Lustenau

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Dieser Artikel behandelt die in Vorarlberg gelegene Marktgemeinde Lustenau. Für den gleichnamigen Stadtteil der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz siehe Lustenau (Linz).
Lustenau
Wappen von Lustenau
Lustenau (Österreich)
Lustenau
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Dornbirn
Kfz-Kennzeichen: DO
Fläche: 22,25 km²
Koordinaten: 47° 26′ N, 9° 40′ O47.42719.6711388888889404Koordinaten: 47° 25′ 38″ N, 9° 40′ 16″ O
Höhe: 404 m ü. A.
Einwohner: 21.655 (1. Jän. 2014)
Postleitzahlen: 6890, 6893
Vorwahl: 05577
Gemeindekennziffer: 8 03 03
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstraße 1
6890 Lustenau
Website: www.lustenau.at
Politik
Bürgermeister: Kurt Fischer (ÖVP)
Gemeindevertretung: (2010)
(36 Mitglieder)
19 ÖVP,
11 FPÖ und Parteifreie,
4 Grüne,
2 SPÖ und Unabhängige
Lage der Marktgemeinde Lustenau im Bezirk Dornbirn
Dornbirn Hohenems Lustenau VorarlbergLage der Gemeinde Lustenau im Bezirk Dornbirn (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Kirchplatz mit Reichshofsaal
Kirchplatz mit Reichshofsaal
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Lustenau ist mit 21.655 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) die einwohnerreichste Marktgemeinde Österreichs und liegt im Westen des Bundeslandes Vorarlberg. Die im 19. Jahrhundert agrarisch geprägte Gemeinde wurde im 20. Jahrhundert zu einem Zentrum der Vorarlberger Stickereiindustrie und ist heute eine wichtige Grenzgemeinde zur Schweiz und Industriestandort.

Bis 1806 war Lustenau ein freier Reichshof des Heiligen Römischen Reichs und wurde nach dessen Auflösung für kurze Zeit ein unabhängiger Staat. Erst 1830 kam Lustenau endgültig zu Österreich.

Geografie[Bearbeiten]

Im Westen wird Lustenau vom Alpenrhein begrenzt.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Lustenau liegt am östlichen Ufer des Alpenrheins, im unteren Vorarlberger Rheintal, 4 km südlich des Bodenseeufers. Das Ortszentrum befindet sich auf 404 m ü. A.. Das Gemeindegebiet liegt vollständig in der Ebene östlich des Bregenzerwaldgebirges, es gibt keine gravierenden natürlichen Erhöhungen.

Ausdehnung des Gemeindegebiets[Bearbeiten]

Von Norden nach Süden erstreckt sich das Gemeindegebiet über circa 8,5 km, von Westen nach Osten über ungefähr 4 km. Im Westen wird Lustenau vom Rhein begrenzt, im Nordosten von der Dornbirner Ach und im Osten vom Vorarlberger Rheintalbinnenkanal und vom Dornbirner Landgraben.

Die Natura-2000-Gebiete Schweizer Ried und Gsieg – Obere Mähder liegen vollständig innerhalb der Grenzen Lustenaus.

Gliederung der Gemeinde[Bearbeiten]

Ursprünglich bestand der Reichshof Lustenau aus den sieben Ortschaften Stalden, Holz, Wiesenrain, Grindel, Weiler, Rheindorf und Hag, die jedoch im 20. Jahrhundert durch die zunehmende Zersiedelung zusammenwuchsen und mittlerweile nicht mehr klar abgrenzbar sind. Heute wird Lustenau, analog zu den Pfarrgemeinden, meist in Rheindorf, Kirchdorf und Hasenfeld eingeteilt. Dabei handelt es sich aber weder um Katastralgemeinden noch um Gemeindebezirke im rechtlichen Sinne.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Höchst Fußach Lauterach
St. Margrethen (CH)

Au (CH)
Nachbargemeinden Dornbirn
Widnau (CH) Diepoldsau (CH) – Hohenems

Geologie[Bearbeiten]

Das Alpenrheintal ist eine für die Alpen untypische, mit jungem Lockergestein gefüllte Felswanne, die im Bereich des Lustenauer Gemeindegebiets 600 Meter tief ist.

Vor 4000 Jahren reichte der Bodensee noch bis nach Lustenau. Durch Ablagerungen aus dem Rhein und seinen Zuflüssen verlandete das Gebiet zuerst hauptsächlich im Bereich der Flussrinne, während seitlich davon flache, ausgedehnte Seen entstanden. In ihnen bildete sich aus feinkörnigen Schwebstoffen des Rheins ein Untergrund aus wasserstauendem Ton. Durch eine intensiv wachsende Sumpfvegetation entwickelten sich diese Restseen schließlich zu Torfmooren. Einige der Seen sind auf Landkarten des 19. Jahrhunderts noch als solche erkennbar, auch Flurnamen wie „Seelache“ oder „Vorsee“ erinnern an diese inzwischen verschwundene Landschaft.[1]

Der Verlandungskörper in Lustenau besteht entlang des Rheins aus lehmigem Feinsand, in der Gemeindemitte aus Lehm und an den östlichen Gemeindegrenzen aus Torf.

Geschichte[Bearbeiten]

Vorrömische und römische Zeit[Bearbeiten]

Eine dauerhafte Besiedelung der Gegend Lustenaus während der Steinzeit wird als unwahrscheinlich angesehen. Ein Anfang des 20. Jahrhunderts im Rheinbett gefundenes neolithisches Steinbeil aus Diorit aus der Zeit um 2000 v. Chr. dürfte eher auf die Funktion Lustenaus als Übergangsstelle über den Rhein hinweisen.[2]

Im Jahr 1813 wurden in Lustenau beim Torfgraben römische Münzen entdeckt. Dies war die erste dokumentierte Entdeckung eines römischen Münzhortes auf dem Gebiet des heutigen Vorarlbergs. Sämtliche gefundenen Münzen gelten heute als verschollen. Die Dokumentation dieses Fundes wurde wissenschaftlich nur unzureichend vorgenommen, sodass es heute beinahe unmöglich ist, die Münzen korrekt zu datieren. Höchstwahrscheinlich stammen sie aber aus der Regierungszeit des Kaisers Constantius II.. Lange Zeit wurde dieser Münzfund als Beweis angesehen, dass sich eine Schlacht des Jahres 355, zwischen den Truppen Kaiser Constantius II. und den alemannischen Lentiensern, auf dem Gebiet Lustenaus abgespielt hätte. Allerdings ist diese These heute wissenschaftlich nicht mehr haltbar. Auch später wurden noch zahlreiche römische Münzen gefunden; auch diese Funde wurden kaum bis gar nicht dokumentiert.[2][3]

Mittelalter[Bearbeiten]

Erste urkundliche Erwähnung Lustenaus

Ein vom karolingischen Kaiser Karl III. (dem Dicken) in „Lustenoua“ am 24. Juli 887 unterzeichnetes Schriftstück stellt die älteste erhaltene urkundliche Erwähnung des Namens „Lustenau“ dar. Im Jahre 888[4] (nach anderen Quellen 890[5][6]) schenkte Karls Nachfolger, König Arnulf von Kärnten, den Reichshof Lustenau dem Grafen des Linz- und Argengaus, Ulrich IV aus dem Geschlecht der Udalrichinger, der in Buchhorn (dem heutigen Friedrichshafen) residierte. Dieser vererbte den Hof an seine Nachkommen, die Grafen von Bregenz.

Lustenau fiel im späteren 12. Jahrhundert wieder zurück ans Reich. Im Jahr 1323 befand sich Lustenau im Pfandbesitz der Grafen von Werdenberg.

