Lynne Truss

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Lynne Truss (* 1955 in Kingston upon Thames) ist eine englische Schriftstellerin und Journalistin. Sie hat das in Großbritannien und den USA sehr bekannte Buch Eats, Shoots & Leaves: The Zero Tolerance Approach to Punctuation geschrieben, mit dem sie, ähnlich wie Bastian Sick, locker die Materie der Sprachwissenschaft behandelt. Dabei beschränkt es sich aber auf die Zeichensetzung im Englischen.

Leben[Bearbeiten]

Sie gewann den Titel Kolumnist des Jahres für ihre Arbeit für das Women's Journal. Truss moderierte Cutting a Dash, eine BBC-Radio-4-Serie über Zeichensetzung. Sie ist nun Literaturkritikerin bei der Sunday Times und eine vertraute Stimme bei BBC Radio 4. Sie hat kürzlich außerdem ein Buch über Manieren herausgebracht, das den Titel Talk to the Hand. trägt und 2007 unter dem Titel Für dich immer noch Sie Arschloch auf Deutsch erschienen ist.

Werk[Bearbeiten]

Ihr Buch Eats, Shoots & Leaves (November 2003), über den Missbrauch der Zeichensetzung, wurde sowohl in Großbritannien als auch in den USA ein Bestseller. Die Erklärung im Buch für eine "Null-Toleranz-Regelung für die Zeichensetzung" wird als Aufruf an alle Pedanten verstanden, sich für die Zeichensetzung einzusetzen.

Der Buchtitel (Isst, schießt und geht) bezieht sich auf einen Pandabär und ist ein Zeichenfehler, der angeblich in einem Buch stehen soll, das allerdings von Truss nicht angegeben wird. In der korrekten Schreibweise (Eats shoots and leaves) würde der Satz lediglich aussagen, dass besagter Bär Schößlinge und Blätter frisst. Im Buch greift Truss auch die Unterhaltungsindustrie an, die schlechte Zeichensetzung noch unterstützen würde. Als Beispiele nennt sie Two Weeks Notice (korrekt: Two Weeks' Notice), Who Framed Roger Rabbit (Fragezeichen fehlt) und die Popgruppe Hear'Say (falsches Apostroph).[1]

Rezeption[Bearbeiten]

Eats, Shoots & Leaves erschien auch in deutscher Übersetzung mit einigen Anmerkungen zur deutschen Zeichensetzung. In Schweden ist ein vergleichbares Buch erschienen, das auf der Grundlage des Buchs von Lynne Truss die Eigenheiten der schwedischen Interpunktion beschreibt (Komma rätt, komma fel och komma till punkt von Eva Halldinger). Nick Hornby erwähnt das Buch lobend in seinem Werk Mein Leben als Leser.[1]

Bibliographie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Nick Hornby: Mein Leben als Leser, Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005, Seite 56 f.