Luhačovice

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Luhačovice
Wappen von Luhačovice
Luhačovice (Tschechien)
DEC
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Zlínský kraj
Bezirk: Zlín
Fläche: 3299 ha
Geographische Lage: 49° 6′ N, 17° 45′ OKoordinaten: 49° 6′ 3″ N, 17° 45′ 19″ O
Höhe: 253 m n.m.
Einwohner: 5.500 (2006)
Postleitzahl: 763 26
Verkehr
Bahnanschluss: Újezdec u Luhačovic–Luhačovice
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 4
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: František Hubáček
Adresse: nám. 28. října 543
763 26 Luhačovice
Website: www.luhacovice.cz

Die Kleinstadt Luhačovice (deutsch Bad Luhatschowitz) gilt aufgrund ihrer Mineralquellen und günstiger Klimabedingungen als größter und ältester Kurort Mährens und einer der bedeutendsten Kurorte der Tschechischen Republik.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Luhačovice liegt im Okres Zlín (Mähren/Tschechische Republik) im Tal des Flusses Olšava in den Weißen Karpaten auf einer Seehöhe von 250 m. Die Stadt Luhačovice wird durch 4 Katastralgemeinden gebildet. Sie entstand durch Vereinigung von selbständigen Gemeinden: Luhačovice, Řetechov, Polichno, Kladná Žilín. Luhacovice hat eine Fläche von 3299,81 ha und 5740 Einwohner. Der höchste Gipfel in dem Gebiet von Luhačovice ist der Komonec, der 672 m ü. d. M liegt. Der östliche und südöstliche Teil der Umgebung von Luhačovice ist Teil des Naturschutzgebiets Weiße Karpaten.

[Bearbeiten] Heilquellen

Von 1629 bis zur Enteignung im Jahre 1944 waren die Grafen Sérenyi de Kis Sereni die Herren von Luhatschowitz, sie erkannten die heilende Wirkung der Quellen und verhalfen dem Bad zu einem der beliebtesten Kurorte Österreich-Ungarns.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts begann die Kurtradition in Luhačovice, zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts erlebte sie ihre Blütezeit, die mit dem allgemeinen Aufschwung der Balneologie in den tschechischen Ländern einherging. Pro Stunde werden 15 000 Liter Mineralwasser gefördert. Die wichtigsten gelösten Mineralstoffe sind Natrium, Kalzium, Magnesium, Chlor, Brom und Iod. Die Temperatur des Quellwassers bewegt sich zwischen 10 und 12 °C. Die bekanntesten Quellen sind die Vincentka, Aloiska, Ottovka, Pramen Dr. Šťastného und Sv. Josefa (Dr.- Šťastný- und St. Josefs- Quelle). Sie werden für Badekuren der Atemwege, des Verdauungssystems, des Diabetes, Bewegungssystems und Stoffwechselstörungen genutzt. Neben Inhalationen und Moorbädern sind besonders Trinkkuren populär, die meist mit ausgedehnten Spaziergängen zwischen den im Kurpark verteilten Quellen verbunden werden.

Aus diesem Grund tragen die Quellen die Namen einiger Serenyis, wie zum Beispiel die Vincentka (benannt nach Graf Vinzenz Sérenyi), Aloiska (benannt nach Graf Alois Sérenyi), Ottovka (benannt nach Graf Otto Sérenyi).


[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

  • Architektur: die durch ländliche Baukunst inspirierten Kurhäuser des Architekten Dušan Jurkovič gelten als interessante Jugendstilbauten. Außerdem sind das Villenviertel "Prager Viertel", das Barockschloss aus dem Jahre 1738 und das Theater erwähnenswert.
  • Das Naturschutzgebiet Weiße Karpaten (Bílé Karpaty)
  • Stausee: Der Stausee zwei Kilometer flussaufwärts bildet ein beliebtes Naherholungsgebiet.
  • Kulturelle Höhepunkte: Die jährliche Quelleneröffnung, das Festival Kleiner Bühnen, das Internationale Folklore-Festival für Kinder-Ensembles und das Musikfestival „Leoš Janáček und Luhačovice“, das auf die enge Verbindung dieses Komponisten zu Luhačovice verweist.

[Bearbeiten] WebLinks

[Bearbeiten] Galerie


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