Männertrip

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Filmdaten
Deutscher Titel Männertrip
Originaltitel Get Him to the Greek
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2010
Länge 109 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1] (ungeschnitten ab 16[2])
JMK 14[3]Vorlage:Infobox Film/Wartung/JMK ohne JMKID
Stab
Regie Nicholas Stoller
Drehbuch Nicholas Stoller,
Jason Segel
Produktion Judd Apatow,
David Bushell,
Rodney Rothman
Musik Lyle Workman
Kamera Robert D. Yeoman
Schnitt William Kerr,
Michael L. Sale
Besetzung

Männertrip ist eine US-amerikanische Filmkomödie des Regisseurs Nicholas Stoller aus dem Jahr 2010 mit Russell Brand und Jonah Hill in den Hauptrollen.

Handlung[Bearbeiten]

Aaron Green, Angestellter bei einem Plattenlabel wittert seine große Chance, als er den britischen Rockstar Aldous Snow zu seinem großen Comeback im Greek Theatre nach Los Angeles bringen soll. Dieser auf den ersten Blick wenig anspruchsvolle Auftrag entpuppt sich schnell als ziemlich knifflig. Der eigenwillige Rockstar Snow mag zwar ein feiner Mann sein, jedoch ist er nur schwer unter Kontrolle zu bringen, da er ein sehr divenhaftes Verhalten an den Tag legt. Außerdem ist Aldous Snow der ihn umgebenden Ja-Sager und des ständigen Überflusses müde. Im Laufe des Films beginnt er darum, nach dem tieferen Sinn des Lebens zu suchen. Das bedeutet jedoch noch lange nicht, dass er auf dem Weg zu seinem großen Comeback keine Orgien mehr zu feiern weiß. Dies treibt seinen Begleiter Aaron Green zu immer verzweifelteren Maßnahmen.

Aaron trifft Aldous in dessen Appartement in London und möchte eigentlich sofort zurück zum Flughafen, um nach New York zu fliegen. Dort steht am nächsten Tag ein Promotionauftritt in der Today Show an. Doch Aldous zwingt Aaron erst noch gemeinsam feiern zu gehen. Da Aaron sich gerade vermeintlich von seiner Freundin getrennt hat und dementsprechend geknickt ist, verschafft ihm Aldous eine kleine Affäre. Erst am nächsten Morgen fliegen beide nach New York und kommen gerade noch rechtzeitig zur Show an. Auf Anweisung seines Chefs Sergio Roma (Aldous soll nüchtern bleiben) nimmt Aaron diesem seine Alkohol- und Marihuana-Vorräte weg und konsumiert sie selbst, was ihm schwer zusetzt.

Aldous wiederum hat auch noch den Text des Liedes African Child vergessen, das er auf dem Promotionsauftritt singen soll. Aaron versucht verzweifelt den Liedtext in Erfahrung zu bringen und zerlegt in seiner zugedröhnten Hektik das halbe Studio. Da kommt Aldous auf die Idee, einfach ein anderes Lied zu singen. Der Auftritt wird dadurch ein Riesenerfolg und das anstehende Konzert ist bald ausverkauft.

Vom Erfolg beflügelt beschließt Aldous eigenmächtig noch einen Zwischenstopp in Las Vegas zu machen, um seinem Vater zu treffen. Dort zwingt er Aaron, ihm weitere Drogen zu besorgen, was diesem große Schwierigkeiten bereitet. Auch die Versöhnung schlägt fehl und endet in einer großen Rauferei, die von Sergio Roma mitausgelöst wurde. Er treibt Aldous dadurch nach LA.

Dort versuchen Aaron und Aldous während des verbleibenden Tages, ihre jeweilige Ex-Freundin zurückzugewinnen. Aldous Ex, die Sängerin Jackie Q, lässt sich zwar auf ein Schäferstündchen ein, eröffnet Aldous aber im anschließenden Gespräch, dass der gemeinsame Sohn gar nicht von ihm ist.

Aldous taucht daraufhin bei Aaron auf und torpediert dessen Vorhaben, was in einem Desaster endet. Aldous schlägt einen flotten Dreier vor und Daphne stimmt zu, um sich an Aaron wegen der Affären der vergangenen Tage zu rächen.

Aldous erkennt, dass er in der Vergangenheit nur egoistisch gewesen ist und kündigt Aaron seinen Suizid durch einen Sprung vom Hoteldach an. Aaron überzeugt ihn davon, dass er stattdessen seinen Fans etwas zurückgeben könne, indem er zu dem Konzert erscheine. Also springt Aldous nicht auf die Straße sondern in den Hotelpool, wobei er sich am Arm schwer verletzt. Trotzdem lässt er sich von Aaron ins Greek Theatre fahren und tritt unter dem Jubel der Fans auf.

Im Epilog erfährt man, dass Aldous’ Comeback Erfolg hatte, er den Drogen ein weiteres Mal abgeschworen hat und nun von Aaron produziert wird. Aaron hat sich mit seiner Freundin Daphne versöhnt und ist ihr nach Seattle gefolgt, wo sie einen Job als Ärztin angetreten hat.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film spielte weltweit circa 91,4 Millionen US-Dollar ein.[4]

Trivia[Bearbeiten]

Zahlreiche prominente Personen haben Gastauftritte im Film. Darunter:

Des Weiteren wurden einige Darsteller in Fotos von Owen Wilson, Johnny Depp, Derek Jeter montiert. Es handelt sich hier um ein Remake eines Films mit Peter O´Toole von 1982 mit dem Titel Ein Draufgänger in New York.

Kritik[Bearbeiten]

Der Film bekam überwiegend positive Kritiken. Rotten Tomatoes verzeichnet eine positive Wertung von 73 %, basierend auf 181 Kritiken.[5]

„[…]Vor allem Russell Brand hatte seinen Aldous Snow schon in Nie wieder Sex mit der Ex durch seine schiere Präsenz zu einer zweiten Hauptfigur gemacht, und er spielt den Rockstar hier als konsequenten Egoisten, der so entspannt wie entschlossen seine Bedürfnisse und Süchte vor alles andere stellen kann, dann aber plötzlich zwischendurch auch mal sein sehr weiches Herz für andere wiederfindet; nie weiß man, wofür er sich im nächsten Moment entscheidet.“

Rochus Wolff [6]

„[…]Es ist Nicholas Stoller gelungen, platte, aber weitestgehend zündende Gags mit schrill überzogener Satire zu verbinden und sogar in einen ganz netten Plot einzubinden. Vielleicht wäre es gar nicht nötig gewesen noch eine klitzekleine Liebesgeschichte einzubauen, um eine klarere Struktur zu erzwingen, als es die eigentliche Handlung zuließe, doch es mag auch nicht so wirklich stören und schließlich findet man sich am Ende immerhin in alter Judd Apatow-Gemütlichkeit: Eine feine Moral, zufriedene Gesichter und ein etwas zu langes Finale mit viel Musik.“

Jakob Stählin[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung (PDF; 34 kB) der FSK, abgerufen am 12. September 2013
  2. Freigabebescheinigung (PDF; 34 kB) der FSK, abgerufen am 12. September 2013
  3. Filmdatenbank des BMUKK, abgerufen am 12. September 2013
  4. Get Him to the Greek (2010). Box Office Mojo, abgerufen am 25. November 2010 (englisch).
  5. [1], abgerufen am 14. November 2010
  6. Kritik auf critic.de, abgerufen am 8. November 2010.
  7. Kritik auf schnitt.de, abgerufen am 8. November 2010.