Kaiser Ludwig IV. (der Bayer) bestätigte 1334 den Status der Lustenauer als freie Reichsleute und bestimmte, dass weder der Vogt noch der Pfandherr mehr als die üblichen Reichssteuern von den Lustenauern verlangen durfte. Damit war die Reichsunmittelbarkeit des Hofes gesichert.[7]

Lustenau im Besitz der Grafen von Hohenems[Bearbeiten]

Am 20. April 1395 verpfändeten die Werdenberger um 5300 Pfund Heller die Feste Zwingenstein und den Hof Lustenau mit allen damit verbundenen Rechten an Ritter Ulrich II. von Ems.[8]

Im Rahmen des Alten Zürichkriegs verwüsteten 1445 die Appenzeller das gesamte Gebiet des Reichshofs, sodass die Bevölkerung nach Lindau flüchten musste.[9] Schon 1499 wurde Lustenau ein zweites Mal niedergebrannt, dieses Mal im Schwabenkrieg.[10] 1522 versuchte die schweizerische Eidgenossenschaft, die Pfandschaft über Lustenau von den Emsern auszulösen und so einen Brückenkopf über den Rhein zu schlagen, was aber Marx Sittich von Ems durch seine gute Beziehung zu den Habsburgern verhindern konnte. Schließlich wandelte er am 2. März 1526 den Pfand in einen endgültigen Kauf um.[11]

Am 6. Jänner 1593 wurde das linksrheinische Widnau-Haslach (das Gebiet der heutigen Gemeinden Widnau, Schmitter und Au) von Lustenau abgeteilt, erhielt aber aufgrund der ungleichen Flächenverteilung auch Grundbesitz auf der rechtsrheinischen Seite zugesprochen, das sogenannte Schweizer Ried.[12] 1649 erkaufte sich die Gemeinde Widnau-Haslach um 1.200 Pfund vom Hohenemser Graf Karl Friedrich die Steuerfreiheit dieser Gebiete, wodurch die Steuerbelastung der ohnehin durch den Dreißigjährigen Krieg in Not geratenen Lustenauer Bevölkerung massiv anstieg. Der daraus erwachsene Schweizerriedstreit zwischen Lustenau und Widnau-Haslach spitze sich durch die fortschreitende Verarmung der Bauern wegen immer neuer Kriege im Laufe der Jahre weiter zu und führte zu oft gewalttätigen Auseinandersetzungen. Erst die Aufhebung der Steuerfreiheit durch Kaiser Karl VI. 1739 setzte dem Konflikt ein Ende. Die betreffenden Grundstücke im Lustenauer Gemeindegebiet sind heute noch im Besitz der Schweizer Gemeinden Widnau und Au.[13]

Auffällig ist die verglichen mit den umliegenden Gerichten ausgesprochen geringe Anzahl von Hexenprozessen in Lustenau. In der gesamten Geschichte der Hexenverfolgung ist lediglich eine einzige Hinrichtung in Lustenau belegt. Historiker führen dies auf die Tatsache zurück, dass Hexenprozesse in die Kompetenz des auswärtigen Gerichts in Hohenems fielen. Die Lustenauer Bevölkerung vermied offenbar, dieses Gericht anzurufen und damit die eigene Souveränität zu beschneiden. [14]

Graf Kaspar von Hohenems stellte 1617 einen Schutzbrief aus, der Juden in Hohenems die freie Religionsausübung und die Teilnahme am Handel ausdrücklich erlaubte. Die daraufhin entstandene jüdische Gemeinde in Hohenems zeigte schon bald ihre Spuren in Lustenau, das ja denselben Grundherrn hatte. So waren 1649 bereits 15 Lustenauer bei Hohenemser Juden verschuldet. In einem weiteren Schutzbrief wurde 1657 den Juden erstmals ausdrücklich die Erlaubnis zum Handel in Lustenau bestätigt. Im 18. Jahrhundert spielten Juden vor allem im Bereich des Pferde- Vieh- und Kredithandels in Lustenau eine zunehmende Rolle, während sie vom Grundstückskauf praktisch ausgeschlossen waren. Um 1750 beläuft sich ihr Anteil an den Lustenauer Schulden bereits auf 20 %. Verstärkt wurde die jüdische Präsenz in der Gemeinde durch die Tatsache, dass 1750 im Rest Vorarlbergs und 1760 in Liechtenstein ein Handelsverbot für Juden erlassen wurde, sodass sich ihr Wirkungskreis in der Umgebung praktisch auf Hohenems und Lustenau beschränkte. Erst die spätere politische Entwicklung ab 1806 sollte die Sonderstellung Lustenaus in dieser Hinsicht beenden.[15]

Auf der Karte des österreichischen Oberamtes Bregenz von 1783 ist Lustenau als Teil von Hohenems eingezeichnet, da die Habsburger die Eigenständigkeit Lustenaus bestritten.

Als am 6. November 1759 mit Franz Wilhelm III. die männliche Linie der Grafen von Hohenems ausstarb, fiel die Grafschaft Hohenems als erledigtes Reichslehen an das Reich zurück, während Lustenau als Allodbesitz auch in weiblicher Linie vererbt werden konnte. Maria Theresia, die Hohenems als Lehen erhalten hatte, stellte jedoch die Eigenständigkeit Lustenaus in Frage und erhob 1766 Anspruch auf den Reichshof. Die Erbin Franz Wilhelms, Maria Rebekka von Hohenems, ließ beim Reichshofrat Beschwerde gegen die Übergriffe Österreichs auf das immer noch unabhängige Lustenau einreichen. Dessen ungeachtet befahl Maria Theresia die Errichtung einer österreichischen Wappensäule in Lustenau und die Landeshuldigung durch die Lustenauer Bevölkerung, was am 8. Mai 1767 auch ausgeführt wurde. Schließlich gab Maria Rebekka dem Druck nach und stellte ihre rechtlichen Schritte ein. Lustenau fiel vorübergehend unter die Herrschaft der Habsburger.[16]

Die Heirat der einzigen Tochter Maria Rebekkas, Maria Walburga, mit Clemens Waldburg-Zeil-Trauchburg brachte einen starken Verbündeten an ihrer Seite ins Spiel. Am 9. September 1784 erwirkte sie die Wiederaufnahme des Verfahrens am Reichshofrat, der am 24. Januar 1786 für die Eigenständigkeit Lustenaus und damit die Ungültigkeit der österreichischen Ansprüche entschied. Trotz dieses eindeutigen Urteils musste Maria Rebekka angesichts der faktischen Übermacht Österreichs einige Zugeständnisse machen, bevor am 22. März 1790 durch einen Staatsvertrag zwischen Österreich und Lustenau die Selbständigkeit des Reichshofes wiederhergestellt wurde.[17]

Gräfin Maria Rebekka hob 1795 die Leibeigenschaft in Lustenau auf – 13 Jahre, nachdem sie in Österreich abgeschafft worden war.[18]

Lustenau wird Teil von Österreich[Bearbeiten]

Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803 veränderte die politische Landschaft innerhalb des Heiligen Römischen Reichs vollkommen. Ein großer Teil der kleineren bisher reichsunmittelbaren Territorien war durch Säkularisation oder Mediatisierung einem benachbarten großen Fürstentum zugeschlagen worden, und die Überlebensfähigkeit eines souveränen, unabhängigen Lustenau schien zunehmend gefährdet. Am 3. März 1803 bat die Gemeinde in einer Denkschrift an Kaiser Franz II. darum, unter österreichischen Schutz gestellt zu werden, was aber vorläufig nicht geschah.[19]

Lustenau war somit weiterhin – als letzter Ort im heutigen Vorarlberg – nicht unter habsburgischer Herrschaft. Als im Pressburger Frieden 1805 die Habsburger Tirol und Vorarlberg an Bayern abtreten mussten, war Lustenau folglich nicht betroffen. Nachdem Franz II. am 6. August 1806 die Kaiserkrone niederlegte und damit das Ende des Heiligen Römischen Reiches besiegelte, wurde Lustenau ein vollkommen selbständiger Staat unter der Herrschaft der Gräfin Maria Walburga Waldburg-Zeil-Lustenau-Hohenems.[20]

Bereits am 1. September 1806 fand die königlich bayrische Besitznahme der Hoheitsrechte in Lustenau statt, die Souveränität war damit nach 26 Tagen schon wieder zu Ende.[21] Die Gemeinde wurde dem Landgericht Dornbirn zugeschlagen, die niedere Gerichtsbarkeit („Patrimonialgericht“) blieb bei Gräfin Maria Walburga. Diese verkaufte 1813 all ihre Rechte im Bezug auf Lustenau an ihren Gatten Graf Clemens Waldburg-Zeil-Lustenau-Hohenems.[22]

Als Vorarlberg 1814 an Österreich zurückfiel, entwickelte sich um die Frage der Zugehörigkeit Lustenaus zu Vorarlberg ein Konflikt zwischen Bayern und Österreich. Als die Lustenauer Gemeindevorstehung erneut – wie bereits 1803 – um Aufnahme in den Staat Österreich bat, besetzte österreichisches Militär den Ort. Die Patrimonialgerichtsbarkeit jedoch verblieb bei Graf Clemens Waldburg-Zeil. Erst sein Erbe Maximilian bot 1827 den Verzicht an. Mit der feierlichen Übergabe der Gerichtsakten am 22. März 1830 wurde Lustenau endgültig österreichisch.[23]

Der Name des Restaurants „Schmugglar“ erinnert an die lebhafte Schmuggeltätigkeit durch die Lustenauer im 19. und 20. Jahrhundert.

Bereits während der bayrischen Zeit, aber besonders seit der Zugehörigkeit zu Österreich entwickelte sich wegen der Nähe zur Schweiz eine lebhafte Schmuggeltätigkeit, die auch von mehreren Lustenauern mit dem Leben bezahlt wurde.[24][25] Der Ruf, ein Volk von Schmugglern zu sein, haftet bis heute den Lustenauern an, wird aber zwischenzeitlich humorvoll als Teil der Folklore behandelt.

