März 2005

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Tagesgeschehen[Bearbeiten]

Dienstag, 1. März[Bearbeiten]

  • Washington, D.C./USA. Der Oberste Gerichtshof der USA erklärt die Verhängung und Vollstreckung der Todesstrafe für Taten von zur Tatzeit noch nicht Achtzehnjährigen für verfassungswidrig. Bereits verhängte Todesstrafen gegen 72 zur Tatzeit minderjährige Täter müssen in Haftstrafen umgewandelt werden[1].
  • Kopenhagen/Dänemark. Nach einer Analyse der schweizerischen Bank UBS ist die dänische Hauptstadt diejenige Großstadt mit dem höchsten Lohnniveau der Welt. Gleichzeitig ist Kopenhagen inzwischen die zweitteuerste Stadt der Welt, hinter Oslo. Letztes Jahr war noch Hongkong die zweitteuerste Stadt, liegt jetzt aber nur noch auf Platz 10. Auch das Leben in New York ist inzwischen billiger als in allen skandinavischen Hauptstädten[2].

Mittwoch, 2. März[Bearbeiten]

Donnerstag, 3. März[Bearbeiten]

Freitag, 4. März[Bearbeiten]

  • Bagdad/Irak. Die italienische Journalistin Giuliana Sgrena wird nach einem Monat im Irak von ihren Entführern freigelassen. Bei der Fahrt zum Flughafen von Bagdad, auf der sie von italienischen Geheimdienstbeamten begleitet wurde, gerät ihr Wagen unter Beschuss durch US-Soldaten. Einer der Begleiter, Nicola Calipari, kommt dabei ums Leben, Sgrena wird leicht verletzt.

Samstag, 5. März[Bearbeiten]

Sonntag, 6. März[Bearbeiten]

Montag, 7. März[Bearbeiten]

Dienstag, 8. März[Bearbeiten]

Mittwoch, 9. März[Bearbeiten]

  • Den Haag/Niederlande. Ramush Haradinaj, der am Vortag als Ministerpräsident des Kosovo zurückgetreten war, stellt sich dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag, das ihm Verbrechen gegen Zivilisten während des Kosovo-Krieges vorwirft.
  • Südafrika. Ein Erdbeben der Stärke 5,3 führt dazu, dass in der Goldmine Hartebeestfontein 40 Bergarbeiter verschüttet werden. Bis auf einen, der bei dem Unglück ums Leben kam, können alle in einer aufwändigen Rettungsaktion geborgen werden.

Donnerstag, 10. März[Bearbeiten]

Freitag, 11. März[Bearbeiten]

Samstag, 12. März[Bearbeiten]

Sonntag, 13. März[Bearbeiten]

  • Istanbul/Türkei. Nachdem im Bosporus ein Flüssiggas-Tanker sinkt, muss die bedeutende Schifffahrtsstraße stundenlang für den Schiffahrtsverkehr gesperrt werden.

Montag, 14. März[Bearbeiten]

  • Peking/China. Der chinesische Volkskongress beschließt mit 2 Enthaltungen und 2998 Befürwortungen das Anti-Abspaltungsgesetz. Im Gesetz wird Taiwan mit der Anwendung von Gewalt gedroht, wenn dieses einseitig seine Unabhängigkeit erkläre.
  • Beirut/Libanon. In Beirut demonstrieren rund 800.000 Menschen gegen die syrische Militärpräsenz im Libanon.

Dienstag, 15. März[Bearbeiten]

Mittwoch, 16. März[Bearbeiten]

Donnerstag, 17. März[Bearbeiten]

Freitag, 18. März[Bearbeiten]

  • Niederlande. Der niederländische Geschäftsmann Frans van Anraat wird angeklagt, dem Irak unter Saddam Hussein Giftgas verkauft zu haben, das dann gegen die kurdische Bevölkerung verwendet wurde. Anraat wird im Dezember zu 15 Jahren Haft verurteilt.

Samstag, 19. März[Bearbeiten]

  • Fatahpur/Pakistan. In Fatahpur im Südwesten Pakistans sterben bei einem Bombenanschlag auf schiitische Pilger 39 Menschen.
  • Rügen. Bei Lohme auf der Insel Rügen bricht auf 100 m Länge und 200 m Breite ein Teil der Steilküste ab. Ein Betreuungsheim für Suchtkranke entgeht nur knapp einer Katastrophe. Die Bruchkante verläuft nur 2,5 m vor dem Haus.
  • Kyūshū/Japan. Die südjapanische Insel Kyūshū wird von einem Erdbeben der Stärke 7,0 erschüttert.
  • Pakistan. Pakistan testet erfolgreich die Mittelstreckenrakete Shaheen-II, die eine Reichweite von 2.000 km erreicht und in der Lage ist, auch atomare Sprengköpfe zu transportieren.

Sonntag, 20. März[Bearbeiten]

  • Vatikan. Papst Johannes Paul II. kann zum ersten Mal während seines Pontifikats aus gesundheitlichen Gründen die Osterfeierlichkeiten nicht persönlich leiten, die mit dem heutigen Palmsonntag beginnen.

