Lustenau

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Dieser Artikel behandelt die in Vorarlberg gelegene Marktgemeinde Lustenau. Für den gleichnamigen Stadtteil der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz siehe Lustenau (Linz).
Lustenau
Wappen von Lustenau
Lustenau (Österreich)
Lustenau
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Dornbirn
Kfz-Kennzeichen: DO
Fläche: 22,25 km²
Koordinaten: 47° 26′ N, 9° 40′ O47.42719.6711388888889404Koordinaten: 47° 25′ 38″ N, 9° 40′ 16″ O
Höhe: 404 m ü. A.
Einwohner: 21.655 (1. Jän. 2014)
Postleitzahlen: 6890, 6893
Vorwahl: 05577
Gemeindekennziffer: 8 03 03
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstraße 1
6890 Lustenau
Website: www.lustenau.at
Politik
Bürgermeister: Kurt Fischer (ÖVP)
Gemeindevertretung: (2010)
(36 Mitglieder)
19 ÖVP,
11 FPÖ und Parteifreie,
4 Grüne,
2 SPÖ und Unabhängige
Lage der Marktgemeinde Lustenau im Bezirk Dornbirn
Dornbirn Hohenems Lustenau VorarlbergLage der Gemeinde Lustenau im Bezirk Dornbirn (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Kirchplatz mit Reichshofsaal
Kirchplatz mit Reichshofsaal
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Lustenau ist mit 21.655 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) die einwohnerreichste Marktgemeinde Österreichs und liegt im Westen des Bundeslandes Vorarlberg.

Bis 1806 war Lustenau ein freier Reichshof des Heiligen Römischen Reichs und wurde nach dessen Auflösung für kurze Zeit ein unabhängiger Staat. Erst 1830 kam Lustenau endgültig zu Österreich. Die bis ins 19. Jahrhundert agrarisch geprägte Gemeinde wurde im 20. Jahrhundert zu einem Zentrum der Vorarlberger Stickereiindustrie und ist heute eine wichtige Grenzgemeinde zur Schweiz und Industriestandort. Im übrigen Vorarlberg ist der Ort insbesondere für den markanten Dialekt seiner Bewohner und das große Kirchweihfest, die „Kilbi“, bekannt. Im sportlichen Bereich wird der Name Lustenau vor allem mit erfolgreichen Fußball- und Eishockeymannschaften in Verbindung gebracht.

Geografie[Bearbeiten]

Im Westen wird Lustenau vom Alpenrhein begrenzt.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Lustenau liegt am östlichen Ufer des Alpenrheins, im unteren Vorarlberger Rheintal, 4 km südlich des Bodenseeufers. Das Ortszentrum befindet sich auf 404 m ü. A.. Das Gemeindegebiet liegt vollständig in der Ebene westlich des Bregenzerwaldgebirges, es gibt keine bedeutenden natürlichen Erhöhungen.

Ausdehnung des Gemeindegebiets[Bearbeiten]

Von Norden nach Süden erstreckt sich das Gemeindegebiet über circa 8,5 km, von Westen nach Osten über ungefähr 4 km. Im Westen wird Lustenau vom Rhein begrenzt, im Nordosten von der Dornbirner Ach und im Osten vom Vorarlberger Rheintalbinnenkanal und vom Dornbirner Landgraben.

Gliederung der Gemeinde[Bearbeiten]

Ursprünglich bestand der Reichshof Lustenau aus den sieben Ortschaften Stalden, Holz, Wiesenrain, Grindel, Weiler, Rheindorf und Hag, die jedoch im 20. Jahrhundert durch die zunehmende Zersiedelung zusammenwuchsen und mittlerweile nicht mehr klar abgrenzbar sind. Heute wird Lustenau analog zu den Pfarrgemeinden meist in Rheindorf, Kirchdorf und Hasenfeld eingeteilt. Dabei handelt es sich weder um Katastralgemeinden noch um Gemeindebezirke im rechtlichen Sinne.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Höchst Fußach Lauterach
St. Margrethen (CH)

Au (CH)
Nachbargemeinden Dornbirn
Widnau (CH) Diepoldsau (CH) – Hohenems

Geologie[Bearbeiten]

Das Alpenrheintal ist eine für die Alpen untypische, mit jungem Lockergestein gefüllte Felswanne, die im Bereich des Lustenauer Gemeindegebiets 600 Meter tief ist.

Vor 4000 Jahren reichte der Bodensee bis nach Lustenau. Durch Ablagerungen aus dem Rhein und seinen Zuflüssen verlandete das Gebiet zuerst hauptsächlich im Bereich der Flussrinne, während seitlich davon flache, ausgedehnte Seen entstanden. In ihnen bildete sich aus feinkörnigen Schwebstoffen des Rheins ein Untergrund aus wasserstauendem Ton. Durch eine intensiv wachsende Sumpfvegetation entwickelten sich diese Restseen schließlich zu Torfmooren. Einige der Seen sind auf Landkarten des 19. Jahrhunderts noch eingezeichnet, auch Flurnamen wie „Seelache“ oder „Vorsee“ erinnern an diese inzwischen verschwundene Landschaft.[1]

Der Verlandungskörper in Lustenau besteht entlang des Rheins aus lehmigem Feinsand, in der Gemeindemitte aus Lehm und an den östlichen Gemeindegrenzen aus Torf.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte Lustenaus

Der Königs- und Reichshof Lustenau[Bearbeiten]

Erste urkundliche Erwähnung Lustenaus

Ein vom karolingischen Kaiser Karl III. (dem Dicken) in „Lustenoua“ am 24. Juli 887 unterzeichnetes Schriftstück stellt die älteste erhaltene urkundliche Erwähnung des Namens „Lustenau“ dar.[3]

Über die Udalrichinger kam der Königshof an die Grafen von Bregenz, nach deren Aussterben zurück ans Reich und später im Pfandweg an die Grafen von Werdenberg. 1334 bestätigte Kaiser Ludwig IV. (der Bayer) den Status der Lustenauer als freie Reichsleute und sicherte so die Reichsunmittelbarkeit des Hofes.[4]

1395 verpfändeten die Werdenberger um 5300 Pfund Heller die Feste Zwingenstein und den Hof Lustenau an die Ritter von Ems, 1526 wurde der Pfand in einen endgültigen Kauf umgewandelt.[5]

Im Jahre 1593 wurde das linksrheinische Widnau-Haslach (das Gebiet der heutigen Gemeinden Widnau, Schmitter und Au) von Lustenau abgeteilt, erhielt aber aufgrund der ungleichen Flächenverteilung auch Grundbesitz auf der rechtsrheinischen Seite zugesprochen, das sogenannte Schweizer Ried.[6]

Nach dem Aussterben der männlichen Linie der Hohenemser 1759 entwickelte sich eine jahrzehntelange Auseinandersetzung um die Besitzrechte an Lustenau zwischen Maria Theresia von Österreich auf der einen Seite und der hohenemsischen Erbin Maria Rebekka auf der anderen. 1790 wurde durch einen Staatsvertrag zwischen Österreich und Lustenau die Selbständigkeit des Reichshofes wiederhergestellt.[7]

Lustenau als Teil der österreichischen Monarchie[Bearbeiten]

Nach dem Zusammenbruch des Heiligen Römischen Reiches 1806 war Lustenau für einige Tage ein vollkommen selbständiger Staat unter hohenemsischer Herrschaft.[8] Als Bayern, das ja fast das gesamte restliche Vorarlberg beherrschte, auch die Hoheitsrechte in Lustenau beanspruchte, konnte die hohenemsische Erbin Maria Walburga den Verbleib der niederen Gerichtsbarkeit in ihren Händen erreichen.[9] Auch nachdem Vorarlberg 1814 an Österreich zurückgefallen war, blieb die Sonderstellung dieses Patrimonialgerichts aufrecht. Erst mit dem Verzicht des Hauses Hohenems und der feierlichen Übergabe der Gerichtsakten am 22. März 1830 wurde Lustenau endgültig österreichisch.[10]

