Lukas Podolski

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Lukas Podolski

Lukas Podolski (2012)

Spielerinformationen
Voller Name Lukas Josef Podolski
Geburtstag 4. Juni 1985
Geburtsort GliwicePolen
Größe 182 cm
Position Angriff, offensives Mittelfeld
Vereine in der Jugend
1991–1995
1995–2003
Jugend 07 Bergheim
1. FC Köln
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2003
2003–2006
2006–2009
2007
2009–2012
2012–
1. FC Köln Amateure
1. FC Köln
FC Bayern München
FC Bayern München II
1. FC Köln
FC Arsenal
2 0(0)
81 (46)
71 (15)
2 0(0)
88 (33)
55 (19)
Nationalmannschaft2
2001–2002
2002–2003
2003
2004
2004–
Deutschland U-17
Deutschland U-18
Deutschland U-19
Deutschland U-21
Deutschland
6 0(2)
7 0(4)
3 0(6)
5 0(0)
118 (47)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 20. September 2014
2 Stand: 7. September 2014

Lukas Josef Podolski (* 4. Juni 1985 als Łukasz Józef Podolski in Gliwice, Polen) ist ein deutscher Fußballspieler, der für den FC Arsenal in der Premier League spielt. Er nahm mit der deutschen Nationalmannschaft seit der EM 2004 an jedem großen Turnier teil und absolvierte weit mehr als 100 Länderspiele. Mit der Nationalmannschaft wurde er bei der WM 2014 Weltmeister, Zweiter der EM 2008 und bei der WM 2006 und 2010 jeweils Dritter. Als Vereinsspieler wurde er mit dem FC Bayern München 2008 Deutscher Meister sowie DFB-Pokalsieger und mit dem FC Arsenal 2014 FA-Pokalsieger.

Leben[Bearbeiten]

Lukas Podolski wurde als Sohn des ehemaligen Fußballspielers Waldemar Podolski und der ehemaligen Handballspielerin Krystyna Podolska in eine katholische Mittelschichtsfamilie im oberschlesischen Gliwice geboren.[1] 1987 siedelte er mit seinen Eltern und seiner fünf Jahre älteren Schwester nach Deutschland über.[2] Von 1995 bis 2001 besuchte er die Erich-Kästner-Hauptschule in Bergheim; nach dem Hauptschulabschluss (Typ 10 A) erwarb er 2003 am Nell-Breuning-Berufskolleg in Frechen zudem die Fachoberschulreife. Anschließend leistete er am Olympiastützpunkt Rheinland Zivildienst.[3]

Am 18. April 2011 heiratete Podolski in Köln seine langjährige Freundin standesamtlich.[4] Mit ihr hat er einen gemeinsamen Sohn (* 2008).[5] Die kirchliche Trauung fand am 11. Juni in Kamionna, einem Dorf in der Nähe des polnischen Ortes Węgrów, statt.[6]

Karriere[Bearbeiten]

Verein[Bearbeiten]

1. FC Köln[Bearbeiten]

Lukas Podolski im Trikot des 1. FC Köln (2006)

Lukas Podolski begann seine Fußballkarriere 1991 bei Jugend 07 Bergheim und wechselte 1995 zur D-Jugend des 1. FC Köln. In der C-Jugend wurde er von Willi Breuer trainiert. In der Saison 2003/04 spielte er mit 18 Jahren an den ersten acht Spieltagen noch in der A-Jugend-Bundesliga und erzielte dort acht Tore. Dann wurde er vom damaligen Trainer des 1. FC Köln, Marcel Koller, eingeladen, mit den Profis zu trainieren. Am 11. November 2003 unterschrieb er seinen ersten Profivertrag und gab elf Tage später sein Profidebüt. Bereits drei Spieltage später erzielte er beim 1:1 gegen Hansa Rostock sein erstes Bundesligator. In seiner Debütsaison erzielte Podolski in 19 Erstligaspielen 10 Tore, was in der 41-jährigen Geschichte der Bundesliga zuvor noch keinem 18-Jährigen gelungen war. Da er aber der einzige erfolgreiche Torjäger der Mannschaft war, stieg der 1. FC Köln mit nur 23 Punkten als Tabellenletzter ab. In der 2. Bundesliga spielte er im Jahr darauf eine herausragende Saison und wurde mit 24 Toren in 30 Spielen Torschützenkönig. Köln wurde souverän Tabellenerster und schaffte damit den sofortigen Wiederaufstieg.