Wirtschaftlicher Aufstieg bis zum Ersten Weltkrieg[Bearbeiten]

Im Dezember 1806 waren auf Initiative der ärmeren Bevölkerungsschichten die Gemeindegründe (Allmende) auf die Einwohner von Lustenau aufgeteilt worden, die einzelnen Teile waren aber unteilbar und unveräußerlich und konnten jeweils nur auf den jüngsten Sohn weitervererbt werden. Diese Regelungen brachten ein beachtliches Konfliktpotential in die Familien und eine wachsende Unzufriedenheit in die Gemeinde, sodass nach Jahren des Streits und der Verhandlungen schließlich am 17. Februar 1837 eine neue Aufteilung in Kraft gesetzt wurde. Dieses Mal wurde nach Köpfen statt nach Familien aufgeteilt, und die Teile gingen vollständig in das freie Eigentum der Empfänger über, konnten also beliebig geteilt, verpfändet, verkauft und vererbt werden.[26]

Nach jahrzehntelangen Planungen wurde in den Jahren 1843 bis 1848 unter der Leitung von Kreisingenieur Martin Kink ein umfangreiches Netzwerk von Entwässerungskanälen errichtet, das die landwirtschaftliche Nutzbarkeit großer Teile Lustenaus – auch und vor allem der eben neu aufgeteilten ehemaligen Gemeindegründe – wesentlich verbesserte. Gemeinsam mit der Regulierung einiger Bäche im Gemeindegebiet und der Umgebung und der stetigen Verbesserung der Hochwasserdämme am Rhein markiert dies den Beginn des wirtschaftlichen Aufschwungs in der Gemeinde, die zu dieser Zeit noch zu den ärmsten Vorarlbergs gehörte.[27]

Aus der im Jahre 1848 aufgekeimten Opposition gegen den von 1824 bis 1831 und von 1834 bis 1860 amtierenden Gemeindevorsteher Josef Fitz und der daraus resultierenden Spaltung in eine liberale „Alte Partei“ (seiner Anhänger) und eine konservative „Neuen Partei“ (seiner Gegner) entstand in Lustenau ein Zweiparteiensystem, das mit der Umwandlung Österreichs in eine konstitutionelle Monarchie 1861 gefestigt wurde und für Jahrzehnte vorherrschend bleiben sollte.[28][29]

Die erste Brücke über den Rhein wurde im Jahre 1867 zwischen der Ortschaft Rheindorf und der Schweizer Gemeinde Au eröffnet. 1872 folgte die Eisenbahnbrücke und 1875 die zweite Straßenbrücke.[30][31]

Die Brüder Johann und Josef Hofer stellten 1869 die ersten Plattstich-Handstickmaschinen in Vorarlberg auf. Damit war der Startschuss für die über 100 Jahre dauernde Dominanz der Stickereiindustrie in Lustenau gefallen. Zehn Jahre später standen 322 solcher Maschinen in der Gemeinde, 1885 bereits etwa 700. Mit einer Vorreiterrolle bei der Umstellung auf die moderneren Schifflistickmaschinen konnten die Lustenauer ihre Vormachtstellung ausbauen: 1908 stand ein Drittel dieser Maschinen Vorarlbergs in Lustenau.[32]

Hochwasser beim Gasthaus Engel in Lustenau, 1890

Immer wieder wurde der wirtschaftliche Aufschwung im gesamten Vorarlberger Rheintal durch den Hochwasser führenden Rhein zurückgeworfen, zuletzt mit drei verheerenden Hochwasserkatastrophen in den Jahren 1888 und 1890.[33] Der 1892 abgeschlossene Staatsvertrag zwischen Österreich und der Schweiz über die Rheinregulierung war damit ein wesentlicher Faktor für die Stabilisierung des aufkeimenden Wohlstandes.

Am 13. Juni 1902, zu einem Zeitpunkt, als Lustenau nach Dornbirn und Bregenz die drittgrößte Gemeinde Vorarlbergs war, erhob Kaiser Franz Joseph den Ort zur Marktgemeinde.[34]

Das politische Leben in Lustenau war zu dieser Zeit von einer Polarisierung zwischen dem liberal-großdeutschen Verein der alten Parteien und dem konservativ-klerikalen Konstitutionell katholischen politischen Kasino geprägt, wobei erstere aufgrund des geltenden Kurienwahlrechts über weite Strecken den Gemeindevorstand stellten. Die Sozialdemokraten konnten dagegen nie richtig Fuß fassen. Bei einer Gemeindevertretungswahl 1902 erhielten sie keine einzige Stimme, und mehrere sozialdemokratische Versammlungen, die in Lustenau stattfinden hätten sollen, mussten in die Schweiz verlegt werden, weil sich kein Gasthaus fand, das die Benützung eines Raumes dafür erlaubt hätte.[35]

1902 wurde die Elektrische Bahn Dornbirn–Lustenau in Betrieb genommen, 1903 die erste Buslinie eröffnet. Seit 1905 ist Lustenau elektrifiziert. Aufgrund des Baubooms wurden 1908 Straßennamen eingeführt. Die Eröffnung des Vorarlberger Rheintalbinnenkanals am 27. April 1910 setzte einen weiteren Meilenstein im Hochwasserschutz.[36]

Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 setzte dem Aufschwung ein jähes Ende. Die Inlandsnachfrage nach dem Luxusgut „Stickerei“ brach schlagartig zusammen, und Exporte waren größtenteils durch Handelsbeschränkungen und die britische Seeblockade nicht mehr möglich, dazu kam ein immer gravierender werdender Rohstoffmangel. Bereits sechs Wochen nach Kriegsbeginn waren 1720 Lustenauer arbeitslos, davon 1618 in der Stickereibranche.[37]

236 Soldaten aus Lustenau fielen im Ersten Weltkrieg.[38]

Erste Republik und Ständestaat[Bearbeiten]

Nach dem Zerfall der österreichischen Monarchie wurde in ganz Vorarlberg rasch der Ruf nach einem Anschluss des Landes an die Schweiz laut. Der Lustenauer Lehrer Ferdinand Riedmann konnte sich an die Spitze dieser Bewegung setzen, und bei der Volksabstimmung am 11. Mai 1919 lag die Zustimmung zum Anschluss in Lustenau mit 89,9 % noch deutlich höher als im Landesdurchschnitt mit 80 %. Als sich dann kurz danach trotz allem das Scheitern der Initiative an der politischen Realität abzeichnete, erlahmte deren Unterstützung in Lustenau allerdings ebenso schnell wie im Rest Vorarlbergs.

Das allgemeine und gleiche Wahlrecht, das 1919 das Kurienwahlrecht ablöste, beendete vorläufig auch die Vormachtstellung des liberal-großdeutschen Lagers in Lustenau. Bei allen Wahlen in der Zwischenkriegszeit konnte die Christlichsoziale Partei am meisten Stimmen erreichen. Als diese 1929 knapp die absolute Mehrheit verlor, wählte eine Koalition aus Großdeutschen und Sozialdemokraten den liberal-großdeutschen Karl Bösch zum Bürgermeister.

Am 2. Jänner 1931 wurde in Lustenau eine Ortsgruppe der NSDAP-Österreich („Hitlerbewegung“) gegründet, die sich in der Anfangszeit zu einem großen Teil aus den Mitgliedern des liberal-großdeutschen Turnverein 1880 rekrutierte. Dessen Vereinsheim, die Jahn-Turnhalle, wurde daher auch zum Hauptveranstaltungsort für die in der Folgezeit zahlreich abgehaltenen Vorträge und Kundgebungen. Ab Herbst 1931 fanden mehrere kommunistische Versammlungen statt, auch unter Teilnahme von russischen Kommunisten. Im Frühjahr 1932 gründete sich daraufhin eine Ortsgruppe der KPÖ. Wie in ganz Österreich konnten die Nationalsozialisten den wesentlich größeren Zuspruch als die Kommunisten erreichen. Bei den Landtagswahlen vom 6. November 1932 – den letzten demokratischen Wahlen vor dem Zweiten Weltkrieg – erreichte die KPÖ 4,3 % der Stimmen in Lustenau. Auf die NSDAP entfielen 14,4 % der Stimmen. Die einsetzende Krise der Textilindustrie bescherte den Nationalsozialisten in den nächsten Monaten noch einen weitergehenden Aufschwung.[39]

