Arteria pulmonalis

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Verlauf der Lungenarterien

Die Arteria pulmonalis oder Lungenarterie ist eine große Schlagader (Arterie). Es gibt zwei Lungenarterien (Arteriae pulmonales), eine linke und eine rechte, die jeweils Abzweigungen des aus der rechten Herzkammer hervorgehenden Truncus pulmonalis darstellen. Die Teilungsstelle, die als Bifurcatio trunci pulmonalis bezeichnet wird, liegt in Höhe des vierten Brustwirbels und dicht unterhalb des Aortenbogens. Die rechte und die linke Arteria pulmonalis ziehen zu den jeweiligen Eintrittspforten der Lunge (Lungenhili). Die Lungenarterien sind Bestandteil des Lungenkreislaufs (kleiner Kreislauf) und gehören mit ihren Ästen neben den Lungenvenen (Venae pulmonales) zu den Vasa publica der Lunge. Die Lungenarterien führen sauerstoffarmes Blut, das im Zuge der Lungenatmung in den Kapillaren der Lungenbläschen (Alveolen) mit Sauerstoff angereichert wird.

Beide Lungenarterien verzweigen sich innerhalb der Lunge in eine Oberlappen- und eine Unterlappenarterie, die rechte zusätzlich in eine Mittellappenarterie. Diese teilen sich weiter in Segmentäste, die gemeinsam mit den Segmentbronchien zu den Lungensegmenten ziehen.

Die Lungenarterie kann bei zahlreichen angeborenen Herzfehlern verengt oder falsch angelegt sein. Dies tritt meist in Kombination mit weiteren Fehlbildungen am Herzen auf und führt zu komplexen Krankheitsbildern.

Quellen[Bearbeiten]

  • J. Fanghänel (Hrsg.): Waldeyer Anatomie des Menschen. de Gruyter 2003, 17. Auflage, S. 831. ISBN 3-11-016561-9
  • Hermann Voss, Robert Herrlinger: Taschenbuch der Anatomie, Band II: Eingeweide, Kreislaufsystem. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1988, 17. Auflage, S. 339 ff. ISBN 3-437-00502-2