Die im Jahre 1837 endgültig fixierte Aufteilung der Gemeindegründe (Allmende) auf die Einwohner von Lustenau bildete eine Grundlage für ein späteres starkes Wachstum.[11] Den eigentlichen Ausgangspunkt des wirtschaftlichen Aufschwungs markiert aber der Bau eines umfangreichen Netzwerks von Entwässerungskanälen und die Verbesserung der Hochwasserdämme am Rhein in den Jahren 1843 bis 1848 unter der Leitung von Kreisingenieur Martin Kink.[12]

Die erste Brücke über den Rhein wurde im Jahre 1867 zwischen der Ortschaft Rheindorf und der Schweizer Gemeinde Au eröffnet. 1872 folgte die Eisenbahnbrücke und 1875 die zweite Straßenbrücke.[13][14]

Hochwasser beim Gasthaus Engel in Lustenau, 1890

Die Brüder Johann und Josef Hofer stellten 1869 die ersten Plattstich-Handstickmaschinen in Vorarlberg auf. Damit war der Startschuss für die über 100 Jahre dauernde Dominanz der Stickereiindustrie in Lustenau gefallen.[15] Die immer noch massive Gefahr von Seiten des Rheins – zuletzt mit drei verheerenden Hochwasserkatastrophen in den Jahren 1888 und 1890[16] – wurde um die Wende zum 20. Jahrhundert durch die Rheinregulierung gebannt.

Am 13. Juni 1902, zu einem Zeitpunkt, als Lustenau nach Dornbirn und Bregenz die drittgrößte Gemeinde Vorarlbergs war, erhob Kaiser Franz Joseph den Ort zur Marktgemeinde.[17] Der Boom der Stickereiindustrie und der gebändigte Rhein führten zu einem massiven Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum in Lustenau, das allerdings durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs jäh gestoppt wurde.[18]

Erste Republik und Ständestaat[Bearbeiten]

Ergebnis der Volksabstimmung über den Anschluss Vorarlbergs an die Schweiz

Nach dem Zerfall der österreichischen Monarchie wurde Lustenau zum Zentrum der Initiative für den Anschluss Vorarlbergs an die Schweiz, die in der Volksabstimmung am 11. Mai 1919 gipfelte, schlussendlich aber an der politischen Realität scheiterte.

Die Wirtschaftskrise in den 1930er Jahren bescherte auch in Lustenau den Kommunisten und vor allem den Nationalsozialisten großen Zulauf.[19] Das österreichweite Verbot der KPÖ und der NSDAP im Mai bzw. Juni 1933 verhinderte – zumindest vorläufig – einen weiteren Aufstieg dieser Organisationen, Lustenau blieb aber ein Zentrum des nationalsozialistischen Untergrunds.[20]

Die prekäre finanzielle Lage eines Großteils der Bevölkerung spiegelte sich auch in einer Zunahme des Versicherungsbetrugs wider. Nach einer auffälligen Häufung von Bränden in gut versicherten, alten, baufälligen Wohnhäusern setzte die Landesfeuerversicherungsanstalt eine Belohnung für die Ermittlung vorsätzlicher Brandstifter aus.[21]

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich 1938 wurde Lustenau bei öffentlichen Investitionen – beispielsweise bei Entwässerungsprojekten – und staatlichen Zuschüssen stark bevorzugt. Die für die Gemeinde wichtige Stickereiindustrie jedoch kam durch die politische Isolation Deutschlands praktisch vollständig zum Erliegen. Das Münchner Unternehmen C. A. Steinheil & Söhne richtete eine Niederlassung in Lustenau ein, die zwischen 1939 und 1945 hauptsächlich Rüstungsaufträge erledigte und zu einem der größten Arbeitgeber im Ort wurde.[22]

Gedenkstätte für die Opfer der nationalsozialistischen Diktatur in Lustenau

Ein organisierter Widerstand gegen den Nationalsozialismus ist in Lustenau nicht nachweisbar. Es ist aber eine Vielzahl von Fällen der individuellen Opposition belegt, die mit Verhaftungen, mit der Einlieferung in ein Konzentrationslager oder gar mit der Todesstrafe geahndet wurden. Die Akteure dieses individuellen Widerstandes waren sowohl Vertreter der katholischen Kirche und Exponenten des ehemaligen Ständestaates als auch sozialdemokratische und kommunistische Arbeiter.[23] Das jüdische Leben in Vorarlberg konzentrierte sich zu dieser Zeit auf Hohenems und die Städte, daher fand in Lustenau auch keine gezielte Verfolgung oder Vertreibung von Juden statt.

Lustenau blieb von Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg weitestgehend verschont. Auch der Einmarsch der französischen Truppen in Lustenau lief ohne Widerstand und somit auch ohne Kampfhandlungen ab.[24]

Lustenau in der Zweiten Republik[Bearbeiten]

Die Stickerei verschaffte Lustenau auch nach dem Zweiten Weltkrieg einen wirtschaftlichen Aufschwung.[25] Besonders unter dem langjährigen Bürgermeister Robert Bösch (1960–1982) veränderte die Gemeinde ihr Gesicht maßgeblich. So fiel unter anderem der Bau von drei Volksschulen, einer Hauptschule, einer Handelsakademie, drei Kindergärten, einem Altersheim und einem Sport- und Erholungszentrum mit Parkbad, Eishalle und Tennisplätzen in diese Zeit.[26]

Als in den 1980er Jahren die gesamte österreichische Stickereiindustrie einbrach,[27] wurde für Lustenau eine Neuausrichtung der Wirtschaftspolitik notwendig, die durch gezielte Ansiedlung von Technologie-Unternehmen in zwei neu geschaffenen Industriegebieten vollzogen wurde.

Wie schon Robert Bösch waren auch seine Nachfolger als Bürgermeister, Dieter Alge und Hans-Dieter Grabher, klar dem liberalen Lager der FPÖ zuzuordnen. Besonders nach dem Aufstieg Jörg Haiders kam es zunehmend zur Distanzierung der Lustenauer FPÖ von der Linie der Bundespartei.[28] Bei den Bürgermeisterwahlen 2010 gewann mit Kurt Fischer erstmals nach 50 Jahren wieder ein Kandidat der ÖVP das Bürgermeisteramt.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Die erste Volkszählung fand 1750 statt und ergab 1073 Einwohner. Die Gemeinde Lustenau verzeichnete während großer Abschnitte ihrer Geschichte ein wesentlich höheres Bevölkerungswachstum als der Durchschnitt Vorarlbergs. Insbesondere das starke Wirtschaftswachstum, das mit der blühenden Stickereiindustrie und der Beseitigung der Hochwasserproblematik Ende des 19. Jahrhunderts einsetzte, führte zu einer starken Migrationsbewegung nach Lustenau, sowohl aus anderen Gemeinden Vorarlbergs als auch aus dem Rest Österreichs und aus Süddeutschland. Eine zweite Einwanderungswelle in den 1950er- und 1960er-Jahren wurde durch den erneuten kräftigen Wirtschaftsaufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst.[29][30]

Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Einwohnerzahl Lustenaus auf Basis der Daten der Statistik Austria:[31]


Bevölkerungsstruktur[Bearbeiten]

Signifikante demografische Abweichungen zum Vorarlberger Durchschnitt gibt es mit einem höheren Anteil von unter 15-Jährigen und einem stärkeren Frauenüberschuss. Der Anteil von Ledigen ist geringer und von Verheirateten höher als im Rest Vorarlbergs.[32][33]

Mit fast 40 % ist die Anzahl der über 15-Jährigen, die ausschließlich die Pflichtschule besucht haben, auffällig hoch. Die Akademikerquote liegt weit unter dem Vorarlberger Durchschnitt.[34][33]

Merkmal Lustenau Vorarlberg
Alter
unter 15 Jahre 17,4 % 16,6 %
15–64 Jahre 67,0 % 67,8 %
65 Jahre und älter 15,6 % 15,7 %
Geschlecht
männlich 48,9 % 49,2 %
weiblich 51,1 % 50,8 %
Familienstand
ledig 43,1 % 45,0 %
verheiratet 43,6 % 41,8 %
verwitwet 5,3 % 5,3 %
geschieden 8,0 % 7,9 %
  