Nach dem österreichweiten Verbot der KPÖ und der NSDAP im Mai bzw. Juni 1933 waren deren Anhänger in die Illegalität gedrängt. Die Kommunisten, die mit 14 Mitgliedern (1937) in Lustenau für Vorarlberger Verhältnisse eine Hochburg unterhielten, wurden mit äußerster Härte verfolgt und wegen geringster Vergehen – wie zum Beispiel wegen Ansäens von Gartenkresse in Form eines Sowjetsternes – zu Haftstrafen verurteilt. Während sich der kommunistische Widerstand gegen den Austrofaschismus auf reine „Gegenpropaganda“ beschränkte, griffen die Nationalsozialisten zum Terror: ab Dezember 1933 richtete sich eine Serie von Sprengstoffanschlägen gegen Funktionäre und Anhänger der Christlichsozialen. Lustenau entwickelte sich neben Dornbirn zum Brennpunkt der illegalen nationalsozialistischen Aktivitäten, und die Jahn-Turnhalle wurde mehrfach polizeilich geräumt und behördlich gesperrt. Durch seine Mitgliedschaft in der Großdeutschen Volkspartei, die offen mit den Nationalsozialisten sympathisierte, kam Bürgermeister Karl Bösch zunehmend unter Druck und trat zum 15. Februar 1934 zurück. Die Gemeindevertretung wurde aufgelöst, und der als Regierungskommissär bestellte Josef Peintner wurde zum alleiniger Vertreter der Gemeinde ernannt. Nach der Ermordung des österreichischen Bundeskanzlers Engelbert Dollfuß wurde das Vorgehen gegen die Nationalsozialisten in ganz Österreich weiter verstärkt, und auch in Lustenau wurden die Strukturen der NSDAP weitgehend zerschlagen.[40]

Die anhaltende Wirtschaftskrise trieb in den 1930er Jahren immer mehr Lustenauer in den Versicherungsbetrug. Nach einer auffälligen Häufung von Bränden in gut versicherten, alten, baufälligen Wohnhäusern setzte die Landesfeuerversicherungsanstalt eine Belohnung für die Ermittlung vorsätzlicher Brandstifter aus.[41]

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Am 12. März 1938 erhielt Lustenau einen kommissarisch eingesetzten NS-Bürgermeister. Mit mehreren Großkundgebungen versuchte die NSDAP Stimmung für die kommende Abstimmung über den „Anschluss“ an das Deutsche Reich zu machen. Am 10. April 1938 votierten 98,9 % der Lustenauer Wahlberechtigten für den Anschluss an das Deutsche Reich. Damit lag Lustenau über dem Landesdurchschnitt Vorarlbergs von 98,1 %, aber unter dem Bundesdurchschnitt von von 99,7 %. [42]

Unmittelbar nach dem Anschluss wurde Lustenau bei öffentlichen Investitionen – beispielsweise bei Entwässerungsprojekten – und staatlichen Zuschüssen stark bevorzugt. Ähnlich wie in anderen Gemeinden wurde im Herbst 1940 eine Siedlung mit 101 Wohnungen für Südtiroler Optanten gebaut, die allerdings überwiegend von anderen Personen genutzt wurden, da Einwanderer aus Südtirol in Lustenau keine Arbeitsplätze finden konnten. Eine Reihe von weiteren großen Bauprojekten mussten wegen des Zweiten Weltkrieges unvollendet abgebrochen werden, wie der Neubau des Lustenauer Bahnhofs als „Hauptausgangstor des Deutschen Reiches zur Schweiz“ oder der Ausbau der „Mittelstraße“ durch das Ortszentrum, oder blieben überhaupt im Planungsstadium stecken, wie der Neubau des Rathauses oder der Zentralfriedhof. [43]

Die Stickereiindustrie kam durch die politische Isolation Deutschlands praktisch vollständig zum Erliegen. Verschlimmert wurde die prekäre wirtschaftliche Lage der Gemeinde noch dadurch, dass Wild Heerbrugg ihren Zweigbetrieb in Lustenau im Herbst 1938 schloss und damit auf einen Schlag etwa 170 Arbeitsplätze verloren gingen. Das Münchner Unternehmen C. A. Steinheil & Söhne übernahm jedoch das Personal und richtete eine Niederlassung in Lustenau ein, die zwischen 1939 und 1945 hauptsächlich Rüstungsaufträge erledigte. [43]

Ab dem Jahr 1942 wurden in Lustenau auch Zwangsarbeiter eingesetzt, die meisten davon bei C. A. Steinheil & Söhne, aber auch in der Landwirtschaft und in einheimischen Kleinbetrieben. [44]

Gedenkstätte für die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur in Lustenau

Ein organisierter Widerstand gegen den Nationalsozialismus ist in Lustenau nicht nachweisbar. Es ist aber eine Vielzahl von Fällen der individuellen Opposition belegt, die mit Verhaftungen, mit der Einlieferung in ein Konzentrationslager oder gar mit der Todesstrafe geahndet wurden. Die Akteure dieses individuellen Widerstandes waren sowohl Vertreter der katholischen Kirche und Exponenten des ehemaligen Ständestaates als auch sozialdemokratische und kommunistische Arbeiter. [45]

Am 1. Mai 1945 schoss ein französischer Tiefflieger ein Haus in Brand, dies war die einzige nennenswerte Kriegszerstörung überhaupt in Lustenau. Bürgermeister Oskar Alge ließ daraufhin in der Gemeinde weiße Fahnen hissen. Die Kreisleitung in Dornbirn setzte den Bürgermeister sofort ab, befahl die Einholung der Fahnen und drohte, alle beflaggten Häuser durch die SS mit Panzerfäusten in Brand schießen zu lassen. Am 2. Mai 1945 schließlich rückten französische Truppen nach Lustenau ein und wurden widerstandslos, nach Schilderungen von französischen Soldaten sogar warmherzig, empfangen. [46]

439 Lustenauer fielen im Zweiten Weltkrieg, die meisten in den Jahre 1944 und 1945. Drei Lustenauerinnen starben bei Bombenangriffen außerhalb Lustenaus, und 32 Lustenauer starben nach Ende des Krieges in Kriegsgefangenschaft oder an den Folgen von Verwundungen. [47]

Lustenau in der Zweiten Republik[Bearbeiten]

In Lustenau waren in den ersten Monaten der Besatzungszeit bis zu 600 französische Soldaten stationiert, die meisten davon waren in den Schulgebäuden untergebracht. Zeitzeugen beschreiben das Verhältnis der Bevölkerung zu den hauptsächlich aus Marokko stammenden Besatzern größtenteils positiv. Auch sexuelle Beziehungen zwischen einheimischen Frauen und marokkanischen Soldaten kamen vor, und im Frühjahr 1946 verzeichnete ganz Vorarlberg überdurchschnittlich viele außereheliche Geburten. Andererseits beklagten die Bewohner Lustenaus auch immer wieder Diebstähle oder Vandalismus durch die Besatzungssoldaten, was in Anbetracht der sowieso knappen Versorgungslage für besonderen Unmut sorgte: in Lustenau waren in den ersten Wochen nach Kriegsende nicht nur die Einwohner und die Besatzer zu versorgen, sondern auch noch 1500 ausländische Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und Flüchtlinge. Der größte Teil der Besatzungstruppen dürfte Lustenau in den Jahren 1947 bis 1949 bereits wieder verlassen haben. [48]

Zum Zwecke der Entnazifizierung bildete eine Gruppe von Lustenauern mit einem auffällig hohen Anteil an Sozialdemokraten ein „Freiheitskomitee“, das später in der vorarlbergweiten „Österreichischen Demokratischen Widerstandsbewegung, Land Vorarlberg“ aufging. Wie auch im Rest Vorarlbergs erfuhren besonders Industrielle bei der Beurteilung ihrer Rolle im Dritten Reich relativ große Nachsicht – alles andere hätte die Schließung von einer Vielzahl von Betrieben und einen sprunghaften Anstieg der Arbeitslosigkeit bedeutet. [49]

Politisch schlossen die Verhältnisse nahtlos an die Zeit vor dem Anschluss an Deutschland an. Besonders bei der ÖVP und dem WdU (später FPÖ), aber auch bei der SPÖ waren die führenden Köpfe durchwegs bereits aus den jeweiligen Vorgängerorganisationen der Zwischenkriegszeit bekannt. Auch die Stimmenverteilung bei den ersten Wahlen glich durchaus den Ergebnissen der Ersten Republik. [50] Komplett verändert war jedoch das Gesprächsklima zwischen den Parteien. Bürgermeister Josef Bösch erwies sich als ein Mann des Ausgleichs und des Konsens. Wenige Jahre nach Kriegsende florierte auch die Stickerei wieder – nach wie vor das wichtigste Standbein der Lustenauer Wirtschaft – und die Gemeinde konnte sich einige wichtige Investitionen leisten, darunter eine Hauptschule, ein neues Rathaus und das Reichshofstadion. [51]

