Luis Molowny

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Luis Molowny
Spielerinformationen
Voller Name Luis Molowny Arbelo
Geburtstag 12. Mai 1925
Geburtsort Santa CruzSpanien
Sterbedatum 12. Februar 2010
Sterbeort Las Palmas de Gran Canaria, Spanien
Position Angriff
Vereine in der Jugend
bis 1943
1943–1946
CD Teneriffa
Marino FC
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1946–1957
1957
Real Madrid
UD Las Palmas
171 (89)
3 0(1)
Nationalmannschaft
1950–1955 Spanien 7 0(2)
Stationen als Trainer
1957–1960
1967–1970
1969
1974
1977–1979
1982
1984–1986
UD Las Palmas
UD Las Palmas
Spanien
Real Madrid
Real Madrid
Real Madrid
Real Madrid
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Luis Molowny Arbelo (* 12. Mai 1925 in Santa Cruz de Tenerife, Spanien; † 12. Februar 2010 in Las Palmas de Gran Canaria, Spanien) war ein spanischer Fußballspieler und -trainer.

Spielerlaufbahn[Bearbeiten]

Luis Molowny begann seine Fußballkarriere in seinem Heimatklub CD Teneriffa, bei dem schon sein Vater Raúl in den 1920er-Jahren aktiv gewesen war. Mit nur 17 Jahren wechselte er auf die Nachbarinsel Gran Canaria, zu Marino FC. Die technisch versierte Spielweise des kanarischen Außenstürmers machte große spanische Fußballklubs wie Atlético Madrid und den FC Barcelona auf ihn aufmerksam, doch es war das von Santiago Bernabéu präsidierte Real Madrid das Luis Molowny schließlich 1946 verpflichten konnte. Hier durchlebte er seine größte Zeit als Fußballspieler, und gewann zweimal die Liga sowie die Copa del Rey und die Coupe Latine. Zudem eroberte er mit Real Madrid den ersten Europapokal der Landesmeister. Im Jahre 1957 kehrte er auf die Kanarischen Inseln zurück, wo er seine Karriere bei UD Las Palmas ausklingen ließ.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Luis Molowny bestritt insgesamt sieben Spiele für die Spanische Nationalmannschaft und erzielte dabei zwei Treffer. Er war Teil des Aufgebots für die Fußball-Weltmeisterschaft 1950, bei der Spanien letztlich den vierten Endrang erreichte.

Trainerlaufbahn[Bearbeiten]

Nachdem der damalige Trainer von UD Las Palmas José Urbieta entlassen wurde, wechselte Luis Molowny bereits 1957 von Spielfeld auf die Bank. In dieser Zeit feierte der Verein die größten Erfolge der Vereinsgeschichte. In der Saison 1967/68 wurde der Verein Dritter in der Liga, im Jahr darauf gar Vizemeister. Im Jahr 1969 betreute Molowny kurzzeitig auch die spanische Nationalmannschaft.

1970 wechselte Luis Molowny in den Trainerstab von Real Madrid, wo er schließlich 1974 Miguel Muñoz, seit über einem Jahrzehnt bei den "Königlichen", während der Saison ablöste. Gleich im ersten Jahr gewann er den Spanischen Pokal, die Copa del Rey. Nach diesem Erfolg kehrte der bescheidene Kanare wieder in die Jugendarbeit zurück, ehe er 1977, als Ersatz für Miljan Miljanić, erneut das Amt des Cheftrainers übernahm. In seinen zwei Jahren konnte er ebenso viele Meistertitel erobern. Nach einem neuerlichen Rückzug in die Nachwuchsarbeit wurde er 1982, diesmal als Ersatz für Vujadin Boškov, als Interimstrainer zurückgeholt und gewann prompt wieder die Copa del Rey.

Zwischen 1984 und 1986 hatte Luis Molowny, der nie das Amt des Cheftrainers wollte, aber immer wieder in Notsituationen herangezogen wurde, und sich den Ruf eines Glücksbringers erarbeitete, seine erfolgreichste Zeit. Diesmal löste er das Madrider Urgestein Amancio ab und gewann in zwei Spielzeiten ebenso oft den UEFA-Pokal. In Erinnerung blieben insbesondere die großen Aufholjagden gegen Teams wie Borussia Mönchengladbach, Inter Mailand und RSC Anderlecht.

Unter Molownys Führung kam auch die legendäre Quinta del Buitre, ein hervorragender Talentjahrgang aus der eigenen Jugend, bestehend aus Spielern wie Emilio Butragueño, Rafael Martín Vázquez, Míchel, Manolo Sanchis oder Miguel Pardeza, in den ersten Kader.

Zwischen 1986 und 1990 wirkte Luis Molowny im Management von Real Madrid, bevor er sich endgültig vom Fußball zurückzog.

Erfolge[Bearbeiten]

Spieler[Bearbeiten]

Trainer[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]