Lueg (Berg)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Lueg ist ein Hügel mit einem bekannten Aussichtspunkt in der Gemeinde Affoltern im Emmental, Schweiz.

Kavalleriedenkmal

Der so genannte Heiligenlandpöli bildet mit rund 890 m ü. M. den höchsten Punkt der Gemeinde und besass hier früher eine sogenannte Hohwacht, auf der im Kriegsfall ein Alarmfeuer angezündet werden konnte.

Die Passhöhe Lueg verbindet das Berner Mittelland (Wynigen) und das Emmental (Affoltern i.E.)

1921 wurde hier nach Entwürfen von Karl Indermühle durch den Maurermeister Fritz Aeschlimann aus Rinderbach bei Rüegsau ein Denkmal für die 1918 an der Spanischen Grippe gestorbenen Berner Kavalleristen errichtet. Das Denkmal an diesem historischen Ort (Hochwacht für Alarmfeuer, Mobilmachungsplatz) soll an die Soldaten erinnern, die während dem "Dienst am Vaterland" (Aktivdienst) ihr Leben lassen mussten. Die erste Welle der Spanischen Grippe im Juli 1918, forderte unter den Diensttuenden der Schweizer Armee bis zu 35 Opfer pro Tag. Beim jährlichen Luegschiessen wird der Toten mit einer Kranzniederlegung gedacht.

Das Denkmal besteht aus einer an den Turm der Winde (Athen) erinnernde mächtige Steinsäule mit sechs Flachreliefen. 1920 erhielt eigentlich der Architekt und Bildhauer Erwin Friedrich Baumann den 1. Preis beim Wettbewerb für das Denkmal. Sein Projekt wurde jedoch nicht ausgeführt, da er sich weigerte, an ihm ein in seinen Augen unwürdiges Relief des Bildhauers Karl Hänny anzubringen.

Vom Heiligenlandpöli bietet sich eine prächtige Aussicht auf die Berner Alpen und das Emmental. Zwei weitere Gedenksteine erinnern an den Pfarrer Eduard Henzi aus Hasle bei Burgdorf, der ein 300 Berggipfel umfassendes Panoramabild vom Heiligenlandhubel schuf, sowie an die Lueg als Mobilmachungsplatz für Soldaten aus dem Emmental und dem Oberaargau.

47.0742065263897.7051067352778890Koordinaten: 47° 4′ 27,14″ N, 7° 42′ 18,38″ O; CH1903: 620239 / 213722