Zu einem Generationenwechsel in der Gemeindepolitik kam es erst im Zuge der Gemeinderatswahlen 1960, als ein Konflikt zwischen dem inzwischen 71-jährigen Josef Bösch und dem um 30 Jahre jüngeren Ulrich Fitz die ÖVP tief spaltete und Robert Bösch als lachender Dritter die FPÖ bis auf 114 Stimmen an die ÖVP heranführen konnte. Mit Unterstützung der SPÖ wurde der erst 38-jährige Robert Bösch am 23. April 1960 zum Bürgermeister gewählt. Er behielt dieses Amt 22 Jahre lang. Während der Sechziger- und Siebzigerjahre veränderte die Gemeinde Lustenau ihr Gesicht maßgeblich: die boomende Stickereiindustrie – 1970 waren zwei Drittel der Vorarlberger Stickereiexporteure in Lustenau ansässig[52] – brachte der Bevölkerung Wohlstand und der öffentlichen Hand beachtliche Investitionsmöglichkeiten. In die Amtszeit des Bürgermeisters Robert Bösch fiel unter anderem der Bau von drei Volksschulen, einer Hauptschule, einer Handelsakademie, drei Kindergärten, einem Altersheim und einem Sport- und Erholungszentrum mit Parkbad, Eishalle und Tennisplätzen. Auch die Eröffnung eines autonom verwalteten Jugendhauses in Lustenau geht auf seine Initiative zurück. Andere Projekte, wie die Schaffung eines attraktiven Ortszentrums oder der Bau der Bodensee Schnellstraße, scheiterten an politischen Widerständen. [53]

1982 stand die österreichische Stickereiindustrie auf ihrem Höhepunkt, alleine die Exporte nach Nigeria erreichten einen Wert von drei Milliarden Schilling. Innerhalb eines Jahres halbierte sich dieser Wert.[54] Für Lustenau wurde damit eine Neuausrichtung der Wirtschaftspolitik notwendig, die durch gezielte Ansiedlung von Technologie-Unternehmen in zwei neu geschaffenen Industriegebieten vollzogen wurde.

Die beiden weiteren auf Robert Bösch folgenden FPÖ-Bürgermeister in Lustenau, Dieter Alge und Hans-Dieter Grabher, waren wie bereits ihr Vorgänger klar dem liberalen Lager der Partei zuzuordnen. Besonders nach dem Aufstieg Jörg Haiders kam es zunehmend zur Distanzierung der Lustenauer FPÖ von der Linie der Bundespartei. Dieter Alge konnte mit dem Bau des Reichshofsaales einen wichtigen positiven Akzent für die Entwicklung der Lustenauer Kultur- und Vereinslandschaft setzen. Der anfangs sehr populäre Hans-Dieter Grabher verlor durch die Umsetzung höchst umstrittener Entscheidungen wie der Schließung des Entbindungsheimes oder der Neugestaltung des Kirchplatzes zunehmend den Rückhalt in der Bevölkerung.[55]

Bei den Bürgermeisterwahlen 2010 schließlich gewann mit Kurt Fischer erstmals nach 50 Jahren wieder ein Kandidat der ÖVP im ersten Wahlgang das Bürgermeisteramt. In der zeitgleich abgehaltenen Gemeindevertretungswahl schaffte die ÖVP einen Erdrutschsieg und gewann die absolute Mehrheit.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Die erste Volkszählung fand 1750 statt und ergab 1073 Einwohner. Die Gemeinde Lustenau verzeichnet während großer Strecken ihrer Geschichte ein wesentlich höheres Bevölkerungswachstum als der Durchschnitt Vorarlbergs.


Bevölkerung[Bearbeiten]

Der Reichshof Lustenau war aufgrund seiner politischen Sonderstellung über Jahrhunderte hinweg vergleichsweise stark von seiner Umgebung abgeschottet. Erst ab 1837 wurden fremde Männer zu Bürgern aufgenommen.[56] Aufgrund dessen hat sich in Lustenau ein markanter Dialekt entwickelt und erhalten, der sich von den anderen alemannischen Dialekten der Umgebung erkennbar unterscheidet. Wesentliche Abgrenzungsmerkmale sind vor allem häufige Triphthonge (z.B. Wäiög - Weg, schöüö - schön, Weiöntr - Winter, Gauöß - Geiß) und ein eingeschobenes „n“ in zahlreichen Wörtern (Muns - Muus (Vorarlbergisch) - Maus). Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts vermischt sich der Lustenauer Dialekt zunehmend mit den Mundarten der Umgebung.

Eine weitere Folge der jahrhundertelangen Eigenständigkeit Lustenaus ist die Dominanz einiger weniger Familiennamen. Die im Jahre 1806 gezählten 1998 Einwohner verteilten sich auf lediglich 19 Familiennamen, die auch 1950 noch von 60 % der Bevölkerung getragen wurden.[57] Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass die Verwendung von Haus- oder Vulgonamen seit dem 17. Jahrhundert bis ins späte 20. Jahrhundert in Lustenau noch stärker ausgeprägt war als im restlichen Vorarlberg.

Die blühende Stickereiindustrie hatte im 20. Jahrhundert eine starke Zuwanderungsbewegung aus der Türkei zur Folge. Der Anteil ausländischer Staatsbürger ist jedoch inzwischen wieder rückgängig. Betrug er 1990 noch 18,8 %, so war er 2002 auf 16,0 % und 2010 auf 14,9 % gesunken.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

  • Das Museum Rhein Schauen zeigt die Geschichte der Rheinregulierung.
  • Dem hohen Stellenwert der Stickereiindustrie in Lustenau wird durch das Stickereimuseum Rechnung getragen.
  • Die Galerie Stephanie Hollenstein beherbergt über 1000 Exponate aus dem Nachlass der expressionistischen Künstlerin Stephanie Hollenstein.
  • Im Radiomuseum sind rund 400 Objekte, von den ersten Empfängern bis zu modernen Geräten, ausgestellt.

Musik[Bearbeiten]

Der Ortspfarrer von Lustenau und spätere Dekan Franz Joseph Rosenlächer gab nicht nur den Anstoß zur Pflege der Kirchenmusik, sondern auch zur weltlichen Musik, zumindest zur Pflege der Blasmusik in Lustenau. Das Vorarlberger Blasmusikwesen hatte seine Vorbilder in der Schweiz und im Bodenseeraum. Im Jahr 1819 wurde im Schweizer Ort Berneck ein Musikverein gegründet. Im selben Jahr wird von Pfarrer Rosenlächer in die Pfarrchronik folgende Eintragung gemacht: „Im September 1819 munterte ich mehrere hiesige Jünglinge auf, bei einem dafür angetragenen Musikmeister den kommenden Winter über Musik zu erlernen, was von diesen gern angenommen wurde.“ Zwei Jahre später ist in der Pfarrchronik zu lesen: „Den 21. Juni 1821, am Fest Corpus Christi, hat die hiesige Musik- und Schützengesellschaft sich zum ersten Mal in türkischer Musik produziert.“ Dies war das Gründungsjahr des Musikverein Harmonie Lustenau.

Im Jahr 1886 folgte die Gründung eines zweiten Musikvereines, des Musikverein Cäcilia Lustenau. Grund waren politische Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der Alten Partei (liberal) und Anhängern der Neuen Partei (christlichsozial), woraufhin letztere den neuen Verein gründeten. Nachdem die „Cäcilia“ im Jahr 1938 aus politischen Gründen von der NSDAP aufgelöst worden war, kam es 1947 zur Neugründung des Vereins unter dem neutralen Namen Musikverein Lustenau, dem sowohl Musikanten der „Harmonie“, als auch der „Cäcilia“ angehörten.

Bereits im Jahre 1899 war es zur Gründung eines dritten Musikvereines gekommen, dem Musikverein Concordia Lustenau, nachdem sich in der Bevölkerung des Ortsteiles Rheindorf immer mehr der Wunsch nach einer eigenen Musikkapelle geregt hatte.

Bauwerke[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Lustenau

Kirchen und Kapellen[Bearbeiten]

Lorettokapelle

Die älteste belegte Pfarrkirche Lustenaus wurde bei einem Rheinhochwasser im Jahre 1206 zerstört. Über 100 Jahre hinweg wurde der Gottestdienst in einem Holzgebäude gehalten, bis 1306 eine neue Kirche gebaut wurde. Der Rhein verwüstete 1548 auch diese. Die dritte, 1581 errichtete Kirche war nach 91 Jahren bereits so baufällig, dass sie abgebrochen wurde.[21]

Der älteste erhaltene Sakralbau Lustenaus ist die barocke Lorettokapelle, die 1645 von der Familie des Hofamann Hagen gestiftet wurde. Die kleine Kapelle gehört heute zur Pfarrgemeinde Rheindorf.

Die im Jahre 1672 errichtete vierte Pfarrkirche ist das erste Gotteshaus, das im heutigen Ortszentrum stand. 1737 wurde der Turm erhöht. 1830 wurde diese Kirche abgerissen und auf den bestehenden Fundamenten eine dreischiffige Kirche mit Kuppelturm nach Plänen von Alois Negrelli gebaut. Bereits bei der Einweihung 1832 zeigten sich die Einwohner sehr unzufrieden mit dem schwerfälligen, düsteren Gebäude. 1873 wurde es wieder abgerissen, um einem weiteren Neubau Platz zu machen.[21]

Pfarrkirche St. Peter und Paul

Die heute noch bestehende Pfarrkirche St. Peter und Paul wurde 1873 bis 1875 als Hallenkirche mit Flachdecken gebaut und 1951 bis 1954 nach Plänen von Otto Linder renoviert. Bei einem weiteren Umbau im Jahre 1991 erhielt sie ihr heutiges Aussehen.

