Tischler

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Tischler als Beruf. Zu weiteren Bedeutungen siehe Tischler (Begriffsklärung).
Wappen des Schreinerhandwerks

Tischler oder Schreiner ist ein Beruf, der sich auf die Holzbearbeitung und Oberflächenbehandlung von Holz spezialisiert hat. Dazu wird der Bau von Möbeln bis hin zu Bauelementen im Sinne der Holztechnik gerechnet.

Die Tischlerei oder Schreinerei ist die Werkstatt des Tischlers.

Der Schutzheilige der Tischler ist St. Josef.

Schreiner und Tischler[Bearbeiten]

Je nach Region des deutschen Sprachgebietes hat dieses Handwerk einen anderen Namen. Nach dem Wortatlas der deutschen Umgangssprachen, Bern/München 1977, Karte 20, ist die regionale Verteilung wie folgt:

  • in Nord-, West- und Ostdeutschland, Österreich und Südtirol sagt man Tischler und Tischlerei.
  • vereinzelt im Ruhrgebiet, in Hessen, im Saarland, in Rheinland-Pfalz, in Baden-Württemberg und Bayern sowie in der Deutschschweiz und Westösterreich (insbesondere Vorarlberg) sagt man Schreiner und Schreinerei.

Das Wort Schreiner leitet sich von Schrein (= Truhe, Sarg, Kiste, Schrank) ab, während das Wort Tischler von Tisch abgeleitet wird, wobei zu beachten ist, dass man früher unter einem Tisch eine Kiste verstand (daher auch die alternativen Berufsbezeichnungen Kistler beziehungsweise Kistner). Nicht mehr gebräuchlich sind die historischen Bezeichnungen Kistenmacher und Tischmacher.

Kunstschreiner werden seit dem 17. Jahrhundert auch Ebenisten genannt.

Geschichte der Tischlerei[Bearbeiten]

Tischler bei der Ausbildung (1952)

Von der Zimmerei spaltete sich seit dem 14. Jahrhundert die Tischlerei ab. Es ist ein altes und angesehenes Handwerk. Die Tischler fanden sich schon früh in einer Zunft zusammen in einer ersten Ordnung mit Lehrling, Geselle und Meister.[1] Die Tischlerzünfte besaßen gegenüber anderen Holzberufen das ausschließliche Recht, Hobel als Werkzeug und Leim als Verbindungsmittel benutzen zu dürfen. Ebenso war ihnen die Herstellung bestimmter Werkstücke vorbehalten. Dazu gehörten Fenster, Türen, Wand- und Deckenvertäfelungen, Möbel und ab dem 16. Jahrhundert die neu aufkommenden Särge. Die Aufnahme in die Tischlerzünfte war an bestimmte Voraussetzungen gebunden (z. B. eheliche Geburt, Abstammung von ehrbaren Eltern, guter Leumund, zeitweilig auch die deutsche Nationalität) und geschah nach der Beendigung der Lehrzeit in geheimen Zeremonien, bei denen der Proband „gehobelt“ und von einem Altgesellen in der ebenso geheimen „Hobelpredigt“ über das Selbstverständnis und die Verhaltensregeln der Zunftmitglieder unterwiesen wurde.[2]

Die Zünfte umfassten zu keiner Zeit alle Angehörigen eines Berufsstandes, zeitweilig sogar nicht einmal die Mehrheit. Außerhalb des Zunftwesens entstanden im 17. und 18. Jahrhundert von den Fürsten- und Herrscherhöfen lanciert sogenannte „Hofschreinereien“, die sich oft zu Zentren außergewöhnlicher Kunstfertigkeit (Peinture en bois) entwickelten. Bekanntestes Beispiel ist in Deutschland die Werkstatt von Abraham und David Roentgen in Neuwied (1750–1800), die neben den französischen und den preußischen König auch die Zarin Katarina II. belieferte.[3] Daneben hat sich seit dem 16. Jahrhundert die Erscheinung der verhassten und von den Zunfthandwerkern vielfältig verfolgten „Störer, Pfuscher und Bönhasen“ ausgeweitet. Das waren Landschreiner, ehemalige Kirchen- oder Armeetischler oder aber verheiratete Gesellen, die alle als „nichtzunftfähig“ galten und in ihrer Not illegal für billigeres Geld für Stadtkunden arbeiteten. Ein Hinweis auf die Brisanz dieses Problem ergab eine Zählung des Senates von Bremen im Jahr 1804: es arbeiteten 50 Tischlermeister in der Stadt, zugleich aber auch über 200 sogenannte „Böhnhasen“ im gleichen Berufsfeld.[4]

