Luisenschule Essen

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Luisenschule
Luisenschule.jpg
Schulform Gymnasium, geschlossen
Gründung 1866
Ort Essen
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 27′ 0″ N, 7° 0′ 24″ O51.457.0066666666667Koordinaten: 51° 27′ 0″ N, 7° 0′ 24″ O
Träger Stadt Essen
Website Luisenschule

Die Luisenschule war bis 2004 ein städtisches Gymnasium und eine der ältesten Schulen der Stadt Essen. Heute sind in dem Gebäude ein Teil des Burggymnasiums und das Haus der Essener Geschichte, das Stadtarchiv Essen, untergebracht.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Höhere Töchterschule um 1907
Höhere Töchterschule mit Bismarckplatz um 1910

Die Luisenschule wurde 1866 als Erste Essener Höhere Töchterschule gegründet. Ab 1903 wurde das Schulgebäude nach Entwürfen des Stuttgarter Jugendstilarchitekten F. Paulsen am Bismarckplatz errichtet und 1906 bezogen. Den Namen Luisenschule erhielt die Mädchenschule 1912, wobei die Preußische Königin Luise namensgebend war.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Luisenschule, neben mehreren anderen Essener Schulen, zum Lager von Zwangsarbeitern. Ab 1943 waren in den 25 Klassenräumen bis zu 750 osteuropäische Arbeiter untergebracht. Sie dienten der Stadt meist zur Trümmerbeseitigung. Bevor 1945 große Teile der Schule von Bomben zerstört wurden, hatte die Gestapo ein Teil des Gebäudes als Häftlingslager für Fremdarbeiter genutzt.[1] Nach dem Krieg wurde die Schule vereinfacht wiederaufgebaut.

Jungen wurden erstmals 1974 eingeschult. 2004 erfolgte die endgültige Schließung.

Bis dahin bot sie seit 1982 einen bilingualen, französischen Zweig an, bei dem Schüler sowohl in der sechsten, als auch in der neunten und elften Stufe an Austauschprogrammen mit den Schulen College International de Fontainebleau bei Paris (Klasse 6) und Montlouis sur Loire bei Tours (Klasse 9) teilnahmen. Des Weiteren gab es Austauschprogramme mit den Schulen "Collège du Cèdre" in Le Vésinet bei Paris und "Lycée Sainte-Agnès" in Angers. In der zwölften Stufe waren Praktika im französischen Ausland möglich.

Auch in andere Länder fanden regelmäßig Austausche statt. In der achten Stufe war es möglich, an einem Austausch mit der englischen Partnerschule Rainham Mark Grammar School teilzunehmen. Für die Oberstufen-Schüler wurde jährlich ein Austausch mit dem Oscarsgymnasiets in Oskarshamn (Südschweden) veranstaltet.

1988 wurde das Schulgebäude unter Denkmalschutz gestellt.

[Bearbeiten] Heutige Nutzung

Magazin des Stadtarchivs

Heute wird ein Teil des ehemaligen Schulgebäudes von der Dependence Sekundarstufe II des Burggymnasiums genutzt inklusive Turnhalle und Hausmeisterwohnung.

In zwei der vier Etagen des ursprünglichen Schulhauses befindet sich das Haus der Essener Geschichte, das Stadtarchiv Essen. Dazu gehören die Hindenburger Heimatsammlung, der Historische Verein für Stadt und Stift Essen sowie die Westdeutsche Gesellschaft für Familienkunde, Bezirksgruppe Essen. Dazu kommt die Dauerausstellung Essen im Nationalsozialismus.

Die letzte Restaurierung des alten Schulgebäudes fand 2007 im Rahmen des Neubaus eines Magazinhauses des Stadtarchivs mit prägnanter COR-TEN-Stahl-Fassade. Es beherbergt auf 17 Regal-Kilometern Archivalien der Stadt Essen und schließt baulich die im Kriege entstandene Lücke des Schulblockes.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

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