Von 1898 bis 1901 wurde die St. Antoniuskapelle am Wiesenrain errichtet.

Mit der Erlöserkirche, die zwischen 1933 und 1935 nach Plänen von Willibald Braun und Emanuel Thurnherr gebaut wurde, erhielt der nördliche Teil Lustenaus („Rheindorf“) eine eigene Pfarrei. Damals wurde bereits eine Orientierung der zukünftigen Gemeindeentwicklung Richtung Norden erkannt.

1969 bis 1975 schließlich wurde im südlichen Teil Lustenaus, „Hasenfeld“, die Guthirtenkirche nach Plänen von Heinrich Tritthart gebaut.

Profanbauten[Bearbeiten]

Kirchpark mit dem teilweise überdachten Blauen Platz

Vom Einkaufszentrum Kirchpark im Zentrum Lustenaus ragt Europas größtes ungestütztes Vordach über den Kirchplatz, der wegen seiner blauen Färbung im Volksmund Blauer Platz genannt wird. Sowohl die Errichtung des Kirchparks, als auch die Neugestaltung des Kirchplatzes wurde sehr kontrovers diskutiert. Obwohl sich in einer Volksabstimmung eine knappe Mehrheit der Bevölkerung gegen die Neugestaltungspläne votierten, wurde der Bau fortgesetzt.

Sport[Bearbeiten]

In Lustenau steht ein Fußballstadion, in dem die heimischen Klubs SC Austria Lustenau und FC Lustenau 07, Vorarlbergs ältester Fußballverein, spielen. Das Reichshofstadion gilt seit 1952 als Heimstätte der Austria. Seit 2003 spielt auch der FC im Stadion, da das im Eigentum der Gemeinde stehende und bis dahin als Spielstätte des FC Lustenau genutzte Stadion an der Holzstraße nicht den Anforderungen der österreichischen Ersten Liga entsprach. Im Reichshofstadion befand sich auch eine Laufbahn, die aber einer Erweiterung der Tribünenkapazität weichen musste. Der FC und die Austria spielen beide in der zweitklassigen Ersten Liga und die Austria ist seit über 10 Jahren in Österreichs Profiligen vertreten. So stieg die Austria 1997 zum ersten Mal nach über 23 Jahren ohne Vorarlberger Beteiligung in die Bundesliga auf. Dort konnte sie sich drei Jahre lang halten.

Das Parkbad (Freibad) und die Rheinhalle (Eislauf-/Eishockeyhalle) bilden die Kernelemente des Sportzentrums Lustenau. Der Eishockeyclub Lustenau (EHC Lustenau) bestreitet seine Heimspiele in der Rheinhalle, der Handballclub Lustenau (HC Lustenau) in der Dreifach-Sporthalle des Bundesgymnasiums Lustenau, das ebenfalls im Sportzentrum beheimatet ist. In naher Zukunft steht eine Erweiterung des Sportzentrums an. Errichtet werden soll eine Leichtathletikanlage, sowie ein Sportplatz für das anliegende Bundesgymnasium. Eventuell könnte auch ein neues Fußballstadion als neue Heimstätte für den FC Lustenau 07 errichtet werden. Ein weiterer Plan sieht die Errichtung eines Budō-Zentrums für fernöstliche Kampfsportarten vor.

Im Rahmen der Weltgymnaestrada 2007 wurden im Reichshofstadion die Großgruppenvorführungen abgehalten. Nebenbei diente Lustenau als National Village für die Schweizer Athleten und Athletinnen.

Jährlich im Juni findet in Lustenau seit 1989 das Luschnouar Ironmännli statt – ein Sprint-Triathlon (500 m Schwimmen, 19,2 km Radfahren, 5,2 km Laufen). Weiters gibt es zwei Leichtathletikvereine, die Turnerschaft Lustenau sowie die Turnerschaft Jahn Lustenau.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Der Kultur- und Jugendverein „Szene Lustenau“ veranstaltet jeden Sommer mit dem Szene Openair das größte Open-Air-Festival Vorarlbergs.

Jedes Jahr am 2. Sonntag im Oktober findet die Lustenauer Kilbi statt. Die Kilbi, das Kirchweihfest der Pfarre St. Peter und Paul, ist eines der größten Volksfeste Vorarlbergs und zieht jährlich tausende Besucher an.

Von Juni bis August findet jedes Jahr die wöchentliche Veranstaltung „Sommer am Platz“ im Zentrum der Gemeinde statt. Dabei wird abwechslungsreiches musikalisches Programm geboten, das teils auch von heimischen Bands und der ansässigen Musikschule bestritten wird.

Seit 1975 finden regelmäßig Jazzkonzerte statt, veranstaltet vom Jazzclub Lustenau. So sind Weltstars wie Dexter Gordon, Michel Petrucciani oder Chet Baker schon in Lustenau aufgetreten.

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

  • Käsdönnala (außerhalb Lustenaus Käsefladen genannt) bestehen aus einem mit einer Käse-Zwiebel-Mischung belegten Hefeteig.
  • Riebel ist ein Schmarren aus Maisgrieß (selten Weizengrieß) und war im 19. Jahrhundert das Hauptnahrungsmittel der Rheintaler Bauern.
  • Mehrere Lustenauer Gasthäuser bieten von Zeit zu Zeit unter dem Titel „Alt Luschtnouar Kosch“ traditionelle Gerichte an.
  • Lustenauer Senf, ein Produkt aus traditionellem Familienbetrieb, der seit 1911 Senf in verschiedenen Variationen herstellt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Lustenau liegt abseits der Hauptverkehrsachse durch das Rheintal (BregenzDornbirnFeldkirch), ist jedoch ein wichtiger Grenzort zur Schweiz.

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Wiesenrainbrücke anlässlich der Ballontage 2008

Die Rheinstraße (L 203) durchzieht Lustenau von Süden nach Norden und stellt die Verbindung nach Hohenems und Hard dar. Die von Dornbirn kommende, außerhalb des Ortsgebiets vierspurig ausgebaute Lustenauer Straße (B 204) mündet im Süden der Gemeinde in die B 203 und zweigt nach etwa 1,7 km zur Bundesgrenze zur Schweiz ab. Die Transitroute München – Zürich führt auf diesen beiden Straßen mitten durch das Gemeindegebiet Lustenaus. Die zunehmende Belastung durch den Schwerverkehr ist zu einem stetig wachsenden Problem geworden.

Die vier Brücken über den Rhein führen (von Norden nach Süden) nach Höchst, Au (CH), Widnau (CH) und Diepoldsau (CH). Weitere wichtige Straßenverbindungen bestehen (im Uhrzeigersinn) nach Hard, Wolfurt, Dornbirn und Hohenems.

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Lustenau

Der unbesetzte Bahnhof Lustenau liegt an der eingleisig ausgebauten Eisenbahnstrecke Bregenz - St. Margrethen. Während alle der stündlich zwischen Bregenz oder Lindau und St. Margrethen verkehrenden Regionalzüge im Bahnhof Lustenau halten, fahren die EuroCity-Züge der Verbindung MünchenZürich ohne Halt durch. Die Haltestelle Lustenau Markt wurde im Jahr 2011 aufgelassen.

Öffentlicher Nahverkehr[Bearbeiten]

Neun Buslinien des Landbus Unterland führen durch Lustenau und ermöglichen eine umsteigefreie Fahrt nach Gaißau, Höchst, Fußach, Hard, Bregenz, Dornbirn, Hohenems, Götzis, Heerbrugg und Widnau. Daneben existieren Ortsbuslinien die vollkommen in das Landbussystem integriert sind. Wichtigster ÖPNV-Knotenpunkt ist der Bahnhof Lustenau an dem getaktete Anschlüsse in alle Richtungen bestehen.

Von 1902 bis 1938 existierte die Elektrische Bahn Dornbirn–Lustenau, das „Tram“, ehe es der Massenautomobilisierung zum Opfer fiel. Es existieren Pläne für die Neuerrichtung einer Ringstraßenbahn im unteren Rheintal. Das vorliegende Konzept würde sowohl eine Linie Lustenau – Dornbirn, sowie eine Linie Lustenau – Höchst – Bregenz vorsehen. Im Jahr 2008 wurde das Projekt für den Staatspreis für Verkehr des österreichischen Verkehrsministeriums nominiert.[58] In den 60er Jahren kursierten bereits Pläne für die Errichtung eines Trolleybusnetzes, das Lustenau mit den Nachbargemeinden verbinden hätte sollen. Derzeit favorisiert die Vorarlberger Landesregierung die Errichtung eines „Bus Rapid Transit“-Systems, das in etwa dieselben Korridore wie die Ringstraßenbahn abdecken würde.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

In der Gemeinde gab es im Jahr 2003 570 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 4964 Beschäftigten und 260 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 8556. Der Anteil der landwirtschaftlichen Flächen an der Gesamtfläche liegt bei 58,4 %.