In der Saison 2005/06 gelang Podolski erneut eine zweistellige Torausbeute, doch seine zwölf Saisontore reichten den „Geißböcken“ wiederum nicht, die Spielklasse zu halten. Den erneuten Abstieg in die 2. Bundesliga nannte der Stürmer als Hauptgrund für seinen Weggang aus Köln.

FC Bayern München[Bearbeiten]

Am 10. Juli 2006 wechselte Podolski für eine Ablösesumme von etwa zehn Millionen Euro zum FC Bayern München, bei dem er einen Vertrag bis 2010 bekam. Dort konnte er sich nicht dauerhaft durchsetzen, er kam über den Status eines Ergänzungsspielers nicht hinaus. So erzielte er in der Saison 2006/07 in 22 Spielen nur vier Tore für die Bayern und wurde Anfang Juni 2007 in einer Umfrage der Zeitschrift Kicker unter 268 Bundesligaspielern zum „Absteiger der Saison 2006/07“ gewählt.[7][8] Die Spielzeit 2007/08 verlief bei 25 Einsätzen und fünf Toren ähnlich unbefriedigend für ihn, jedoch wurde er mit den Bayern Deutscher Meister und Pokalsieger.

Zur Saison 2008/09 wurde Podolskis früherer Förderer Jürgen Klinsmann neuer Trainer der Bayern. Dieser sprach sich gegen einen Abgang Podolskis aus, der aber weiterhin nur Ersatzspieler blieb. Nachdem er in der Hinrunde in elf Einsätzen nur zweimal über die volle Zeit gespielt hatte, wurde in der Winterpause seine Rückkehr zum 1. FC Köln nach der Saison ausgehandelt. In der Rückrunde kam Podolski zu sieben weiteren Einsätzen, bis Klinsmann nach dem 29. Spieltag entlassen wurde. In den letzten fünf Spielen unter dem neuen Trainer Jupp Heynckes zeigte Podolski mit zwei Toren und fünf Vorlagen zumindest kurzzeitig die beste Leistung seiner Münchener Zeit. Insgesamt erzielte er in seiner letzten Bayern-Saison sechs Tore in 24 Spielen.

Rückkehr nach Köln[Bearbeiten]

Zur Saison 2009/10 kehrte Podolski zum 1. FC Köln zurück. Die Ablösesumme soll zehn Millionen Euro betragen haben. Der Vertrag mit Köln lief bis zum Sommer 2013. Um einen Teil des Geldes zu refinanzieren, wurde am 24. Juli ein Begrüßungsspiel gegen den FC Bayern veranstaltet, das von RTL live übertragen wurde und 0:2 endete.[9] Außerdem wurde die Ablösesumme teilweise und in spekulativer Absicht durch einen Investor finanziert.[10] Podolskis Torausbeute blieb in der ersten Spielzeit beim FC jedoch weit hinter den Erwartungen zurück; nach seinem ersten Treffer am fünften Spieltag traf er erst wieder am 25. Spieltag gegen seinen Ex-Klub Bayern München.

Die Saison 2010/11 verlief trotz eines Außenbandrisses vor der Winterpause für Podolski mit 13 Toren in 32 Spielen wieder erfolgreicher; er war damit der neuntbeste Torschütze der Liga. Zur Rückrunde wurde er unter Trainer Frank Schaefer außerdem neuer Mannschaftskapitän des 1. FC Köln. Mit 44 Punkten und Platz 10 zeigte die Mannschaft aufsteigende Tendenz, die unter dem neuen norwegischen Trainer Ståle Solbakken in der Saison 2011/12 fortgesetzt werden sollte. Solbakken machte aber erst einmal den gleichaltrigen Pedro Geromel zum neuen Kapitän. Podolski selbst spielte eine sehr erfolgreiche Saison und knüpfte mit 18 Toren als viertbester Torschütze der Bundesliga an seine herausragenden Leistungen früherer Jahre an. Im Spiel gegen Hannover 96 schoss er am 11. März 2011 sein 50. Bundesligator. Dennoch geriet die Mannschaft in der Rückrunde immer tiefer in den Abstiegskampf und landete am letzten Spieltag auf einen direkten Abstiegsplatz. Nach vier Jahren Bundesliga musste der FC erneut in die 2. Liga und Podolski verließ zum zweiten Mal seinen Jugendverein.

