Lupstein

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Lupstein
Wappen von Lupstein
Lupstein (Frankreich)
Lupstein
Region Elsass
Département Bas-Rhin
Arrondissement Saverne
Kanton Saverne
Gemeindeverband Région de Saverne.
Koordinaten 48° 44′ N, 7° 29′ O48.7372222222227.4866666666667194Koordinaten: 48° 44′ N, 7° 29′ O
Höhe 157–234 m
Fläche 7,82 km²
Einwohner 836 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 107 Einw./km²
Postleitzahl 67490
INSEE-Code

Lupstein ist eine französische Gemeinde mit 836 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Bas-Rhin in der Region Elsass. Sie gehört zum Gemeindeverband Région de Saverne.

Geografie[Bearbeiten]

Lupstein liegt neun Kilometer südöstlich von Saverne und 26 Kilometer nordwestlich von Straßburg. Die Zorn, die Mossel[1] und der Canal de la Marne au Rhin verlaufen auf dem Gemeindegebiet, westlich und nördlich des Ortskerns.

Geschichte[Bearbeiten]

Bei Ausgrabungen auf dem Gemeindegebiet wurden Scherben von Tongefäßen aus der Hallstattzeit und gallo-römische Spuren einer Villa rustica gefunden. Die Villa war im 5. Jahrhundert abgebrannt. Ihre Überreste wurden 1911 beim Bau der Bürgermeisterei entdeckt. Die Wandmalereien aus der Villa werden heute im Musée archéologique de Strasbourg ausgestellt, das Museum in Saverne besitzt eine Kopie.[2]

Lupstein wurde 739 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. 1525 wurde der Ort im Deutschen Bauernkrieg (1524-1526) abgebrannt und später wieder aufgebaut.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2005
Einwohner 558 558 546 579 693 754 775

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Ein Beinhaus aus dem Jahre 1503, das von Swen Matheus errichtet wurde, befindet sich auf dem Friedhof an der Kirche Saint-Quentin. Es wurde 1993 in das Zusatzverzeichnis der Monuments historiques eingetragen. Die Kirche Saint-Quentin wurde 1503 umgebaut, wobei der mittelalterliche Turm erhalten blieb. Im 18. Jahrhundert wurde die Kirche jedoch zerstört, um sie 1783 vergrößert wieder aufzubauen. Der Glockenturm wurde 1862 gebaut.

Die vier Dörfer Bappenheim, Wundermutzheim, Schoetelsheim und Betzenheim lagen auf dem heutigen Gemeindegebiet von Lupstein und verschwanden im 14. bzw. 15. Jahrhundert. Von Bappenheim blieb nur die Pappelmühle. Wundermutzheim war schon im 8. Jahrhundert urkundlich erwähnt worden und wurde zuletzt 1356 erwähnt. Die einzigen Überbleibsel des Dorfes sind ein Brunnen und die Kapelle Sainte-Barbe. Die Kapelle wurde 1862 auf den Fundamenten der alten Kirche von Wundermutzheim errichtet.[2]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Das Bild der Gemeinde wird von Weiden und Äckern geprägt. Wichtige Erwerbszweige in Lupstein sind Futtermittelherstellung, Ackerbau, Weinbau, Obstbau und die Zucht von Hausrindern und Hausschweinen. Es gibt eine Molkerei vor Ort.[3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]


der Canal de la Marne au Rhin 0,62 Kilometer von Lupstein entfernt

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lupstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lupstein auf annuaire-mairie.fr (französisch) Abgerufen am 12. November 2009
  2. a b Lupstein in der Base Mérimée (französisch) Abgerufen am 12. November 2009
  3. [http://www.quid.fr/communes.html?mode=detail&id=252&req=Lup&style=fiche Lupstein auf quid.fr] (französisch), seit dem 25. März 2010 nicht mehr abrufbar.
  4. Gedenkstein für Alois Kayser (jpg, englisch/nauruisch) Abgerufen am 12. November 2009