Merkmal Lustenau Vorarlberg
Staatsbürgerschaft
Österreich 85,6 % 86,8 %
Rest der EU 3,6 % 4,1 %
Türkei und Nachfolgestaaten Jugoslawiens 9,0 % 6,5 %
übrige Staaten 1,8 % 2,6 %
Bildungsstand der über 15-jährigen
Pflichtschule 39,6 % 33,2 %
Lehre 26,2 % 31,0 %
BMS 16,3 % 15,9 %
AHS 3,7 % 4,1 %
BHS 6,9 % 6,9 %
Hochschule 7,3 % 8,9 %

Die blühende Stickereiindustrie hatte in den 60-er und 70-er Jahren des 20. Jahrhunderts eine starke Zuwanderung von Gastarbeitern aus der Türkei und – in wesentlich geringerem Umfang – aus Jugoslawien zur Folge. Der sinkende Anteil der ausländischen Staatsbürger von 16,1 % 2001 auf 14,4 % 2011 ist auf Einbürgerungen zurückzuführen, der Anteil von im Ausland geborenen Lustenauern stieg im selben Zeitraum von 16,2 % auf 18,5 %.[35][32] Bemerkenswert ist auch, dass bei der Volkszählung 2001 bei 2000 türkischen Staatsbürgern und 1533 in der Türkei geborenen Personen 2789 Einwohner, also wesentlich mehr, Türkisch als Umgangssprache angaben.[35]

Besonderheiten[Bearbeiten]

Der Reichshof Lustenau war aufgrund seiner politischen Sonderstellung über Jahrhunderte hinweg vergleichsweise stark von seiner Umgebung abgeschottet. Erst ab 1837 wurden fremde Männer als Bürger aufgenommen.[36] Aufgrund dessen hat sich in Lustenau ein markanter Dialekt entwickelt und erhalten, der sich von den anderen alemannischen Dialekten der Umgebung erkennbar unterscheidet. Wesentliche Abgrenzungsmerkmale sind vor allem häufige Triphthonge („Brouöt“ für Brot, „Lauöb“ für Laib), eingeschobene n und m in zahlreichen Wörtern („Muns“ für Maus, „Schumfl“ für Schaufel), ein Ersetzen von ss durch ch („lach mi“ für lass mich, „dach“ für dass, „i muöch“ für ich muss), eine Vielzahl von eigenen Mundartwörtern und eine auffällige Sprachmelodie.[37][38] Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts vermischt sich der Lustenauer Dialekt zunehmend mit den Mundarten der Umgebung.

Eine weitere Folge der jahrhundertelangen Eigenständigkeit Lustenaus ist die Dominanz einiger weniger Familiennamen. Die im Jahre 1806 gezählten 1998 Einwohner verteilten sich auf lediglich 19 Familiennamen, die auch 1950 noch von 60 % der Bevölkerung getragen wurden.[39] Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass die Verwendung von Haus- oder Vulgonamen seit dem 17. Jahrhundert bis ins späte 20. Jahrhundert in Lustenau noch stärker ausgeprägt war als im restlichen Vorarlberg.

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

SPÖ
GRÜNE
ÖVP
FPÖ
SPÖ GRÜNE ÖVP FPÖ 
Von 36 Sitzen entfallen auf:

Stand: nach der Wahl 2010

Die 36 Mitglieder der Gemeindevertretung werden alle fünf Jahre neu gewählt. Der Bürgermeister führt den Vorsitz über die monatlich stattfindenden Gemeindevertretungssitzungen, in denen kommunale Belange diskutiert und entsprechende Beschlüsse gefasst werden. Eine Einbindung der Bevölkerung in die Entscheidungsprozesse ist dadurch gewährleistet, dass die Sitzungen generell öffentlich sind und am Beginn jeder Sitzung eine Fragestunde stattfindet.[40]

Gemeindevorstand[Bearbeiten]

Name Partei Ressort
Kurt Fischer ÖVP Bürgermeister
Walter Natter ÖVP Vizebürgermeister, Hochbau
Ernst Hagen FPÖ Bildung
Dietmar Haller ÖVP Verkehr
Susanne Andexlinger ÖVP Soziales, Gesundheit, Senioren
Martin Fitz FPÖ Raumplanung, Gemeindeentwicklung
Janine Gozzi ÖVP Jugend, Bürgerbeteiligung
Christine Vetter Grüne Umwelt, Energie, Landwirtschaft
Wolfgang Bösch FPÖ Tiefbau
Daniel Steinhofer ÖVP Kultur

Bürgermeister[Bearbeiten]

Kurt Fischer (2010)

Der im Jahre 1395 amtierende Ammann Hans Benst ist das erste urkundlich belegte Oberhaupt der Gemeinde Lustenau. Bis 1806, also solange Lustenau ein freier Reichshof war, wurden die Ammänner aufgrund von Vorschlägen der Gemeindebürger vom Landesfürsten bestimmt. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich nach und nach ein demokratisches Wahlrecht, und der Begriff des „Ammanns“ wurde mit der Zeit von der Bezeichnung „Ortsvorsteher“ abgelöst. Nach der Markterhebung Lustenaus 1902 schließlich setzte sich die Amtsbezeichnung „Bürgermeister“ durch.[41]

Seit dem Jahr 2000 wird in Lustenau der Bürgermeister in einer Direktwahl gleichzeitig mit, aber unabhängig von der Gemeindevertretung gewählt.

Die folgende Grafik zeigt die Bürgermeister seit der Markterhebung 1902.[42]

Kurt Fischer (ÖVP) Hans-Dieter Grabher Robert Bösch (Politiker) Ferdinand Jussel Josef Peintner Karl Bösch Josef Hollenstein

Wappen[Bearbeiten]

Wappen at lustenau.png
Siegel des Hofammans Hans Hagen aus dem 17. Jh.; im unteren Drittel ist das Schild mit dem Wappenlöwen zu sehen.

Das Wappen der Marktgemeinde Lustenau zeigt einen gekrönten, auf den Hinterbeinen stehenden Löwen, der zwischen seinen Vorderpranken ein silbernes Schild hält, auf dem drei mit einer roten Schleife zusammengebundene Ähren abgebildet sind.[43]

Am 14. Jänner 1902 verlieh der Staat Österreich der Gemeinde das Recht zur Führung des althergebrachten Lustenauer Wappens, welches eine Modifizierung des reichshöfischen Siegels darstellt. Der im Zentrum stehende Löwe dürfte ursprünglich aus dem Wappen des Hofammanns Magnus Hagen stammen, das diesem 1599 verliehen worden war. Auch die Krone, die der Löwe trägt, weist in die reichshöfische Zeit zurück. Die drei Ähren im Schild erinnern an die einstige Bedeutung des Getreideanbaus in Lustenau.[44]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Lustenau liegt abseits der Hauptverkehrsachse durch das Rheintal (BregenzDornbirnFeldkirch), ist jedoch ein wichtiger Grenzort zur Schweiz.

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Die Rheinstraße (L 203) durchzieht Lustenau von Süden nach Norden und stellt die Verbindung nach Hohenems und Hard dar. Die von Dornbirn kommende, außerhalb des Ortsgebiets vierspurig ausgebaute Lustenauer Straße (L 204) mündet im Süden der Gemeinde in die L 203 und zweigt nach etwa 1,7 km zur Bundesgrenze zur Schweiz ab. Die Transitroute München – Zürich führt auf diesen beiden Straßen mitten durch das Gemeindegebiet Lustenaus. Der Durchreiseverkehr ist ein stetig wachsendes Problem für die betroffenen Ortsteile.

Die vier Brücken über den Rhein führen (von Norden nach Süden) nach Höchst, Au (CH), Widnau (CH) und Diepoldsau (CH). Weitere wichtige Straßenverbindungen bestehen (im Uhrzeigersinn) nach Hard, Wolfurt, Dornbirn und Hohenems.