FC Arsenal[Bearbeiten]

Lukas Podolski im Trikot des FC Arsenal (2012)

Zur Saison 2012/13 wechselte Podolski in die englische Premier League zum FC Arsenal.[11] Sein erstes Pflichtspiel bestritt er am 18. August 2012, dem ersten Spieltag, gegen den AFC Sunderland (0:0); er wurde in der 64. Spielminute durch Olivier Giroud ersetzt. In seinem dritten Premier-League-Spiel am 2. September 2012 erzielte er beim 2:0-Sieg gegen den FC Liverpool sein erstes Tor für Arsenal. In der UEFA Champions League 2012/13 traf er am 18. September 2012 beim 2:1-Erfolg gegen HSC Montpellier zum ersten Mal.[12]

Gemessen an der Zahl verkaufter Trikots gehörte er im Jahr 2012 zu den zehn beliebtesten britischen Fußballspielern.[13]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Podolski (mit Pokal) nach dem Gewinn der WM 2014

Lukas Podolski spielte ab 2001 für deutsche Jugendauswahlmannschaften, beginnend mit der U-17.

Zu den Gerüchten, der polnische Fußballverband PZPN habe ihn eingeladen, für die polnische Nationalmannschaft anzutreten, er aber habe dies aus finanziellen Gründen abgelehnt, erklärte er: „Niemand hat mir vorgeschlagen, für Polen zu spielen, als dies noch möglich war. Die Offiziellen haben den günstigen Moment verschlafen.“[14]

Ende Mai/Anfang Juni 2004 nahm er mit der U 21 an der in Deutschland stattfindenden Junioreneuropameisterschaft teil. Bereits nach der Vorrunde, in der Podolski zweimal eingesetzt wurde, war der deutsche Nachwuchs ausgeschieden. Aber ohne dass er einmal für die A-Nationalmannschaft gespielt hatte, wurde Podolski als fünfter Stürmer für das deutsche Aufgebot für die Fußball-Europameisterschaft 2004 nominiert. Nur vier Tage nach dem letzten Spiel der U-21-EM wurde er zum Vorbereitungsspiel der A-Mannschaft gegen Ungarn in Kaiserslautern eingeladen. In der Schlussviertelstunde wurde er eingewechselt, wodurch die Entscheidung für das deutsche Nationaltrikot endgültig gefallen war. Das Spiel ging mit 0:2 verloren. Bei der EM in Portugal wurde er im entscheidenden dritten Vorrundenspiel in der Halbzeit eingewechselt, doch die Partie gegen Tschechien ging verloren - und auch die A-Mannschaft schied frühzeitig aus.

Podolski bei der EM 2012

Nach dem Scheitern wurde der Umbau der Mannschaft für die bevorstehende Heim-WM vorangetrieben und Podolski wurde regelmäßig in der Nationalmannschaft eingesetzt. Bei einer Asienreise des Teams Ende 2004 gab er gegen Japan sein Startelfdebüt und erzielte am 21. Dezember gegen Thailand seine ersten beiden Tore für Deutschland. Am FIFA-Konföderationen-Pokal 2005 in Deutschland nahm er als Stammspieler teil und schoss in vier Spielen drei Tore. Nach dem Turnier erzielte er in einem Länderspiel gegen Südafrika drei Tore selbst und legte den vierten Treffer auf. Danach war er in allen WM-Vorbereitungsspielen Stammspieler. Bei der WM 2006 kam er in jedem Spiel der deutschen Mannschaft zum Einsatz und schoss drei Tore. Die technische Kommission der FIFA wählte ihn danach zum besten jungen Spieler der WM, noch vor so prominenten Spielern wie Lionel Messi (Argentinien) oder Cristiano Ronaldo (Portugal). Mit 21 Jahren hatte er bereits 16 Länderspieltore erzielt, was zuvor keinem anderen Spieler in diesem Alter gelungen war.[15]

