baur wuchs in Freising auf und studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München. Anschließend war er in der Denkmalpflege, vor allem als Restaurator, tätig. Seine ersten Restaurationsaufträge brachten Ludwig Baur nach Norddeutschland, sodass er 1936 schließlich nach Telgte zog.

Werk[Bearbeiten]

Baur schuf Ausstattungsteile für rund 200 Kirchenbauten, vor allem im Rhein-Ruhr-Gebiet. Er fertigte vorwiegend Fenster, Mosaiken, Sgraffiti sowie Fresken, aber auch Kreuzwege, Altäre und sakrales Gerät. Baur war am Wiederaufbau des Hildesheimer Doms beteiligt, wo er in den 1950er-Jahren das Interieur gestaltete. Am Wetzlarer Dom entwarf er ebenfalls im Rahmen eines Wiederaufbaus die Chorfenster in den Jahren 1958/1959. Für die Dormitio-Abtei auf dem Berg Zion in Jerusalem gestaltete er ein Mosaikbild. Zwischen 1961 und 1965 schuf Baur Altarbild, Kieselsteinmosaiken und Kirchenfenster für die Pfarrkirche St. Hildegard in Eibingen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerhild Seibert: Der Dom zu Wetzlar – Chorfenster, S. 4–5, Wetzlarer Dombau-Verein e.V. (Hrsg.), Wetzlar 2004

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ludwig Baur (Telgte) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Biographische Daten von Ludwig Baur in: Der Hildesheimer Dom: Zerstörung und Wiederaufbau, Dom-Museum Hildesheim, M. Imhof, 1999, Seite 112