Luftbewegliche Infanterie

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Luftbewegliche Infanterie der United States Army

Luftbewegliche Infanterie ist Infanterie die mit Luftfahrzeugen an den Einsatzort befördert wird und dort infanteristisch kämpft.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits im Ersten Weltkrieg wurde durch den späteren Brigadegeneral Billy Mitchell ein Planungskonzept für die Luftlandung von Infanterie hinter den feindlichen Linien erarbeitet. Zu einer Umsetzung kam es durch das Kriegsende und den für die damalige Zeit zu hohen Aufwand nicht.

Die ersten Fallschirmjäger wurden durch die italienische Armee aufgestellt. Der erste militärische Fallschirmsprung fand im November 1927 statt. Russland folgte in den 1930er Jahren mit der Aufstellung von Fallschirmjäger- und luftbeweglichen Infanterieverbänden.

Der erste Gefechtseinsatz durch Luftanlandungen führte die Wehrmacht 1940 mit Teilen der 22. Luftlande-Division, bestehend aus Krad-Schützen- und Infanterieeinheiten, gegen die Flugplätze von Ockenburg, Ypenburg und Valkenburg in den Niederlanden während des Westfeldzuges mit Junkers Ju 52/3m Transportflugzeugen durch. Eine weitere frühe Form war die Landung mit Lastenseglern wie sie mit DFS 230 durch Fallschirm-Pioniere unter Rudolf Witzig gegen das Fort Eben-Emael durchgeführt wurden. Die Masse der Truppen in der 1. Welle Luftlandeschlacht um Kreta wurden mit Fallschirmen abgesetzt. Erst ab der 2. Welle wurden Anlandungen der 5. Gebirgs-Division (Wehrmacht) direkt mit den Transportflugzeugen auf die eingenommenen Flugplätze durchgeführt.

Während der Landung in der Normandie und der Operation Tonga setzten die Alliierten in hohem Maße Lastensegler ein.

Während des Vietnamkriegs wurde als neukonzeptionelle Auflage zum Lastensegler die 1. US-Kavalleriedivision, diese war zu diesem Zeitpunkt eine Infanteriedivision, mit Hubschraubern und unterstützt durch Kampfhubschrauber oder bewaffnete Begleithubschrauber zum Einsatz gebracht. Daher wurde Infanterie, die luftangelandet wurde, auch als Luftkavallerie bezeichnet. Diese Aufgabe übernahm die 101. US-Luftlandedivision. Die United States Army unterhält mit dem XVIII. US-Luftlandekorps auch weiterhin große luftbewegliche Kräfte, dessen Hauptbestandteil drei luftverlastbare Infanteriedivisionen sind, zu denen auch die 10. US-Gebirgsdivision gehört.

Die Bundeswehr verfügt mit der Gebirgsjägerbrigade 23 und den beiden Luftlandebrigaden 26 und 31 über mit Hubschraubern verlastbare luftbewegliche Infanterie. Zusätzlich setzte die Bundeswehr seit 2006 mit dem Jägerregiment 1 in der Luftbeweglichen Brigade 1 dieses Konzept um. Dabei wurde die infanteristische Komponente durch den Eurocopter Tiger im Gefecht unterstützt und in der Luftbeweglichen Brigade waren die Hubschrauber organischer Bestandteil des Großverbandes, im Gegensatz zur Zuteilung nach Anforderung beim bisherigen Konzept.

Aufbau und Auftrag[Bearbeiten]

Die luftbewegliche Infanterie umfasst heute Einheiten, welche mit Hubschraubern an ihren Einsatzort gebracht werden. Die Vorzüge gegenüber klassischer Infanterie sind die schnelle Verleg- und Verfügbarkeit, Unabhängigkeit vom Gelände, die Möglichkeit, einen Gegner auch in der Tiefe überraschend anzugreifen.

Die so unterstützte Infanterie kann, je nach Aufgabe, auch einen Stoßtrupp hinter feindlichen Linien bilden, um z. B. eine Brücke oder einen Gebirgspass einzunehmen, den feindlichen Nachschub zu unterbinden.

Ausrüstung[Bearbeiten]

Die Ausrüstung ist an die begrenzte Ladekapazität von Luftfahrzeugen wie mit dem Waffenträgerfahrzeug Wiesel angepasst.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Luftbewegliche Infanterie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien