Ludwig von Holzgethan

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Ludwig Holzgethan, ab 1855 von Holzgethan, ab 1865 Freiherr von Holzgethan (* 1. Oktober 1800 in Wien; † 12. Juni 1876 ebenda) war ein österreichischer Minister und kurzfristig Ministerpräsident.

Leben[Bearbeiten]

Ludwig Holzgethan trat 1831 als Finanzbeamter in den Staatsdienst und durchlief eine lange Laufbahn. Im Jahr 1846 wurde er Kameralrat und arbeitete in Wien, Triest und Linz, als Bezirksvorstand der Kameralbezirksverwaltung für den Innkreis in Ried. 1850 kam er als Finanzrat nach Verona. 1852 wurde er als Ministerialrat venezianischer Finanzpräfekt in Venedig und leitete die Finanzverwaltung der Lombardei und Venetiens.

Er wurde am 4. April 1855 in Wien als k.u.k. Ministerialrat und Finanzpräfekt in Venedig mit Verleihung des Leopold-Ordens in den österreichischen Ritterstand erhoben, 1860 zum Geheimrat ernannt und als k.u.k. Geheimer Staatsrat und Kommandeur des Leopoldsordens am 31. Dezember 1865 in den österreichischen Freiherrnstand erhoben und zum Mitglied des Herrenhauses ernannt. In diesen Jahren war er zum Unterstaatssekretär, zum Stellvertreter des Finanzministers Ignaz von Plener und zum Mitglied des Staatsrats ernannt.

1870 übernahm er das österreichische Finanzministerium, erst unter dem Ministerpräsidenten Alfred Józef Potocki, dann unter Karl Sigmund von Hohenwart und war nach dessen Rücktritt vom 30. Oktober 1871 bis 25. November 1871 sogar kurzfristig Ministerpräsident. Im Januar 1872 wurde er gemeinsamer Finanzminister der österreichisch-ungarischen Monarchie bis zu seinem Tod 1876.

Literatur[Bearbeiten]