In der EM-Qualifikation von September 2006 bis November 2007 war er erneut sehr erfolgreich und erzielte in neun Partien acht Tore. Zum 13:0 gegen San Marino, dem höchsten deutschen Sieg aller Zeiten in einem Qualifikationsspiel, trug er vier Treffer bei. Ein Spiel verpasste er, weil er zuvor am 7. Oktober 2006 in einem Freundschaftsspiel gegen Georgien nach einer Tätlichkeit vom Platz gestellt und gesperrt worden war. Es war die erste Rote Karte seiner Profikarriere. Bei der Europameisterschaft 2008 gehörte er dann wieder zur ersten Elf. Bei den ersten beiden Spielen Deutschlands in der Gruppenphase – dem 2:0 gegen Polen am 8. Juni in Klagenfurt am Wörthersee und dem 1:2 gegen Kroatien am 12. Juni am selben Ort – erzielte er alle drei Feldtore der deutschen Mannschaft. Im Viertelfinale gegen Portugal und im Halbfinale gegen die Türkei bereitete er beide Treffer von Bastian Schweinsteiger vor. Von der Expertenkommission der UEFA wurde er einen Tag nach der Endspielniederlage gegen Spanien in das All-Star-Team der EM 2008 gewählt.

2008/09 spielte er wieder in neun der zehn Qualifikationsspiele für das folgende Großturnier. Zusammen mit den Freundschaftsspielen in dieser Zeit schoss er im Schnitt in jedem zweiten Länderspiel ein Tor. Am 6. September 2008 erzielte Podolski gegen Liechtenstein seinen 30. Nationalmannschaftstreffer. Er war (mit einem damaligen Alter von 23 Jahren und 3 Monaten) der jüngste deutsche Nationalspieler, dem dies gelungen war. Weltweit waren nur sechs Spieler jünger: Pelé, Sven Rydell, Ronaldo, Sándor Kocsis, Stern John und Ferenc Puskás. Beim WM-Qualifikationsspiel Deutschland gegen Wales am 1. April 2009 in Cardiff sorgte Podolski für Aufregung, als er sich mit Michael Ballack in der 67. Minute der Partie zunächst eine verbale Auseinandersetzung lieferte und ihm dann scheinbar ins Gesicht schlug. Zuvor hatte Ballack dem Stürmer lautstark taktische Anweisungen gegeben. Die vermeintliche Tätlichkeit blieb seitens des DFB und der FIFA ohne Sanktionen, Podolski spendete jedoch freiwillig 5000 Euro an eine Fair-play-Aktion des DFB.[16]

Am 6. Mai 2010 wurde er von Bundestrainer Joachim Löw in den Kader für die WM 2010 berufen. Dort erzielte er im ersten Gruppenspiel das erste Tor, verschoss aber im zweiten Spiel gegen Serbien als dritter deutscher Nationspieler nach Uli Hoeneß 1974 und Uli Stielike 1982 einen Elfmeter bei einer Weltmeisterschaft.[17] Im Achtelfinale dagegen schoss er das 2:0 gegen England (Endstand: 4:1). Nach der Halbfinalniederlage gegen den späteren Weltmeister Spanien setzte er im Spiel um Platz 3 aus: Es war das erste WM-Spiel, das er seit seiner ersten Nominierung verpasste.

In der Qualifikation für die Europameisterschaft 2012 trat er erneut neunmal für Deutschland an, hatte mit drei Treffern aber seine bis dahin schlechteste Torquote. Aber es wurden alle neun Spiele gewonnen. Podolski wurde danach für den Kader der EM 2012 nominiert und stand im ersten Spiel wieder in der Startelf. Bei der Vorrundenbegegnung gegen Dänemark (2:1) am 17. Juni absolvierte er im Alter von 27 Jahren und 13 Tagen sein 100. Länderspiel. Er löste damit Franz Beckenbauer als jüngsten deutschen „Hunderter“ ab und war europaweit bis zum 22. März 2013 der jüngste Spieler, der diese Zahl an Länderspieleinsätzen erreicht hatte.[18] (Am 22. März 2013 wurde er von Sergio Ramos als jüngster europäischer „Hunderter“ abgelöst.[19]) In dem Spiel erzielte er sein 44. Länderspieltor zur 1:0-Führung. Darüber hinaus wurde er anschließend von der UEFA zum „Man of the Match“ gewählt. Im Viertelfinale wählte Trainer Joachim Löw dann auf der linken Angriffsseite eine neue Formation mit Marco Reus aus und Podolski musste aussetzen. Im Halbfinale kehrte er in die Startaufstellung zurück, wurde aber nach einem 0:2-Rückstand in der Halbzeit gegen Reus ausgewechselt, das Turnieraus konnte jedoch nicht mehr abgewendet werden.

