Lupinenstraße

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Eingang zur Lupinenstraße

Die Lupinenstraße (ehem. Gutemannstraße), im Volksmund auch Neunzehnte genannt, ist eine Straße in Mannheim, die zur Prostitution (ca. 120 bis 140 Frauen) genutzt wird. Sie liegt als westlichste und damit neunzehnte und letzte Querstraße der Mittelstraße am Rande des Stadtteils Neckarstadt-West.

Geschichte[Bearbeiten]

Bebauungsbeginn der Neckarstadt war bereits im 17. Jahrhundert. Bis 1892 wurde die heutige Lupinenstraße als N1 bezeichnet, zwischen 1892 und 1902 als 19. Querstraße. Zwischen 1902 und 1961 hieß sie Gutemannstraße.[1]

Schon in der Zeit des Nationalsozialismus war sie eine Bordellgasse und wurde auch während des Krieges für die Prostitution genutzt. Bei einem Bombenangriff auf Mannheim im April 1943 wurde die Straße schwer getroffen. Um die Prostitution überschaubar zu halten, wurde die Straße 1961 vom Gemeinderat vom Sperrbezirk ausgenommen und in Lupinenstraße umbenannt. Die Bezeichnung leitet sich von der Pflanze Lupine ab, ist aber eine Anspielung auf Lupa, wie im antiken Rom öffentliche Dirnen genannt wurden.[1]

In den Häusern an der Straße sitzen die Prostituierten in Fenstern der 18 Häuser, präsentieren sich und warten auf Freier bzw. sprechen die männlichen Passanten bei geöffnetem Fenster an.

Quellen[Bearbeiten]

  • Brockhaus Mannheim, 2006, S.198

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lupinenstraße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Stadtarchiv Mannheim: Mannheimer Straßennamen, Lupinenstraße. Abgerufen am 1. April 2014.

Siehe auch[Bearbeiten]

49.5032478.461843Koordinaten: 49° 30′ 11,7″ N, 8° 27′ 42,6″ O