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Lustenau

Der unbesetzte Bahnhof Lustenau liegt an der eingleisig ausgebauten Eisenbahnstrecke Bregenz - St. Margrethen. Während alle der halbstündlich bis stündlich zwischen Bregenz oder Lindau und St. Margrethen verkehrenden Züge der S-Bahn-Linie 3 im Bahnhof Lustenau halten, fahren die EuroCity-Züge der Verbindung MünchenZürich ohne Halt durch. Bis zum 11. Juni 2011 existierte im Abstand von etwa 800 m eine zweite Haltestelle, Lustenau Markt, die anlässlich von Bauarbeiten an der Strecke aufgelöst wurde.[45]

Öffentlicher Nahverkehr[Bearbeiten]

Neun Buslinien des Landbus Unterland führen durch Lustenau und ermöglichen eine umsteigefreie Fahrt nach Gaißau, Höchst, Fußach, Hard, Bregenz, Dornbirn, Hohenems, Götzis, Heerbrugg und Widnau. Daneben existiert eine nur innerhalb Lustenaus verkehrende Ortsbuslinie. Wichtigster Knotenpunkt des öffentlichen Nahverkehrs ist der Bahnhof Lustenau, an dem getaktete Anschlüsse zwischen verschiedenen Buslinien und der S-Bahn bestehen.

Von 1902 bis 1938 bestand Vorarlbergs einzige Straßenbahnverbindung von Lustenau nach Dornbirn, im Volksmund „Tram“ genannt. Im August 2004 von den Vorarlberger Grünen präsentierte Pläne für eine Ringstraßenbahn im unteren Vorarlberger Rheintal, die Lustenau mit den umliegenden Gemeinden verbinden würde[46], wurden zwar von der Rhomberg Gruppe geprüft[47] und für umsetzbar befunden[48], im März 2011 aber vom mit der Verkehrsplanung betrauten Regionalforum ausgeschieden.[49][50]

Wasserversorgung[Bearbeiten]

Die über 5000 Haushalte in Lustenau werden über ein 235 km umfassendes Leitungssystem mit Trinkwasser aus eigener Gewinnung versorgt. Zusätzlich ist Lustenau auch Mitglied im Trinkwasserverband Rheintal, womit eine ausreichende Wasserversorgung auch in Krisen- und Spitzenzeiten sichergestellt wird.[51]

Abfallwirtschaft[Bearbeiten]

Für die Sammlung von Verpackungen aus Glas, Papier und Metall stehen an 36 öffentlichen Sammelstellen insgesamt 250 Container zur Verfügung. Verpackungen aus Kunststoff und Restmüll werden in Müllsäcken in jedem Haushalt gesammelt und im zweiwöchentlichen Rhythmus abgeholt, Bioabfall wöchentlich. Getränkekartons werden über die Öko-Box der Wiederverwertung zugeführt. Die kostenpflichtige Annahme von Sperrmüll sowie die kostenlose Entsorgung von Problemstoffen wird über das am nördlichen Rand der Gemeinde liegende Abfallsammelzentrum Häusle abgewickelt.[52]

Bildung[Bearbeiten]

Volksschule Lustenau-Kirchdorf

In Lustenau gibt es einen privaten[53] und elf öffentliche[54] Kindergärten, fünf Volksschulen (Hasenfeld, Kirchdorf, Rheindorf, Rotkreuz und Private Volksschule Elia)[55], drei Neue Mittelschulen (Hasenfeld, Kirchdorf und Rheindorf)[56] und ein Sonderpädagogisches Zentrum[57] sowie ein Bundesgymnasium[58] und eine Handelsschule und Handelsakademie.[59]

Die Rheintalische Musikschule[60] mit einem Seminar für Jazz und Popmusik (Jazzseminar)[61] sowie regelmäßige Veranstaltungen der Volkshochschule Bregenz ergänzen das Bildungsangebot.

Gesundheit und Soziales[Bearbeiten]

Die medizinische Versorgung in Lustenau wird durch über 50 Ärzte und Therapeuten[62] und drei Apotheken[63] sichergestellt. Das nächstgelegene Krankenhaus ist in Dornbirn.

Die Gemeinde unterhält zwei Seniorenhäuser[64], wobei eines der beiden mit anderen sozialen Einrichtungen zusammen das Sozialzentrum im Schützengarten bildet.[65]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Wirtschaftsstandort Lustenau[Bearbeiten]

Industriegebiet Millennium-Park

Die Marktgemeinde Lustenau bewirbt sich selbst offensiv als „Topstandort für Unternehmen“.[66] In den späteren 1980er Jahren – nicht zufällig unmittelbar nach dem Niedergang der bis dahin dominierenden Stickereiindustrie – wurde das Betriebsgebiet Nord geschaffen[67], später folgte das Industriegebiet Millennium Park[68]. Ein drittes Betriebsgebiet im Süden Lustenaus wird gerade entwickelt.[69]

Eine Interessensgemeinschaft von über 210 Lustenauer Betrieben, die Lustenau Marketing, wurde dazu geschaffen, durch Netzwerk-Veranstaltungen und betriebsübergreifende Initiativen den Standort Lustenau weiter zu stärken.[70]

Arbeitsstätten und Erwerbstätige[Bearbeiten]

In der Gemeinde bestanden zum Stichtag 31. Oktober 2011 insgesamt 1525 Arbeitsstätten, wobei an 80 % weniger als fünf und an 95 % weniger als 20 unselbständige Erwerbstätige beschäftigt waren. Die Anzahl der Arbeitsplätze in Lustenau stieg zwischen den Registerzählungen 2001 und 2011 von 7525 auf 10.443 und damit um 39 %.[71][72] Weit mehr als die Hälfte der im Ort Beschäftigten pendelt nach Lustenau ein, die wichtigsten Herkunftsgemeinden sind dabei naturgemäß die Nachbarn Dornbirn, Höchst und Hohenems sowie die Landeshauptstadt Bregenz. Bemerkenswert ist, dass sich die Zahl der Einpendler aus anderen österreichischen Bundesländern von 2001 bis 2011 versechzehnfacht hat und inzwischen über ein Drittel der gesamten Einpendler umfasst.[73][74]

Bei der letzten Volkszählung 2011 wurden 10.097 erwerbstätige und 611 arbeitslose Personen mit Wohnsitz in Lustenau verzeichnet. Nur 40 % der erwerbstätigen Lustenauer arbeiten in ihrer Heimatgemeinde, fast 9 % pendeln ins Ausland. Weitere wichtige Pendelziele sind Dornbirn, Bregenz und Höchst.[75][73]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Naturschutzgebiete und Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Das Natura-2000-Gebiet Gsieg – Obere Mähder im Süden der Gemeinde umfasst einen der größten und botanisch reichhaltigsten Streuwiesenkomplexe im gesamten Rheintal. Das 73 ha große Areal beherbergt unter anderem 502 Schmetterlings-, 429 Käfer- und 42 Libellenarten, ein Drittel aller in Vorarlberg vorkommenden Orchideenarten, 350 verschiedene Blütenpflanzen und Gräser sowie 6 österreichweit gefährdete Vogelarten und mehrere weitere vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen.[76][77]

Ein Teil des Schweizer Rieds im Norden Lustenaus ist mit nahegelegenen Gebieten der angrenzenden Gemeinden zum Natura-2000-Gebiet Soren, Gleggen – Köblern, Schweizer Ried und Birken – Schwarzes Zeug zusammengefasst. Die Moorlandschaft hat eine besondere Bedeutung für Wiesenbrüter.[78]

Eine Silberweide, eine Winterlinde und eine Stieleiche im Gemeindegebiet Lustenaus sind aufgrund ihres hohen Alters als Naturdenkmal ausgewiesen und stehen daher unter besonderem Schutz.[79]

Bauwerke[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Lustenau

Pfarrkirchen[Bearbeiten]