Beim 4:2-Sieg im Freundschaftsspiel gegen Ecuador am 29. Mai 2013 in Boca Raton stellte Podolski nach nur neun Sekunden Spielzeit mit seinem ersten von zwei Toren einen neuen Rekord (seit Beginn der Zeitmessung im Fußball) auf für den am schnellsten erzielten Treffer bei einem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft.[20] Mit nunmehr 47 Toren schloss er zudem zu Jürgen Klinsmann und Rudi Völler auf und belegt gemeinsam mit ihnen den dritten Platz der „ewigen Torschützliste“ der Nationalmannschaft.

Am 8. Mai 2014 wurde er von Bundestrainer Joachim Löw in den vorläufigen Kader der WM 2014 in Brasilien berufen.[21] Er kam bei zwei Spielen zum Einsatz, insgesamt 53 Minuten.[22] Am 13. Juli wurde er mit der Nationalmannschaft Weltmeister.

Nach dem Rücktritt von Miroslav Klose ist er unter den noch aktiven deutschen Nationalspielern derjenige mit den meisten Einsätzen und den meisten Toren. Nur Klose (137) und Lothar Matthäus (150) haben mehr Länderspiele bestritten und nur Klose (71) und Gerd Müller (68) mehr Tore für Deutschland erzielt.[23]

Spielweise[Bearbeiten]

Podolski hat einen wuchtigen Torschuss und besticht durch einen direkten und schnörkellosen Stil,[24] mit dem er häufig zielgerichtete Vorlagen gibt und punktgenaue Tore aus großer Distanz erzielt. Er gilt daher auch als guter Freistoßschütze. Früher noch im Sturmduo mit Miroslav Klose eingesetzt, spielt er in der Nationalmannschaft mittlerweile meist auf der linken Seite als hängende Spitze, kann aber wie früher auch im Sturmzentrum spielen, wie über weite Strecken beim 1. FC Köln. Beim FC Arsenal kommt er vor allem als Spielmacher hinter der Spitze zum Einsatz, dort variiert er häufig die verschiedenen Offensivpositionen.[24]

Erfolge[Bearbeiten]

Vereine

Persönliche Auszeichnungen

Rekorde[Bearbeiten]

  • Rekordhalter: Torschütze des Monats (10x)
  • Schnellstes deutsches Länderspieltor (Deutschland - Ecuador, 2013)

Soziales Engagement[Bearbeiten]

Lukas Podolski beim Benefizspiel „Lukas & Friends vs. Per & Friends“ (2013)

Neben der von ihm gegründeten Lukas-Podolski-Stiftung, deren besonderer Schwerpunkt die Förderung benachteiligter Kinder und Jugendlicher ist, unterstützt Podolski die Sepp-Herberger-Stiftung und die Kampagnen der Deutschen Knochenmarkspenderdatei.

Am 20. Mai 2013 fand in Köln das Benefizspiel „Lukas & Friends vs. Per & Friends“ statt. Die Einnahmen von 100.000 Euro gingen zu gleichen Teilen an die Lukas-Podolski- und an die Per-Mertesacker-Stiftung, die sich ebenfalls für benachteiligte Kinder einsetzt.

2014 stellte sich Podolski ehrenamtlich der ersten DFB-Gesundheitsaktion „Bleib am Ball“ als Leitfigur zur Verfügung, deren Förderpartner die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche Krebsgesellschaft sind. Ihr Ziel ist die Bekämpfung der Volkskrankheit Krebs.[25]

