Ludwig von Löfftz

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Himmelfahrt Mariens, 1888
Am Bauernhaus, 1892

Ludwig von Löfftz (* 21. Juni 1845 in Darmstadt; † 3. Dezember 1910 in München) war ein deutscher Maler.

Leben[Bearbeiten]

Löfftz lernte ab 1862 das Tapezierhandwerk und war sechs Jahre lang in diesem Gewerbe tätig, ehe er die Kunstschule seiner Heimatstadt beziehen konnte, die er 1870 mit der Nürnberger und 1871 mit der Münchener Kunstakademie vertauschte.

Hier fand er in Wilhelm Diez einen Lehrer, unter dessen Leitung er solche Fortschritte machte, dass er schon 1873 das Genrebild Der Spaziergang auf die Wiener Weltausstellung schicken konnte. 1874 wurde er zum Hilfslehrer an die Kunstakademie berufen, später zum Professor ernannt, und als Diez von der Leitung der Malklasse zurücktrat, übernahm von Löfftz dieselbe. Zu seinen Schülern gehörten Lovis Corinth, Angelo Jank, Georgios Jakobides, Paul Rieth, Hans Olde, Ernst Oppler, Spyridon Vikatos und Arthur Kurtz.

Werk[Bearbeiten]

Von seinen Werken, die sich in Form und Inhalt den niederländischen und deutschen Meistern des 16. und 17. Jahrhunderts anschließen, sind zu nennen:

  • 1876 Der orgelspielende Kardinal
  • 1879 Geiz und Liebe, die an Holbein und Quintin Massys erinnernde Darstellung eines Geizhalses, der von einem Liebespaar umgeben ist
  • 1883 die edle, tief ergreifende Pieta, für welche er die erste Medaille der Münchener Ausstellung erhielt.

Reinheit und Korrektheit der Zeichnung, meisterhafte Behandlung des Helldunkels und eine eingehende Charakteristik im Verein mit tiefer Empfindung sind die Vorzüge seiner Kunst.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ludwig von Löfftz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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