Pfarrkirche St. Peter und Paul

Die älteste belegte Pfarrkirche Lustenaus wurde bei einem Rheinhochwasser im Jahre 1206 zerstört. Über 100 Jahre wurde der Gottestdienst in einem Holzgebäude gehalten, bis 1306 eine neue Kirche gebaut wurde. Der Rhein verwüstete 1548 auch diese. Die dritte, 1581 errichtete Kirche war nach 91 Jahren bereits so baufällig, dass sie abgebrochen wurde.[80]

Die im Jahre 1672 errichtete vierte Pfarrkirche ist das erste Gotteshaus, das im heutigen Ortszentrum stand. 1737 wurde der Turm erhöht. 1830 wurde diese Kirche abgerissen, weil sie zu klein geworden war.[80]

Die noch bestehende Pfarrkirche St. Peter und Paul geht auf eine dreischiffige Kirche mit Kuppelturm zurück, die 1830 nach Plänen von Alois Negrelli auf den Fundamenten der alten Kirche gebaut wurde. Bereits bei der Einweihung 1832 zeigten sich die Einwohner sehr unzufrieden mit dem schwerfälligen, düsteren Gebäude. 1872 bis 1875 wurde sie in eine Hallenkirche mit Flachdecken umgewandelt, auch der Turm wurde dabei erhöht.[80] Sowohl eine grundlegende Renovierung von 1951 bis 1960 nach Plänen von Otto Linder als auch ein weiterer Umbau in den Jahren 1990/91 aus der Feder der Architektengemeinschaft Kaufmann-Lenz-Dietrich aus Schwarzach wurden in der Bevölkerung höchst kontrovers diskutiert, da beide Male das Gesicht der Kirche radikal verändert wurde. Im Jahre 1998 wurde eine neue Orgel geweiht.[81]

Mit der Erlöserkirche, die zwischen 1933 und 1935 nach Plänen von Willibald Braun und Emanuel Thurnherr gebaut wurde, erhielt der nördliche Teil Lustenaus („Rheindorf“) ein eigenes Gotteshaus. Sie wurde am 22. Oktober 1939 geweiht und am 1. Oktober 1940 zur Filialkirche der Pfarre St. Peter und Paul erhoben. Seit 1. Juli 1951 ist die Erlöserpfarre eine eigene Pfarrei. Eine umstrittene Renovierung im Jahre 1986 veränderte das Innere des Gebäudes stark. 1995 wurde die Orgel erneuert.[82][83]

1969 bis 1975 wurde im südlichen Teil Lustenaus, „Hasenfeld“, die Pfarrkirche zum Guten Hirten nach Plänen von Heinrich Tritthart gebaut. Es handelt sich um einen sechseckigen Betonbau, der bewusst keine Fenster hat. Statt eines Kirchturms befindet sich ein mächtiges Holzkreuz auf dem ebenfalls sechseckigen Kirchplatz. Das dreiteilige Altarbild, die Kreuzwegstationen und die Glasfenster der Seitenkapelle stammen vom polnischen Künstler Jan Janczak. Am 1. Januar 1977 wurde das Pfarrvikariat Hasenfeld eingerichtet, das am 31. August 1988 zur eigenständigen Pfarre erhoben wurde.[84][85]

Für die evangelischen Christen stellte die Gemeinde Lustenau von 1924 an einen Raum in der Volksschule Rheindorf zur Verfügung. Als dieser 1950 wegen Platzmangels wieder gekündigt wurde, wurde mit finanzieller Unterstützung aus der Schweiz eine Notkirche errichtet und am 11. März 1951 eingeweiht. In dem ursprünglich als Provisorium gedachten Gebäude auf der Basis eines Fertigteilhauses werden bis heute die Gottesdienste der evangelischen Glaubensgemeinschaft Lustenaus gefeiert, die zuerst der Pfarrgemeinde Bregenz und ab 1986 der Pfarrgemeinde Dornbirn zugeordnet ist.[86]

Weiters befinden sich in Lustenau eine neuapostolische Kirche, ein Königreichssaal der Zeugen Jehovas und mehrere muslimische Moscheen.[87]

Kapellen[Bearbeiten]

Loretokapelle

Der älteste erhaltene Sakralbau Lustenaus ist die barocke Loretokapelle, die 1645 von der Familie des Hofammann Hans Hagen gestiftet wurde. Im Mittelpunkt des zentralen Barockaltars steht eine gotische Marienstatue, die um 1470 entstanden ist. Bemerkenswert ist auch das Stifterbild, auf dem Hans Hagen mit seinen 13 Kindern kniend und betend dargestellt ist. Die Kapelle wurde in ihrer Geschichte mehrfach restauriert und renoviert, zuletzt in den Jahren 1988/89.[88]

Die St. Antoniuskapelle wurde von 1898 bis 1901 hauptsächlich durch eigene Frondienste der Bewohner der Parzelle Weisenrain errichtet. Schon damals war sie Ausdruck des Wunsches, der südlichste Teil Lustenaus solle eine eigene Pfarre bekommen, was sich aber erst 78 Jahre später mit der Weihe der Kirche zum Guten Hirten erfüllte.[85]

Die Rosenkranzkapelle am Neunerkanal wurde vom Lustenauer Schreinermeister Sigurd Grabher aufgrund eines Gelübdes erbaut und 1989 eingeweiht. Sie befindet sich im Privatbesitz der Familie Grabher.[89]

Profanbauten[Bearbeiten]

Kirchpark mit dem teilweise überdachten Blauen Platz

Auf dem Kirchplatz im Zentrum Lustenaus, wegen seiner blauen Färbung im Volksmund auch Blauer Platz genannt, finden regelmäßig Märkte und sonstige Veranstaltungen statt. Vom Einkaufszentrum Kirchpark im Zentrum Lustenaus ragt eine Vordachkonstruktion aus 2,5 m hohen Brettschichtträgern und einer Hülle aus Polykarbonatplatten 20 m ungestützt über den Platz.[90]

Bemerkenswert sind auch eine Reihe von Industriebauten für die Stickerei und ein beachtlicher Bestand an Einfamilienhäusern mit villenartigem Charakter, beides über weite Teile der Gemeinde verstreut.[91]

Museen[Bearbeiten]

Das Museum Rhein-Schauen zeigt die Geschichte des Rheins und seiner Regulierung und ermöglicht eine Fahrt mit der Dienstbahn der Internationalen Rheinregulierung.[92]

Dem hohen Stellenwert der Stickereiindustrie in Lustenau wird durch das Stickereimuseum mit angeschlossenem Museum Shop Rechnung getragen.[93]

In Rauch’s Radiomuseum sind rund 550 Objekte aus der Zeit von 1920 bis 1970 ausgestellt.[94]

Die Galerie Stephanie Hollenstein beherbergt über 1200 Exponate aus dem Nachlass der expressionistischen Künstlerin Stephanie Hollenstein und 79 Werke des Lustenauer Künstlers Karl Schwärzler.[95] Darüber hinaus finde ständig wechselnde Ausstellungen sowie verschiedene Vorträge und Präsentationen in den Räumlichkeiten statt.[96]

Musik[Bearbeiten]

Seit 1975 richtet der Jazzclub Lustenau regelmäßig Jazzkonzerte aus. So sind Weltstars wie Dexter Gordon, Michel Petrucciani oder Chet Baker schon in Lustenau aufgetreten.[97]

Unter dem Titel Sommer.Lust am Platz finden jeden Freitag von Anfang Juni bis Ende August Open-Air-Konzerte verschiedenster Musikrichtungen auf dem Kirchplatz bei freiem Eintritt statt.[98]

Der Kultur- und Jugendverein „Szene Lustenau“ veranstaltet jeden Sommer mit dem Szene Openair das größte Open-Air-Festival Westösterreichs.[99]

In der Langen Nacht der Musik lädt die Lustenauer Gastronomie jedes Jahr im November zu einem gemischten Programm von Live-Konzerten bei freiem Eintritt. Ein kostenloster Shuttle-Bus bringt dabei die Besucher von einem Lokal zum nächsten.[100]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Lustenauer Kilbi

Der Luschnouar Markt (Schreibweise nach der Dialektaussprache des Ortsnamens) am Donnerstag und Samstag jeweils Vormittags dient häufig als Rahmen für verschiedenartige Veranstaltungen.[101][102]

Jedes Jahr am letzten Sonntag im September finden das Spielefest Lustenau in Kinderhand und der Stundenlauf zugunsten der Lebenshilfe Vorarlberg statt.[103]

Die Kilbi, das Kirchweihfest der Pfarre St. Peter und Paul, ist das größte Volksfest Vorarlbergs. Jedes Jahr am 2. Sonntag im Oktober bieten etwa 160 Händler rund um den Kirchplatz ihre Waren an.[104]

Der dreitägige Lustenauer Christkindlemarkt[105] und der Silvester am Platz[106] beenden traditionell das Lustenauer Veranstaltungsjahr.