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Podolski ist in der breiten Öffentlichkeit unter dem Spitznamen Poldi bekannt, in Anspielung auf die Kölner Karnevalstradition auch als Prinz Poldi.
  • Vom 26. August bis zum 17. September 2006 engagierte er sich als Botschafter für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 der Menschen mit Behinderung in Deutschland.
  • Sein Spruch „So ist Fußball. Manchmal gewinnt der Bessere“ wurde bei der Verleihung des Deutschen Fußball-Kulturpreises 2006 als „Fußballspruch des Jahres“ ausgezeichnet.
  • Anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 entstand der Kurzfilm Poldis Engel, ein offizieller Kulturbeitrag der Stadt Köln für Public Viewings. Die drei weiblichen Hauptfiguren sind Podolski-Fans, mit dessen Spitznamen der Filmtitel spielt.
  • Wegen einer Satire des Radiosenders 1 Live gab Podolski während der ersten zwei Wochen der WM 2006 für die Radiosender der ARD kein Interview. Der Sender hatte in der Satire „Das WM-Tagebuch von Lukas Podolski“ den Nationalspieler parodiert. Die Serie des Satirikers Jan Böhmermann wurde trotz einer Unterlassungsklage entschärft als „Lukas’ Tagebuch“ fortgesetzt. Podolskis Rechtsvertreter zogen die Klage in der mündlichen Verhandlung vor dem LG München schließlich zurück.[26] Von Böhmermann stammt der Ausspruch „Fußball ist wie Schach – nur ohne Würfel!“, den mehrere Medien fälschlicherweise Podolski zugeschrieben haben.[27]
  • Podolski macht auch Werbung, u.a. für SolarWorld[28] und für München als Bewerber für die Olympischen Winterspiele 2018.[29] Für den Getränkehersteller Pepsi wirkte er neben anderen Fußball-Weltstars wie Lionel Messi, Frank Lampard, Didier Drogba oder Fernando Torres in dem Werbespot zur Europameisterschaft 2012 mit.[30]
  • Podolski schmückte bisher dreimal das Cover der Spieleserie FIFA als Werbefigur.
  • Am 1. Juni 2012 veröffentlichte Podolski mit der Kölner Rockband Brings eine EM-Version des Liedes Halleluja.
  • Um die Fußballjugend der Stadt Bergheim zu fördern, spendete Podolski 160.000 Euro für die neue Kunstrasenanlage des Stadions Süd-West. Zudem stiftete er einen neuen Rollrasen für den Naturrasenplatz. Die Stadt benannte daraufhin das Bergheimer Stadion in Lukas-Podolski-Sportpark um.[31]
  • Im Januar 2013 verhalf Podolski dem polnischen Erstligisten Górnik Zabrze zu einem Ausrüstervertrag mit Adidas, da er ein großer Fan der Mannschaft ist und für das Unternehmen gearbeitet hat.[32]
  • Am 29. August 2013 gab Podolski bekannt, dass er von Nassim Touihiri von Fair Play Career Management betreut werde. Zuvor war er 12 Jahre lang bei Kon Schramm (Player Management Come&Play)[33]
  • Der Satiriker Klaus Hansen veröffentlichte die Poldi-Dialoge, geschickt auf Poldi zugeschnittene Zwiegespräche zu diversen Fußballfragen und -antworten.[34]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Lukas Podolski: Dranbleiben! Warum Talent nur der Anfang ist. Gabriel Verlag, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-522-30381-1.

Literatur[Bearbeiten]

