Lyonesse

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Lyonesse ist ein legendäres Land in der britischen Mythologie.

Lage[Bearbeiten]

Oft wird es mit Leonais in der Bretagne oder auch Lothian in Schottland (altfranzösisch: Loenois) gleichgesetzt. In der kornischen Folklore ist die Rede von einem Land, das sich angeblich einst über die Mount's Bay erstreckte und sich nach Süden und Westen um Land's End bis zu den heutigen Scilly-Inseln ausdehnte.

Flutkatastrophe[Bearbeiten]

Lyonesse gilt auch als die Heimat des Ritters Tristan. Laut einer Sage soll das Land irgendwann im 5. Jahrhundert vom Meer verschlungen worden sein. Zu den wenigen Überlebenden des Untergangs soll ein Mann namens Trevilian gezählt haben. Dieser soll einen Schimmel bestiegen und knapp vor der Flut davongeritten sein. Mit Mühe und Not habe er eine Höhle bei Marazion erreicht und die Katastrophe beobachtet.

Vom Seven Stones-Riff vor Land's End heißt es, es markiere den Ort, wo sich einst eine der untergegangenen Städte, die City of Lions, befunden habe. Fischer berichteten häufig davon, dass sie Teile von Mauerwerk und Glasscheiben in ihren Netzen an die Oberfläche zogen. Bei rauhem Wetter könne man sogar die Kirchenglocken von Lyonesse unter Wasser läuten hören.

Es gilt zwar als relativ unwahrscheinlich, dass an dieser Stelle ein Land namens Lyonesse im Meer versunken ist. Es gab jedoch während des Mittelalters diverse Absenkungen von Land unter den Meeresspiegel.

Rezeption des Lyonesse-Mythos[Bearbeiten]

Der Fantasyautor Jack Vance hat der sagenhaften Insel in seiner Lyonesse-Trilogie ein Denkmal gesetzt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Geoffrey Ashe: Kelten, Druiden und König Arthur. Walter Verlag 1992, 391 S., ISBN 3-530-02363-9.
  • Beckles Wilson: Lost Lyoness: Evidence, Records and Traditions of England's Atlantis. Dezember 1985, 32 S., ISBN 0-948-50801-9.
  • Jack Vance: Herrscher von Lyonesse/Die grüne Perle. Area Verlag 2006, 928 S., ISBN 3-89996-397-0.

Film[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]