Im Gegensatz zu den Zünften, die auf Stadtebene lokal organisiert waren, überschritten die Vereinigungen der Tischlergesellen diesen engen Rahmen und agierten bei Auseinandersetzungen um Lohn, Arbeitsbedingungen und Fragen der Standesehre mit der Unterstützung ihrer überregionalen Mobilisierungsmöglichkeiten. Kampfmittel waren Streiks in der Form des Auszuges aus der Stadt, vor allem aber „Verrufe“, Schimpfbriefe, die die Betroffenen sozial isolierten und ökonomisch schädigten, indem sie diese zum Beispiel von der Versorgung mit neuen Arbeitskräften abschnitten. Vor allem im 18. Jahrhundert eskalierten die Auseinandersetzungen zwischen den Meistern und Gesellen des Tischlerhandwerks in zahlreichen Zwischenfällen, die zum Teil heftige Ausmaße annahmen.[5] 1793 setzte zum Beispiel der preußische König Militär ein, um eine Ruhestörung aus der Welt zu schaffen, die maßgeblich von Berliner Tischlergesellen getragen worden war. Neben den Rädelsführern wurden 52 Gesellen in der Folge öffentlich ausgepeitscht und zu langwährenden Haftstrafen, zu Gefängnis oder zur Verbannung verurteilt.[6]

War im 16. Jahrhundert Augsburg unumstrittener Mittelpunkt des Tischlerhandwerks in Deutschland, so entwickelte sich seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts Berlin zu dem wichtigsten Zentrum des handwerklichen Möbelbaus.[7] Dieses rührt aus seinem Status als aufstrebender Residenzstadt, aus dem langwährenden Neutralitätspakt des preußischen Königs mit Napoleon, der nach 1800 große Teile Deutschlands seiner Herrschaft unterworfen hatte, und aus dem andauernden Vorgehen des preußischen Staates gegen die alten Zunftrechte, weshalb es zum Beispiel preußischen Tischlern bereits 1790 erlaubt war, ihre Beschäftigtenzahl frei zu bestimmen. Im übrigen Deutschland war zu der Zeit Zunftmitgliedern in der Regel nicht mehr als zwei Gesellen gestattet. In Berlin entstanden bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten, großen Möbel-Manufakturen, die bald mithilfe der inzwischen gebauten Eisenbahnen ganz Deutschland belieferten und das überkommene Tischlerhandwerk massiv unter Konkurrenz setzten. Der „Berliner Schund“ war berüchtigt wegen seiner Qualität, aber gefürchtet wegen seiner Preise und seiner allgegenwärtigen, massenhaften Verfügbarkeit.

Die Tischlerzünfte waren unter der napoleonischen Herrschaft wie die anderen Zünfte auch per Dekret aufgehoben worden. Die Reaktion versuchte nach der Niederlage Napoleons, in der Wirtschaftspolitik an die alten Zustände wieder anzuknüpfen: Die Zünfte wurden wieder eingesetzt – allein wichtige Vorrechte wie die Zulassung zur Meisterprüfung und ihre Regulierung, z. T. auch die Beschränkung der Beschäftigtenzahl, wurden in vielen deutschen Staaten nicht mehr durchgesetzt.[8] 1869 wurde mit der Einführung der Gewerbefreiheit in ganz Deutschland das Zunftwesen aufgelöst und die Gesetze der kapitalistischen Wirtschaftsordnung beherrschten auch den Bereich des Tischlerhandwerks.

