Luis Fonsi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Luis Fonsi bei der Verleihung des Friedensnobelpreises 2009

Luis Alfonso Rodríguez López-Cepero (* 15. April 1978 in San Juan, Puerto Rico), bekannter unter dem Namen Luis Fonsi, ist ein Sänger und Komponist, der den sogenannten Pop Latino vertritt.

Biografie[Bearbeiten]

Luis Fonsi wurde in Puerto Rico geboren und zog schon in jungen Jahren mit seiner Familie nach Orlando, Florida. Ab einem Alter von zehn Jahren hegte er den Wunsch, Mitglied der lateinamerikanischen Boyband Menudo zu werden, welchen er jedoch nicht verwirklichen konnte. Stattdessen wirkte er in mehreren unbekannteren Boybands mit, u. a. in der Band Big Guys, wobei er Freundschaft mit dem späteren *NSYNC Mitglied Joey Fatone schloss. Im Jahr 1995 begann Fonsi sein Musikstudium an der Florida State University. Im April 2005 kehrte er auf die Bühne zurück, da er von dem ehemaligen Menudo Mitglied Ray Reyes eingeladen wurde, zusammen mit der Puerto Ricanerin Adamari López ein Konzert zu geben.

Musik-Karriere[Bearbeiten]

Anstatt zu versuchen, in den USA als Mitglied einer Boyband berühmt zu werden, schuf Fonsi sich eine solide Grundlage für seine Karriere. Während er an der Florida State University Musik studierte, nahm er nebenbei Demo-Songs in Miami auf. Der Präsident der Fachschaft Musik entdeckte schließlich Fonsis Talent und arrangierte einen Plattenvertrag mit einer großen Plattenfirma. Im Jahr 1998 nahm Luis Fonsi seine erste CD auf, Commenzaré (Ich werde beginnen), die nicht nur in Puerto Rico, sondern in gesamt Lateinamerika augenblicklich ein Hit wurde. Die nächste CD, Eterno (Ewig), die im Jahr 2000 folgte, hatte ebenso großen Erfolg. Zu dieser Zeit sang er außerdem ein Duett mit Christina Aguilera für ihr spanischsprachiges Album Mi Reflejo. Inzwischen war Fonsi auch in Spanien zu einer Berühmtheit geworden, sodass er zur Jahrtausendwende für Papst Johannes Paul II. sang. Im selben Jahr gewann Ednita Nazario einen Latin Grammy für ein Lied, welches Fonsi komponiert hatte. Darüber hinaus trat er anlässlich des 11. Septembers gemeinsam mit verschiedenen anderen Künstlern im Weißen Haus auf. 2001 entstanden Remixe der beiden Alben Commenzaré und Eterno, während Fonsi an seinem nächsten Album, Amor Secreto (Geheime Liebe), arbeitete, welches 2002 erschien. Zur selben Zeit verbreitete die Presse das Gerücht über eine Liaison zwischen Fonsi und einer bekannten Sängerin aus Puerto Rico, die sich wenig zuvor hatte scheiden lassen sowie ein Haus nahe Fonsis Anwesen in Orlando erwarb. Trotz dieses Skandals kam bald darauf sein erstes englischsprachiges Album, Fight the Feeling, auf den Markt (auch 2002), das sich in den USA jedoch nicht gut verkaufte. Im Jahr 2004 arbeitete er mit Ex-Spice-Girl Emma Bunton für deren zweites Soloalbum Free Me zusammen. Fonsis fünfte CD Abrazar la Vida (Das Leben umarmen) öffnete ihm durch seine Verkaufsquote neue Märkte in Europa und die Single ¿Quién te dijo eso? (Wer hat dir das erzählt?) erreichte hohe Plätze in den Charts. Durch sein sechstes Album Paso a Paso (Schritt für Schritt) wurde er international bekannt. Die Single Nada es para siempre (Nichts ist für immer) erreichte sogar die Chartspitze und verschaffte Fonsi eine Nominierung für die Latin Grammy Awards. 2006 veröffentlichte Fonsi sein erstes Best Of Album Éxitos 98:06 (Erfolge 98:06). Im September 2008 folgte das Album Palabras del Silencio (Worte des Schweigens). Mit der Single No me doy por vencido (Ich gebe nicht auf) erreichte er daraufhin erstmals die Billboard Hot 100 (anfangs Platz 98, schließlich Platz 92) und außerdem Platz 1 der Billboard Hot Latin Tracks. Am 10. Oktober 2008 gab Fonsi ein privates Konzert für die 700 Gewinner eines von Pepsi gesponserten Preisausschreibens. Am 11. Dezember 2009 trat er bei der Verleihung des Friedensnobelpreises an Barack Obama in Oslo, Norwegen, auf.[1]