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Im Rahmen der Aktion Alt Luschtnouar Koscht bieten jedes Jahr im März verschiedene Gasthäuser und Cafés traditionelle Lustenauer Gerichte an, die größtenteils aus der klassischen Vorarlberger Küche stammen.[107]

Untrennbar mit Lustenau und insbesondere mit der Kilbi verbunden sind Käsdönnala, ein Hefeteigfladen, der mit einer Käse-Zwiebel-Mischung belegt ist.[108]

Lustenauer Senf wird in zahlreichen Variationen in einem traditionellen Familienbetrieb hergestellt und weltweit in Feinkostläden verkauft.[109] Auch die Obstbrände aus dem Hause Freihof sind international bekannt.[110]

Sport[Bearbeiten]

Sportstätten[Bearbeiten]

Das Parkstadion

Ein großer Teil der Sportstätten ist im Sportpark konzentriert. Neben den Parkstadion, einem Leichtathletikstadion mit 400 m Rundlaufbahn, und dem Parkbad, einem Freibad mit 50 m Sportbecken, finden sich auch die Rheinhalle, eine Tennisanlage mit acht Sandplätzen, eine Tennishalle, ein Bogenschützenplatz, eine Sporthalle mit einer Kapazität von rund 1000 Besuchern und der Jugendplatz Habedere auf dem Gelände.[111]

Das Reichshofstadion ist ein bundesligataugliches Fußballstadion mit einer Kapazität von 8.800 Zuschauern. Seit seiner Eröffnung im Jahre 1951 ist es die Heimstätte des SC Austria Lustenau, von 2006 bis 2013 bestritt dort auch die Profimannschaft des FC Lustenau 07 seine Heimspiele in der Ersten Liga. In unmittelbarer Nähe des Reichshofstadions stehen mehrere Rasenplätze im Rheinvorland für das Training und für Bewerbe der Nachwuchsmannschaften zur Verfügung.[112]

Neben einem kleineren Fußballstadion an der Holzstraße und zwei weiteren Fußballplätzen am Wiesenrain wird das Sportstättenangebot durch zwei Turnhallen der Leichtathletik-Vereine, die Radlerhalle, einen Schießstand, eine zweibahnige Boccia-Anlage und zwei Hundesportplätze abgerundet.[113]

Sportvereine[Bearbeiten]

Der FC Lustenau 07 ist der älteste Fußballverein Vorarlbergs. Nach sieben Saisonen in der Ersten Liga zog sich der Verein 2013 wieder aus dem Profifußball zurück und musste Insolvenz anmelden, konnte aber dank eines Zwangsausgleichs bestehen bleiben.[114]

Der SC Austria Lustenau unterhält seit 1994 eine Profimannschaft, die sich seitdem in den obersten beiden Spielklassen des österreichischen Fußballs halten kann.

Da die Fußballvereine bis weit nach dem Zweiten Weltkrieg klar verschiedenen politischen Lagern zugeordnet waren – der FC den Liberalen und die Austria den Konservativen – war die Rivalität zwischen den beiden von Anfang an weit ausgeprägter als bei Lokalkonkurrenten üblich.[115] Wenngleich die politische Zuordnung inzwischen stark verwässert ist, ist die Rivalität geblieben.

Der Eishockeyclub Lustenau (EHC Lustenau) spielt seit seiner Gründung in einer der beiden höchsten österreichischen Ligen. Er bestreitet seine Heimspiele in der Rheinhalle.

Insgesamt sind über 30 Sportvereine der verschiedensten Sportarten in Lustenau beheimatet.[116]

Sportveranstaltungen[Bearbeiten]

Im Rahmen der Weltgymnaestrada 2007 wurden im Reichshofstadion die Großgruppenvorführungen abgehalten. Nebenbei diente Lustenau als National Village für die Schweizer Athleten und Athletinnen.[117]

Jährlich im Juni findet in Lustenau seit 1989 das Luschnouar Ironmännli statt – ein Sprint-Triathlon (500 m Schwimmen, 19,2 km Radfahren, 5,2 km Laufen).

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Datum der Verleihung Name Verdienst
14. Dezember 1888 Eugen Hillmann (1855–1936) Verdienste während des Hochwassers von 1888 [118]
19. März 1905 Philipp Krapf (1854–1939) Rheinbauleiter 1890–1905 [119]
20. Juli 1962 Josef Bösch (1889–1969) Bürgermeister 1946–1960 [120]
18. Jänner 1983 (posthum) Robert Bösch (1922–1983) Bürgermeister 1960–1982 [121]
26. Oktober 1998 Dieter Alge (* 1940) Bürgermeister 1982–1993 [122]
26. Oktober 2011 Hans-Dieter Grabher (* 1947) Bürgermeister 1993–2010 [123]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Fredmund Malik

Literatur[Bearbeiten]