Montag, 21. März[Bearbeiten]

Dienstag, 22. März[Bearbeiten]

Mittwoch, 23. März[Bearbeiten]

  • Texas City/USA. Eine Explosion in der texanischen BP-Erdölraffinerie in Texas City fordert mindestens 15 Tote und über 100 Verletzte.
  • Monaco. Fürst Rainier III., der seit dem 21. März auf der Intensivstation befindet, muss wegen schwerer Herz- und Nierenprobleme künstlich beatmet werden.

Donnerstag, 24. März[Bearbeiten]

  • London/Großbritannien – Nach mehrjähriger Arbeit im Rahmen des Millennium Ecosystem Assessment[3] haben mehr als 1300 Experten einen unter Anderem im Auftrag der UNO erstellten Bericht über Zustand und Aussichten des Lebens auf unserem Planeten vorgelegt. Ergebnis: Ohne radikale Veränderungen unseres Konsumverhaltens kann die Erde in vierzig bis fünfzig Jahren die Ressourcen nicht mehr liefern, die für das Wohlergehen der Menschheit benötigt werden.
  • Nagoya/Japan. Eröffnung der Weltausstellung in Nagoya.
  • Reykjavík/Island. Der frühere Schachweltmeister Bobby Fischer reist von Japan nach Island und erhält dort Asyl. Ihm wird vorgeworfen, gegen US-amerikanische Sanktionsrichtlinien gegen Serbien verstoßen zu haben, indem er an einem dortigen Turnier teilnahm.
  • Genf/Schweiz. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation hat sich die Zahl der Tuberkulose-Fälle in einigen Staaten Afrikas seit 1990 verdreifacht.
  • Bischkek/Kirgisistan. Im Verlauf der so genannten Tulpenrevolution kommt es zu massiven Protesten gegen den kirgisischen Staatschef Askar Akajew, dem eine Manipulation der jüngsten Parlamentswahlen vorgeworfen wird. Eine Menschenmenge stürmt seinen Amtssitz, die Opposition erklärt ihn für abgesetzt. Akajew flieht mit einem Hubschrauber aus der Hauptstadt, ohne seinen Anspruch auf die Regierung aufzugeben.

Freitag, 25. März[Bearbeiten]

  • Kirgisistan. Der politische Machtkampf in Kirgisistan („Tulpenrevolution“) spitzt sich weiter zu. Während Kurmanbek Bakijew das Amt des Staats- und Regierungschefs beansprucht, weigert sich Askar Akajew zurückzutreten. In der Hauptstadt Bischkek kommt es zu Unruhen. Zeitweilig bestehen auch zwei Parlamente nebeneinander, die jeweils einen der Machthaber unterstützen. Einige Tage später entscheidet sich der Machtkampf zugunsten Bakijews, nachdem das alte, Akajew unterstützende Parlament seiner Auflösung zustimmt.

Samstag, 26. März[Bearbeiten]

  • Taiwan. In der taiwanesischen Republik China demonstrieren hunderttausende gegen das Antisezessionsgesetz der Volksrepublik China, das am 14. März ratifiziert worden war und für den Fall einer einseitigen Unabhängigkeitserklärung Taiwans mit dem Einsatz von Gewalt droht.

Sonntag, 27. März[Bearbeiten]

  • Vatikan. Papst Johannes Paul II. zeigt sich zum Abschluss der Osterfeierlichkeiten auf dem Petersplatz an einem Fenster der päpstlichen Gemächer, und erteilt stumm den Segen „Urbi et Orbi“, weil ihm die Stimme versagt.

Montag, 28. März[Bearbeiten]

  • Indonesien. Ein Erdbeben der Stärke 8,7 vor der Westküste Nord-Sumatras fordert rund 2.000 Todesopfer. Allerdings kommt es nicht, wie befürchtet, zu einem Tsunami, wie bei der Katastrophe vor drei Monaten.

Dienstag, 29. März[Bearbeiten]

Mittwoch, 30. März[Bearbeiten]

Donnerstag, 31. März[Bearbeiten]

  • Vatikan. Der Vatikan lässt gegen 23:00 Uhr Ortszeit verlauten, dass Papst Johannes Paul II. sich einen Urinalinfekt zugezogen habe, und sich sein Gesundheitszustand dramatisch verschlechtere. Gläubige strömen daraufhin zum Petersplatz und beginnen mit einer Gebetswache vor den erleuchteten Fenstern der päpstlichen Gemächer.
  • Kirchheim unter Teck/Deutschland. Sensationeller Fund eines alemannischen Königsgrabes legt bis auf weiteres den gesamten innerstädtischen Verkehr lahm. Bei Bauarbeiten zur neuen Tiefgarage ist in Kirchheim Teck ein alemannisches Königsgrab gefunden worden. „Was gestern bei Ausschachtungsarbeiten am Baustellengrund zu Tage kam, kann man schlicht als Sensation bezeichnen“ sagt Museumsleiter Rainer Laskovski.
  • Pinellas Park/Florida. Die Koma-Patientin Terri Schiavo stirbt 13 Tage nachdem auf gerichtliche Anordnung hin ihre Ernährung eingestellt worden war.
  • Simbabwe. Die Parlamentswahlen in Simbabwe enden mit einer klaren Mehrheit für die ZANU-PF von Präsident Robert Mugabe. Beobachter bewerten die Wahl aber als weder frei noch fair.

Belege[Bearbeiten]

  1. NYT
  2. Danmarks Radio
  3. www.millenniumassessment.org

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: März 2005 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien