Ludwig der Deutsche

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Dartellung eines Königs, vermutlich Ludwigs des Deutschen, im so genannten Ludwigspsalter im späten 9. Jahrhundert. Ohne Zeichen seiner herrscherlichen Würde kniet der König am Kreuz Christi. Berlin, Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Ms. theol. lat. fol. 58, fol. 110r

Ludwig der Deutsche (* um 806; † 28. August 876 in Frankfurt am Main) aus dem Adelsgeschlecht der Karolinger war seit 817 bzw. de facto seit 826 (Unter-)König der Baiern und von 840 bis 876 König des Ostfrankenreiches.

In langwierigen Auseinandersetzungen mit dem Vater Ludwig den Frommen und den Brüdern konnte Ludwig sich im Jahr 843 durch den Vertrag von Verdun das ostfränkische Reich sichern. Seine Versuche 858/59 auch das Reich Karls des Kahlen zu erobern blieben erfolglos. Die 860er Jahre waren durch eine schwere Krise mit den ostfränkischen Großen und Rebellionen der Söhne geprägt. Im Vertrag von Meerssen gelang es ihm 870 das östliche Lotharingien für das ostfränkische Reich zu gewinnen. Vergeblich bemühte er sich um das Kaisertum und Italien. Ebenso konnte er die Mährer im Osten nicht vernichtend schlagen. Durch einen Rückgang der Schriftlichkeit in Verwaltung und Regierung sowie eine Zunahme von Ritualen weist Ludwigs Herrschaftszeit bereits in die Ottonenzeit voraus. Unter Ludwigs ungewöhnlich langer Herrschaftszeit und der seiner Brüder Karl im Westfrankenreich und Lothar I. im sogenannten Mittelreich begann der Zerfall des fränkischen Großreiches, was letztlich die Voraussetzung für die Entstehung der späteren Nationalstaaten Deutschland, Frankreich und Italien war.

Leben[Bearbeiten]

Herkunft und Jugend[Bearbeiten]

Ludwig der Deutsche entstammte den Karolingern, die seit 751 die fränkische Königswürde inne hatten. Er war ein Enkel Karls des Großen und Sohn Ludwigs des Frommen. Ludwig ging aus der ersten Ehe Ludwigs des Frommen mit der Fränkin Irmingard hervor. Aus der Ehe erreichten neben Ludwig noch zwei Söhne (Lothar I. und Pippin I.) sowie zwei Töchter, Rotrud und Hildegard, das Erwachsenenalter. Seine ersten Lebensjahre verbrachte Ludwig in Aquitanien am Hof seines Vaters. Trotz aller topischen Herrscherpanegyrik erschloss Wilfried Hartmann aus den Quellenmaterial für Kindheit, Erscheinungsbild und Persönlichkeit individuelle Züge. Dazu gehöre Ludwigs Begeisterung für Waffen und seine „besondere Fähigkeit, mit Menschen umzugehen, die sich in den Konflikten mit seinen Söhnen bewährte“.[1] Außerdem habe Ludwig über eine große Frömmigkeit verfügt und eine besondere Verehrung für die Mönche und Interesse am geistigen Leben gezeigt.[2]

Im Jahr 814 machte Ludwig der Fromme seine beiden älteren Söhne Lothar und Pippin zu Unterkönigen in Baiern und Aquitanien. Ludwig der Deutsche blieb als jüngster Sohn bei seinem Vater. In der Ordinatio imperii aus dem Jahr 817 teilte Ludwig der Fromme sein Reich unter den Söhnen auf. Ludwigs Sohn Lothar I. erhielt als ältester Sohn den größten Teil des Reiches. Die jüngeren Söhne Ludwigs mussten sich mit Aquitanien und Baiern abfinden. Ludwig der Deutsche erhielt neben Baiern, Kärnten und Böhmen noch weitere Grenzgebiete im Osten. In seinem Reich sollte er aber nicht selbständig herrschen, sondern seinem Bruder Lothar Rechenschaft ablegen. Ohne dessen Einwilligung sollte er weder Krieg führen noch Frieden schließen dürfen. Im Innern konnte er aber geistliche und weltliche Ämter eigenverantwortlich vergeben. Ludwig blieb seit 814 noch mehrere Jahre am Hof seines Vaters in Aachen. 824 nahm er an einen Kriegszug in die Bretagne teil.[3]

Erstmals überhaupt kam Ludwig 826 in sein Königreich Baiern.[4] 828 und 829 unternahm Ludwig ohne großen Erfolg zwei Feldzüge gegen die Bulgaren, die in Pannonien eindringen wollten. Während seiner Zeit als Unterkönig versuchte er seine Herrschaft auf das Rhein-Main-Gebiet auszudehnen. Bis auf seine Eheschließung 827 mit der Welfin Hemma sind kaum weitere Aktivitäten in dieser Zeit überliefert.

Kampf um das Erbe Ludwigs des Frommen[Bearbeiten]

Im Juni 823 bekam Ludwig der Fromme aus seiner zweiten Ehe mit Hemmas Schwester Judith noch den Sohn Karl (den Kahlen). In Worms wies Ludwig 829 seinen sechsjährigen Sohn Karl Alemannien, Rätien, das Elsass und einen Teil Burgunds zu. Die drei älteren Söhne Ludwigs des Frommen verbündeten sich daraufhin und rebellierten gegen ihren Vater, um ihre Reichsteile zu sichern. Auf dem Lügenfeld von Colmar setzten sie sich im Juni 833 ohne kriegerische Auseinandersetzung durch, da Ludwig der Fromme von seinem Heer verlassen wurde. Nach den Ereignissen änderte Ludwig der Deutsche seine Herrschertitulatur. Bisher führte er den Titel eines Königs in Bayern und zählte in der Datierung seiner Urkunden die Herrscherjahre seines Vaters mit. Seit Oktober 833 titulierte er sich rex in orientali Francia.[5] Auf einer Bischofsversammlung im Oktober 833 wurde Ludwig der Fromme abgesetzt. Doch brachte diese Demütigung des Kaisers die Wende. Beschleunigt wurde der Umschwung noch durch seine Söhne, die sich über die Herrschaftsgebiete uneinig waren. Judith wiederum versuchte ihrem heranwachsenden Sohn Karl einen möglichst großen Anteil am Reich zu verschaffen. Pippins ältester Sohn Pippin II. meldete Ansprüche auf das Erbe seines Vaters an und verfügte über starken Rückhalt in Aquitanien. Aquitanien wurde aber 838 Karl dem Kahlen zugesprochen. Nach dem Tod Pippins I. im Dezember 838 beabsichtigte Ludwig der Fromme eine Zweiteilung zwischen Lothar I. und Karl entlang der Linie Maas-Saône-Rhone. Ludwig der Deutsche sollte hingegen auf Baiern beschränkt bleiben, was ein schwerer politischer Rückschlag für ihn gewesen wäre, zumal er nach der Rebellion von 833/34 wieder die Gunst seines Vater besessen und ihn auch unterstützt hatte.[6] Der nun erfolgte Verlust der väterlichen Gunst hing auch mit abweichenden Interessen mehrerer ostfränkischer Großen zusammen.[7] In dieser Situation unternahm Ludwig der Deutsche Anfang 840 einen Feldzug gegen seinen Vater nach Alemannien. Er trat aber kampflos den Rückzug an, als sein Vater mit einem Heer anrückte. Am 20. Juni 840 starb Ludwig der Fromme in Ingelheim.[8]

Vertrag von Verdun (843)[Bearbeiten]

Die Gebietsaufteilung im Vertrag von Verdun 843

Nach dem Tod Kaiser Ludwigs des Frommen versuchte Lothar alle Kaiserrechte aus der Ordinatio von 817 für sich zu beanspruchen. Ludwig der Deutsche verbündete sich daraufhin mit Karl dem Kahlen. Lothar I. wiederum ging mit dem Neffen Pippin II., dem Sohn des 838 verstorbenen Pippin I., ein Bündnis ein. In der Schlacht von Fontenoy kämpften Ludwig der Deutsche und Karl der Kahle im Juni 841 erfolgreich gegen Lothar I. und Pippin II. Beide Seiten erlitten aber schwere Verluste. Nach den Fuldaer Annalen war es das größte Blutbad, das die Franken seit Menschengedenken erlebt hatten.[9] Zugleich war es Ludwigs letzte Schlacht gegen seine Brüder und Neffen.[10] Den von Lothar I. daraufhin in Sachsen geförderten Stellinga-Aufstand schlug Ludwig blutig nieder.[11]

Ihr Bündnis bekräftigten Ludwig und Karl am 14. Februar 842 in Straßburg vor ihren Heeren durch wechselseitige Eide. Im Sommer setzen Friedensverhandlungen ein. Der Wortlaut des im August 843 geschlossenen Vertrages von Verdun ist nicht überliefert. Lothar I. ließ Pippin fallen und vereinbarte mit seinen Brüdern eine Dreiteilung. Lothar wurde das Reich in der Mitte zugeteilt. In diesem Reich befanden sich die Kaiserstädte Aachen und Rom. Es erstreckte sich von der Nordsee bis nach Unteritalien und war angesichts seiner Länge schwer zu beherrschen. Wirtschaftlich und kulturell am fortschrittlichsten war das Teilreich Karls des Kahlen. Das zahlreiche Königsgut hatte schon den Merowingern als Herrschaftsgrundlage gedient. Karl musste seine Herrschaft in Aquitanien aber erst noch durchsetzen. Ludwigs Teilreich war wirtschaftlich, kulturell und administrativ weniger weit entwickelt als Westfranken oder Italien. Als Ausgleich hielt er die drei bedeutenden Bischofsstädte Mainz, Worms und Speyer. Wohl auch wegen der geringen Aussicht auf Beute war sein Teilreich weniger von außen durch die Normannen bedroht. Im Innern standen Adel und Kirche erheblich geschlossener hinter dem Herrscher als es im Westen der Fall war. Bei der Aufteilung des Reiches waren nicht sprachliche Unterschiede ausschlaggebend, sondern die Versorgung der eigenen Gefolgsleute war entscheidend.[12]

Herrschaftsstruktur und Herrschaftspraxis[Bearbeiten]

Itinerar und königliche Zentralorte[Bearbeiten]

Siegel Ludwigs des Deutschen

Durch die geringe Zahl von 172 Königsurkunden aus 50 Herrschaftsjahren lässt sich kein detailliertes Bild von Ludwigs Aufenthaltsorten im ostfränkischen Reich erstellen. Zum Vergleich sind es bei Ludwig dem Frommen 18, bei seinem Stiefbruder Karl dem Kahlen 12 Urkunden pro Jahr.[13] Die Überlieferung setzt teilweise über mehrere Monate ganz aus. So ist es beispielsweise völlig ungewiss, wo sich der ostfränkische König zwischen Juni 849 und Juli 850 aufgehalten hat.[14] Mindestens 52 Urkunden sind an bairische Empfänger gerichtet. Die Intensität der Urkundenproduktion für bairische Empfänger lässt aber im Laufe der Herrschaftszeit stetig nach.[15]

Die vielfach in der Geschichtswissenschaft vertretene Überzeugung, dass Bayern als ein „Kernland“ oder „Zentrum“ des ostfränkischen Reiches zu bezeichnen ist, lässt sich anhand des Itinerars und des Führungspersonals in der Umgebung des ostfränkischen Königs „kaum aufrechterhalten“.[16] Als Königslandschaft gilt das Rhein-Main-Gebiet zwischen Frankfurt, Mainz und Worms. Es verfügte über reichlich Pfalzen und Fiskalgut. Da es in der geographischen Mitte des ostfränkischen Reiches lag, war es verkehrstechnisch gut zu erreichen.[17] Dort fanden die meisten ostfränkischen Synoden und Reichsversammlungen statt.[18]

Am meisten hielt sich Ludwig in Frankfurt (49) und in Regensburg (34) auf.[19] Angesichts der Vielzahl an Aufenthalten wird den beiden Städten Residenzcharakter zugesprochen.[20] Frankfurt und Regensburg gelten aber auch als Hauptorte repräsentativer Herrschaftsausübung. In Frankfurt nahm Ludwig die künftige Aufteilung seines Reiches unter seine Söhne vor.[21] Dort wurden auch die Empörungen seiner Söhne beendet. Die meisten Hoftage und mit 11 von insgesamt 39 auch die meisten Reichsversammlungen fanden in Frankfurt statt.[22] Zahlreiche Große erschienen in Frankfurt, um sich eine Königsurkunde ausstellen zu lassen. Während die in Regensburg ausgestellten Urkunden nahezu ausschließlich bayerische und alemannische Empfänger betrafen.[23] Trotz seiner Bedeutung als Aufenthaltsort fanden in Regensburg nur drei Reichsversammlungen statt.[24] Regensburg war vor allem bei der Konsolidierung seiner Herrschaft in den vierziger und frühen fünfziger Jahren ein wichtiges Herrschaftszentrum.[25] Es wurde zur Verhandlung bairischer, schwäbischer und slawischer Angelegenheiten genutzt.[26] Mit der Regierung von ein bis zwei bevorzugten Pfalzen führte Ludwig die karolingische Herrschaftspraxis fort.

In Alemannien, Thüringen und Sachsen war Ludwig für die Herrschaftsausübung hingegen auf verlässliche Gefolgsleute vor Ort angewiesen. In Alemannien wurden wichtige Positionen mit Angehörigen aus der eigenen Königsfamilie besetzt. Wichtige Vertraute waren Bischof Salomo von Konstanz und Abt Grimald von St. Gallen. Der Welfe Konrad führte für Ludwig wichtige Verhandlungen. Seit 859 übte Ludwigs Sohn Karl in Alemannien die Herrschaft aus. Ludwig selbst ist wohl deshalb nur noch einmal im Jahr 874 in Alemannien nachweisbar.[27] Nach 870 verlagerte Ludwig der Deutsche seinen Aufenthalt zunehmend nach Westen. Aachen löste Regensburg als zweitwichtigste Residenz nach Frankfurt ab. Bayern gilt seitdem geradezu als königsferne Landschaft.[28] Im Vergleich zu seinem Stiefbruder hatte der westfränkische König Karl keine feste Residenz. Karl durchzog vielmehr sein Reich und blieb mit Ausnahme der Überwinterung nicht länger als zwei bis drei Monate an einem Ort.[29] Ludwigs Herrschaftspraxis unterschied sich von den Verhältnissen künftiger Jahrhunderte. Bis weit in das 14. Jahrhundert wurde mittelalterliche Königsherrschaft im Reich durch ambulante Herrschaftspraxis ausgeübt.[30] Es gab weder eine Hauptstadt noch eine feste Residenz. Das Zentrum des Reiches war dort, wo die Herrscher das königliche Gastungsrecht wahrnahmen.

Zusammensetzung von Kanzlei und Hofkapelle[Bearbeiten]

Prosopographische Untersuchungen, wie sie Philippe Depreux über den Hof Ludwigs des Frommen leisten konnte, sind für Ludwigs Zeit angesichts der geringen Zahl an Herrscherurkunden erheblich schwieriger.[31] Der Hof war in seiner Zusammensetzung und Größe starken Schwankungen unterworfen. Die wichtigsten Bestandteile des Hofes waren Kanzlei und Hofkapelle. Für die Ausstellung der Urkunden war die Kanzlei zuständig. Für die einzelnen Jahre sind im Durchschnitt nicht einmal fünf Urkunden überliefert.[32] Ludwig konnte sein Teilreich offenbar ohne eine ausgeprägte Schriftlichkeit regieren. In der Besiegelung der Königsurkunden trat unter Ludwig eine bedeutsame Neuerung ein. Auf dem Siegel wird der König mit Schild und Speer gezeigt. Das Herrscherbild wurde von den künftigen Herrschern im ostfränkisch-deutschen Reich übernommen.[33] Die „schriftkulturellen Elemente zur Authentizitätssicherung“ wurden um 860 von einer größeren Öffentlichkeit beim Akt der Beurkundung abgelöst.[34] Das vom König vollzogene Monogramm und das Siegel wurden dazu vergrößert und deutlich vom Text abgegrenzt. Die „visuelle Wirkung des Dokuments“ scheint „eingebettet zu sein in einen Wandel der öffentlichen Kommunikation des Herrschers mit seinen Getreuen“.[35] Mit dieser Art der Besiegelung wurde die geringe Lese- und Schreibfähigkeit der weltlichen Amtsinhaber berücksichtigt. Die Gesellschaft des ostfränkischen Reiches war eine orale Gesellschaft, in der das Wissen und die wichtigsten Informationen mündlich weiter gegeben wurden.[36]

Die Hofkapelle hatte als Instrument königlicher Herrschaftsausübung nur einen geringen Anteil. Im Vergleich zu spätottonisch-salischen Epoche fällt der Anteil der ostfränkischen Bischöfe, die aus der Hofkapelle kamen, gering aus.[37]

Königliche Politik gegenüber geistlichen und weltlichen Großen[Bearbeiten]

Wandelbert von Prüm überreicht einem König – vermutlich Ludwig dem Deutschen – sein Martyrologium. Der König wird auf einem Klappstuhl mit einer dreizackigen Krone gezeigt. Vatikan, Biblioteca Apostolica Vaticana, Reg. lat. 438, fol. 1v.

Die verfassungsgeschichtliche Forschung des 19. Jahrhunderts sah die Karolinger an der Spitze eines hierarchisch auf den König ausgerichteten Herrschaftsverbandes. Nach neueren Forschungen war die Herrschaftsstruktur des ostfränkischen Reichs polyzentrisch und damit „nicht allein auf den König hin ausgerichtet“.[38] Das Reich war vielmehr eine selbstständige Größe. Dem König war zur Aufrechterhaltung der göttlichen Ordnung das Reich anvertraut. In einem Reich ohne geschriebene Verfassung und organisierten Herrschaftsapparat waren personale Bindungen maßgeblich. Die Amts- und Mandatsträger musste der Herrscher für die Mitwirkung an der Königsherrschaft immer wieder neu gewinnen. Persönliche Begegnungen zur gemeinsamen Willensbildung waren dafür entscheidend. Herrschaft im ostfränkischen Reich basierte auf konsensualer Herrschaft und weniger auf Befehl und Gehorsam.[39] Der Konsens wurde mit Ratgebern (consiliarii) in Versammlungen (colloquia) im vertraulichen Gespräch hergestellt und dann öffentlich inszeniert.[40] Den Konsens mit den Großen konnte der König neben Geschenken durch Gewalt und deren Androhung herbeiführen.[41] Über die Zusammensetzung der Personen, die Ludwig in seinen Entscheidungen beeinflussten und die er zu Rate zog, lässt sich angesichts der Quellenüberlieferung wenig Konkretes aussagen.[42] Fest steht aber, dass über viele Jahre der Markgraf Ernst in herausgehobener Position beim König handelte.[43]

Die Königsherrschaft wurde wesentlich von Bischöfen, Grafen und Reichsäbten getragen. Bei der Herrschaftsübernahme war Ludwigs Verhältnis zu den Bischöfen und Äbten angesichts des Zerwürfnisses mit seinem Vater Ludwig dem Frommen schwer belastet. Nach den Forschungen von Boris Bigot konnte „Ludwig außerhalb Bayerns im Jahr 840 anscheinend auf kein einziges Bistum oder Kloster bauen“.[44] Seit 840 gelang es ihm durch Tod oder Amtsverzicht frei werdende Positionen mit ihm genehmen Leuten besetzen. Bei der Synode von 847 in Mainz unter Führung des Erzbischofs Hrabanus Maurus kam es zu einem Ausgleich mit den meisten Bischöfen des ostfränkischen Reiches.[45] Die Mainzer Synode von 847 ist eine von höchstens neun Synoden, die in Ludwigs Herrschaftszeit sicher überliefert ist.[46] Der Höhepunkt bildete eine Synode in Mainz 852, wo fast der gesamte ostfränkische Episkopat anwesend war.[47] Der Schwerpunkt der ostfränkischen Synodalbeschlüsse betraf das Bußwesen und die Behandlung von kriminellen Delikten. Die Bischöfe sollten stärker in die Rechtspflege eingebunden werden.[48] Die meisten Bischöfe setzte Ludwig persönlich ein.[49] Der königliche Einfluss bei der Erhebung der Bischöfe nahm gegenüber der frühkarolingischen und frühmerowingischen Zeit noch zu. Dies hängt wohl mit der geringen Größe des Reiches zusammen, die ein persönliches Eingreifen in Personalentscheidungen erleichterte.[50] Den Versuch einen Bischof abzusetzen hat Ludwig hingegen nie unternommen.[51]

Die Grafen sah Ludwig als absetzbare königliche Amtsträger. Königsboten und Pfalzgrafen waren für die Kontrolle der Amtsträger in den einzelnen Regionen zuständig. Erbliche Ansprüche auf das Grafenamt war Ludwig nicht bereit zu akzeptieren. Die Entstehung starker Zwischengewalten zwischen dem König und einzelnen lokalen Amtsträgern wollte Ludwig unterbinden. Mit seinem Widerstand gegen eine Allodialisierung der Ämter bewegte sich Ludwig ganz in karolingischen Traditionen.[52]

Kirchen- und Klostergründungen[Bearbeiten]

Ludwig hat 853 nur das Nonnenkloster St. Felix und Regula in Zürich gegründet.[53] Das Kloster wurde von Ludwigs Töchtern Hildegard (853–856) und Bertha (857–877) geführt. In Frankfurt und Regensburg gründete Ludwig ein Marienstift.[54] Ludwig unterstützte aber die Klostergründungen, die während seiner Herrschaftszeit vorgenommen wurden. Dazu zählen die Gründung von Gandersheim durch den sächsischen Grafen Liudolf oder das Kloster Rohr in Thüringen durch den Grafen Christian.[55]

Die Karolingerkönige unterstützten wegen ihrer persönlichen Frömmigkeit und ihrer Überzeugung, dass für ein erfolgreiches Herrschen göttlicher Beistand zwingend notwendig sei, immer wieder Klöster für den Gebetsdienst mit Schenkungen.[56]

Familie[Bearbeiten]

Im Jahr 827 schloss Ludwig die Ehe mit der Welfin Hemma, einer Schwester der Kaiserin Judith. Die spärliche Quellenlage lässt konkrete Aussagen über die persönliche Beziehung oder über ihren Einfluss auf die Herrschaft kaum zu. Aus der Verbindung gingen mit Karlmann, Ludwig und Karl drei Söhne und mit Hildegard, Irmingard, Gisla und Bertha vier Töchter hervor. Durch die Söhne war die Nachkommenschaft gesichert. Zu Lebzeiten hat Ludwig der Deutsche im Unterschied zu seinem Vater Ludwig den Frommen und Großvater Karl den Großen seine drei Söhne nicht zu Mitkönigen erhoben und ihnen einen Reichsteil überlassen. Er vergab nur „militärische Kommandos und deutlich untergeordnete Positionen“.[57] Ludwigs ältester Sohn Karlmann übernahm 856 die Herrschaft über Kärnten. Seinen jüngsten Sohn Karl hat Ludwig Ende der 850er Jahre eine begrenzte Herrschaft über den Breisgau zugewiesen. Keiner seiner Söhne wurde für den geistlichen Stand bestimmt. Im Westreich hat sein Stiefbruder Karl der Kahle hingegen zwei Söhne kategorisch von der Herrschaft ausgeschlossen und sie für den geistlichen Stand bestimmt.[58] Seine Söhne verheiratete Ludwig mit Töchtern aus den einflussreichsten und vornehmsten Adelsfamilien in ihrer jeweiligen Region. Die Heiratsverbindungen sollten die Akzeptanz der Königsherrschaft und den Rückhalt der führenden Adelsfamilien gewährleisten.[59] Karl heiratete 862 Richardis, Tochter des elsässischen Grafen Erchanger. Ludwig der Jüngere ehelichte mit Liutgard die Tochter des sächsischen Grafen Liudolf.

Anders als sein Stiefbruder Karl und der ottonisch-salisch-staufischen Zeit verheiratete Ludwig seine Töchter nicht mit Angehörigen bedeutender Adelsfamilien.[60] Alle Töchter mussten vielmehr eine geistliche Laufbahn einschlagen. Ludwigs ältester Tochter Hildegard wurde das Kloster Schwarzach bei Würzburg übergeben. 853 übernahm sie die Leitung von St. Felix und Regula in Zürich. Dort starb sie bereits im Dezember 856. Ludwigs jüngster Tochter Bertha wurde in der Nachfolge ihrer Schwester 853 das Kloster Schwarzach und 857 auch das Züricher Kloster bis zu ihrem Tod 877 übertragen. Die dritte Tochter Irmingard ist in zeitgenössischer Überlieferung als Inhaberin des Klosters Buchau am Federsee belegt, nach späteren Quellen auch von Kloster Frauenchiemsee. Über Ludwigs Tochter Gisla ist nichts bekannt.[61] Die Rechtsstellung der Frauen im Kloster bleibt unklar. Der gewöhnlich in der Fachliteratur anzutreffende Titel Äbtissinnen ist nicht zeitgenössisch belegt.[62]

Langwierige Auseinandersetzungen mit den Mährern[Bearbeiten]

Ungefähre Grenzen Mährens unter der Herrschaft Moimirs I.
Karolingische Reiterei aus dem Psalterium Aureum, St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. 22, S. 140

Ludwig hatte langwierige Konflikte mit den benachbarten slawischen Völkern. Er „widmete diesem Dauerkrieg mit den Slawen mehr Zeit, Energie und Ressourcen als jedem anderen Aspekt seiner langen Regierung“.[63] Ludwig ging 844/45 erfolgreich gegen die Elbslawen und Dänen im Norden vor.[64] Die heftigsten Auseinandersetzungen hatte Ludwig jedoch mit den mährischen Slawen.[65] Ludwigs Ziel war nicht die Eroberung slawischer Gebiete, sondern er verfolgte eine für die Karolinger übliche Grenzsicherung durch Tributherrschaft.[66] Die einzelnen slawischen Herrscher schworen dem ostfränkischen König einen Treueid und mussten jährlich einen Tribut zahlen. Dafür erhielten sie von Ludwig einen Friedensvertrag.

Die mährischen Herrscher Moimir, Rastislav und Svatopluk I. versuchten sich hingegen über Jahrzehnte aus der fränkischen Oberherrschaft zu lösen und ein Königreich aufzubauen. Ein Einfall der Mährer in das ostfränkische Reich fand jedoch in der gesamten Karolingerzeit nicht statt.[67] 846 führte Ludwig einen großen Feldzug nach Mähren. Moimir hatte wohl den jährlichen Tribut verweigert. Ludwig ersetzte Moimir durch seinen Neffen Rastislav. Doch nach einigen Jahren versuchte auch Rastislav sich der fränkischen Oberherrschaft zu entledigen. Der von Ludwig 855 durchgeführte Feldzug war ein vollständiger Misserfolg. 864 gelang es Ludwig erfolgreich Rastislav zu belagern. Rastislav musste einen Treueid leisten und Geiseln stellen. Doch bereits im folgenden Jahr rebellierte Rastislav erneut. Mit fränkischer Hilfe erhob sich 870 Svatopluk gegen seinen Onkel Rastislav und lieferte ihn an Ludwig aus. Von einem Gericht wurde Rastislaw zum Tod verurteilt. Ludwig hat das Urteil aber zur Blendung abgemildert.[68] Doch auch Svatopluk nahm den Konflikt mit Ludwig nach kurzer Zeit wieder auf. 871 musste ein bairisches Heer eine schwere Niederlage einstecken. Im folgenden Jahr wurde ein Heer Karlmanns geschlagen. Durch diese Rückschläge entfaltete Ludwig in seinen letzten Lebensjahren erhebliche diplomatische Tätigkeiten. Im Frühsommer 874 traf sich Ludwig in Verona zu Verhandlungen mit Papst Johannes VIII. und seinem Neffen Kaiser Ludwig II. Dabei wurde Ludwigs Sohn Karlmann als Erbe des Königreiches und des Kaisertums anerkannt. Dafür akzeptierte Ludwig über Mähren eine unabhängige Kirche unter Erzbischof Methodius. Nach diesen Verhandlungen konnte 874 in Forchheim ein Frieden mit den Mährern geschlossen werden, der anscheinend zehn Jahre Bestand hatte. Jedenfalls sind für diese Zeitspanne keine kriegerischen Aktionen zwischen den Mährern und dem ostfränkischen König überliefert.[69]

Durch archäologische Untersuchungen konnte herausgearbeitet werden, dass die Mährer über große und gut ausgebaute Festungen verfügten. Ludwig konnte diese nur mit gut ausgerüsteten und großen Heeren angreifen.[70] Feldzüge gegen die Mährer bestanden aus langwierigen Belagerungen und waren weniger Plünderungszüge. Diese Feldzüge machten erhebliche logistische und strategische Planungen erforderlich.[71] An den Belagerungskriegen in Mähren dürften 5000 bis 7000, teilweise auch 10.000 Soldaten beteiligt gewesen sein.[72] In den Quellen wird die Größe von Ludwigs Heeren wohl übertrieben dargestellt, zumal er wohl vor allem auf gut ausgebildete Truppen setzte, die dadurch an militärischer Schlagkraft gewannen.[73]

Gescheiterte Expansion ins Westfrankenreich (853/54 und 858)[Bearbeiten]

Karl der Kahle hatte nach dem Vertrag von Verdun Mühe seine Herrschaft gegen die starke Adelsopposition in Aquitanien und den aquitanischen König Pippin II. durchzusetzen. 848 gelang es Karl sich in Orléans zum König krönen zu lassen. Pippin II. wurde durch Karl in Klosterhaft genommen. Durch die Hinrichtung des Grafen Gauzpert von Maine im März 853 erhielt die Opposition gegen Karls Herrschaft neuen Auftrieb. Aquitanische Große wollten, dass Ludwig der Deutsche die Königsherrschaft übernehmen sollte. Ludwig nahm das Angebot an. Dies war ein Bruch der Straßburger Eide. Ludwig der Deutsche unternahm den militärischen Zug jedoch nicht selbst, sondern schickte seinen zweitältesten Sohn Ludwig den Jüngeren. Dieser brach zu Beginn des Jahres 854 mit einem Heer aus Thüringern, Alemannen und Baiern auf und stieß bis nach Limoges vor.[74] Eine kriegerische Auseinandersetzung mit dem Heer Karls des Kahlen blieb aber aus. In Verhandlungen lenkte Ludwig der Jüngere ein. Im Sommer 855 hatte sich Aquitanien wieder Karls Herrschaft unterstellt. 856 fielen zahlreiche Aquitanier erneut von Karl ab und traten zum mittlerweile aus der Klosterhaft entkommenen Pippin II. über. Im selben Jahr wandten sich westfränkische Gesandte erneut an Ludwig den Deutschen und suchten ihn in Frankfurt auf. Bei dieser heiklen Entscheidung holte der unschlüssige König den Rat der Großen ein.[75] Die Gelegenheit für ein Eingreifen war günstig, denn Karl musste gegen die Normannen kämpfen. Im September 858 war Ludwig in der Pfalz Ponthion, die am weitesten im Osten des Westfrankenreiches lag. Dort erschienen auch mehrere westfränkische Adlige, darunter der Erzbischof Wenilo von Sens, die von Karls Herrschaft abgefallen waren. Eine Schlacht blieb aber bei Ludwigs Eingriff in das westfränkische Reich aus. Im Januar 859 musste sich Ludwig ruhmlos zurückziehen, denn an der Ostgrenze seines Reiches hatte er einen Aufstand der Sorben zu bekämpfen. Im Juni 860 konnte in Koblenz ein Frieden geschlossen werden. Ludwig musste einen Eid ablegen, dass er künftig seine Brüder und drei Neffen weder an Leben noch Besitz beeinträchtigen werde.[76]

Krisenhafte 860er Jahre[Bearbeiten]

Mit gerade einmal 27 Urkunden erreicht der Urkundenausstoß von 860 bis 869 einen absoluten Tiefpunkt.[77] Auch die historiographische Überlieferung fällt für diesen Zeitraum äußerst spärlich aus. Die gescheiterten Expansionsbemühungen in das Westfrankenreich waren anscheinend in den 860er Jahren die Ursache für eine schwere Herrschaftskrise.[78] 861 musste Ludwig auf der Reichsversammlung in Regensburg dem Markgrafen Ernst, der „beste Freund des Königs“ und „ranghöchste unter den Großen“,[79] wegen des Verdachts der Untreue seine Ämter entziehen. Möglicherweise besteht ein Zusammenhang mit der Rebellion von Ludwigs Sohn Karlmann.[80] Mit Ernst wurden noch weitere Adlige abgesetzt. Insbesondere das Verhältnis zu den Konradinern hatte sich verschlechtert. Die Konradiner Uto, Waldo und Berengar sowie ein Graf Sigihard wurden verurteilt und abgesetzt.

Im Jahr 865 kam es zur Aussöhnung zwischen Ludwig und seinem ältesten Sohn Karlmann. Allerdings brachen nun Konflikte mit Ludwigs jüngeren Söhnen in den späten 860er-Jahren aus. 865[81] oder 866/67[82] entschied Ludwig, dass nach seinem Tod Karlmann Bayern und die östliche Mark, Ludwig der Jüngere die fränkischen Gebiete und Thüringen sowie Sachsen, Karl III. Schwaben mit Churrätien erhalten sollte. Nicht nur die Rebellionen ostfränkischer Großer oder seiner Söhne sorgten für krisenhafte Jahre. In Annalenwerken sind mehrfach Hungersnöte für das Ostfrankenreich überliefert. Die Hungersnot versuchte Ludwig mit einem Gesetz zu entgegnen, bei der ein allgemeines Fasten vorgesehen war.[83]

Vertrag von Meerssen (870)[Bearbeiten]

Lothar I. teilte kurz vor seinem Tod am 29. September 855 das Mittelreich auf. Der 850 zum Kaiser gekrönte Ludwig II. erhielt Italien, Karl wurde die Provence zugesprochen und Lothar II. bekam den nördlichen Reichsteil von der Nordsee bis zu den Alpen. Aus Lothars II. 855 geschlossenen Ehe mit Theutberga waren keine Kinder hervor gegangen. Lothar versuchte vergeblich diese Ehe aufzulösen und einen Sohn aus einer früheren Verbindung zu seinem Erben zu machen. Nach Lothars II. Tod 869 ergriff Karl der Kahle die Initiative. Am 9. September 869 ließ er sich in Metz zum König im Reich Lothars II. krönen. Ludwig war zu diesem Zeitpunkt schwer erkrankt. Nachdem er sich erholte, drohte er seinem Stiefbruder mit Krieg. Karl lenkte ein. Bei der Aufteilung des Mittelreiches ignorierten Karl und Ludwig die Erbansprüche von Lothars Bruder Kaiser Ludwig II. Als nächster männlicher Verwandter musste er bis 871 in Süditalien gegen die Araber kämpfen und konnte gegen die Aufteilung seiner Länder nur protestieren. Im Vertrag von Meerssen konnte Ludwig im August 870 linksrheinische Gebiete mit Aachen, Köln, Metz und Straßburg für sich gewinnen.

Aufstände der jüngeren Söhne (871–876)[Bearbeiten]

Im Jahr 869 erkrankte Ludwig schwer und verblieb in Regensburg. Angesichts seiner schweren Erkrankung entschloss sich Ludwig ein Testament zu machen. Veranlasst durch Gerüchte um ihre Enterbung versammelten sich die jüngeren Söhne Ludwigs im Speiergau. In den Jahren 871 bis 876 unternahmen Ludwigs jüngere Söhne weitere Rebellionen, da sie sich wegen ihres ältesten Bruders vom Vater benachteiligt fühlten.[84] Anfang 873 planten Ludwig und Karl vergeblich die Entmachtung und Gefangennahme des Vaters. Im Gegensatz zu seinem Stiefbruder Karl den Kahlen hat Ludwig keine harten Strafmaßnahmen gegenüber seinen Söhnen walten lassen.[85] Nach den Untersuchungen von Gerd Althoff handelt es sich beim Verhalten des Königs gegenüber seinen Söhnen für die Karolingerzeit geradezu um eine „Ausnahme“.[86] Ludwigs Konfliktverhalten entspricht vielmehr ungeschriebenen, aber sozial verpflichtenden „Spielregeln“[87] die in der Ottonenzeit im 10. Jahrhundert gegenüber aufständischen Söhnen üblich werden sollten. Bei den innerfamiliären Konflikten wurde die friedliche Einigung erstmals durch eine rituelle deditio (Unterwerfung) erzielt.[88]

Letzte Jahre[Bearbeiten]

Gedenktafel am Ort der Ecclesia varia in Lorsch
Die Torhalle des Klosters Lorsch wurde vermutlich in der Zeit Ludwigs des Deutschen erbaut.

In den Jahren 872/873 erschienen Gesandte des oströmischen Kaisers Basileios I. bei Ludwig in Regensburg und zeigten damit, dass seine Herrschaft bis nach Konstantinopel wahrgenommen wird. Nach dem Tod von Kaiser Ludwig II. im August 875 versuchte Ludwig das Kaisertum für sich und seine Nachkommen zu sichern. Zu diesem Zweck unternahm Abt Sigihard von Fulda eine Romreise zu Papst Johannes VIII. Am 18. Mai 876 war er wieder in Ingelheim und gab Ludwig Bericht. Karl der Kahle hatte im Dezember 875 letztlich die Kaiserwürde durch einen raschen Romzug für sich gewinnen können. Auch ein Einfall Ludwigs ins westfränkische Reich, wo er das Weihnachtsfest als wichtigen Akt der Herrschaftsrepräsentation in der Pfalz Attigny beging, konnte Karls Kaiserkrönung nicht verhindern. Seine Ansprüche auf die Kaiserkrone gab Ludwig jedoch bis zu seinem Tod nicht auf. Eine durchdachte Italienpolitik hat Ludwig jedoch bei seinen vier Alpenüberquerungen nicht betrieben. Die Aufenthalte waren durch kurzfristige Reaktionen veranlasst gewesen.[89]

Seine Gemahlin Hemma besuchte Ludwig das letzte Mal im Mai 875. Hemma hatte durch einen Schlaganfall das Sprachvermögen eingebüßt. Der von ihm erbauten Marienkapelle vermachte er bei diesem Aufenthalt das Kloster Berg als Schenkung.[90] Hemma starb Ende Januar 876 in Regensburg. Wenige Monate später verstarb Ludwig nach kurzer schwerer Krankheit am 28. August 876 in seiner Pfalz in Frankfurt. Am Folgetag wurde er von seinem Sohn Ludwig im Kloster Lorsch bestattet. Ob Ludwig wie seine Gemahlin Hemma ein Totengedenken bekommen hat, ist angesichts der spärlichen Überlieferung nicht zu entscheiden.[91] Nach Ludwigs Tod versuchte Karl der Kahle auch das Ostreich für sich zu gewinnen. Ludwig der Jüngere besiegte ihn jedoch am 8. Oktober 876 bei Andernach mit einem Aufgebot aus Franken, Sachsen und Thüringern. Ein Jahr später starb Karl der Kahle.

Die älteren Söhne Ludwigs des Deutschen, Karlmann und Ludwig der Jüngere, starben bereits am 29. September 880 bzw. am 20. Januar 882. Dadurch gelang es Ludwigs jüngstem Sohn Karl III., „dem Dicken“, die Teilreiche noch einmal für wenige Jahre unter sich zu vereinen. Nach dem Tod Karls III. entstand für das allein regierende Karolingergeschlecht eine dynastische Krise. Es gab keine legitimen Karolinger und andere Familien erhoben Anspruch auf die Königswürde. Mit Ludwigs Tod 876 setzte eine rasche Folge von Herrscherwechseln im karolingischen Herrscherhaus ein. Fünf Könige zwischen 876 und 911 konnten keine wirksame Königsgewalt mehr gewährleisten.[92] Dies lag auch an der überaus langen Herrschaftszeit Ludwigs des Deutschen, so dass seine Söhne erst in hohem Alter die Herrschaft übernehmen konnten.

