Luke

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Luke (Begriffsklärung) aufgeführt.
Luke in einem wasserdichten Schott

Der Ausdruck Luke (auch Luk) (mittelniederdeutsch, altsächsisch für lukan „schließen“) bezeichnet eine meist durch eine Klappe verschließbare Öffnung in Böden, Wänden oder Dächern. Daneben Luk (seemännisch) für „Öffnung im Deck oder in der Schiffswand“.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Etymologie

Das um 1600 aus der niederdeutschen Seemannssprache übernommene Wort geht zurück auf mittelniederdeutsch „lūke“ (entsprechend niederländisch „luik“, dänisch „luge“), das zu dem unter Loch behandelten germanischen Verblūkan“ (verschließen) gehört.

Luke bedeutete also wie auch Loch ursprünglich „Verschluss“.

[Bearbeiten] Luken in der der Schiffstechnik

Sofern das Luk mit Verschlüssen gesichert ist, sind Verschlüsse meist mehrfach vorhanden.

[Bearbeiten] Wasserfahrzeug

In der Schifffahrt wird eine verschließbare, kleinere Öffnung Niedergangsluke genannt. Große Öffnungen im Deck zum Be- und Entladen eines Schiffes werden dagegen als Ladeluke bezeichnet. Gemein ist ihnen, dass sie in aller Regel wasserdicht verschlossen werden können. Jede Luke eines Wasserfahrzeugs ist mit einer Umrandung, einem Süll (Lukensüll) versehen. Bei großen Seeschiffen kann das Süll einer Ladeluke durchaus eine Höhe von 1,5 Metern erreichen.

[Bearbeiten] Raumschiff

Luken, die in einen Schiffskörper führen, der sich im Vakuum aufhält, müssen hohe Anforderungen an die Dichtigkeit in jedem erdenklichen Temperaturbereich erfüllen. Gelegentlich können sie hier nur mit zerstörender Wirkung, durch Sprengbolzen geöffnet werden.

[Bearbeiten] Andere Luken

[Bearbeiten] Dachluke

Bei Häusern, Wohnwägen oder Wohnmobilen gibt es Dachluken, das sind waagerechte oder diagonale transparente Klappen auf dem Dach. Sie dienen zur Belichtung eines Raumes mit Tageslicht.

[Bearbeiten] Kellerluke

Im Bauwesen werden Kellerluken eingebaut.

[Bearbeiten] Luke auf Skisprungschanzen

Auf Skisprung- und Skiflugschanzen sind die Athleten früher aus sog. Luken gesprungen. Dies waren Öffnungen, die sich links und rechts jeweils versetzt neben der Anlaufspur befanden. Durch die Wahl einer anderen Luke konnte man den Anlauf verlängern oder verkürzen. Dadurch, dass die Athleten seitlich in die Anlaufspur einfahren mussten, dauerte es länger bis sie die optimale Anfahrtsposition einnehmen konnten. Heutzutage starten die Skispringer bei allen offiziellen Wettkämpfen von einem Balken, der quer über die Anlaufspur gelegt wird, dem so genannten Happle-Balken.

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