Industriegebiet Millennium-Park

Nachdem gegen Ende des 20. Jahrhunderts die in Lustenau vorherrschende Stickereiindustrie in eine schwere Strukturkrise geraten war, wurde durch die Schaffung von Industriegebieten (Rasis Bündt, Millennium Park) und Gewerbeparks (Impulszentrum Fabrik, Life Center, vis a vis) gezielt die Ansiedlung neuer Betriebe aus den verschiedensten Branchen gefördert.

Die größten Unternehmen in Lustenau sind (nach Körperschaftsteueraufkommen, Stand Ende 2003):

  • Walter Bösch KG (Heizungs-, Reinigungs- und Klimatechnik)
  • Fulterer GmbH (Schubladenführungen)
  • Alge Elastic GmbH (Gummibandweberei)
  • KRAL AG (Pumpen und Durchflussmessgeräte)
  • NewLogic Technologies GmbH (Informationstechnologie)
  • Saeco Austria AG (Österreich-Ableger des Kaffeemaschinenherstellers)
  • SIE GmbH (Technologieunternehmen)

Bildung[Bearbeiten]

Das Bundesgymnasium in Lustenau

In Lustenau gibt es fünf Volksschulen (Hasenfeld, Kirchdorf, Private Volksschule Elia, Rheindorf und Rotkreuz), drei Hauptschulen (Hasenfeld, Kirchdorf und Rheindorf) und ein Sonderpädagogisches Zentrum, sowie ein Bundesgymnasium und eine Handelsschule und Handelsakademie.

Die Rheintalische Musikschule und das Seminar für Jazz und Popmusik (Jazzseminar) sowie eine Volkshochschule ergänzen das Bildungsangebot.

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

SPÖ
GRÜNE
ÖVP
FPÖ
SPÖ GRÜNE ÖVP FPÖ 
Von 36 Sitzen entfallen auf:

Stand: nach der Wahl 2010

Gemeindevorstand[Bearbeiten]

Name Partei Ressort
Kurt Fischer ÖVP Bürgermeister
Walter Natter ÖVP Vizebürgermeister, Hochbau
Ernst Hagen FPÖ Bildung
Dietmar Haller ÖVP Verkehr
Susanne Andexlinger ÖVP Soziales, Gesundheit, Senioren
Martin Fitz FPÖ Raumplanung, Gemeindeentwicklung
Janine Gozzi ÖVP Jugend, Bürgerbeteiligung
Christine Vetter Grüne Umwelt, Energie, Landwirtschaft
Wolfgang Bösch FPÖ Tiefbau
Daniel Steinhofer ÖVP Kultur

Bürgermeister[Bearbeiten]

Kurt Fischer (2010)

Der im Jahre 1395 amtierende Ammann Hans Benst ist das erste urkundlich belegte Oberhaupt der Gemeinde Lustenau. Bis 1806, also solange Lustenau ein freier Reichshof war, wurden die Ammänner aufgrund von Vorschlägen der Gemeindebürger vom Landesfürsten bestimmt. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich nach und nach ein demokratisches Wahlrecht, und der Begriff des „Ammanns“ wurde mit der Zeit von der Bezeichnung „Ortsvorsteher“ abgelöst. Nach der Markterhebung Lustenaus 1902 schließlich setzte sich die Amtsbezeichnung „Bürgermeister“ durch.

Die folgende Grafik zeigt die Bürgermeister seit der Markterhebung 1902.

Kurt Fischer (ÖVP) Hans-Dieter Grabher Robert Bösch (Politiker) Ferdinand Jussel Josef Peintner Karl Bösch Josef Hollenstein

Wappen[Bearbeiten]

Wappen at lustenau.png
Siegel des Hofammans Hans Hagen aus dem 17. Jh.; im unteren Drittel ist das Schild mit dem Wappenlöwen zu sehen.

Das Wappen der Marktgemeinde Lustenau zeigt einen gekrönten, auf den Hinterbeinen stehenden Löwen, der zwischen seinen Vorderpranken ein silbernes Schild hält, auf dem drei mit einer roten Schleife zusammengebundene Ähren abgebildet sind.

Am 14. Jänner 1902 verlieh der Staat Österreich der Gemeinde das Recht zur Führung des althergebrachten Lustenauer Wappens, welches eine Modifizierung des reichshöfischen Siegels darstellt. Der im Zentrum stehende Löwe dürfte ursprünglich aus dem Wappen des Hofamanns Magnus Hagen stammen, das diesem 1599 verliehen worden war.