Beiname „der Deutsche“[Bearbeiten]

Den Beinamen „der Deutsche“ erhielt Ludwig erst im 18. Jahrhundert.[93] Zeitgenössische westfränkische Quellen nannten Ludwig zwar rex Germaniae oder rex Germanorum, allerdings kann dies nicht mit „der Deutsche“ übersetzt werden.[94] Zeitgenossen bedachten Ludwig auch mit dem Beinamen pius (fromm) oder piisimus (sehr fromm). Auch eine Münzprägung nannte ihn HLUDOVICUS PIUS REX. Im 11. Jahrhundert wird Ludwig in zahlreichen Urkundenfälschungen, die aus St. Emmeram in Regensburg stammen, mit dem Beinamen pius geführt,[95] einem Beinamen, der heute noch seinem Vater anhaftet.[96]

Deutschsprachige Historiographen um 1500 wie Johannes Aventin und Johannes Carion sprachen von Ludwig als „König in Beyern und Osterfranckreich“ oder „König Ludwig auß Beyern“ der „Teutschlandt“ regiert oder von „Ludovicus Germanicus“.[97] Seit dem 19. Jahrhundert wurde der Beiname „der Deutsche“ üblich. Nach der stark von der nationalsozialistischen Ideologie geprägten Darstellung von Heinz Zatschek (1940) habe Ludwig seinen Beinamen „der Deutsche“ durch die kraftvolle Ausdehnung des deutschen Volksbodens bei den Slawen verdient.[98] Vereinzelt haben einige jüngere Forschungsbeiträge den Beinamen „der Deutsche“ nicht mehr aufgeführt. Joachim Ehlers (1994) sprach von Ludwig II. und verzichtete konsequent auf den Beinamen.[99] Die Ordnungszahl ist aber in keiner zeitgenössischen Quelle nachweisbar.[100] Außerdem entstehen Probleme in der Abgrenzung zu Kaiser Ludwig II. in Italien und dem westfränkischen König Ludwig II. „dem Stammler“.[101] Carlrichard Brühl sprach 1990 in seiner Darstellung von „Ludwig II. Ostfranken“.[102] Einen Ludwig I. von Ostfranken gab es aber nicht. Dagegen ist Wilfried Hartmann in seiner Biographie (2002) bei der seitdem 19. Jahrhundert üblichen Bezeichnung Ludwig der Deutsche geblieben.[103] Seinem anachronistischen Beinamen „der Deutsche“ wird insofern eine gewisse Berechtigung zugesprochen, als Ludwig jahrzehntelang über den größten Teil der germanischen Reichsgebiete und somit des späteren Deutschlands herrschte.[104] Jörg W. Busch verzichtete in seiner Überblicksdarstellung (2011) zu allen Karolingern (mit Ausnahme von Karl Martell) auf die traditionellen Beinamen.[105] Eine terminologische Vorgehensweise, die sich in der Fachwelt jedoch kaum durchsetzen dürfte.[106] Mit dem Deutschen Archiv für Erforschung des Mittelalters und den Frühmittelalterlichen Studien sind die beiden angesehensten Fachzeitschriften in der deutschsprachigen Mediävistik beim Beinamen „der Deutsche“ geblieben.

Wirkung[Bearbeiten]

Frühmittelalter[Bearbeiten]

Schriftlichkeit verliert für die Herrschaftspraxis und als Kommunikationsmittel seit Ludwig dem Deutschen an Bedeutung. Die Kapitularien verschwinden als wichtige Dokumente für die Verwaltung und Rechtsprechung aus dem ostfränkischen Reich und werden nicht anderweitig ersetzt.[107] Angesichts seiner langen Herrschaftszeit von 50 Jahren sind nur 172 Urkunden überliefert. Besonders schlecht sind die Jahre zwischen 861 und 869 überliefert. Ein allgemeiner Rückgang der Schriftlichkeit während der Regierungszeit Ludwigs des Deutschen wurde von Wilfried Hartmann allerdings widersprochen. Hartmann verweist für das Ostfrankenreich auf zahlreiche bedeutende Gelehrte (Hrabanus Maurus u.a.) und Klosterschulen (Fulda, St. Gallen, Reichenau und Corvey). Von den ca. 7000 bis 8000 erhaltenen Handschriften aus dem gesamten 9. Jahrhundert stammen ungefähr 3000 aus dem Ostfrankenreich.[108]

Im Gegensatz zu seinem Großvater Karl dem Großen oder seinem Vater Ludwig dem Frommen wurde über Ludwig den Deutschen keine Biografie verfasst. Über Ludwig hat sich kein Zeitgenosse negativ geäußert.[109] Als Hauptquelle gelten die Fuldaer Annalen. Zu den bedeutendsten Autoren der Zeit Ludwigs des Deutschen gehört Notker von St. Gallen. Von den Historiographen des ausgehenden 9. Jahrhunderts ist einzig von Notker bekannt, dass er den ostfränkischen König persönlich gesehen hat.[110] Für den St. Galler Mönch war Ludwig ein vorbildlicher Herrscher.[111] Auch die Xantener Annalen ziehen ein positives Fazit. Für das Annalenwerk war Ludwig weiser und gerechter als die anderen Könige.[112] Der bedeutende Gelehrte Hrabanus Maurus hat Ludwig mehrere Werke gewidmet. Sein Werk De universo übersandte er 842/46 dem ostfränkischen König. Ludwig wurde auch zum Gegenstand in der volkssprachlichen Dichtung. Im Evangelienbuch Otfrieds von Weißenburg wird Ludwig als kühner und weiser Herrscher gepriesen. Seine Herrschergewalt erstrecke sich über das gesamte Land der Franken.[113] Obwohl Ludwig die Kaiserkrone 875 nicht erringen konnte, wurde er in einigen klösterlichen Urkunden und auch in späteren Geschichtsquellen als Imperator gewürdigt und fand so eine Aufwertung seiner Herrschaftsstellung.[114]

Hoch- und Spätmittelalter[Bearbeiten]

In den historiographischen Werken vom 10. bis zum 15. Jahrhundert gibt es nur wenige Aussagen über Ludwig. Die Geschichtsschreiber haben sich dabei bevorzugt auf die Fuldaer Annalen konzentriert. Einzig Hermann von Reichenau, Adam von Bremen und Sigebert von Gembloux haben sich ausführlicher über Ludwig den Deutschen ausgelassen.[115] Im Hoch- und Spätmittelalter wurde Ludwig der Deutsche von vielen Chronisten mit seinem Neffen Kaiser Ludwig II. verwechselt. Dazu trug auch bei, dass beide Karolinger innerhalb kurzer Zeit verstorben waren.[116] Im 11. Jahrhundert erreichte Ludwigs Nachruhm seinen Höhepunkt. In einer Genealogie um 1100 wird Ludwig als einziger Herrscher als magnus rex (großer König) bezeichnet.[117] Die Weltchroniken des Spätmittelalters gehen kaum auf Ludwig und seine Herrschaft ein. Ausführlich behandelt Johannes Aventin im 16. Jahrhundert in seiner Bairischen Chronik den karolingischen Herrscher.

Forschungsgeschichte[Bearbeiten]

Johannes Fried (2009)

Nach Georg Waitz wurde das deutsche Reich durch den Vertrag von Verdun 843 gegründet. Waitz formulierte 1843 zum tausendjährigen Jubiläum des Verduner Vertrages: „Es bestand von nun an ein deutsches Reich. Ludwig hat es begründet, der Verduner Vertrag hat es in die Geschichte eingeführt.“[118] Das bedeutendste Werk über die Ereignisgeschichte Ludwigs des Deutschen ist die dreibändige Darstellung „Geschichte des Ostfränkischen Reiches“ (2. Auflage, Leipzig 1887) von Ernst Dümmler. Die ersten beiden Bände befassen sich mit der Zeit Ludwigs des Deutschen. Dümmlers Darstellung ist in der Konzeption ähnlich wie die Jahrbücher der Deutschen Geschichte verfasst. Dümmler ging strikt chronologisch vor und wertete für jedes Jahr die schriftlichen Quellen umfassend aus. Seine gründliche Darstellung über die Geschichte des ostfränkischen Reiches könnte eine Ursache sein, warum die Geschichtswissenschaft über hundert Jahre die zweite Hälfte des 9. Jahrhunderts kaum weiter erforscht hat.[119] Eine ausführliche Biographie wurde über Ludwig weder im 19. noch im 20. Jahrhundert erstellt. Einzig einige knappe biographische Abrisse wurden über Ludwig veröffentlicht. Auch in den übergreifenden Darstellungen wird er meist nur beiläufig abgehandelt. Das ostfränkische Reich Ludwigs des Deutschen wurde in der Forschung lange Zeit entweder als Verfallsepoche gegenüber der Zeit Karls des Großen oder als Entstehung des „deutschen“ Reiches verstanden.[120]

Seit den 1970er Jahren setzte sich durch die Studien von Joachim Ehlers, Bernd Schneidmüller und Carlrichard Brühl über die Anfänge der deutschen und französischen Geschichte immer stärker die Sichtweise durch, dass das „Deutsche Reich“ nicht durch ein herausragendes Ereignis, wie etwa die Teilung des Frankenreiches durch den Vertrag von Verdun 843, entstanden ist, sondern als Resultat einer im 9. Jahrhundert einsetzenden Entwicklung, die teilweise selbst im 11. und 12. Jahrhundert noch nicht abgeschlossen war.[121] Durch diese Einsichten ging das Interesse an Ludwigs Herrschaft in der Mediävistik zurück. Selbst der 1100. Todestag des Ostfrankenkönigs im Jahr 1976 fand in der Wissenschaft keine Beachtung.[122] In den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wurden über die Zeit Karls des Großen oder über die der Ottonen im 10. Jahrhundert zahlreiche Arbeiten veröffentlicht. Hingegen gibt es über die Umbruchszeit des 9. Jahrhunderts aus den letzten 50 Jahren überhaupt keine größeren Arbeiten.

