Lymphopenie

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Klassifikation nach ICD-10
D72.8 Sonstige näher bezeichnete Krankheiten der Leukozyten
Lympho(zyto)penie
ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Als Lymphopenie (Lymphozytopenie) bezeichnet man einen Mangel an Lymphozyten im Blut. Lymphopenien können durch virale Infekte, seltene Erkrankungen des Immunsystems incl. einiger Autoimmunerkrankungen [1], bösartige Veränderungen des Knochenmarks und durch einige immunsuppressive Medikamente, wie sie zum Beispiel bei manchen Chemotherapien verwendet werden, verursacht werden.

Personen, die an Aids erkrankt sind, weisen ebenfalls einen Mangel an Lymphozyten, in diesem Fall der T-Zellen, auf. Eine Lymphopenie kann auch als Folge einer extrem hohen Strahlenbelastung auftreten, wie dies beispielsweise bei Opfern der Tschernobyl-Katastrophe der Fall war.

Bei einer Lymphopenie steigt wegen des Mangels an Lymphozyten das Risiko, an Virusinfektionen zu erkranken. Nach einer neuen, noch unbestätigten Hypothese von Forschern des Scripps Research Institute in Kalifornien, können Lymphopenien möglicherweise an der Entstehung einiger Autoimmunkrankheiten beteiligt sein.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. I. Böhm. Quantification of absolute peripheral white blood cells and their subsets in patients with lupus erythematosus in Biomed Pharmacother 2006;60(2):92-5

Weblinks[Bearbeiten]

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