Schauspielkarriere[Bearbeiten]

Im Jahr 2004 debütierte Luis Fonsi in der mexikanischen Telenovela Corazones Al Limite (Herzen am Limit) in der Rolle des Roy. Er äußerte, er wolle seine schauspielerische Karriere gerne fortsetzen, verneinte jedoch eine diesbezügliche Zusammenarbeit mit seiner Ex-Frau Adamari López.[2]

Privatleben[Bearbeiten]

Im Jahr 2004 verbreitete sich in den Medien das Gerücht, Fonsi und seine Schauspielkollegin Adamari López hätten zugegeben, Heiratspläne zu haben. Als 2005 während einer internationalen Tour Fonsis bei López Krebs diagnostiziert wurde, sagte er seine Konzerte ab, um bei ihr zu bleiben, bis sie 2006 wieder entlassen werden konnte.[3] Am 3. Juni 2006 heirateten Fonsi und López in Guaynabo, Puerto Rico.[4] Am 8. November 2009 gaben Fonsi und López offiziell ihre Scheidung bekannt.

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

  • Commenzaré (1998)
  • Eterno (2000)
  • Amor secreto (2002)
  • Fight the Feeling (2002)
  • Abrazar la vida (2003)
  • Paso a paso (2005)
  • Palabras del silencio (2008)[5]
  • Tierra firme (2011)
  • 8 (2013)

Compilations[Bearbeiten]

  • Remixes (2001)
  • Éxitos 98:06 (2006)[6]

DVDs[Bearbeiten]

  • Luis Fonsi Live (2004)
  • Éxitos 98:06 Los Videos (2006)[7]

Filmografie[Bearbeiten]

TV[Bearbeiten]

  • Taina (2001); Gastauftritt
  • Corazones al limite (2004); Roy[8]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Premio Lo Nuestro[Bearbeiten]

  • Male Artist of the Year (Pop) - 2007, 2009, 2010
  • Song of the Year (Pop) - 2010
  • Collaboration of the Year (General) - 2010

Premios Juventud[Bearbeiten]

  • Hottest Romance (zusammen mit Adamari López) - 2006, 2009
  • He's Got Style - 2007, 2009
  • The Perfect Combination - 2009
  • Artist of the Moment - 2009
  • Catchiest Tune - 2009
  • CD to Die For - 2009
  • Best Ballad - 2009
  • Favorite Pop Artist - 2009
  • My Idol Is - 2009

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://hissip.com/luis-fonsi-poses-with-president-obama-at-nobel-peace-prize-event/10428/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+Hissip+%28Hissip%29. Abgerufen am 23. Juli 2010.
  2. The Internet Movie Database. Abgerufen am 23. Juli 2010.
  3. Luis Fonsi Biographie. Abgerufen am 23. Juli 2010.
  4. Bericht über Fonsis Hochzeit. Abgerufen am 23. Juni 2010.
  5. allmusic.com. Abgerufen am 23. Juni 2010.
  6. allmusic.com. Abgerufen am 23. Juni 2010.
  7. allmusic.com. Abgerufen am 23. Juni 2010.
  8. The Internet Movie Database. Abgerufen am 23. Juli 2010.

Weblinks[Bearbeiten]