Nach der Darstellung Der Weg in die Geschichte. Die Ursprünge Deutschlands bis 1024 von Johannes Fried (1994) war Ludwig „zweifellos der König, dem das künftige Reich der Deutschen seine Existenz verdankte“.[123] Nach Fried hatte der König allerdings keinen großen Anteil bei der Gestaltung dieses werdenden Reiches. Fried stellte angesichts des aktuellen Forschungsstandes resümierend fest: „Die Deutschen schlitterten in ihr nationales Dasein, ohne es zu merken und ohne es zu erstreben“.[124] Seine Einschätzung über den Karolinger war negativ. „Seine Persönlichkeit umhüllt Schweigen“, „höhepunktlos glitt Ludwigs Geschichte dahin“, „Reichsarchitekt war Ludwig mithin nicht“ und „sein Königtum gewann Festigkeit, weil es fortbestand und niemand da war, der es in Frage stellte“. [125] Für Fried war Ludwig „vor allem zäh“, da er mehrere schwere Verletzungen überstand.[126]

Erst um die Jahrtausendwende wurde Ludwig wieder stärker untersucht, vor allem durch Wilfried Hartmanns Biografie (2002) und eine von ihm herausgegebene Aufsatzsammlung. Hartmann fragte in seiner Biografie, ob zwischen 826 und 876 die Voraussetzungen für ein Zusammengehörigkeitsgefühl unter den verschiedenen ostfränkischen Volksgruppen (Sachsen, Franken, Thüringern, Baiern, Alemannen u.a.) zu erkennen sind. Hartmann ging es in seinem Werk auch um die Bedeutung von Ludwigs langer Regierungszeit für das Entstehen des späteren „deutschen“ Reichs.[127] Nach Hartmann habe vor allem das Kriegswesen durch die Beteiligung mehrerer Volksgruppen „die Integration der im Ostfrankenreich zusammengeschlossenen Völker gefördert“.[128] Im Gegensatz zu Carlrichard Brühl interpretierte Hartmann die Erwähnung von Konflikten zwischen den Volksgruppen am Ende von Ludwigs Herrschaftszeit als Beleg für ein wachsendes Zusammengehörigkeitsgefühl.[129] In seinem Fazit stimmte er Johannes Fried zu, wenn er Ludwig den Deutschen als den König bezeichnet, „dem das künftige Reich der Deutschen seine Existenz verdankte.“[130] Im von Hartmann herausgegebenen Sammelband hat Thomas Zotz (2004) die Zeit der Herrschaft Ludwigs des Deutschen als „Formierungsphase des Ostfränkischen Reiches“ bezeichnet.[131] Neben Hartmann haben sich zahlreiche Qualifikationsarbeiten mit Ludwig oder der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts auseinandergesetzt. Für Eric J. Goldberg war Ludwig schlichtweg „a traditional Carolingian king“. Als karolingischen Herrscher sah er sich in der Tradition Karls des Großen und als dessen legitimen Erben an.[132] Boris Bigott (2002) untersuchte die Entwicklung der ostfränkischen Reichskirche unter Ludwig dem Deutschen und leistete damit „einen wertvollen Beitrag zur vernachlässigten Geschichte der Karolingerzeit“.[133]

Neuere Untersuchungen haben die stark im 19. Jahrhundert verwurzelte Sichtweise eines allgemeinen Niedergangs im ostfränkischen Reich relativiert. Die vielfältigen Entwicklungsprozesse im 9. Jahrhundert haben in der Herrschaftszeit Karls des Großen ihren Ausgangspunkt genommen und unter der Herrschaft von dessen Sohn und Nachfolger Ludwig dem Frommen einen Höhepunkt erreicht.[134]

Quellen[Bearbeiten]

  • Jahrbücher von Fulda. In: Quellen zur karolingischen Reichsgeschichte. Teil 3: Jahrbücher von Fulda, Regino: Chronik, Notker: Taten Karls. Neu bearb. von Reinhold Rau. (= Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters. Freiherr-vom-Stein-Gedächtnisausgabe. Band 7). 4., gegenüber der 3. um einen Nachtrag erweiterte Auflage. Darmstadt 2002, S. 19–177 (Lateinischer Text und deutsche Übersetzung).
  • Notker, Gesta Karoli. In: Quellen zur karolingischen Reichsgeschichte. Teil 3: Jahrbücher von Fulda, Regino: Chronik, Notker: Taten Karls. Neu bearb. von Reinhold Rau. (= Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters. Freiherr-vom-Stein-Gedächtnisausgabe. Band 7). 4., gegenüber der 3. um einen Nachtrag erweiterte Auflage. Darmstadt 2002, S. 321–427 (Lateinischer Text und deutsche Übersetzung).

Literatur[Bearbeiten]