Waren durch die Industrialisierung seit etwa 1840 wichtige Maschinen der Holzbearbeitung wie die Kreissäge, die Hobelmaschine und die Fräsmaschine in Gebrauch, so verhinderte doch die notwendige Größe des Antriebssystems einen Einsatz im handwerklichen Bereich, ebenso der entsprechende Kapitaleinsatz. Erst als 1875 die Abrichthobelmaschine erfunden worden war, stand ein System der durchgängigen maschinellen Bearbeitung von Holz zur Verfügung, das ab 1890 Einzug in die Tischlerwerkstätten halten konnte, weil ab diesem Zeitpunkt mit Gas- und später vor allem Elektromotoren kleinere Antriebsmöglichkeiten zur Verfügung standen.[9] Zugleich entstanden vor allen Dingen im Raum Herford nahe dem Ruhrgebiet erste Fabriken der industriellen Möbelherstellung, die innerhalb kürzester Zeit wichtige Marktanteile gewinnen konnten, wenn sie nicht gar das Tischlerhandwerk völlig aus einigen Segmenten wie zum Beispiel der Parkettbodenproduktion verdrängten.[10]

Die vor allem seit der Jahrhundertwende 1900 erfolgende Maschinisierung des Tischlerhandwerks stülpte die herkömmliche Arbeitsweise wesentlich um. Nicht nur wurde Menschenkraft durch Maschinenkraft ersetzt und der Ausstoß erhöht, auch die Methoden, wie etwas gefertigt wurde und was gefertigt werden konnte, mussten der neuen Technik angepasst werden.[11] Dieses geschah auch unter ideeller Mithilfe einiger Architekten (z. B. Bruno Paul) und nicht zuletzt der Arbeit des Bauhauses (Weimar/Berlin). Da der Markt der Massenmöbel durch die neu entstandene Möbelindustrie besetzt worden war, entwickelte sich die Bautischlerei zum wichtigsten Arbeitsgebiet der Tischler. Eine untergeordnete Rolle spielten die Herstellung von Luxusmöbeln und die Einrichtungen von Schiffen und Yachten, zum Teil auch schon von Geschäften/Läden. Viele der Tischler, die den Weg der Maschinisierung nicht gegangen waren, gerieten durch Zulieferer- und Montagetätigkeiten in die Abhängigkeiten des Verlagssystems, mit dem die Möbelindustrie Arbeitsplätze ausgelagert hatte. In der Weltwirtschaftskrise und in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft wurden die Wohnungsbautätigkeiten immer mehr reduziert. Viele der Kleinstwerkstätten mit einem Alleinmeister oder ein oder zwei Gesellen wurden 1937, bzw. 1942 bei den „Säuberungswellen“ von Staatsseite zwangsmäßig geschlossen; besser ging es nur einigen größeren Betrieben, die Staatsaufträge vor allem im Umfeld der Rüstungsausgaben des Deutschen Reiches erhalten hatten.[12]

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kurbelte der Wiederaufbau die Wirtschaft in Westdeutschland an. In der Bautischlerei fanden die meisten Tischlerbetriebe ihren Arbeitsschwerpunkt. Erst der Ende dieses Bau-Booms Anfang der 1970er Jahre brachte viele Betriebsinhaber dazu, sich mit dem Innenausbau und dem Möbelbau mindestens ein zweites wirtschaftliches Bein aufzubauen, wenn nicht gar ihren Schwerpunkt hierhin zu verlegen. Wegbereiter hierbei war wesentlich das „Branchenprojekt Tischlerhandwerk“, ein vom Bundesverband des Tischlerhandwerks und der Gewerkschaft Holz und Kunststoff gemeinsam aufgelegtes Forschungsprojekt, das im Ist-Bericht die gegenwärtige Lage des Tischlerhandwerks beschrieb und im „Soll-Teil“ die Aufgaben für einen zukünftigen Wettbewerb mit der Möbelindustrie formulierte.[13] Neue Materialien (Spanplatten, PVAC-Weißleime, Kunststofffolienbeschichtung) hatten seit den 50er Jahren den traditionellen Massivholzmöbelbau durch die Technik der Plattenmöbel ersetzt und eine neue Verarbeitungstechnologie erstehen lassen (Heißpressen für die Furniertechnik, maschinelle Kantenbearbeitung im Durchlaufverfahren). Bedenkliche Begleiterscheinungen wie der festgestellte Ausstoß von schädlichem Formaldehyd riefen in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit und Protest hervor und innerhalb des Tischlerhandwerks eine Bewegung ökologisch arbeitender Betriebe, die oft zudem auf die Massivholzverarbeitung zurückgriffen. Der Gesetzgeber regelte 1985 den erlaubten Formaldehydgehalt in Holzwerkstoffen.[14]

