Luman Reed

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Asher Brown Durand: Luman Reed, 1835

Luman Reed (* 1787 in Austerlitz, Columbia County, New York; † 1836 in New York City) war ein US-amerikanischer Unternehmer und einflussreicher Kunstmäzen.

Leben[Bearbeiten]

Reed wurde in der Ortschaft Green River als Sohn des Farmers Eliakim Reed und dessen Frau Rebecca Fitch Reed geboren; 1789 zog die Familie in das etwa 30 Kilometer entfernte Dorf Coxsackie am Hudson River. Dort stieg er später auch als einfacher Verkäufer im Lebensmitteleinzelhandel seines Cousins Roswell Reed ins Berufsleben ein. Im Jahr 1815 zog Reed nach New York City. In der Front Street im östlichen Lower Manhattan eröffnete er einen Konfektionsgroßhandel und kam zu großem Reichtum. Dieser ermöglichte es ihm, sich bereits 1832 zur Ruhe zu setzen. Sein letzter Geschäftspartner war Jonathan Sturges (* 1802; † 1874).

Er war mit Mary Barker Reed (* 1780; † 1869) verheiratet; das Paar hatte mit Catherine, Charles und Mary drei gemeinsame Kinder. Luman Reed – der stets als ruhiger, besonnener Familienmensch, der Musik zugetan, beschrieben wurde – verstarb 1836 unerwartet im Alter von erst 49 Jahren und wurde auf dem New York Marble Cemetery in Manhattan bestattet.

Kunstförderung[Bearbeiten]

Reed war ein außerordentlicher Kunstliebhaber und tat sich ab Anfang der 1830er Jahre als kritischer Förder und Finanzier zahlreicher sowohl bereits etablierter als auch junger, aufstrebender Maler hervor. So unterstützte er beispielsweise Thomas Cole, Asher Brown Durand, William Sidney Mount, Samuel F. B. Morse und George Whiting Flagg – und war teilweise auch eng mit ihnen befreundet. Ein besonderes Interesse hegte er für Landschafts- und Porträtmalerei, allerdings sammelte er mit gleicher Aufmerksamkeit auch Werke der Genremalerei.

In seinem Bestreben, eine nationale künstlerlische Kultur zu etablieren, die sich mit der hochentwickelten in Europa vergleichen ließe, und auf Grund des Mangels an Museen und Galerien in der Stadt, beschloss er, das ihm zu Teil gewordene Vermögen zur Zusammenstellung einer hochklassigen Kunstsammlung zu verwenden und diese der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im dritten Stock seines Stadthauses in der Greenwich Street richtete er daraufhin eine zweiräumige Galerie ein, die einen Tag pro Woche für jedermann geöffnet war. Bereits seit 1829 fanden dort die Treffen des Sketch Club statt, aus dem sich später der noch heute bestehende Gentlemen’s club Century Association formierte. In den Gesprächsrunden fanden sich führende Künstler, Schriftsteller und Sammler zusammen und diskutierten über aktuelles Zeitgeschehen und intellektuelle Problemstellungen der Kunst. Reed finanzierte Durand die Produktion einer Gemäldeserie der ersten sieben Präsidenten der Vereinigten Staaten, die seiner noch jungen Sammlung rasch einen historisch-relevanten Anspruch verschaffen sollte. Zeitgleich hatte er auch ein pièce de résistance – also ein herausragendes Hauptwerk – für seine Kollektion im Sinn. Dieses lieferte Cole mit seinem Zyklus The Course of Empire, dessen Fertigstellung Reed allerdings nicht mehr erlebte. Durand erinnerte Cole nach Reeds Tod in einem Brief an

„the man whose equal we shall never see again.“
„den Mann, dessen gleich wir wohl nie wieder jemanden sehen werden.“

Bis 1844 verblieb die Sammlung im Besitz der Familie Reed, ehe sie von einer Gruppe seiner ehemaligen Partner und Investoren erworben wurde, die daraufhin die New-York Gallery of the Fine Arts gründeten, um die Bilder dauerhaft zu bewahren. Als diese 14 Jahre später aus finanziellen Gründen geschlossen werden musste, wurden die Gemälde unter anderem der New-York Historical Society geschenkt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ella M. Foshay: Mr. Luman Reed's Picture Gallery. Harry N. Abrams, New York City 1990