Märkische Heide

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der brandenburgischen Gemeinde Märkische Heide. Zur inoffiziellen brandenburgischen Hymne siehe Märkische Heide, märkischer Sand.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Märkische Heide
Märkische Heide
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Märkische Heide hervorgehoben
52.05277777777814.04638888888945Koordinaten: 52° 3′ N, 14° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Dahme-Spreewald
Höhe: 45 m ü. NHN
Fläche: 210,1 km²
Einwohner: 4067 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 19 Einwohner je km²
Postleitzahl: 15913
Vorwahlen: 035471, 035473 (Alt Schadow, Glietz, Groß Leine, Groß Leuthen, Kuschkow, Pretschen)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: LDS
Gemeindeschlüssel: 12 0 61 329
Gemeindegliederung: 17 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schlossstraße 13a
15913 Märkische Heide
Webpräsenz: www.maerkische-heide.de
Bürgermeister: Dieter Freihoff (SPD)
Lage der Gemeinde Märkische Heide im Landkreis Dahme-Spreewald
Alt Zauche-Wußwerk Bersteland Bestensee Byhleguhre-Byhlen Drahnsdorf Eichwalde Golßen Groß Köris Halbe Heideblick Heidesee Jamlitz Kasel-Golzig Königs Wusterhausen Krausnick-Groß Wasserburg Lieberose Lübben Luckau Märkisch Buchholz Märkische Heide Mittenwalde Münchehofe Neu Zauche Rietzneuendorf-Staakow Schlepzig Schönefeld Schönwald Schulzendorf Schwerin Schwielochsee Spreewaldheide Steinreich Straupitz Teupitz Unterspreewald Wildau Zeuthen BrandenburgKarte
Über dieses Bild
Die Kirche von Leibchel, Bleizeichnung eines unbekannten Malers, 1889

Märkische Heide (niedersorbisch Markojska gola) ist eine Gemeinde im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg. Die Gemeinde Märkische Heide in der Niederlausitz zählt mit über 210 km² zu den flächengrößten in Deutschland.

Geografie[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Dürrenhofe

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die Gemeinde entstand am 26. Oktober 2003 aus dem Zusammenschluss von 17 bis dahin selbstständigen Gemeinden, die heute die Ortsteile bilden.[4]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Die Bevölkerung des Gebiets der heutigen Gemeinde Märkische Heide fällt seit Ende des 19. Jahrhunderts. Zwar brachten die Flüchtlinge aus den Ostgebieten in den 1940er Jahren einen gewissen Bevölkerungsschub, aber seitdem fällt die Einwohnerzahl wieder und soll laut den Prognosen weiter sinken.

Jahr Einwohner
1875 6257
1890 6070
1925 5511
1933 5279
1939 5064
1946 8101
1950 7730
1964 6031
1971 5870
1981 5347
Jahr Einwohner
1985 5193
1989 5184
1990 5134
1991 5062
1992 5148
1993 5145
1994 4984
1995 4989
1996 4977
1997 4981
Jahr Einwohner
1998 5000
1999 4975
2000 4980
2001 4946
2002 4899
2003 4841
2004 4772
2005 4760
2006 4684
2007 4585
Jahr Einwohner
2008 4464
2009 4396
2010 4313
2011 4137
2012 4067

Quellen: Die detaillierten Quellen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg und des brandenburgischen Landesamtes für Bauen und Verkehr sowie der Bertelsmann-Stiftung finden sich unter Population Projection Brandenburg in den Wikimedia Commons

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde besteht aus 16 Ratsfrauen und Ratsherren.

  • CDU 1 Sitze
  • SPD 4 Sitze
  • Pro Märkische Heide 5 Sitze
  • Die Linke 1 Sitz
  • Bündnis fr. Bürger 1 Sitz
  • Senioren 1 Sitz
  • Pro Spree und Wald 2 Sitze
  • Einzelbewerber 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008)

Anfang Juli 2004 beschloss der Gemeinderat der Großgemeinde, dass der Ortsteil Groß Leine nicht mehr zum sorbischen Siedlungsgebiet gehöre. Nach einem Bericht der Märkischen Allgemeinen vom 5. Juli 2004 soll der Hintergrund des Beschlusses die Befürchtung sein, zu viel Geld für die Pflege der sorbischen Traditionen ausgeben zu müssen. Ob die 215 Einwohner von Groß Leine diese tatsächlich pflegen oder nicht, ist umstritten.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Durch einen mit siebzehn goldenen Scheiben belegten grünen Bord in Gold drei schwarze Kienäpfel zum gestürzten Dreipass gestellt und im Schnittpunkt überdeckt von drei zum Dreipass gestellten grünen Eicheln.“[5]

Die 17 Ortsteile werden durch ein Bord mit 17 goldenen Scheiben symbolisiert. Der vorherrschende Mischwald wird durch Eicheln und Kienäpfeln, jeweils im Dreipass, dargestellt.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge der Gemeinde besteht – bei Aufhängung in einem Querholz – aus drei Längsstreifen Grün-Gelb-Grün im Verhältnis 1:2:1 und trägt das Gemeindewappen in der Mitte.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Märkische Heide sowie in der Liste der Bodendenkmale in Märkische Heide stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale. Insbesondere sind das:

