Ludwig Schwarz

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Ludwig Schwarz SDB (* 4. Juni 1940 in Bratislava, Slowakei) ist römisch-katholischer Bischof der Diözese Linz.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Ludwig Schwarz war das erste von neun Kindern und wuchs in Bruck an der Donau (Most pri Bratislave) auf. Nach der Vertreibung seiner Familie aus der Slowakei im Jahr 1945 kam er nach Wien. Dort besuchte er die Volksschule und die Unterstufe des Gymnasiums Wien 13, Fichtnergasse und wechselte mit 14 Jahren in das Aufbaugymnasium der Salesianer Don Boscos in Unterwaltersdorf. Im Juni 1959 legte er die Matura ab und trat danach in den Orden der Salesianer Don Boscos ein.

Er studierte Philosophie in Unterwaltersdorf, Theologie in Klagenfurt und 1961 bis 1964 in Benediktbeuern. Er wurde am 29. Juni 1964 zum Priester geweiht. Danach war er kurze Zeit Aushilfskaplan in der Pfarre Don Bosco in Graz. Danach studierte er Klassische Philologie und Archäologie an der Universität Wien und war gleichzeitig Krankenhausseelsorger im Herz Jesu-Spital. 1970 promovierte er zum Doktor der Philosophie. Von 1969 bis 1978 war er Rektor des Interdiözesanen Seminars für Priesterspätberufe in Horn (Canisiusheim), danach bis 1984 Provinzial der Österreichischen Salesianerprovinz mit Sitz in Wien.

1984 wurde er in Rom Direktor des internationalen kirchlichen Konviktes „Don Bosco“ an der Päpstlichen Universität der Salesianer. Ab 1985 unterrichtete er an der dortigen Universität klassische und christliche Philologie. Ab 1993 war er Provinzial der römischen Provinz der Salesianer Don Boscos („Visitatoria Roma-UPS“).

Von Februar 1999 bis Februar 2005 war er Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Österreich (Missio-Austria). Papst Johannes Paul II. ernannte ihn am 15. Oktober 2001 zum Weihbischof der Erzdiözese Wien mit dem Titularbistum Simidicca. Die Bischofsweihe empfing Ludwig Schwarz am 25. November. Er leitete u. a. das diözesane Referat für Mission und Entwicklung.

[Bearbeiten] Wirken als Diözesanbischof von Linz

Ludwig Schwarz wurde am 6. Juli 2005 von Papst Benedikt XVI. zum Diözesanbischof von Linz ernannt und am 18. September in sein Amt eingeführt.

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger gilt Bischof Ludwig Schwarz als absolut romtreu. So hat er beispielsweise bei der Wiedereröffnung der Gallneukirchner Pfarrkirche im März 2007 dem evangelischen Pfarrer die Hostie verweigert, obwohl der evangelische Pfarrer sein Gotteshaus den Katholiken für Messen und Veranstaltungen während der Bauzeit der katholischen Kirche überlassen hatte.[1] Der Bischof begründete sein Verhalten damit, dass er sich an die römischen Normen halten müsse.[2]

Ebenfalls unter Berufung auf römische Vorgaben verbot Bischof Ludwig Schwarz im Jahr 2007 Laien Predigten abzuhalten[3], 2008 wurde ihnen außerdem das Recht, eine Taufe zu spenden, entzogen.[4] Bischof Ludwig Schwarz wird in seinem Vorgehen von der österreichischen Bischofskonferenz unterstützt. Die Diözese Linz war bisher auch die einzige Diözese im deutschsprachigen Raum, in der Laientaufen unter Umständen geduldet wurden[5]. Zusätzlich verschärft wird dieser romtreue Kurs durch die Tatsache, dass die katholische Kirche, im Speziellen auch die Diözese Linz, unter erheblichem Priestermangel leidet.[6] Kritiker befürchten, dass sich dieser Mangel vor allem auf Priester auswirken wird. Priester, welche bereits jetzt mit einer Überlastung ihrer eigenen Fähigkeiten konfrontiert sind, werden mit einer zusätzlichen Belastung zu rechnen haben.[7]

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Oberösterreichische Nachrichten, 28. März 2007
  2. Oberösterreichische Nachrichten, 30. März 2007
  3. Oberösterreichische Nachrichten, 15. Mai 2008
  4. Oberösterreichische Nachrichten, 16. Mai 2008
  5. kath.net, 18. Juni 2008
  6. Oberösterreichische Nachrichten, 16. Mai 2008
  7. Oberösterreichische Nachrichten, 16. Mai 2008

[Bearbeiten] Weblinks

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