Auch die Krone, die der Löwe trägt, weist in die reichshöfische Zeit zurück. Die drei Ähren im Schild erinnern an die einstige Bedeutung der Landwirtschaft in Lustenau.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Datum der Verleihung Name Verdienst
14. Dezember 1888 Eugen Hillmann (1855–1936) Verdienste während des Hochwassers von 1888 [59]
1905 Philipp Krapf (1854–1939) Rheinbauleiter
20. Juli 1962 Josef Bösch (1889–1969) Bürgermeister 1946–1960 [60]
18. Jänner 1983 (posthum) Robert Bösch (1922–1983) Bürgermeister 1960–1982 [61]
26. Oktober 1998 Dieter Alge (* 1940) Bürgermeister 1982–1993 [62]
26. Oktober 2011 Hans-Dieter Grabher (* 1947) Bürgermeister 1993–2010 [63]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Alfred Bösch (Redaktion); Kulturreferat der Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Lustenau und seine Geschichte Band 1 – 4, Kulturreferat der Marktgemeinde Lustenau, Lustenau 1988–1996.
    • Band 1.: Alfred Bösch: Lustenau und seine Schulen 1988.
    • Band 2.: Erich Schneider: Musik und Theater in Lustenau 1989, ISBN 3-900954-01-1.
    • Band 3.: Adolf Bösch: Unser Gemeindearchiv, Kirchengeschichte in Lustenau, die Flurnamen von Lustenau. 1992, ISBN 3-900954-02-X.
    • Band 4.: Adolf Bösch: Geschichten aus dem alten Lustenau 1996, ISBN 3-900954-04-6.
  • Annemarie Bösch-Niederer: Lustenau. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 3, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2004, ISBN 3-7001-3045-7.
  • Hansgeorg Prix: Elektrische Bahn Dornbirn – Lustenau. Die EBDL 1902–1938, Heyn, Klagenfurt 1988, ISBN 3-85366-560-8.
  • Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau 1902 bis 2002. Eine Chronik. Marktgemeinde Lustenau, Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2.
  • Wolfgang Scheffknecht: Modernisierung und Verbürgerlichung. Lustenau 1860 bis 1914. In: Stadt und Bürgertum im Bodenseeraum. Forschungsberichte – Fachgespräche; Dokumentation zur Internationalen Tagung „Stadt und Bürgertum im Bodenseeraum“, 6. Dornbirner Geschichtstage, 19. bis 21. November 2003. Amt der Stadt Dornbirn, Stadtarchiv, Dornbirn 2008, S. 185–209.
  • Franz Stetter und Siegfried König: Lustenauer Familienbuch. 3 Bände, Federsee-Verlag, Bad Buchau 2012, ISBN 978-3-925171-96-3 (online - Version).
  • Priscilla Waldburg-Zeil: Der Palast von Hohenems Licht und Schatten. – Aus der Familiengeschichte Waldburg-Zeil-Hohenems und Schönborn-Wiesentheid, Győr, ISBN 963-86305-9-0.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lustenau – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Lustenau – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikivoyage: Lustenau – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  J. Georg Friebe: Landschaftsgeschichte und Landschaftswandel im Vorarlberger Rheintal. In: R. Alge (Hrsg.): Naturmonographie Gsieg - Obere Mähder (= Vorarlberger Naturschau - Forschen und Entdecken. Nr. 6). Dornbirn 1999, S. 29–34 (PDF-Datei; 262 KB, abgerufen am 22. Oktober 2013).
  2. a b  Elmar Vonbank: Ur- und frühgeschichtliche Zeugen aus der Landschaft um Lustenau. In: Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Lustenauer Heimatbuch. I. Band, Lustenau 1965, S. 13–52.
  3.  Robert Rollinger: Franz Joseph Rosenlächer, römische Münzen aus Lustenau und der Beginn der Beschäftigung mit der römischen Geschichte in Vorarlberg – Eine Spurensuche. In: Vorarlberger Verlagsanstalt (Hrsg.): Montfort (Vierteljahresschrift für Geschichte und Gegenwart Vorarlbergs). 2002, Heft 1, Dornbirn 2002, S. 7–31 (online, abgerufen am 23. Oktober 2013).
  4.  Elmar Grabherr: Die äußere politische Entwicklung Lustenaus. In: Vorarlberger Verlagsanstalt (Hrsg.): Montfort (Vierteljahresschrift für Geschichte und Gegenwart Vorarlbergs). 1979, Heft 2/3, Dornbirn 1979, S. 178–185 (online, abgerufen am 23. Oktober 2013).
  5.  Ludwig Welti, Historische Kommission für Vorarlberg und Liechtenstein (Hrsg.): Geschichte der Reichsgrafschaft Hohenems und des Reichshofes Lustenau (= Forschungen zur Geschichte Vorarlbergs und Liechtensteins. 4. Band). Universitäts-Verlag Wagner, Innsbruck 1930, S. 1.
  6.  Josef Grabherr, Ernst Scheffknecht: Kaiser Karl III. in Lustenau. In: Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Lustenauer Heimatbuch. I. Band, Lustenau 1965, S. 60.
  7.  Ludwig Welti: Vom karolingischen Königshof zur größten österreichischen Marktgemeinde. In: Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Lustenauer Heimatbuch. I. Band, Lustenau 1965, S. 84f.
  8.  Ludwig Welti, Historische Kommission für Vorarlberg und Liechtenstein (Hrsg.): Geschichte der Reichsgrafschaft Hohenems und des Reichshofes Lustenau (= Forschungen zur Geschichte Vorarlbergs und Liechtensteins. 4. Band). Universitäts-Verlag Wagner, Innsbruck 1930, S. 24.
  9.  Ludwig Welti, Historische Kommission für Vorarlberg und Liechtenstein (Hrsg.): Geschichte der Reichsgrafschaft Hohenems und des Reichshofes Lustenau (= Forschungen zur Geschichte Vorarlbergs und Liechtensteins. 4. Band). Universitäts-Verlag Wagner, Innsbruck 1930, S. 47f.
  10.  Ludwig Welti: Vom karolingischen Königshof zur größten österreichischen Marktgemeinde. In: Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Lustenauer Heimatbuch. I. Band, Lustenau 1965, S. 95.
  11.  Ludwig Welti, Historische Kommission für Vorarlberg und Liechtenstein (Hrsg.): Geschichte der Reichsgrafschaft Hohenems und des Reichshofes Lustenau (= Forschungen zur Geschichte Vorarlbergs und Liechtensteins. 4. Band). Universitäts-Verlag Wagner, Innsbruck 1930, S. 63ff.
  12.  Ludwig Welti: Vom karolingischen Königshof zur größten österreichischen Marktgemeinde. In: Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Lustenauer Heimatbuch. I. Band, Lustenau 1965, S. 86f.
  13.  Ludwig Welti: Vom karolingischen Königshof zur größten österreichischen Marktgemeinde. In: Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Lustenauer Heimatbuch. I. Band, Lustenau 1965, S. 177–211.
  14.  Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Archivgespräch und Präsentation der Neujahrsblätter. In: Lustenauer Gemeindeblatt. Nr. 19, 2014, S. 7 (http://www.lustenau.at/de/archivgespraech-und-praesentation-der-neujahrsblaetter, abgerufen am 8. Mai 2014).
  15.  Karl Heinz Burmeister: Die jüdische Gemeinde in Hohenems und ihre Auswirkungen auf Lustenau. In: Vorarlberger Verlagsanstalt (Hrsg.): Montfort (Vierteljahresschrift für Geschichte und Gegenwart Vorarlbergs). 1989, Heft 3/4, Dornbirn 1989, S. 289–301 (online, abgerufen am 25. Oktober 2013).
  16.  Ludwig Welti, Historische Kommission für Vorarlberg und Liechtenstein (Hrsg.): Geschichte der Reichsgrafschaft Hohenems und des Reichshofes Lustenau (= Forschungen zur Geschichte Vorarlbergs und Liechtensteins. 4. Band). Universitäts-Verlag Wagner, Innsbruck 1930, S. 155–179.
  17.  Ludwig Welti, Historische Kommission für Vorarlberg und Liechtenstein (Hrsg.): Geschichte der Reichsgrafschaft Hohenems und des Reichshofes Lustenau (= Forschungen zur Geschichte Vorarlbergs und Liechtensteins. 4. Band). Universitäts-Verlag Wagner, Innsbruck 1930, S. 199–232.
  18.  Ludwig Welti: Vom karolingischen Königshof zur größten österreichischen Marktgemeinde. In: Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Lustenauer Heimatbuch. I. Band, Lustenau 1965, S. 421.
  19.  Ludwig Welti, Historische Kommission für Vorarlberg und Liechtenstein (Hrsg.): Geschichte der Reichsgrafschaft Hohenems und des Reichshofes Lustenau (= Forschungen zur Geschichte Vorarlbergs und Liechtensteins. 4. Band). Universitäts-Verlag Wagner, Innsbruck 1930, S. 261f.
  20.  Ludwig Welti: Vom karolingischen Königshof zur größten österreichischen Marktgemeinde. In: Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Lustenauer Heimatbuch. I. Band, Lustenau 1965, S. 311.
  21. a b c Hannes Grabher: Brauchtum, Sagen und Chronik. 2. Auflage. Lustenau 2002, ISBN 3-900954-5-4 (formal falsche ISBN), S. 256f.
  22.  Ludwig Welti, Historische Kommission für Vorarlberg und Liechtenstein (Hrsg.): Geschichte der Reichsgrafschaft Hohenems und des Reichshofes Lustenau (= Forschungen zur Geschichte Vorarlbergs und Liechtensteins. 4. Band). Universitäts-Verlag Wagner, Innsbruck 1930, S. 264–267.
  23.  Ludwig Welti, Historische Kommission für Vorarlberg und Liechtenstein (Hrsg.): Geschichte der Reichsgrafschaft Hohenems und des Reichshofes Lustenau (= Forschungen zur Geschichte Vorarlbergs und Liechtensteins. 4. Band). Universitäts-Verlag Wagner, Innsbruck 1930, S. 269–300.
  24.  Ludwig Welti: Vom karolingischen Königshof zur größten österreichischen Marktgemeinde. In: Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Lustenauer Heimatbuch. I. Band, Lustenau 1965, S. 351–365.
  25.  Hannes Grabher: Brauchtum, Sagen und Chronik. Zweite Auflage. Lustenau 2002, S. 281.
  26.  Ludwig Welti: Vom karolingischen Königshof zur größten österreichischen Marktgemeinde. In: Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Lustenauer Heimatbuch. I. Band, Lustenau 1965, S. 427–442, 455–473.
  27.  Ludwig Welti: Vom karolingischen Königshof zur größten österreichischen Marktgemeinde. In: Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Lustenauer Heimatbuch. I. Band, Lustenau 1965, S. 326–341.
  28.  Ludwig Welti: Vom karolingischen Königshof zur größten österreichischen Marktgemeinde. In: Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Lustenauer Heimatbuch. I. Band, Lustenau 1965, S. 397–408.
  29.  Hannes Grabher: Brauchtum, Sagen und Chronik. Zweite Auflage. Lustenau 2002, S. 283.
  30.  Ludwig Welti: Vom karolingischen Königshof zur größten österreichischen Marktgemeinde. In: Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Lustenauer Heimatbuch. I. Band, Lustenau 1965, S. 364.
  31.  Hannes Grabher: Brauchtum, Sagen und Chronik. Zweite Auflage. Lustenau 2002, S. 285, 289.
  32.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 35f.
  33.  Hannes Grabher: Brauchtum, Sagen und Chronik. Zweite Auflage. Lustenau 2002, S. 292ff.
  34.  Ludwig Welti: Vom karolingischen Königshof zur größten österreichischen Marktgemeinde. In: Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Lustenauer Heimatbuch. I. Band, Lustenau 1965, S. 484f.
  35.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 67–76.
  36.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 14–23.
  37.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 98–100.
  38.  Robert Bösch: 75 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Südwest-Presseverlag, Innsbruck 1978, S. 14.
  39.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 128–145, 194ff.
  40.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 169ff, 198, 200–204, 214.
  41.  Robert Bösch: 75 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Südwest-Presseverlag, Innsbruck 1978, S. 28.
  42.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 222f.
  43. a b  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 236–243.
  44.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 243f.
  45.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 245–251.
  46.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 272f.
  47.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 252.
  48.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 274–282, 290, 292.
  49.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 283–290.
  50.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 291.
  51.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 330–334.
  52.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 50.
  53.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 335–342.
  54.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 318.
  55.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 343–351.
  56.  Hannes Grabher: Brauchtum, Sagen und Chronik. Zweite Auflage. Lustenau 2002, S. 275.
  57.  Ludwig Welti: Vom karolingischen Königshof zur größten österreichischen Marktgemeinde. In: Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Lustenauer Heimatbuch. I. Band, Lustenau 1965, S. 486–491.
  58. Ringstrassenbahn Unterland: Staatspreis für Verkehr, 28. Januar 2009.
  59.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 218f.
  60.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 334.
  61.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 342.
  62.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 346.
  63.  Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Lustenau hat einen neuen Ehrenbürger und drei weitere Würdenträger. In: Lustenauer Gemeindeblatt. Nr. 44, 2011, S. 5–8.