  • Klaus Hansen: „Poldi-Dialoge“ - Fiktive Zwiegespräche mit Poldi. Palabros de Cologne, Köln 2012, ISBN 978-3-9813632-4-1.
  • Frank Huber und Frederik Meyer: Der Fußballstar als Marke. Determinanten der Markenbildung am Beispiel von Lukas Podolski. Gabler, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-8349-0888-9.
  • Michael Schophaus, Jörg Schmidt-Terhorst und Ralph Durry: „Ich mach das Ding rein und fertig!“ Warum der deutsche Fußball Lukas Podolski braucht. Heyne, München 2006, ISBN 978-3-453-40477-9.
  • Thomas Urban: Schwarze Adler, Weiße Adler. Deutsche und polnische Fußballer im Räderwerk der Politik. Göttingen 2011, S. 158-172, ISBN 978-3-89533-775-8.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lukas Podolski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lars Gartenschläger: Vorne hilft Lukas Podolski …. In: Berliner Morgenpost vom 10. Juni 2008
  2. Achim Schmidt: „Liebe zu Polen, Bergheim und dem FC“. In: Kölnische Rundschau, abgerufen am 10. Januar 2012
  3. Lukas Podolski. In: Internationales Sportarchiv. 24/2011 vom 14. Juni 2011; ergänzt um Nachrichten durch MA-Journal bis KW 05/2012 (abgerufen via Munzinger Online)
  4. Ja-Wort. Poldi heiratet heimlich seine Monika. In: B.Z. 18. April 2011
  5. Vaterfreuden. Nachwuchs für Lukas Podolski. In: Focus Online. 15. April 2008. Maciej Wesołowski: Najprzystojniejsi, najbardziej sexy, najbogatsi piłkarze Euro 2008. In: Gala.pl. 24/2008, (polnisch)
  6. [1]Podolski przysięgał przed Bogiem (poln.)
  7. Podolski ist der Absteiger der Saison. In: 11 Freunde, 4. Juni 2007 (Version vom 13. Juni 2008 im Internet Archive)
  8. Podolski Absteiger der Saison. In: WELT online. 5. Juni 2007
  9. Podolski-Party trotz 0:2 – «Nicht überbewerten». In: weltfussball.de. 24. Juli 2009
  10. Gönner oder Investor? Wernze legt seine Zahlen offen. In: Kölner Express. 12. Januar 2012
  11. Lukas Podolski wechselt. In: fc-koeln.de. 30. April 2012
  12. Montpellier 1–2 Arsenal – Match Report. 18. September 2012. 
  13. Sport Bild: Top 10: Die zehn meistverkauften Trikots der Premier League, 14. März 2013
  14. [2] Thomas Urban: Schwarze Adler, Weiße Adler. Deutsche und polnische Fußballer im Räderwerk der Politik. Göttingen 2011, S. 166
  15. Torjäger Podolski: Bester seines Alters. In: Fussball24.de. 3. September 2006
  16. Podolskis Ohrfeige bleibt ohne Folgen. In: stern.de. 3. April 2009
  17. Peter Ahrens: WM-Flop gegen Serbien. Podolski und Klose vermiesen Deutschland das Fußball-Fest. In: Spiegel online. 18. Juni 2010
  18. Stefan Hermanns, Michael Rosentritt: „Ein Traum - und ein gewisser Stolz“. In: Tagesspiegel online. 17. Juni 2012, abgerufen am 17. Juni 2012
  19. uefa.com: Ramos bestreitet 100. Länderspiel
  20. Podolski: "Ein Riesenkompliment an die Neuen". DFB. 30. Mai 2013. Abgerufen am 31. Mai 2013.
  21. Erweiterter WM-Kader Deutschland in der Übersicht wm-2014.net, abgerufen am 8. Mai 2014
  22. http://www.ran.de/fussball/weltmeisterschaft/news/dfb-wm-statistik-drei-spieler-690-minuten-dabei-130615
  23. dfb.de: „Die Länderspiel-Splitter zum Schottland-Spiel“
  24. a b Schnell, schnell, schnell
  25. Bleib am Ball – Bewegung senkt Dein Krebsrisiko, krebshilfe.de vom 31. Januar 2014, abgerufen am 18. Mai 2014
  26. DWDL.de: Lukas Podolski zieht Klage gegen WDR zurück (abgerufen am 26. März 2014)
  27. [3] Süddeutsche Zeitung Magazin, 21. März 2014, S. 49
  28. http://podolski.solarworld.de/
  29. youtube.de: München bewirbt sich um die Winterspiele 2018
  30. Lukas Podolski zeigt, was Facebook-Marketing wert sein kann. In: t3n.de. 14. März 2012, abgerufen am 15. März 2012
  31. Dietmar Fratz: „Lukas ist ein Glücksfall“. Kölnische Rundschau. 8. November 2010. Abgerufen am 3. Januar 2011.
  32. Joanna Haśnik: Łukasz Podolski wsparł Górnika w rozmowach z Adidasem. Górnik Zabrze. 11. Januar 2013. Abgerufen am 11. Januar 2013.
  33. http://www.ksta.de/internat--fussball/-beraterwechsel-podolski-laesst-schramm-fallen,15189372,24151806.html Beraterwechsel: Podolski lässt Kon Schramm fallen
  34. Simon Lorenz: „Im dadaistischen Dialog mit Podolski“. Kölner StadtAnzeiger. 19. Dezember 2012. Abgerufen am 1. Januar 2013.
Vorgänger Amt Nachfolger
Landon Donovan (USA)
(nachträgliche Internetwahl)
Bester Junger Spieler
WM 2006
Thomas Müller
(Deutschland)
Ruud van Nistelrooy (Niederlande)
Wayne Rooney (England)
Silberner Schuh
EM 2008
Mario Gómez
(Deutschland)