Lusikisiki

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Lusikisiki
Lusikisiki (Südafrika)
Lusikisiki
Lusikisiki
Koordinaten 31° 22′ S, 29° 34′ O-31.36583333333329.573333333333Koordinaten: 31° 22′ S, 29° 34′ O
Basisdaten
Staat Südafrika

Provinz

Ostkap
Distrikt O.R. Tambo
Gemeinde Ingquza Hill
Höhe 589 m
Einwohner 9079 (2011)
Gründung 1894

Lusikisiki ist ein Ort in der südafrikanischen Provinz Ostkap. Er liegt in der Gemeinde Ingquza Hill im Distrikt O.R. Tambo. Hier leben nach der Volkszählung von 2011 etwa 4.028 Personen.[1]

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort liegt 45 Kilometer nördlich von Port St. Johns im historischen Gebiet Ost-Pondoland. Die Region ist hügelig.

Geschichte[Bearbeiten]

Lusikisiki entstand aus einem 1894 eingerichteten Militärstützpunkt. Seit 1932 gibt es dort eine Verwaltung. Der Name ist lautmalerisch und bezeichnet das Rauschen von Schilf im Wind.[2]

Lusikisiki war Hauptstadt von Pondoland und einer der Sitze des AmaMpondo-Königreichs. König Faku, Gründer des modernen AmaMpondo-Königreiches, wurde dort geboren. Er ließ 1830 die erste Missionsstation in Pondoland einrichten. Am 6. Juni 1960 wurden elf Einwohner im Ngquza-Hill-Massaker von den Regierungsbehörden getötet.[3] Anschließend war Lusikisiki ein Zentrum des Widerstands gegen die Apartheid, der dort von der Non European Unity Movement angeführt wurde. 1963 kam das Gebiet trotz des Widerstands zur Transkei, die 1994 wieder nach Südafrika eingegliedert wurde. Bei Lusikisiki wurden in den 1980er Jahren Guerilleros der Lesotho Liberation Army für Terroranschläge in Lesotho vom US-amerikanischen Söldner Robert MacKenzie ausgebildet.

Infrastruktur[Bearbeiten]

In dem Ort gibt es mehrere Krankenhäuser und das Ngqungqushe Technical College. Außerhalb des Ortes liegt ein kleiner Flughafen (ICAO-Code FALK). Die R61 führt in Nord-Süd-Richtung durch den Ort. Mit der geplanten Verlagerung der N2 soll Lusikisiki an das Nationalstraßennetz angeschlossen werden.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Stella Sigcau (1937–2006), ehemalige südafrikanische Ministerin

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011, abgerufen am 22. November 2013
  2. Information bei routes.co.za (englisch), abgerufen am 2. Juli 2012
  3. Bericht zum 51. Jahrestag (englisch), abgerufen am 2. Juli 2012