  • Boris Bigott: Ludwig der Deutsche und die Reichskirche im Ostfränkischen Reich (826–876). Matthiesen, Husum 2002, ISBN 3-7868-1470-8 (Rezension).
  • Ernst Dümmler: Geschichte des Ostfränkischen Reiches. Band 1: Ludwig der Deutsche bis zum Frieden vom Koblenz 860; Band 2: Ludwig der Deutsche vom Koblenzer Frieden bis zu seinem Tode (860–876). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1960 (Nachdruck der 2. Auflage von 1887; alte, aber grundlegende Darstellung).
  • Eric J. Goldberg: Struggle for Empire. Kingship and Conflict under Louis the German. 817–876. Cornell University Press, Ithaca 2006, ISBN 0-8014-3890-X (Rezension).
  • Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Primus Verlag, Darmstadt 2002, ISBN 3-89678-452-8 (Rezension).
  • Wilfried Hartmann (Hrsg.): Ludwig der Deutsche und seine Zeit. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2004, ISBN 3-534-17308-2 (Aufsatzsammlung mit 11 Beiträgen renommierter Mediävisten, Ergänzung zur Biographie von Wilfried Hartmann von 2002; Rezension).
  • Theodor SchiefferLudwig der Deutsche. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 15, Duncker & Humblot, Berlin 1987, ISBN 3-428-00196-6, S. 318–323 (Digitalisat).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ludwig der Deutsche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 21.
  2. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 22 und 218–222. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche – Portrait eines wenig bekannten Königs. In: Wilfried Hartmann (Hrsg.): Ludwig der Deutsche und seine Zeit. Darmstadt 2004, S. 1–26.
  3. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 24–28.
  4. Roman Deutinger: Hludovicus rex Baioariae. Zur Rolle Bayerns in der Politik Ludwigs des Deutschen. In: Wilfried Hartmann (Hrsg.): Ludwig der Deutsche und seine Zeit. Darmstadt 2004, S. 47–66, hier: S. 49.
  5. Boris Bigott: Die Versöhnung von 847. Ludwig der Deutsche und die Reichskirche. In: Wilfried Hartmann (Hrsg.): Ludwig der Deutsche und seine Zeit. Darmstadt 2004, S. S. 121–140, hier: S. 122. Matthias Becher: Merowinger und Karolinger. Darmstadt 2009, S. 108.
  6. Eric J. Goldberg: Struggle for Empire. Kingship and Conflict under Louis the German. 817–876. Ithaca 2006, S. 71ff.
  7. Eric J. Goldberg: Struggle for Empire. Kingship and Conflict under Louis the German. 817–876. Ithaca 2006, S. 87–90.
  8. Vgl. zu diesen Vorgängen auch Eric J. Goldberg: Struggle for Empire. Kingship and Conflict under Louis the German. 817–876. Ithaca 2006, S. 91ff.
  9. Annales Fuldenses zu 841
  10. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche – Portrait eines wenig bekannten Königs. In: Wilfried Hartmann (Hrsg.): Ludwig der Deutsche und seine Zeit. Darmstadt 2004, S. 1–26, hier: S. 15.
  11. Vgl. ausführlich Eric Joseph Goldberg: Popular revolt, dynastic politics, and aristocratic factionalism in the early Middle Ages. The Saxon Stellinga reconsidered. In: Speculum, Bd. 70 (1995), S. 467–501.
  12. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 40–44. Rudolf Schieffer: Die Zeit des karolingischen Großreichs 714–887 (Gebhardt, Handbuch der deutschen Geschichte 2), Stuttgart 2005, S. 147ff. Matthias Becher: Merowinger und Karolinger. Darmstadt 2009, S. 116 und 129.
  13. Zahlen nach Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 125. Roman Deutinger: Königsherrschaft im Ostfränkischen Reich. Eine pragmatische Verfassungsgeschichte der späten Karolingerzeit. Ostfildern 2006, S. 320.
  14. Roman Deutinger: Hludovicus rex Baioariae. Zur Rolle Bayerns in der Politik Ludwigs des Deutschen. In: Wilfried Hartmann (Hrsg.): Ludwig der Deutsche und seine Zeit. Darmstadt 2004, S. 47–66, hier: S. 55.
  15. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 80f.
  16. Roman Deutinger: Hludovicus rex Baioariae. Zur Rolle Bayerns in der Politik Ludwigs des Deutschen. In: Wilfried Hartmann (Hrsg.): Ludwig der Deutsche und seine Zeit. Darmstadt 2004, S. 47–66, bes. S. 65.
  17. Roman Deutinger: Königsherrschaft im Ostfränkischen Reich. Eine pragmatische Verfassungsgeschichte der späten Karolingerzeit. Ostfildern 2006, S. 267, 364ff., 385f.
  18. Roman Deutinger: Königsherrschaft im Ostfränkischen Reich. Eine pragmatische Verfassungsgeschichte der späten Karolingerzeit. Ostfildern 2006, S. 364–367.
  19. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 127.
  20. Thomas Zotz: Ludwig der Deutsche und seine Pfalzen. Königliche Herrschaftspraxis in der Formierungsphase des Ostfränkischen Reiches. In: Wilfried Hartmann (Hrsg.): Ludwig der Deutsche und seine Zeit. Darmstadt 2004, S. 27–46, hier: S. 28. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 128.
  21. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 70.
  22. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 128. Roman Deutinger: Hludovicus rex Baioariae. Zur Rolle Bayerns in der Politik Ludwigs des Deutschen. In: Wilfried Hartmann (Hrsg.): Ludwig der Deutsche und seine Zeit. Darmstadt 2004, S. 47–66, hier: S. 61.
  23. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche – Portrait eines wenig bekannten Königs. In: Wilfried Hartmann (Hrsg.): Ludwig der Deutsche und seine Zeit. Darmstadt 2004, S. 1–26, hier: S. 13f.
  24. Roman Deutinger: Hludovicus rex Baioariae. Zur Rolle Bayerns in der Politik Ludwigs des Deutschen. In: Wilfried Hartmann (Hrsg.): Ludwig der Deutsche und seine Zeit. Darmstadt 2004, S. 47–66, hier: S. 61.
  25. Thomas Zotz: Ludwig der Deutsche und seine Pfalzen. Königliche Herrschaftspraxis in der Formierungsphase des Ostfränkischen Reiches. In: Wilfried Hartmann (Hrsg.): Ludwig der Deutsche und seine Zeit. Darmstadt 2004, S. 27–46, hier: S. 34.
  26. Thomas Zotz: Ludwig der Deutsche und seine Pfalzen. Königliche Herrschaftspraxis in der Formierungsphase des Ostfränkischen Reiches. In: Wilfried Hartmann (Hrsg.): Ludwig der Deutsche und seine Zeit. Darmstadt 2004, S. 27–46, hier: S. 35f.
  27. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 91f.
  28. Roman Deutinger: Hludovicus rex Baioariae. Zur Rolle Bayerns in der Politik Ludwigs des Deutschen. In: Wilfried Hartmann (Hrsg.): Ludwig der Deutsche und seine Zeit. Darmstadt 2004, S. 47–66, hier: S. 61.
  29. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche – Portrait eines wenig bekannten Königs. In: Wilfried Hartmann (Hrsg.): Ludwig der Deutsche und seine Zeit. Darmstadt 2004, S. 1–26, hier: S. 14.
  30. Rudolf Schieffer: Von Ort zu Ort. Aufgaben und Ergebnisse der Erforschung ambulanter Herrschaftspraxis. In: Caspar Ehlers (Hrsg.): Orte der Herrschaft. Mittelalterliche Königspfalzen. Göttingen 2002, S. 11–23.
  31. Philippe Depreux: Prosopographie de l'entourage de Louis le Pieux (781–840). Sigmaringen 1997.
  32. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 255.
  33. Hagen Keller: Zu den Siegeln der Karolinger und der Ottonen. Urkunden als "Hoheitszeichen" in der Kommunikation des Königs mit seinen Getreuen. In: Frühmittelalterliche Studien, Bd. 32 (1998), S. 400–444, hier: S. 411f.
  34. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 137. Hagen Keller: Zu den Siegeln der Karolinger und der Ottonen. Urkunden als "Hoheitszeichen" in der Kommunikation des Königs mit seinen Getreuen. In: Frühmittelalterliche Studien, Bd. 32 (1998), S. 400–444, hier: S. 436
  35. Hagen Keller: Zu den Siegeln der Karolinger und der Ottonen. Urkunden als "Hoheitszeichen" in der Kommunikation des Königs mit seinen Getreuen. In: Frühmittelalterliche Studien, Bd. 32 (1998), S. 400–444, hier: S. 441.
  36. Zu diesem Begriff Hanna Vollrath: Das Mittelalter in der Typik oraler Gesellschaften. In: Historische Zeitschrift, Bd. 233 (1981), S. 571–594.
  37. Roman Deutinger: Königsherrschaft im Ostfränkischen Reich. Eine pragmatische Verfassungsgeschichte der späten Karolingerzeit. Ostfildern 2006, S. 62.
  38. Roman Deutinger: Königsherrschaft im Ostfränkischen Reich. Eine pragmatische Verfassungsgeschichte der späten Karolingerzeit. Ostfildern 2006, S. 222.
  39. Roman Deutinger: Königsherrschaft im Ostfränkischen Reich. Eine pragmatische Verfassungsgeschichte der späten Karolingerzeit. Ostfildern 2006, S. 225–272.
  40. Roman Deutinger: Königsherrschaft im Ostfränkischen Reich. Eine pragmatische Verfassungsgeschichte der späten Karolingerzeit. Ostfildern 2006, S. 245. Gerd Althoff: Colloquium familiare - Colloquium secretum - Colloquium publicum. Beratung im politischen Leben des früheren Mittelalters. In: Frühmittelalterliche Studien, Bd. 24 (1990) S. 145–167. Gerd Althoff: Die Macht der Rituale. Symbolik und Herrschaft im Mittelalter. Darmstadt 2003, S. 189–194.
  41. Roman Deutinger: Königsherrschaft im Ostfränkischen Reich. Eine pragmatische Verfassungsgeschichte der späten Karolingerzeit. Ostfildern 2006, S. 262.
  42. Roman Deutinger: Königsherrschaft im Ostfränkischen Reich. Eine pragmatische Verfassungsgeschichte der späten Karolingerzeit. Ostfildern 2006, S. 232.
  43. Roman Deutinger: Königsherrschaft im Ostfränkischen Reich. Eine pragmatische Verfassungsgeschichte der späten Karolingerzeit. Ostfildern 2006, S. 309.
  44. Boris Bigott: Ludwig der Deutsche und die Reichskirche im Ostfränkischen Reich (826–876). Husum 2002, S. 80.
  45. Boris Bigott: Die Versöhnung von 847. Ludwig der Deutsche und die Reichskirche. In: Wilfried Hartmann (Hrsg.): Ludwig der Deutsche und seine Zeit. Darmstadt 2004, S. S. 121–140.
  46. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 192.
  47. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 197. Rudolf Schieffer: Die Karolinger. 4., überarbeitete und erweiterte Auflage, Stuttgart 2006, S. 150.
  48. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 200.
  49. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 185 und 255.
  50. Roman Deutinger: Königsherrschaft im Ostfränkischen Reich. Eine pragmatische Verfassungsgeschichte der späten Karolingerzeit. Ostfildern 2006, S. 391.
  51. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 185f.
  52. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 254.
  53. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 188.
  54. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 128 und 189.
  55. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 128.
  56. Roman Deutinger: Königsherrschaft im Ostfränkischen Reich. Eine pragmatische Verfassungsgeschichte der späten Karolingerzeit. Ostfildern 2006, S. 129.
  57. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 76.
  58. Janet L. Nelson: Charles the Bald. London 1992, S. 174 mit Anm. 68. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche – Portrait eines wenig bekannten Königs. In: Wilfried Hartmann (Hrsg.): Ludwig der Deutsche und seine Zeit. Darmstadt 2004, S. 1–26, hier: S. 11.
  59. Gerd Althoff: Die Ottonen. Königsherrschaft ohne Staat. 2. erweiterte Auflage, Stuttgart u. a. 2005, S. 20.
  60. Roman Deutinger: Königsherrschaft im Ostfränkischen Reich. Eine pragmatische Verfassungsgeschichte der späten Karolingerzeit. Ostfildern 2006, S. 393. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 78f.
  61. Zu den Töchtern Ludwigs vgl. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 77–79.
  62. Roman Deutinger: Königsherrschaft im Ostfränkischen Reich. Eine pragmatische Verfassungsgeschichte der späten Karolingerzeit. Ostfildern 2006, S. 136 und 286f.
