Luis Ladaria

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Luis Francisco Ladaria Ferrer SJ, üblich: Luis Ladaria, (* 19. April 1944 in Manacor, Mallorca, Spanien) ist ein Kurienerzbischof der römisch-katholischen Kirche.

Leben[Bearbeiten]

Luis Ladaria studierte Rechtswissenschaften an der Universität Complutense Madrid. Am 17. Oktober 1966 trat er in die Ordensgemeinschaft der Jesuiten ein. Anschließend wurde Ladaria für Studien in den Fächern Philosophie und Katholische Theologie an die Päpstliche Universität Comillas nach Madrid und an die Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen nach Frankfurt am Main entsandt. Am 29. Juli 1973 empfing Luis Ladaria das Sakrament der Priesterweihe.

1975 wurde Ladaria an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom zum Doktor der Theologie promoviert. Seit 1975 war er Professor für Dogmatik an der Päpstlichen Universität Comillas und seit 1984 an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Sein Hauptlehr- und forschungsgebiet ist die Christologie und die theologische Anthropologie. Von 1986 bis 1994 war Luis Ladaria Vizerektor der Päpstlichen Universität Gregoriana.

Er war von 1992 bis 1997 Mitglied der Internationalen Theologenkommission. Seit 1995 war Ladaria Konsultor der Kongregation für die Glaubenslehre. 2004 wurde er von Papst Johannes Paul II. als Nachfolger des späteren Kardinals Georges Cottier zum Generalsekretär der Internationalen Theologenkommission berufen.

Am 9. Juli 2008 ernannte ihn Papst Benedikt XVI. zum Titularerzbischof von Thibica und bestellte ihn als Nachfolger von Erzbischof Angelo Amato zum Sekretär der Kongregation für die Glaubenslehre. Die Bischofsweihe spendete ihm am 26. Juli 2008 Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone SDB in der Lateranbasilika; Mitkonsekratoren waren William Joseph Kardinal Levada, Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre, und Bischof Vincenzo Paglia, Bischof von Terni-Narni-Amelia. Luis Ladaria ist der erste Jesuit in einem solchen Amt in der Glaubenskongregation.[1] Am 21. September 2013 wurde er von Papst Franziskus dauerhaft im Amt bestätigt.[2]

Am 31. Januar 2009 wurde Luis Ladaria zudem zum Konsultor des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen ernannt. Am 5. Januar 2011 ernannte ihn Benedikt XVI. zudem zum Konsultor des Päpstlichen Rates für die Pastoral im Krankendienst.[3]

Schriften[Bearbeiten]

  • El Espíritu santo en san Hilario de Poitiers, Madrid, 1977
  • El Espíritu en Clemente Alejandrino, Madrid, 1980
  • Antropología teológica, Madrid-Rom, 1983, 2/1987 (ital. 1986)
  • San Hilario de Poitiers, Madrid, 1986
  • La cristología de Hilario de Poiters, Rom, 1989.
  • Teología del pecado original y de la gracia, Madrid, 1993, 5/2007
  • Antropologia teologica (nuova edizione), Rom-Casale Monferrato, 1995, 4/2007
  • El Dios vivo y verdadero. El misterio de la Trinidad, Salamanca, 1998, 3/2005 (ital. 1999, 3/2005 ; port. 2005)
  • La Trinidad misterio de comunión, Salamanca, 2002, 2/2007 (ital. 2004, 2/2008)
  • Jesucristo, salvación de todos, Madrid, 2007

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Erstmals Jesuit zum Sekretär der Glaubenskongregation ernannt – P. Luis Ladaria“, Katholisches, 10. Juli 2008
  2. Personaländerungen in der Kurie - Müller bestätigt - Neuer Nuntius in Berlin, Radio Vatikan, 21. September 2013
  3. Nomina di Membri e di Consultori del Pontificio Consiglio per gli Operatori Sanitari, in: Presseamt des Heiligen Stuhls: Tägliches Bulletin vom 5. Januar 2011.


Vorgänger Amt Nachfolger
Angelo Amato SDB Sekretär der Glaubenskongregation
seit 2008
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