Lunden
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | |
| Kreis: | Dithmarschen | |
| Amt: | Kirchspielslandgemeinden Eider | |
| Höhe: | 9 m ü. NN | |
| Fläche: | 4,65 km² | |
| Einwohner: |
1604 (31. Dez. 2011)[1] |
|
| Bevölkerungsdichte: | 345 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 25774 | |
| Vorwahl: | 04882 | |
| Kfz-Kennzeichen: | HEI | |
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 51 071 | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Kirchspielsschreiber- Schmidt-Straße 1 25779 Hennstedt |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Renate Walter (SPD) | |
| Lage der Gemeinde Lunden im Kreis Dithmarschen | ||
Lunden (plattdeutsch: Lunnen) ist eine Gemeinde im nördlichen Teil des Kreises Dithmarschen in Schleswig-Holstein. Die nächsten größeren Ortschaften sind die Städte Heide (zirka 20 km) und Husum (zirka 23 km).
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Die erste urkundliche Erwähnung von Lunden datiert bereits aus dem Jahre 1140 durch den Erzbischof von Bremen. Der Ortsname stammt wahrscheinlich aus dem dänischen „Lunn“ (inselartige Erhebung) oder „Lund“ (kleines Wäldchen).
1450 bis 1453 sowie 1484 kommt die Pest nach Lunden.
Am 27. Februar 1529 wurde Lunden durch die Dithmarscher Landesversammlung das Stadtrecht verliehen. Im Jahre 1559, nachdem die Bauernrepublik Dithmarschen in der Letzten Fehde ihr Ende fand, ging dieses Recht wieder verloren.
Von 1806 bis 1816 diente der bekannte lutherische Theologe Claus Harms als Pfarrer des Ortes.
Im Jahr 1885 hatte Lunden 4064 Einwohner.
Politik [Bearbeiten]
Seit der Kommunalwahl 2008 hat die SPD sechs Sitze, die CDU fünf Sitze und die Wählergemeinschaft WGL zwei Sitze in der Gemeindevertretung.
Wappen [Bearbeiten]
Blasonierung: „Gespalten. Vorn in Gold ein rotbewehrter, schwarzer halber Adler am Spalt, hinten in Silber ein mit dem Griff nach oben gestellter roter Rost.“[2]
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Die größte Sehenswürdigkeit des Ortes ist die St. Laurentiuskirche (erbaut im 12. Jahrhundert, erweitert im Jahr 1471) mit dem Geschlechterfriedhof, auf dem letztmals im Jahr 1945 eine Beerdigung durchgeführt wurde. Die Gräber können zum Teil besichtigt werden (der Sulemannen-Keller und der Nannen-Keller). Hier wurde auch einer der bedeutendsten Politiker der Bauernrepublik Dithmarschen beigesetzt, der Achtundvierziger Peter Swyn (1480?–1537). Neben dem Grabstein ist eine Stele erhalten, auf dem dessen Ermordung abgebildet ist.
Sagengestalt aus Lunden: Karl Müllenhoff (1818–84), seit 1846 Prof. für Germanistik in Kiel, ist Sammler von Sagen, Märchen und Liedern der Herzogthümer Schleswig-Holstein und Lauenburg. In einer dieser Sagen findet man die Gestalt des Klaus Nanne aus Lunden. Dieser wird später Namensgeber der Klaus-Nanne-Straße in Hamburg.
Seit 1975 ist Lunden ein staatlich anerkannter Erholungsort.
Die alte Volksschule wurde zum Heimatmuseum ausgebaut; später wurde es zum „NaTour-Centrum“ erweitert.
Vom Ortskern sind es zwei Kilometer bis zur Eider (Badestelle Wollersum).
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmale in Lunden
Verkehr [Bearbeiten]
Lunden hat einen Haltepunkt an der Marschbahn.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Gemeinde [Bearbeiten]
- Johann Russe (1506–1555), deutscher Chronist
- Joachim Rachel (1618–1669), deutscher Satiriker, Rektor der Domschule Schleswig
- Samuel Rachel (1628–1691), deutscher Ethnologe, Rechtswissenschaftler, Bibliothekar und Diplomat
- Gustavus Detlef Hinrichs (1836–1923), deutsch-amerikanischer Chemiker und Meteorologe
- Karl Heinz Schröder (1914–2006), deutscher Geograph und Hochschullehrer
- Dieter Claußen (* 1936), Politiker (CDU)
- Hans Hartz (1943–2002), deutscher Sänger und Liedermacher
Mit Lunden verbunden [Bearbeiten]
- Friedrich Jansen (* 1883; † 1945), Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus
- Uwe Dag Berlin (* 1958), Schauspieler und Theaterregisseur, lebt in Lunden
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistikamt Nord: Bevölkerung in Schleswig-Holstein am 31. Dezember 2011 nach Kreisen, Ämtern, amtsfreien Gemeinden und Städten (PDF-Datei; 205 kB) (Hilfe dazu)
- ↑ Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
Albersdorf | Arkebek | Averlak | Bargenstedt | Barkenholm | Barlt | Bergewöhrden | Brickeln | Brunsbüttel | Buchholz | Bunsoh | Burg (Dithmarschen) | Busenwurth | Büsum | Büsumer Deichhausen | Dellstedt | Delve | Diekhusen-Fahrstedt | Dingen | Dörpling | Eddelak | Eggstedt | Elpersbüttel | Epenwöhrden | Fedderingen | Frestedt | Friedrichsgabekoog | Friedrichskoog | Gaushorn | Glüsing | Großenrade | Groven | Gudendorf | Hedwigenkoog | Heide | Hellschen-Heringsand-Unterschaar | Helse | Hemme | Hemmingstedt | Hennstedt | Hillgroven | Hochdonn | Hollingstedt | Hövede | Immenstedt | Kaiser-Wilhelm-Koog | Karolinenkoog | Kleve | Krempel | Kronprinzenkoog | Krumstedt | Kuden | Lehe | Lieth | Linden | Lohe-Rickelshof | Lunden | Marnerdeich | Marne | Meldorf | Neuenkirchen | Neufeld | Neufelderkoog | Nindorf | Norddeich | Norderheistedt | Nordermeldorf | Norderwöhrden | Nordhastedt | Odderade | Oesterdeichstrich | Oesterwurth | Offenbüttel | Osterrade | Ostrohe | Pahlen | Quickborn | Ramhusen | Rehm-Flehde-Bargen | Reinsbüttel | Sankt Annen | Sankt Michaelisdonn | Sarzbüttel | Schafstedt | Schalkholz | Schlichting | Schmedeswurth | Schrum | Schülp | Stelle-Wittenwurth | Strübbel | Süderdeich | Süderdorf | Süderhastedt | Süderheistedt | Tellingstedt | Tensbüttel-Röst | Tielenhemme | Trennewurth | Volsemenhusen | Wallen | Warwerort | Weddingstedt | Welmbüttel | Wennbüttel | Wesselburen | Wesselburener Deichhausen | Wesselburenerkoog | Wesseln | Westerborstel | Westerdeichstrich | Wiemerstedt | Windbergen | Wöhrden | Wolmersdorf | Wrohm