Luitgard (Franken)

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Kloster Cormery: Zum Gedenken an Luitgard von Karl dem Großen errichtet

Luitgard (* 776; † 4. Juni 800 in Tours) war von 795 bis 800 die Gemahlin des Kaisers Karl der Große.

Leben[Bearbeiten]

Luitgard war eine alemannische oder teutonische Prinzessin[1], Tochter von Luitfrid II. aus dem Sundgau und Hiltrude von Wormsgau. Sie wurde 794 mit Karl dem Großen verheiratet, nachdem seine vorige Frau Fastrada verstorben war. Es ist wenig bekannt von ihr, außer dass sie eine sehr ruhige und tugendhafte Frau war und politisch im Hintergrund blieb. Sie war sehr belesen und stand mit zahlreichen Gelehrten ihrer Zeit im Briefkontakt. Insbesondere Alkuin, englischer Gelehrter und Berater Karls des Großen, rühmte Luitgard für ihre Liebe zu Briefen.[2] Luitgard gebar ihrem Gemahl einige Kinder, die allerdings schon im Säuglingsalter verstartben. Lutigard verstarb bereits nach fünfjähriger Ehe im Kloster Saint-Martin in Tours wo sie auch beigesetzt wurde.[1] Ihr Gemahl hat kein weiteres Mal geheiratet. Im Gedenken an seine Gemahlin ließ Karl der Große ein Kloster in Cormery bei Tours errichten.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Jean François Dreux du Radier: Memoires Historiques, Critiques, Et Anecdotes De France : Contenant: Anécotes des reines et régentes de France T. 1 Amsterdam Compagnie, Amsterdam 1765. S. 190.
  2. Liutgarde ou Luitgarde auf france-pittoresque.com, abgerufen am 25. August 2014.
Vorgängerin Amt Nachfolgerin
Fastrada Königin des Frankenreiches
794 bis 4. Juni 800
Judith