  •  Elmar Vonbank, Josef Grabherr, Erst Scheffknecht und Ludwig Welti: Lustenauer Heimatbuch. I. Band, Marktgemeinde Lustenau, Lustenau 1965.
  • Alfred Bösch (Redaktion); Kulturreferat der Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Lustenau und seine Geschichte Band 1 – 4, Kulturreferat der Marktgemeinde Lustenau, Lustenau 1988–1996.
    • Band 1.: Alfred Bösch: Lustenau und seine Schulen 1988.
    • Band 2.: Erich Schneider: Musik und Theater in Lustenau 1989, ISBN 3-900954-01-1.
    • Band 3.: Adolf Bösch: Unser Gemeindearchiv, Kirchengeschichte in Lustenau, die Flurnamen von Lustenau. 1992, ISBN 3-900954-02-X.
    • Band 4.: Adolf Bösch: Geschichten aus dem alten Lustenau 1996, ISBN 3-900954-04-6.
  •  Hannes Grabher, Kulturreferat der Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Brauchtum, Sagen und Chronik. Zweite Auflage. Marktgemeinde Lustenau, Lustenau 2002, ISBN 3-900954-05-4.
  •  Ludwig Welti, Historische Kommission für Vorarlberg und Liechtenstein (Hrsg.): Geschichte der Reichsgrafschaft Hohenems und des Reichshofes Lustenau (= Forschungen zur Geschichte Vorarlbergs und Liechtensteins. 4. Band). Universitäts-Verlag Wagner, Innsbruck 1930.
  •  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Marktgemeinde Lustenau, Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2.
  • Annemarie Bösch-Niederer: Lustenau. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 3, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2004, ISBN 3-7001-3045-7.
  •  Franz Stetter und Siegfried König: Lustenauer Familienbuch. 3 Bände, Federsee-Verlag, Bad Buchau 2012, ISBN 978-3-925171-96-3 (online).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lustenau – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Lustenau – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikivoyage: Lustenau – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  J. Georg Friebe: Landschaftsgeschichte und Landschaftswandel im Vorarlberger Rheintal. In: R. Alge (Hrsg.): Naturmonographie Gsieg - Obere Mähder (= Vorarlberger Naturschau - Forschen und Entdecken. Nr. 6). Dornbirn 1999, S. 29–34 (PDF-Datei; 262 KB, abgerufen am 22. Oktober 2013).
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMarkus Staudinger: Aktualisierung des Biotopinventars Vorarlberg, Gemeinde Lustenau. Arge Vegetationsökologie und Landschaftsplanung, November 2008, S. 9, abgerufen am 4. Dezember 2014.
  3.  Josef Grabherr, Ernst Scheffknecht: Kaiser Karl III. in Lustenau. In: Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Lustenauer Heimatbuch. I. Band, Lustenau 1965, S. 60.
  4.  Ludwig Welti: Vom karolingischen Königshof zur größten österreichischen Marktgemeinde. In: Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Lustenauer Heimatbuch. I. Band, Lustenau 1965, S. 84f.
  5.  Ludwig Welti, Historische Kommission für Vorarlberg und Liechtenstein (Hrsg.): Geschichte der Reichsgrafschaft Hohenems und des Reichshofes Lustenau (= Forschungen zur Geschichte Vorarlbergs und Liechtensteins. 4. Band). Universitäts-Verlag Wagner, Innsbruck 1930, S. 24, 63ff.
  6.  Ludwig Welti: Vom karolingischen Königshof zur größten österreichischen Marktgemeinde. In: Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Lustenauer Heimatbuch. I. Band, Lustenau 1965, S. 86f.
  7.  Ludwig Welti, Historische Kommission für Vorarlberg und Liechtenstein (Hrsg.): Geschichte der Reichsgrafschaft Hohenems und des Reichshofes Lustenau (= Forschungen zur Geschichte Vorarlbergs und Liechtensteins. 4. Band). Universitäts-Verlag Wagner, Innsbruck 1930, S. 155–232.
  8.  Ludwig Welti: Vom karolingischen Königshof zur größten österreichischen Marktgemeinde. In: Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Lustenauer Heimatbuch. I. Band, Lustenau 1965, S. 311.
  9.  Ludwig Welti, Historische Kommission für Vorarlberg und Liechtenstein (Hrsg.): Geschichte der Reichsgrafschaft Hohenems und des Reichshofes Lustenau (= Forschungen zur Geschichte Vorarlbergs und Liechtensteins. 4. Band). Universitäts-Verlag Wagner, Innsbruck 1930, S. 264–267.
  10.  Ludwig Welti, Historische Kommission für Vorarlberg und Liechtenstein (Hrsg.): Geschichte der Reichsgrafschaft Hohenems und des Reichshofes Lustenau (= Forschungen zur Geschichte Vorarlbergs und Liechtensteins. 4. Band). Universitäts-Verlag Wagner, Innsbruck 1930, S. 269–300.
  11.  Ludwig Welti: Vom karolingischen Königshof zur größten österreichischen Marktgemeinde. In: Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Lustenauer Heimatbuch. I. Band, Lustenau 1965, S. 427–442, 455–473.
  12.  Ludwig Welti: Vom karolingischen Königshof zur größten österreichischen Marktgemeinde. In: Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Lustenauer Heimatbuch. I. Band, Lustenau 1965, S. 326–341.
  13.  Ludwig Welti: Vom karolingischen Königshof zur größten österreichischen Marktgemeinde. In: Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Lustenauer Heimatbuch. I. Band, Lustenau 1965, S. 364.
  14.  Hannes Grabher, Kulturreferat der Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Brauchtum, Sagen und Chronik. Zweite Auflage. Lustenau 2002, ISBN 3-900954-05-4, S. 285, 289.
  15.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 35–50.
  16.  Hannes Grabher, Kulturreferat der Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Brauchtum, Sagen und Chronik. Zweite Auflage. Lustenau 2002, ISBN 3-900954-05-4, S. 292ff.
  17.  Ludwig Welti: Vom karolingischen Königshof zur größten österreichischen Marktgemeinde. In: Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Lustenauer Heimatbuch. I. Band, Lustenau 1965, S. 484f.
  18.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 98–100.
  19.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 128–145, 194ff.
  20.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 169ff, 198, 200–204, 214.
  21.  Robert Bösch: 75 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Südwest-Presseverlag, Innsbruck 1978, S. 28.
  22.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 236–243.
  23.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 245–251.
  24.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 272f.
  25.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 330–334.
  26.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 335–342.
  27.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 318.
  28.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 343–351.
  29.  Ludwig Welti: Vom karolingischen Königshof zur größten österreichischen Marktgemeinde. In: Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Lustenauer Heimatbuch. I. Band, Lustenau 1965, S. 486–495.
  30.  Wolfgang Scheffknecht: Modernisierung und Verbürgerlichung. Lustenau 1860 bis 1914. In: Stadt und Bürgertum im Bodenseeraum. Forschungsberichte – Fachgespräche; Dokumentation zur Internationalen Tagung „Stadt und Bürgertum im Bodenseeraum“, 6. Dornbirner Geschichtstage, 19. bis 21. November 2003. Amt der Stadt Dornbirn, Stadtarchiv, Dornbirn 2008, S. 185-209.
  31. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRegisterzählung vom 31.10.2011 – Endgültige Wohnbevölkerung und Bürgerzahl (mit der Bevölkerungsentwicklung seit 1869). Statistik Austria, 21. Juni 2013, abgerufen am 15. Oktober 2014 (PDF).
  32. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRegisterzählung vom 31.10.2011 – Demographische Daten, Wanderung. Statistik Austria, 10. Dezember 2013, abgerufen am 12. August 2014 (PDF).
  33. a b Census 2011 Vorarlberg – Ergebnisse zur Bevölkerung aus der Registerzählung. Statistik Austria, 2013, abgerufen am 12. August 2014 (PDF).
  34. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRegisterzählung vom 31.10.2011 – Bildungsstand und laufende Ausbildung. Statistik Austria, 24. Jänner 2014, abgerufen am 12. August 2014 (PDF).
  35. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatVolkszählung vom 15. Mai 2001 – Demografische Daten. Statistik Austria, 28. Juli 2009, abgerufen am 13. August 2014 (PDF).
  36.  Hannes Grabher, Kulturreferat der Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Brauchtum, Sagen und Chronik. Zweite Auflage. Lustenau 2002, ISBN 3-900954-05-4, S. 275.
