Ludwig Rosenberg

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Ludwig Rosenberg 1975

Ludwig Rosenberg (* 29. Juni 1903 in Berlin; † 23. Oktober 1977) war ein deutscher Gewerkschafter.

Der Sohn einer jüdischen Tuchhändlerfamile wuchs in gut bürgerlichen Verhältnissen auf und verfügte über eine höhere Schulbildung. Sein Lebensweg verband sich bereits frühzeitig mit der Arbeiterbewegung. Mit zwanzig Jahren war er Mitglied der SPD geworden und arbeitete als Angestellter im Gewerkschaftsbund der Angestellten (GDA). 1933 flüchtete Rosenberg vor den Nationalsozialisten nach London. Dort nahm er Kontakt zu prominenten Gewerkschaftsvertretern im Exils auf, wie zum Beispiel dem Gründer der Landesgruppe deutscher Gewerkschafter in Großbritannien, Hans Gottfurcht.

Nach seiner Rückkehr aus der Emigration stand er sofort dem gewerkschaftlichen Wiederaufbau zur Verfügung. In seinen Reden auf den Bundeskongressen des DGB 1956 und 1959 stellte der Leiter der Abteilung Wirtschaft im DGB die wirtschaftspolitische Weichen. Er plädierte für die Anerkennung der marktwirtschaftlichen Ordnung und eine Marktregulierung mithilfe einer aktiven Konjunkturpolitik. Auf internationaler Ebene brachte er seinen Sachverstand im Wirtschafts- und Sozialausschuss der Europäischen Gemeinschaft ein. Diesem Ausschuss stand er als Präsident (1960-1962) bis zu seiner Wahl als DGB-Vorsitzender 1962 vor.

Dem Bundesvorstand gehörte Rosenberg seit der Gründung des DGB 1949 an. 1962 übernahm mit ihm erstmals ein Angestellter das Amt des Vorsitzenden im Deutschen Gewerkschaftsbund.

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