Ludwig Bertele

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Ludwig Bertele

Ludwig Bertele (* 25. Dezember 1900 in München; † 1985) war ein deutscher Optikkonstrukteur. Ab 1916 wurde er bei Rodenstock in der Berechnung optischer Systeme ausgebildet. Ab 1919 arbeitete er für die Dresdner Ernemann-Werke, die 1926 in Zeiss Ikon aufgingen.[1] Von 1946 bis 1956 erfand und berechnete er für die schweizer Firma Wild Herbrugg innovative Luftbildobjektive. Für seine Leistungen verlieh ihm die ETH-Zürich 1958 die Ehrendoktorwürde. Von 1956 bis 1973 blieb er freier Mitarbeiter der Wild-Herbrugg AG.

Bedeutende von ihm federführend entwickelte fotografische Objektive sind unter anderem:

  • Ernostar (1923),[2]
  • Sonnar (ca. 1930),
  • Biogon (1935),
  • Luftbildobjektiv Aviotar (1948),
  • Superweitwinkel-Biogon mit 90° Bildwinkel (1951).
  • Luftbildobjektiv Aviogon mit 90° Bildwinkel (1952),
  • Luftbildobjektiv Super-Aviogon mit 120° Bildwinkel.

Berteles Entwicklungen "revolutionierten" seinerzeit die optische Industrie.[3] Im Jahre 1980 wurde Bertele der Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie verleihen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Emil-Heinz Schmitz () Handbuch zur Geschichte der Optik: Der Schritt in das XX. Jahrhundert. Verlag J.P. Wayenborgh. S. 499
  2. Ludwig Bertele (1926) Ein neues lichtstarkes Objektiv. Zeitschrift für wissenschaftliche Photographie, Photophysik und Photochemie 24:31-36.
  3. Michael R. Peres (2007) Focal encyclopedia of photography: digital imaging, theory and applications, history, and science. Focal Press. 846 Seiten.