  37. Lustenauer Dialekt (Vorarlberg). Abgerufen am 13. August 2014.
  38. Luschnouarisch: Markanter alemannischer Dialekt. Marktgemeinde Lustenau, abgerufen am 13. August 2014.
  39.  Ludwig Welti: Vom karolingischen Königshof zur größten österreichischen Marktgemeinde. In: Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Lustenauer Heimatbuch. I. Band, Lustenau 1965, S. 486–491.
  40. Gemeindevertretung. Marktgemeinde Lustenau, abgerufen am 15. August 2014.
  41.  Franz Stetter, Siegfried König: Lustenauer Familienbuch. Band I, Federsee-Verlag, Konstanz 2012, ISBN 978-3-925171-96-3, S. 35.
  42.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2.
  43.  k.k. Ministerium des Inneren: Wappenbrief der Gemeinde Lustenau. Wien 1902 (online).
  44.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 27.
  45. Haltestelle Lustenau-Markt wird geschlossen. ORF Vorarlberg, 10. Juni 2011, abgerufen am 9. September 2014.
  46. Rauch/Grüne Vlbg.: Ringstraßenbahn würde Unteres Rheintal entlasten. APA-OTS, 27. August 2004, abgerufen am 9. September 2014.
  47. Bau einer Ringstraßenbahn geprüft. Vorarlberg Online, 30. Juni 2005, abgerufen am 9. September 2014.
  48. „Ringstraßenbahn ist kein Hirngespinst“. ORF Vorarlberg, 26. September 2008, abgerufen am 9. September 2014.
  49. Rheintal: Zwei Varianten sind ausgeschieden. Vorarlberg Online, 2. März 2011, abgerufen am 9. September 2014.
  50. Land Vorarlberg: Alternative Bahn/Ringstraßenbahn/Bus. Abgerufen am 9. September 2014.
  51. Wasserwerk. Marktgemeinde Lustenau, abgerufen am 9. September 2014.
  52. Lustenauer Abfall-Leitfaden. Marktgemeinde Lustenau, 23. Januar 2014, abgerufen am 9. September 2014.
  53. s'Spatzoneascht
  54. Service und Betreuungsangebote - Kindergarten Lustenau
  55. Volksschulen - Marktgemeinde Lustenau
  56. Mittelschulen - Marktgemeinde Lustenau
  57. Sonderpädagogisches Zentrum - Marktgemeinde Lustenau
  58. Bundesgymnasium - Marktgemeinde Lustenau
  59. Handelsakademie - Marktgemeinde Lustenau
  60. Musikschule Lustenau
  61. Seminar für Jazz und Popmusik - Musikschule Lustenau
  62. Ärzte und Therapeuten - Marktgemeinde Lustenau
  63. Apotheken - Marktgemeinde Lustenau
  64. Seniorenhäuser - Sozialdienste Lustenau
  65. Lustenaus Treffpunkt für Soziales und Gesundheit - Marktgemeinde Lustenau
  66. Informationen zum Standort Lustenau - Marktgemeinde Lustenau
  67. Industrie Nord - Marktgemeinde Lustenau
  68. Millennium Park: Unternehmen willkommen - Marktgemeinde Lustenau
  69. Betriebsgebiet Heitere - Marktgemeinde Lustenau
  70. Lustenau Marketing
  71. Registerzählung vom 31.10.2011 – Arbeitsstätten und Beschäftigte nach Abschnitten der ÖNACE 2008 und groben Beschäftigtengrößengruppen. Statistik Austria, 23. Januar 2014, abgerufen am 10. September 2014 (PDF).
  72. Arbeitsstättenzählung vom 15. Mai 2001 – Arbeitsstätten und Beschäftigte nach Abschnitten der ÖNACE 1995 und groben Beschäftigtengrößengruppen. Statistik Austria, 10. Juli 2009, abgerufen am 10. September 2014 (PDF).
  73. a b Registerzählung vom 31.10.2011 – Erwerbspendler/-innen nach Pendelziel. Statistik Austria, 10. Dezember 2013, abgerufen am 10. September 2014 (PDF).
  74. Volkszählung vom 15. Mai 2001 – Erwerbspendler nach Pendelziel. Statistik Austria, 5. Februar 2013, abgerufen am 10. September 2014 (PDF).
  75. Registerzählung vom 31.10.2011 – Bevölkerung nach Erwerbsstatus; Erwerbstätige nach Stellung im Beruf und wirtschaftlicher Zugehörigkeit. Statistik Austria, 12. Dezember 2013, abgerufen am 10. September 2014 (PDF).
  76. Max Albrecht: Gsieg-Obere Mähder. Land Vorarlberg, abgerufen am 29. September 2014.
  77. Rudolf Alge, Markus Grabher, Ingrid Loacker, Maria Aschauer: 20 Jahre Naturschutzgebiet Gsieg - Obere Mähder Lustenau. Marktgemeinde Lustenau, abgerufen am 29. September 2014.
  78. Max Albecht: Soren, Gleggen - Köblern, Schweizer Ried und Birken - Schwarzes Zeug. Land Vorarlberg, abgerufen am 29. September 2014.
  79. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMarkus Staudinger: Aktualisierung des Biotopinventars Vorarlberg, Gemeinde Lustenau. Arge Vegetationsökologie und Landschaftsplanung, November 2008, S. 40, abgerufen am 29. September 2014. Das vierte ausgewiesene Naturdenkmal, die Stieleiche im Stalden, ist inzwischen abgegangen.
  80. a b c  Hannes Grabher, Kulturreferat der Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Brauchtum, Sagen und Chronik. Zweite Auflage. Lustenau 2002, ISBN 3-900954-05-4, S. 243f, 268–270, 288.
  81.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 359–362.
  82. Wolfgang Scheffknecht: Geschichte der Pfarrkirche zum göttlichen Erlöser. Erlöserpfarre Lustenau, abgerufen am 17. September 2014.
  83.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 305, 354–356.
  84. Architektur. Pfarre Hasenfeld, abgerufen am 17. September 2014.
  85. a b  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 357f.
  86.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 304, 365.
  87.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 365.
  88. Ferdinand Ortner: Historisches Kleinod: Loreto-Kapelle. Vorarlberg Online, 4. November 2010, abgerufen am 17. September 2014.
  89. 25 Jahre Rosenkranzkapelle - Marktgemeinde Lustenau
  90.  Otto Kapfinger: Baukunst in Vorarlberg seit 1980. 2 Auflage. Hatje Cantz Verlag, 2003, ISBN 3-7757-1150-3, S. 3/15.
  91.  Bundesdenkmalamt (Hrsg.): Dehio-Handbuch Vorarlberg. Anton Schroll & Co, Wien 1983, ISBN 3-7031-0585-2, S. 302.
  92. Rhein Schauen - Museum und Rheinbähnle - Marktgemeinde Lustenau
  93. Stickereimuseum Lustenau - Marktgemeinde Lustenau
  94. Rauch's Radiomuseum - Marktgemeinde Lustenau
  95. Die Kunstsammlungen der Gemeinde - Galerie Hollenstein
  96. Kunst-Ausstellungen und Öffnungszeiten - Galerie Hollenstein
  97. bis heute/index.html Archiv-Übersicht. Jazzclub Lustenau, abgerufen am 18. September 2014.
  98. Sommer.Lust am Platz - Marktgemeinde Lustenau
  99. Szene Openair Lustenau - Marktgemeinde Lustenau
  100. Lustenau Live - Lange Nacht der Musik - Lustenau Marketing
  101. Der Luschnouar Markt - Marktgemeinde Lustenau
  102. Veranstaltungen - Marktgemeinde Lustenau
  103. Lustenau in Kinderhand - Marktgemeinde Lustenau
  104. Das größte Volksfest des Landes - Lustenau Marketing
  105. Lustenauer Christkindlemarkt - Lustenau Marketing
  106. Silvester am Platz - Lustenau Marketing
  107. Silke Ritter: 30 Jahre Luschnouar Koscht. Vorarlberg Online, 26. Februar 2010, abgerufen am 20. September 2014.
  108. Das Rezept bleibt immer ein Geheimnis. Vorarlberg Online, 13. Oktober 2007, abgerufen am 20. September 2014.
  109. Geschichte. Lustenauer Senf, abgerufen am 20. September 2014.
  110. Schlumberger verkauf Freihof. Österreichischer Wirtschaftsverlag, 10. Juli 2007, abgerufen am 20. September 2014.
  111. Eine einzigartige Anlage für alle Bewegungsfreudigen - Marktgemeinde Lustenau
  112. Reichshofstadion - Marktgemeinde Lustenau
  113. Weitere Sportanlagen - Marktgemeinde Lustenau
  114. Mission 1907. FC Lustenau, abgerufen am 23. September 2014.
  115.  Oliver Heinzle, Wolfgang Scheffknecht (Hrsg.): Lustenau Lesebuch. Erste Auflage. unartproduktion, Dornbirn 2011, ISBN 978-3-901325-51-9, S. 197f.
  116. Lustenauer Sportvereine - Marktgemeinde Lustenau
  117. Ursina Kohler: Wo Gäste zu Freunden werden. Tagblatt Online, 13. Juli 2007, abgerufen am 23. September 2014.
  118.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 218f.
  119.  Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Mitteilungen. In: Lustenauer Gemeindeblatt. Nr. 13, 1905, S. 100f.
  120.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 334.
  121.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 342.
  122.  Wolfgang Scheffknecht: 100 Jahre Marktgemeinde Lustenau. Lustenau 2003, ISBN 3-900954-06-2, S. 346.
  123.  Marktgemeinde Lustenau (Hrsg.): Lustenau hat einen neuen Ehrenbürger und drei weitere Würdenträger. In: Lustenauer Gemeindeblatt. Nr. 44, 2011, S. 5–8.
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