Luis Echeverría Álvarez

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Luis Echeverría Álvarez (* 17. Januar 1922 in Mexiko-Stadt) war Präsident Mexikos von 1970 bis 1976.

Luis Echeverría Álvarez (1971)

Luis Echeverría ist seit 1946 Mitglied der Partido Revolucionario Institucional (PRI). Als Innenminister spielte er eine entscheidende Rolle bei der Niederschlagung der Studentenrevolten.

Echeverría war nicht nur für seine Repressionspolitik bekannt, um die autoritäre Herrschaft der PRI zu sichern, sondern auch für seine Integrationspolitik. Der Journalist John Ross schildert dazu folgendes Ereignis: „Der Überlieferung nach drückte Breschnew seine Bewunderung für die spezielle Art aus, mit der die PRI ihre autoritäre Herrschaft auf weiche Art ausübte. Von Echeverría wird gesagt, er hätte erwidert: Der einzige Unterschied zwischen unseren zwei Systemen besteht darin, dass, wenn ihr ein Problem habt (mit einer speziellen Gruppe von Menschen Anm. Ross), subtrahiert ihr, wenn wir ein Problem haben, addieren wir.“ Mit Subtrahieren meinte er das Vernichten oppositioneller Menschen und Gruppen. Mit Addieren meinte er die PRI-Politik, Oppositionelle durch persönliche Bevorteilung vom System der Regierungspartei abhängig zu machen.

Am 30. Juni 2006 wurde er als Hauptverantwortlicher für das Massaker von Tlatelolco (Matanza de Tlatelolco) am 2. Oktober 1968 an einigen Hundert Studenten der UNAM, der Universität von Mexiko-Stadt, unter dem Verdacht des Völkermords verhaftet. Allerdings wurde das Verfahren bereits Anfang Juli 2006 wegen eingetretener Verjährung eingestellt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]