Ludwig Franz Alexander Winther

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ludwig Franz Alexander Winther, um 1842

Ludwig Franz Alexander Winther (* 9. März 1812 in Offenbach am Main; † 26. April 1871 in Gießen) war ein deutscher Pathologe und Ophthalmologe (Augenarzt).

Leben[Bearbeiten]

Winther studierte ab Sommersemester 1831 Medizin an der Universität Gießen und wurde dort 1831 Mitglied der Alten Gießener Burschenschaft Germania und 1833 des Corps Palatia. Von 1848 bis 1867 war er außerordentlicher Professor der allgemeinen Pathologie und Therapie und ab 1867 bis zu seinem Tod 1871 erster ordentlicher Professor der allgemeinen Pathologie und pathologischen Anatomie an der Universität Gießen.

Winther war 1847 Gründungsmitglied des Gießener Sonderbunds, einer Dozentenvereinigung der Universität Gießen.

Er war der Schwiegersohn des Ophthalmologen Georg Friedrich Wilhelm Balser.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Ileotyphus. Ein physiologisch-pathologischer Versuch, Gießen 1842 (Habilitationsschrift)
  • Untersuchungen über den Bau der Hornhaut und des Flügelfelles, Gießen 1856
  • Zur Gewebelehre der Menschenhornhaut, in: Virchows Archiv, 1856, Band X, S. 506f.
  • Lehrbuch der Augenheilkunde, Gießen 1856
  • Lehrbuch der allgemeinen pathologischen Anatomie der Gewebe des Menschen, Gießen 1860
  • Experimentalstudien über die Pathologie des Flügelfelles, 1866
  • Vorträge bei den Versammlungen der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte, 1861, 1864, 1867, 1868 (publiziert in: Schmidt’s Jahrbücher, Bd. 114, Bd. 124, Bd. 136, Bd. 140)

Literatur[Bearbeiten]

  • Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft, Band I Politiker, Teil 6: T–Z, Heidelberg 2005, S. 330–331.
  • Katrin Ursula Schmalenbeck: Ludwig Franz Alexander Winther (1812-1871). Erster ordentlicher Professor für Pathologie der Gießener Ludwigsuniversität. Dissertation, Universität Gießen 2007 (Volltext)