  • Schloss Groß Leuthen: ein mehrfach umgebautes Renaissanceschloss auf den Grundmauern einer Wasserburg aus dem 12. Jahrhundert.
  • Sowjetisches Ehrenmal von 1946 auf dem Friedhof des Ortsteils Krugau für 42 umgekommene Frauen, Männer und Kinder, die während des Zweiten Weltkrieges in einer Rüstungsfabrik Zwangsarbeit verrichten mussten.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten, die mit dem Ort in Verbindung stehen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Märkische Heide – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2012 (XLS-Datei; 83 KB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c d e f g h i j k l m n o p q Ortsnamen Niederlausitz;
    siehe auch: Sophie Wauer, Klaus Müller, Kerstin Kirsch: Die Ortsnamen des Kreises Beeskow-Storkow (= Brandenburgisches Namenbuch, Teil 12). Steiner, Stuttgart 2005, ISBN 3-515-08664-1, S. 226–228
  3. Statistik des Deutschen Reichs. Band 450: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich. Teil I, Berlin 1939, S. 250
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  5. Hauptsatzung der Gemeinde Märkische Heide (PDF; 57 kB), § 3 Wappen, Flagge und Dienstsiegel (§ 10 BbgKVerf)
  6. Partnergemeinde. Gemeinde Märkische Heide (märkische-heide.de), abgerufen am 25. März 2013.
  7. zu Christoph-Heinrich von Houwald siehe: Herrmann A. L. Degener: Wer ist's?. 4. Ausgabe, Degener, Leipzig 1909; Genealogische Handbuch des Adels. Band 82, Gräfliche Häuser. Band 11, Starke, Limburg an der Lahn 1983, S. 121
  8. zu Hermann Matschenz siehe: Richard Wrede und Hans von Reinfels (Hrsg.): Das geistige Berlin. Eine Encyklopädie des geistigen Lebens Berlins. Band 1. Storm [u. a.], Berlin 1897, Band 3, 1898; Dr. Johnen: Matschenz, Hermann. In: Anton Bettelheim: Biographisches Jahrbuch und deutscher Nekrolog. Band 6, Reimer, Berlin 1904, S. 136–137 und Sp. 70*; Rudolf Bonnet: Männer der Kurzschrift. 572 Lebensabrisse von Vorkämpfern und Führern der Kurzschriftbewegung. Winkler, Darmstadt 1935
  9. zu Bernd Pittkunings siehe: Peter Becker: Sorbischer Kulturbotschafter aus Leidenschaft. In: Lausitzer Rundschau. 29. Mai 2010
  10. zu Erich Röhn siehe: Wilibald Gurlitt (Hrsg.): Riemann Musik Lexikon. Personenteil L–Z. 12. Auflage, Schott, Mainz 1961, S. 525; Der Geiger Erich Röhn ist gestorben. In: Hamburger Abendblatt, 7. August 1985; Friedrich Herzfeld (Hrsg.): Das Neue Ullstein Lexikon der Musik. Ullstein, Frankfurt am Main [et al.] 1993; Einträge zu Erich Röhn im Katalog des Deutschen Nationalbibliothek
  11. zu Emil von Gutzmerow siehe: A. Reißig (Hrsg.): Handbuch für das Preußische Herrenhaus. Carl Heymanns Verlag, Berlin 1899, S. 298–299; Anton Bettelheim: Biographisches Jahrbuch und deutscher Nekrolog. Band 11, 1906, Reimers, Berlin 1908, Sp. 27*
  12. Peter Becker: Der Mann hinter der Kamera. In: Lausitzer Rundschau. 13. Februar 2010 (mit Bild); Thomas Jacob in der Internet Movie Database (englisch); Der richtige Dreh oder durchgedreht? – Windenergie im Fokus. (mit Bild)
  13. zu Gerhard Knabe siehe: Gerhard Knabe
  14. zu Otto Riemann siehe: Franz Brümmer: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Band 5, Leipzig 1913, S. 470–471; Otto Fischer: Evangelisches Pfarrerbuch für die Mark Brandenburg. Verzeichnis der Geistlichen in alphabetischer Reihenfolge. Berlin 1941, S. 698 (dort Todesdatum und -ort); Wilhelm Kosch: Deutsches Literatur-Lexikon. 3. Auflage, Band 12. Francke Verlag, Bern und Stuttgart 1990, Spalte 1227; Peter Walther (Hrsg.): Musen und Grazien in der Mark. 750 Jahre Literatur in Brandenburg. Band 2: Ein historisches Schriftstellerlexikon. Lukas-Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-931836-69-X, S. 133
  15. zu Karl Albrecht von Trebra siehe: Anton Bettelheim: Biographisches Jahrbuch und deutscher Nekrolog. Band 10, 1905, Reimer, Berlin 1907, Sp. 262*; Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Huser. Deutscher Uradel. Justus Perthes, Gotha 1926, S. 704; Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum. Band 10, Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg 1942, S. 415–416, Nr. 3298
  16. zu Hans von Willisen siehe: Anton Bettelheim (Hrsg.): Biographisches Jahrbuch und deutscher Nekrolog. Band 10, 1905, Reimer, Berlin 1907?; Bernhard Mann: Biographisches Handbuch für das preußische Abgeordnetenhaus (1867–1918) (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der Politischen Parteien, Band 3). Droste, Düsseldorf 1988, S. 418