Ménerbes

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Ménerbes
Wappen von Ménerbes
Ménerbes (Frankreich)
Ménerbes
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département Vaucluse
Arrondissement Apt
Kanton Bonnieux
Gemeindeverband Communauté de communes du Pont Julien.
Koordinaten 43° 50′ N, 5° 12′ O43.8333333333335.2072222222222224Koordinaten: 43° 50′ N, 5° 12′ O
Höhe 112–693 m
Fläche 30,27 km²
Einwohner 1.079 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 36 Einw./km²
Postleitzahl 84560
INSEE-Code

Ménerbes im Herbst

Ménerbes ist eine französische Gemeinde mit 1079 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Vaucluse in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur.

Geografie[Bearbeiten]

Ménerbes liegt zwischen dem 42 Kilometer entfernten Avignon und dem 23 Kilometer entfernten Apt, langgestreckt auf einem Bergrücken und weithin sichtbar. Nachbarorte sind Beaumettes, Oppède-le-Vieux und Lacoste. Die Gemeinde gehört zur Communauté de communes du Pont Julien und liegt im Regionalen Naturpark Luberon.

Geschichte[Bearbeiten]

In Ménerbes wurden viele antike Funde gemacht, darunter Überreste einer Töpferwerkstatt (spätes 1. Jahrhundert), des Sylvanus-Alter (spätes 2. oder 3. Jahrhundert), eines Grabsteins (spätes 1. Jahrhundert) und einiger römischer Villen. Der heilige Castor von Apt spielte für die Geschichte der Gemeinde eine wichtige Rolle. Sein an einem unbekannten Ort gegründetes Kloster Manancha könnte auf dem heutigen Gebiet von Ménerbes gelegen haben. Außerdem versteckte er sich um das Jahr 410 vor dem Klerus und den Bewohnern von Apt, die ihn zum Bischof weihen wollten, in einer Höhle im Luberon, möglicherweise bei Ménerbes.

Im Mittelalter war die Stadt durch die beiden Tore Saint-Sauveur und Notre-Dame zugänglich und wurde von einer Festung aus dem 13. Jahrhundert überragt. In der Mitte des 13. Jahrhunderts gründeten die Karmeliten ein Kloster. 1274 wurde Ménerbes in das Comtat Venaissin eingegliedert. Während der Religionskriege war Ménerbes eine Hochburg des Protestantismus und 1573 bis 1578 von Hugenotten besetzt. Nach der Französischen Revolution - bis 1801 - war Ménerbes Chef-lieu eines Kantons.

In den 1990er Jahren wurde der Ort durch den englischen Schriftsteller Peter Mayle (Mein Jahr in der Provence und Toujours Provence) weit bekannt, der in seinen Romanen den Ort und das Leben in der Provence so liebevoll-authentisch beschrieb, dass sich viele Touristen auf Spurensuche begaben und unter anderem sein Haus identifizierten, was ihn zur Aufgabe seines Wohnortes bewegte.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Abtei Saint-Hilaire
  • Kirche aus dem 14. Jahrhundert
  • Kapelle Sainte-Blaise aus dem 18. Jahrhundert
  • Häuser aus dem Mittelalter und der Renaissance
  • Korkenziehermuseum[1]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Dora Maar, die Geliebte Pablo Picassos, besaß ein Haus in Ménerbes.

Demografie[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008
Einwohner 924 891 899 1027 1118 1011 1153

Altersstruktur[Bearbeiten]

22 Prozent der Bevölkerung sind 19 Jahre alt oder jünger. Neun Prozent der Bevölkerung sind 75 Jahre alt oder älter.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ménerbes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.provenceweb.fr/f/vaucluse/menerbes/menerbes.htm
  2. http://www.toutes-les-villes.com/84/menerbes.html