Lug (Pfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Lug
Lug (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Lug hervorgehoben
49.1819444444447.8969444444444211Koordinaten: 49° 11′ N, 7° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südwestpfalz
Verbandsgemeinde: Hauenstein
Höhe: 211 m ü. NHN
Fläche: 2,32 km²
Einwohner: 616 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 266 Einwohner je km²
Postleitzahl: 76848
Vorwahl: 06392
Kfz-Kennzeichen: PS
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 030
Adresse der Verbandsverwaltung: Schulstraße 4
76846 Hauenstein
Webpräsenz: www.lug-pfalz.de
Ortsbürgermeister: Winfried Schäfer
Lage der Ortsgemeinde Lug im Landkreis Südwestpfalz
Darstein Dimbach (Pfalz) Hauenstein (Pfalz) Hinterweidenthal Lug (Pfalz) Schwanheim (Pfalz) Spirkelbach Spirkelbach Wilgartswiesen Wilgartswiesen Clausen Donsieders Leimen (Pfalz) Merzalben Münchweiler an der Rodalb Rodalben Bottenbach Eppenbrunn Hilst Kröppen Kröppen Lemberg (Pfalz) Obersimten Ruppertsweiler Schweix Trulben Vinningen Bobenthal Bruchweiler-Bärenbach Bundenthal Busenberg Dahn Erfweiler Erlenbach bei Dahn Fischbach bei Dahn Hirschthal (Pfalz) Ludwigswinkel Niederschlettenbach Nothweiler Rumbach Schindhard Schönau (Pfalz) Biedershausen Herschberg Hettenhausen (Pfalz) Knopp-Labach Krähenberg Obernheim-Kirchenarnbach Saalstadt Schauerberg Schmitshausen Wallhalben Weselberg Winterbach (Pfalz) Geiselberg Heltersberg Hermersberg Höheinöd Horbach (Pfalz) Schmalenberg Steinalben Waldfischbach-Burgalben Althornbach Battweiler Bechhofen (Pfalz) Contwig Dellfeld Dietrichingen Großbundenbach Großsteinhausen Hornbach Käshofen Kleinbundenbach Kleinsteinhausen Mauschbach Riedelberg Rosenkopf Walshausen Wiesbach (Pfalz) Höheischweiler Höhfröschen Maßweiler Nünschweiler Petersberg (Pfalz) Reifenberg Rieschweiler-Mühlbach Thaleischweiler-Fröschen Pirmasens Zweibrücken Saarland Saarland Frankreich Landkreis Südliche Weinstraße Kaiserslautern Landkreis Kaiserslautern Landkreis Kaiserslautern Landkreis Kusel Landau in der Pfalz Landkreis Bad DürkheimKarte
Über dieses Bild
Lug (Blick vom Hühnerstein)

Lug ist eine Ortsgemeinde der im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hauenstein an. Vor der Gebietsreform (1969) gehörte Lug zum Landkreis Bergzabern.

Geographie[Bearbeiten]

Lug liegt im südlichen Pfälzerwald, im sogenannten Wasgau, einer Mittelgebirgslandschaft, die aus dem Südteil des Pfälzerwaldes (Rheinland-Pfalz) und dem Nordteil der Vogesen (Departements Bas-Rhin und Moselle) gebildet wird. Die Entfernung zur französischen Grenze und ins Elsass beträgt etwa 15 km (Luftlinie).

Der Ort liegt im Tal des Rimbaches, der bei Annweiler in die Queich fließt. Die Siedlung befindet sich in einer Senke zwischen Heischberg, Nesselberg und Höllenberg. Der Ortsmittelpunkt mit der Kirche liegt auf etwa 210 m ü. NN, der höchste Punkt der Gemarkung Lug, der Gipfel des Höllenberges, hat eine Höhe von 450 m ü. NN.

Die Umgebung von Lug ist geprägt durch die bizarren, verwitterten Buntsandsteinfelsen, die teilweise zu den touristischen Zielen des Dahner Felsenlandes zählen. Die Böden sind hingegen sandig und ertragsarm.

Wichtigste Gipfel im Luger Gebiet sind der Friedrichsfels (auch Luger Friedrich) mit einer markanten Abseilstelle in Form einer weit hervorragenden Felsnase (Gesamthöhe 59 m) und die maximal 45 m hohen Luger Geiersteine, die aus einem Massiv mit einer ebenso markanten Felsnase (Geierschnabel) und dem freistehenden Geierturm bestehen. Der Geierturm trägt eine eiserne Wetterfahne.

Geschichte[Bearbeiten]

Lug wird in einer Urkunde Kaiser Heinrichs III., ausgestellt am 7. September 1046 in Augsburg, erstmals urkundlich erwähnt. Zusammen mit dem Dorf Pillungisbach schenkte Heinrich den Weiler Lug, in der Urkunde Luoch genannt, dem Hochstift Speyer. Der Name Pillungisbach konnte bisher keinem der heutigen Dörfer der Region zugeordnet werden.

Dafür, dass Lug wesentlich älter ist, gibt es mehrere Indizien: Einerseits schreibt Heinrich III. in der Urkunde, dass er die beiden Dörfer bereits von seiner Großmutter Adelheid von Metz geerbt hätte, andererseits existierte in Lug zur Zeit der Schenkung bereits eine funktionierende Mühle.

Der Ort Lug gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zur Kurpfalz. Nach der Einnahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen (1794) war Lug von 1798 bis 1814 dem Kanton Annweiler im Département Donnersberg zugeordnet und wurde von der Mairie in Schwanheim verwaltet. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen waren die Pfalz und damit auch die Gemeinde Lug zunächst Österreich zugeordnet worden. In einem 1816 geschlossenen Staatsvertrags trat Österreich das Gebiet an das Königreich Bayern ab. Der nunmehr Bayerische Kanton Annweiler gehörte im neu geschaffenen Rheinkreis vorläufig noch zu dem aus dem vorherigen Arrondissement gebildeten Bezirk Zweibrücken und kam am 1. August 1816 zum Bezirk Landau. Nach der Untergliederung der Bezirke in Landkommissariate (1818) gehörte Lug zum Landkommissariat Bergzabern, aus dem 1939 der Landkreis Bergzabern entstand.

Religion[Bearbeiten]

2012 waren 72,2 Prozent der Einwohner katholisch und 12,6 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[2] Die Katholiken gehören zum Bistum Speyer, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche Pfalz.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Lug besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[3]

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „Von Grün und Silber mit Scharte geteilt, oben ein goldener Reichsapfel mit rotem Reif und goldenem Kleeblattkreuz, unten zwei gleichschenklige schwebende rote Tatzenkreuze“.

Es wurde 1984 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt.[4]

Partnergemeinden[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Günther Steigner: Lug im Wandel der Geschichte. Eigenverlag der Gemeinde Lug, 2001.
  • Günther Steigner: 950 Jahre Lug. In: Heimatkalender des Pirmasenser und Zweibrücker Landes – 1996. S. 94–96
  • Günther Steigner: Das Wasgaudorf Lug. Heimatgeschichtliches. Stock, Annweiler am Trifels 1982
  • Philipp O. Abel: Der Kirchenbau in Lug. Lug 1929
  • August Becker: Die Pfalz und die Pfälzer. Plöger, Annweiler 2005, ISBN 3-89857-193-9 (Erstauflage 1857)
  • Udo Daigger, Hans-Jürgen Cron: Südpfalz. Klettern im Buntsandstein. 4. Auflage. Wissembourg, Erlangen 2005, ISBN 3-00-015457-4

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lug (Pfalz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. KommWis, Stand: 31. Dezember 2012
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3