Ludwig Hoffmeister

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Ludwig Hoffmeister (* 20. August 1906 in Kiel; † 8. November 1993 in Lüneburg) war ein nationalsozialistischer Politiker und von 1942 bis 1944 Staatskommissar (Oberbürgermeister) von Hannover.

Leben[Bearbeiten]

Nach seiner Schulzeit in Kiel und Wolfenbüttel studierte Hoffmeister Staats- und Rechtswissenschaften in Göttingen und München. Im Sommer 1931 erfolgte sein Eintritt in die NSDAP. 1933 wurde er zum Regierungsassessor ernannt. Weiterhin war er in der Kreisdirektion Blankenburg und danach im Staatsministerium von Braunschweig tätig. Ab 1939 war er Vertrauensmann des Sicherheitsdienstes in Braunschweig. 1941 wurde er nach Hannover versetzt. Hier leitete er zunächst die innere Verwaltung und wurde im Februar 1942 zum Regierungsdirektor ernannt. Im selben Jahr wurde er außerdem Leiter des Gau-Rechtsamts im Gau Süd-Hannover-Braunschweig. Im Mai 1942 erfolgte die Ernennung zum Staatskommissar (kommissarischer Oberbürgermeister) als Nachfolger von Henricus Haltenhoff. Dieses Amt übte er bis Oktober 1944 aus, als er in das Reichsministerium des Innern versetzt wurde. Nach Kriegsende wurde er 1948 zu einem Jahr Gefängnis verurteilt.

Später konnte Hoffmeister seine Karriere im Justizdienst fortsetzen. Er wurde 1957 Richter am Landesverwaltungsgericht in Braunschweig, 1959 in Lüneburg und zuletzt am Oberlandesgericht in Celle. Er starb am 8. November 1993 in Lüneburg.

Literatur[Bearbeiten]

  • Klaus Mlynek: Hoffmeister, Ludwig. In: Hannoversches biographisches Lexikon. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlüter, Hannover 2002, ISBN 3-87706-706-9, S. 175.