Luxemburger Wort
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Das Luxemburger Wort für Wahrheit und Recht ist mit einer Auflage von rund 85'000 Exemplaren die führende Tageszeitung in Luxemburg. Sie wird seit 1848 von der Sankt Paulus Druckerei, heute Saint-Paul Luxembourg S.A. herausgegeben. Vom 17. März 2005 bis zum 22. März 2008 erschien die Zeitung unter ihrem Spitznamen d'Wort.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Die erste Ausgabe des Luxemburger Wort erschien nur 3 Tage nach der Pressefreiheit im Deutschen Bund 1848 in der vom Apostolischen Vikar von Luxemburg, Johannes Theodor Laurent, gegründeten Sankt Paulus Druckerei.
Von Beginn an bekämpfte die Zeitung den von Samuel Hirsch mitbegründeten Volksfreund und den Judenrabbiner sowie das Subsidium für die jüdische Gemeinde. Im Zeitraum von 1849 bis 1880 erschienen durchschnittlich pro Woche zwei antisemitische Artikel.[1]
In der NS-Zeit wurde sie 1942 gleichgeschaltet und konnte erst am 10. September 1944 nach der Befreiung Luxemburgs titeln: Lëtzebuerg as fräi! (deutsch: „Luxemburg ist frei!“). Zugleich war dies auch eine der wenigen Ausgaben, die ausschließlich auf Luxemburgisch veröffentlicht wurden, der Presseverlag übersetzte auch gleichzeitig aus Protest seinen Namen ins Französische.
Das Verlagshaus verabschiedete am 11. Januar 2010 seinen Direktor und Chefredakteur Léon Zeches, der 42 Jahre lang die Zeitung mit seinen politischen Kommentaren repräsentiert hat. Neuer Generaldirektor ist Paul Lenert.[2]
Das Luxemburger Wort ist seit Jahren einer der Hauptsponsoren der Luxemburg-Rundfahrt und sponsert dort das luxemburgische Gelbe Trikot.
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Seit Juni 2011 hat die Online-Edition des Luxemburger Worts das bis dahin mögliche Publizieren von Leserbriefen respektive Kommentaren zu Artikeln der Zeitung unterbunden.
[Bearbeiten] Sprachen
Die Zeitung schreibt vorwiegend in deutscher Sprache, ein Teil der Artikel (etwa 16 %) ist auf Französisch, ein recht kleiner Teil (etwa 2 %) auf Luxemburgisch.
Nach einer Studie von Euromosaic, bei der das Wort zusammen mit dem Tageblatt untersucht wurde, entfallen auf Texte in Luxemburgisch bei diesen Zeitungen lediglich 2 % des Gesamtumfangs. Diese 2% teilen sich wie folgt auf:
- Titelseite 0,1 %;
- Leitartikel, Nachrichten, Sport 0,0 %;
- Kunst 0,8 %;
- Lokalnachrichten 6,1 %;
- Unterhaltungstips 50,6 %;
- Stellenangebote 1,9 %;
- Werbung 9,5 %;
- Geburtsanzeigen 81,8 %;
- Hochzeitsanzeigen 80,1 %;
- Todesanzeigen 52,8 %.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Tanja Muller: „Nichts gegen die Juden als solche …“ Forum für Politik, Gesellschaft und Kultur, Nr. 312, November 2011. S. 54ff.
- ↑ "Luxemburger Wort" verabschiedet Chefredakteur. Luxemburger Wort, 11. Januar 2010. 19:25 Uhr.
[Bearbeiten] Literatur
- Luxemburger Wort 1900-2000. Luxemburg und die Welt ein Jahrhundert im Rückblick. Éditions Saint-Paul, Luxemburg 2000, ca. 212 S.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- Internetpräsenz und Online-Zeitung Wort.lu
- Euromosaic, eine Studie der Europäischen Union über die Medien und den Sprachgebrauch in der Europäischen Union (hier das Kapitel über Luxemburg)
- Rezension des Buches Luxemburger Wort 1900-2000 und sehr kritischer Blick auf das Wort
- Edda Humprecht: Luxemburger Wort für Recht und Freiheit, Rezension beim Institut für Medien- und Kommunikationspolitik gGmbH, Berlin, auf mediadb.eu