  63. Eric J. Goldberg: Ludwig der Deutsche und Mähren. Eine Studie zu karolingischen Grenzkriegen im Osten. In: Wilfried Hartmann (Hrsg.): Ludwig der Deutsche und seine Zeit. Darmstadt 2004, S. 67-94, hier: S. 68.
  64. Eric J. Goldberg: Struggle for Empire. Kingship and Conflict under Louis the German. 817–876. Ithaca 2006, S. 132–135.
  65. Eric J. Goldberg: Struggle for Empire. Kingship and Conflict under Louis the German. 817–876. Ithaca 2006, S. 137ff.
  66. Eric J. Goldberg: Ludwig der Deutsche und Mähren. Eine Studie zu karolingischen Grenzkriegen im Osten. In: Wilfried Hartmann (Hrsg.): Ludwig der Deutsche und seine Zeit. Darmstadt 2004, S. 67-94, hier: S. 71; Eric J. Goldberg: Struggle for Empire. Kingship and Conflict under Louis the German. 817–876. Ithaca 2006, hier S. 119f.
  67. Roman Deutinger: Königsherrschaft im Ostfränkischen Reich. Eine pragmatische Verfassungsgeschichte der späten Karolingerzeit. Ostfildern 2006, S. 358.
  68. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche – Portrait eines wenig bekannten Königs. In: Wilfried Hartmann (Hrsg.): Ludwig der Deutsche und seine Zeit. Darmstadt 2004, S. 1–26, hier: S. 13.
  69. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 118.
  70. Eric J. Goldberg: Ludwig der Deutsche und Mähren. Eine Studie zu karolingischen Grenzkriegen im Osten. In: Wilfried Hartmann (Hrsg.): Ludwig der Deutsche und seine Zeit. Darmstadt 2004, S. 67-94, hier: S. 70.
  71. Eric J. Goldberg: Struggle for Empire. Kingship and Conflict under Louis the German. 817–876. Ithaca 2006, S. 127–129.
  72. Eric J. Goldberg: Ludwig der Deutsche und Mähren. Eine Studie zu karolingischen Grenzkriegen im Osten. In: Wilfried Hartmann (Hrsg.): Ludwig der Deutsche und seine Zeit. Darmstadt 2004, S. 67-94, hier: S. 81.
  73. Eric J. Goldberg: Struggle for Empire. Kingship and Conflict under Louis the German. 817–876. Ithaca 2006, S. 124–126 und S. 129f.
  74. Eric J. Goldberg: Struggle for Empire. Kingship and Conflict under Louis the German. 817–876. Ithaca 2006, S. 240ff.
  75. Roman Deutinger: Königsherrschaft im Ostfränkischen Reich. Eine pragmatische Verfassungsgeschichte der späten Karolingerzeit. Ostfildern 2006, S. 240.
  76. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 48–54.
  77. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 54.
  78. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 55 und 253.
  79. Die Zitate stammen aus den Annales Fuldenses zu 849. Vgl. Roman Deutinger: Hludovicus rex Baioariae. Zur Rolle Bayerns in der Politik Ludwigs des Deutschen. In: Wilfried Hartmann (Hrsg.): Ludwig der Deutsche und seine Zeit. Darmstadt 2004, S. 47–66, hier: S. 53.
  80. Roman Deutinger: Königsherrschaft im Ostfränkischen Reich. Eine pragmatische Verfassungsgeschichte der späten Karolingerzeit. Ostfildern 2006, S. 310. Brigitte Kasten: Königssöhne und Königsherrschaft. Untersuchungen zur Teilhabe am Reich in der Merowinger- und Karolingerzeit. Hannover 1997, S. 510.
  81. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 70.
  82. Brigitte Kasten: Königssöhne und Königsherrschaft. Untersuchungen zur Teilhabe am Reich in der Merowinger- und Karolingerzeit. Hannover 1997, S. 524ff. Rudolf Schieffer: Die Zeit des karolingischen Großreichs 714-887 (Gebhardt, Handbuch der deutschen Geschichte 2), Stuttgart 2005, S. 149.
  83. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 55f.
  84. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 71.
  85. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 76. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche – Portrait eines wenig bekannten Königs. In: Wilfried Hartmann (Hrsg.): Ludwig der Deutsche und seine Zeit. Darmstadt 2004, S. 1–26, hier: S. 11f.
  86. Gerd Althoff: Königsherrschaft und Konfliktbewältigung im 10. und 11. Jahrhundert. In: Frühmittelalterliche Studien, Bd. 23 (1989), S. 265–290, hier: S. 277.
  87. Gerd Althoff: Spielregeln der Politik im Mittelalter. Kommunikation in Frieden und Fehde. Darmstadt 1997.
  88. Gerd Althoff: Das Privileg der deditio. Formen gütlicher Konfliktbeendigung in der mittelalterlichen Adelsgesellschaft. In: Ders.: Spielregeln der Politik im Mittelalter. Kommunikation in Frieden und Fehde. Darmstadt 1997, S. 99–125. (Erstveröffentlichung in: Otto Gerhard Oexle (Hrsg.): Nobilitas. Festschrift für Karl Ferdinand Werner zum 70. Geburtstag. Göttingen 1997, S. 27–52.). Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 255.
  89. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 120–122.
  90. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche – Portrait eines wenig bekannten Königs. In: Wilfried Hartmann (Hrsg.): Ludwig der Deutsche und seine Zeit. Darmstadt 2004, S. 1–26, hier: S. 7f.
  91. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche – Portrait eines wenig bekannten Königs. In: Wilfried Hartmann (Hrsg.): Ludwig der Deutsche und seine Zeit. Darmstadt 2004, S. 1–26, hier: S. 26.
  92. Brigitte Kasten: Der Kampf um die wirtschaftlichen Ressourcen zur Zeit König Konrads I. In: Hans-Werner Goetz (Hrsg.): Konrad I.: Auf dem Weg zum „Deutschen Reich“? Bochum 2006, S. 151–167, hier: S. 151.
  93. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 1.
  94. Dieter Geuenich: Ludwig „der Deutsche“ und die Entstehung des ostfränkischen Reiches. In: Wolfgang Haubrichs, Ernst Hellgardt, Reiner Hildebrandt, Stephan Müller, Klaus Ridder (Hrsg.): Theodisca. Beiträge zur althochdeutschen und altniederdeutschen Sprache und Literatur in der Kultur des frühen Mittelalters. Eine internationale Fachtagung in Schönmühl bei Penzberg, vom 13. bis zum 16. März 1997. Berlin 2000, S. 313–329, hier: S. 317.
  95. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche – Portrait eines wenig bekannten Königs. In: Wilfried Hartmann (Hrsg.): Ludwig der Deutsche und seine Zeit. Darmstadt 2004, S. 1–26, hier: S. 24.
  96. Rudolf Schieffer: Ludwig „der Fromme“. Zur Entstehung eines karolingischen Herrscherbeinamens. In: Frühmittelalterliche Studien, Bd. 16 (1982) S. 58–73.
  97. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 13.
  98. Heinz Zatschek: Wie das erste Reich der Deutschen entstand. Staatsführung, Reichsgut und Ostsiedlung im Zeitalter der Karolinger. Prag 1940, S. 166–173. Heinz Zatschek: Ludwig der Deutsche. In: Theodor Mayer (Hrsg.): Der Vertrag von Verdun. Leipzig 1943, S. 31–65, hier: S. 61.
  99. Joachim Ehlers: Die Entstehung des Deutschen Reiches. München 1994.
  100. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 2.
  101. Roman Deutinger: Königsherrschaft im Ostfränkischen Reich. Eine pragmatische Verfassungsgeschichte der späten Karolingerzeit. Ostfildern 2006, S. 16.
  102. Carlrichard Brühl: Deutschland – Frankreich. Die Geburt zweier Völker. Köln u. a. 1990, S. 108 und 140ff.
  103. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 2ff.
  104. Rudolf Schieffer: Die Zeit des karolingischen Großreichs 714–887 (Gebhardt, Handbuch der deutschen Geschichte 2), Stuttgart 2005, S. 147.
  105. Jörg W. Busch: Die Herrschaften der Karolinger 714–911. München 2011.
  106. Rezension von Rudolf Schieffer in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters, Bd. 68 (2012), S. 280f.
  107. Gerd Althoff, Hagen Keller: Spätantike bis zum Ende des Mittelalters. Die Zeit der späten Karolinger und der Ottonen. Krisen und Konsolidierungen 888–1024. (Gebhardt – Handbuch der deutschen Geschichte, 10. völlig neu bearbeitete Auflage), Stuttgart 2008, S. 32.
  108. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 235. Ähnlich auch Roman Deutinger: Königsherrschaft im Ostfränkischen Reich. Eine pragmatische Verfassungsgeschichte der späten Karolingerzeit. Ostfildern 2006, S. 395.
  109. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 14.
  110. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche – Portrait eines wenig bekannten Königs. In: Wilfried Hartmann (Hrsg.): Ludwig der Deutsche und seine Zeit. Darmstadt 2004, S. 1–26, hier: S. 3.
  111. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 122.
  112. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 23.
  113. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 222.
  114. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 222 und 253.
  115. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 11.
  116. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 12 uns 122.
  117. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 12.
  118. Georg Waitz: Ueber die Gründung des deutschen Reiches durch den Vertrag von Verdun. Kiel 1843, S. 18.
  119. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 14f.
  120. Zu diesen vorherrschenden Perspektiven kritisch Simon MacLean: Kingship and Politics in the Late Ninth Century. Charles the Fat and the End of the Carolingian Empire. Cambridge 2003, S. 1–22.
  121. Vgl. dazu: Joachim Ehlers: Die Entstehung des Deutschen Reiches. 4. Auflage, München 2012. Carlrichard Brühl: Deutschland – Frankreich. Die Geburt zweier Völker. Köln u. a. 1990. Bernd Schneidmüller: Nomen patriae. Die Entstehung Frankreichs in der politisch-geographischen Terminologie (10.–13. Jahrhundert). Sigmaringen 1987. Bernd Schneidmüller: Reich–Volk–Nation: Die Entstehung des deutschen Reiches und der deutschen Nation im Mittelalter. In: Almut Bues, Rex Rexheuser (Hrsg.): Mittelalterliche nationes – neuzeitliche Nationen. Probleme der Nationenbildung in Europa. Wiesbaden 1995, S. 73–101.
  122. Dieter Geuenich: Ludwig "der Deutsche" und die Entstehung des ostfränkischen Reiches. In: Wolfgang Haubrichs, Ernst Hellgardt, Rainer Hildebrandt, Stephan Müller, Klaus Ridder (Hrsg.): Theodisca. Beiträge zur althochdeutschen und altniederdeutschen Sprache. Berlin u.a. 2000, S. 313-329, hier: S. 314.
  123. Johannes Fried: Der Weg in die Geschichte. Die Ursprünge Deutschlands bis 1024. Berlin 1994, S. 417.
  124. Johannes Fried: Der Weg in die Geschichte. Die Ursprünge Deutschlands bis 1024. Berlin 1994, S. 15.
  125. Johannes Fried: Der Weg in die Geschichte. Die Ursprünge Deutschlands bis 1024. Berlin 1994, S. 417. Auswahl der Zitate nach Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 5.
  126. Johannes Fried: Der Weg in die Geschichte. Die Ursprünge Deutschlands bis 1024. Berlin 1994, S. 417. Vgl. dazu auch Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 19.
  127. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 5, 43 und 252.
  128. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 166.
  129. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 104. Carlrichard Brühl: Deutschland – Frankreich. Die Geburt zweier Völker. Köln u. a. 1990, S. 279.
  130. Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002, S. 258.
  131. Thomas Zotz: Ludwig der Deutsche und seine Pfalzen. Königliche Herrschaftspraxis in der Formierungsphase des Ostfränkischen Reiches. In: Wilfried Hartmann (Hrsg.): Ludwig der Deutsche und seine Zeit. Darmstadt 2004, S. 27–46.
  132. Eric J. Goldberg: Struggle for Empire. Kingship and Conflict under Louis the German. 817–876. Ithaca 2006, S. 6.
  133. Boris Bigott: Ludwig der Deutsche und die Reichskirche im Ostfränkischen Reich (826–876). Husum 2002. Rezension von Roman Deutinger in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters, Bd. 59 (2003), S. 733–734.
  134. Vgl. exemplarisch Wilfried Hartmann: Ludwig der Deutsche. Darmstadt 2002.
Vorgänger Amt Nachfolger
Lothar I. König von Bayern
817–865
Karlmann
Ludwig der Fromme König des Ostfrankenreiches
843–876
Karl III. der Dicke
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