Luigi Bilio

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Luigi Maria Bilio CRSP (* 25. März 1826 in Alessandria; † 30. Januar 1884 in Rom) war ein Kurienkardinal der römisch-katholischen Kirche.

Leben[Bearbeiten]

Luigi Maria Bilio wurde in Alessandria im Piemont geboren. Er trat im Alter von 14 Jahren in den Orden der Barnabiten ein und legte 1842 in Genua seine Profess ab.

Nach seiner Priesterweihe im Jahre 1849 war er Professor für Griechisch und Philosophie am Collegio Ducale in Parma und in Neapel. Er lehrte auch als Professor in Rom Philosophie, Theologie und Kirchenrecht. Außerdem wurde er zum stellvertretenden Generaloberen seines Ordens gewählt. Er arbeitete seit 1864 als Berater für die Kongregation des Heiligen Offiziums. Er hatte eine wichtige Rolle bei der Ausarbeitung des Syllabus Errorum und der Enzyklika Quanta Cura von Papst Pius IX..

Er wurde von Papst Pius IX. im Konsistorium vom 22. Juni 1866 als Kardinalpriester von San Lorenzo in Panisperna in das Kardinalskollegium aufgenommen. Er beteiligte sich am Ersten Vatikanischen Konzil von 1869 bis 1870.

Am 22. Dezember 1873 wurde er zum Kardinalbischof von Sabina ernannt. Die Bischofsweihe spendete ihm Pius IX. am 12. Januar 1874. Er war Teilnehmer am Konklave 1878, das Leo XIII. wählte. Bilio diente als Präfekt der Kongregation der Riten vom 20. Dezember 1876 an und seit dem 18. Oktober 1877 als Kardinalgroßpönitentiar, diese Position behielt er bis zu seinem Tod. Vor seinem Tod im Jahr 1883 wurde er zudem zum Sekretär des Heiligen Offiziums ernannt.

Er starb im Januar 1884 im Alter von 57 Jahren in Rom und wurde auf dem Friedhof Campo Verano begraben.

Weblinks[Bearbeiten]