Ludwig Mohr

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Ludwig Mohr (* 10. Februar 1833 in Homberg an der Efze; † 13. Juli 1900 in Wehlheiden, heute ein Stadtteil von Kassel) war ein deutscher Dichter, Historiker und Heimatforscher.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Biografie

Ludwig Mohr war der Sohn eines Färbers. Er absolvierte eine kaufmännische Lehre und arbeitete als Hauslehrer, Leiter einer Töchterschule, Optiker und Mechaniker in Homberg. Mohr lebte zwischenzeitlich im Kasseler Stadtteil Wehlheiden als Hauslehrer. Von 1866 bis 1871 übernahm er nach dem Tod seines Schwagers die Geschäftsführung eines Eisenwarenhandels in Homberg. Anschließend arbeitete er als Eisenbahnsekretär.

1869 verfasste er die Erzählung Rot-Weiß aus der Zeit des Königreichs Westfalen. Historisch wird der Aufstand von Wilhelm Freiherr von Dörnberg 1809 gegen Jérôme Bonaparte literarisch behandelt. Ludwig Mohr erzählt vom Schicksal der Propheten von Altenburschla, den Brüdern Cornelius Lorenz (1736-1809) und Nicolaus Lorenz (1746-1809) und dem Friedensrichter Sigmund Peter Martin, die sich unter Führung von Oberst von Dörnberg gegen die französische Besetzung erhoben.

1871 schrieb er die historische Erzählung Die blaue Dame. Darin widmete er sich der Vita der Schwester des preußischen Ministers Freiherr Heinrich Friedrich Karl vom Steins, Äbtissin Marie Anna vom Stein (1754-1831), die an Organisation und Vorbereitung des Dörnbergschen Aufstand beteiligt war.

[Bearbeiten] Ehrungen

Gedacht wird Ludwig Mohr durch eine Gedenktafel am Geburtshaus in Homberg. Im Kasseler Stadtteil West (Vorderer Westen) und in Homberg sind Straßen nach ihm benannt.

[Bearbeiten] Werke

  • Rot-Weiß von 1869
  • Die blaue Dame von 1871
  • Eddergold

[Bearbeiten] Literatur

Rupp, Lang: Deutsches Literaturlexikon. Bertelsmann Verlag, Gütersloh 1986

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