Ludwig Donath

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Ludwig Donath (* 6. März 1900 in Wien, Österreich-Ungarn; † 26. September[1] 1967 in New York, USA) war ein österreichischer Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Er begann seine Bühnenlaufbahn 1919 am Deutschen Volkstheater in Wien. Ein Jahr später wechselte er an die Münchner Kammerspiele, weitere Bühnenstationen waren das Württembergische Landestheater Stuttgart und verschiedene Berliner Theater.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 floh er in die Tschechoslowakei und spielte zeitweilig am Stadttheater von Mährisch-Ostrau. Zuletzt war er in der Saison 1937/38 am Theater an der Wien engagiert.

Nach dem Anschluss Österreichs 1938 ging er in die Schweiz und wirkte dort in dem Film Füsilier Wipf unter der Regie von Leopold Lindtberg mit. 1940 emigrierte er in die USA. Dort begann er als Theaterschauspieler, ab 1942 erhielt er Filmrollen.

Während des Krieges stellte er in antideutschen Propagandafilmen meist Nazis dar, er verkörperte in The Strange Death of Adolf Hitler sogar Adolf Hitler persönlich. Nach Kriegsende bekam er sympathischere Rollen, darunter in Der Jazzsänger als Vater des von Larry Parks gespielten Titelhelden.

Während der McCarthy-Ära wurde er kommunistenfreundlicher Aktivitäten beschuldigt, sodass er ab 1953 keine Filmangebote mehr erhielt. Donath kehrte nun zur Bühne zurück und spielte am Broadway in den Stücken The Dybbuk (1954), Abie’s Irish Rose (1954), Die Möwe (1956), Only in America (1959), The Deadly Game (1960) und She Loves Me (1963). Am New Yorker Deutschen Theater wirkte er 1955 in Der Biberpelz mit. Darüber hinaus wirkte er in den 50er und 60er Jahren in diversen Fernsehserien mit.

Erst Alfred Hitchcock gab ihm in seinem Thriller Der zerrissene Vorhang wieder eine bedeutende Filmrolle. Donath, der zuvor in einigen Fernsehproduktionen vor die Kamera zurückgekehrt war, spielte den genialen, aber arglosen DDR-Wissenschaftler Professor Lindt, dem ein amerikanischer Kollege, dargestellt von Paul Newman, eine wichtige Formel entlockt. Er starb an Leukämie.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1945: Counter-Attack
  • 1946: The Devil’s Mask
  • 1946: Gilda (Gilda)
  • 1946: Der Jazzsänger (The Jolson Story)
  • 1946: Gehaßt, gejagt, gefürchtet (Renegades)
  • 1946: Flucht von der Teufelsinsel (The Return of Monte Cristo)
  • 1948: Sealed Verdict
  • 1948: Opium (To the Ends of the Earth)
  • 1949: Auf Leben und Tod (The Fighting O'Flynn)
  • 1949: Der Spieler (The Great Sinner)
  • 1949: The Lovable Cheat
  • 1950: The Killer That Stalked New York
  • 1950: Mystery Submarine
  • 1951: Der große Caruso (The Great Caruso)
  • 1951: Sirocco – Zwischen Kairo und Damaskus (Sirocco)
  • 1951: Journey Into Light
  • 1952: My Pal Gus
  • 1953: Der Prinz von Bagdad (The Veils of Bagdad)
  • 1965: Brillanten-Razzia (Too Many Thieves)
  • 1966: The Spy in the Green Hat
  • 1966: Der zerrissene Vorhang (Torn Curtain)

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films und www.cinema.de geben den 26. September als Todestag an, IMDb und filmportal.de den 29. September.