In Ostdeutschland war die Entwicklung der handwerklichen Tischlerbetriebe weitgehend von der sozialistischen Staatsideologie bestimmt. Die großen Bau- und Handwerksbetriebe wurden bereits kurz nach Kriegsende enteignet und zum Volkseigentum erklärt. Seit den fünfziger Jahren nahm der Druck zur Kollektivierung des Handwerks zu. Neben der Mitgliedschaft in den Einkaufs- und Liefergenossenschaften wurde vor allem auf den Zusammenschluss in „Produktionsgenossenschaften des Handwerks“ (PGH) gedrängt. Dieser Druck erklärt sich auch aus der Tatsache, dass das Privathandwerk sich trotz steuernder Kontingentierung des Materials und des Personals immer wieder der gesamtwirtschaftlichen Planung entzog, zum anderen aber auch, weil es die ihm zugedachten Aufgaben im Reparatur- und Dienstleistungsbereich nur unzulänglich erfüllte. Stattdessen konzentrierte sich das materielle Interesse der Handwerksbetriebe auf die einträglichere Serienproduktion von Massenbedarfsartikel und Kooperationsleistungen für die Industrie. Dies war zwar politisch ungewollt, aber ironischerweise weitgehend Folge planerischer Vorgaben, die Reparaturleistungen lediglich mit dem außerordentlich niedrigen Satz der „Regelleistungspreise“ entlohnen und diese Arbeiten im Gegensatz zu einer mit der Industrie verknüpften Produktion mit einer sehr niedrigen Rohstoff- und Materialzuteilung versehen ließen.[15] Nach einer weiteren Kollektivierungswelle Anfang der 1970er Jahre, die weitere erhebliche Versorgungslücken nach sich zog, entstand große Unruhe in der Bevölkerung der DDR. 1976 wurde deshalb die staatliche Handwerkspolitik neu ausgerichtet: neue Gewerbegenehmigungen wurden erteilt, günstigere Kreditmöglichkeiten eingeräumt und dem Handwerk erstmals wieder Lehrlinge zugewiesen. Allerdings geschah dieses nur in einem Maße, um den Status quo zu halten – auch wurden die Verrechnungssätze nicht angehoben, so dass der Rückgang der privaten Betriebe verlangsamt aber nicht aufgehoben worden ist. Für das Jahr 1989 hat das Statistische Bundesamt folgende Zahlen des Tischlerhandwerks in der DDR veröffentlicht: Neben 160 Produktionsgenossenschaften des Handwerks (PGH) mit 5873 Beschäftigten werden 6836 Privatbetriebe mit 19.581 Tischlern aufgeführt.[16]

Auch nach einem Intermezzo in den ersten drei Jahren nach der Wiedervereinigung im Jahr 1990 wurde die Umorientierung in Richtung Innenausbau, durch die jetzt herrschende Wirtschaftskrise noch angestoßen, fortgesetzt. Die Bautischlerei wurde auch angesichts des massiven Zurückfahrens der Öffentlichen Bauförderung und der realen Bauzahlen zum Nebengebiet der Arbeit der Tischler, als Ausweg erschien der Innenausbau. Doch die Wirtschaftskrise bestimmte den Takt der Tischlerbetriebe: Die Umsatzzahlen gingen zwischen 1996 und 2006 um 21 Prozent (von 21,81 Mrd. € auf 17,26 Mrd. €) zurück, die Beschäftigtenzahlen sanken von 299.964 auf 185.427, d.h. um 38 %, ebenso sanken die Zahlen der abgeschlossenen Ausbildungsverträge um 46 %. Die Zahl der Tischlerbetriebe blieb mit ungefähr 4% Abnahme relativ stabil (44.486 im Jahr 1996 – 42.564 im Jahr 2006).[17]

Der erhoffte Rettungsanker des Innenausbaus erwies sich als zwiespältig, denn seit Anfang der 1990er Jahre hatte die technische Revolution der Computertechnik auch die Betriebe des Tischlerhandwerks erreicht. Seitdem gehörte die Datenverarbeitung im kaufmännischen Bereich sowie bei der Arbeitsvorbereitung CAD zum festen Bestandteil der Arbeitsweise einer Tischlerei. Weitreichendere Folgen aber hatte der Einsatz der CNC-Technik in der Produktion. Als ihr eigentliches Wesen erwies sich die Notwendigkeit zur Standardisierung, das heißt zur Übernahme eines Prinzips der industriellen Arbeitsweise.[18] Das rief zum einen heftige emotionale Abwehr bei den Betroffenen hervor, zum anderen verschärfte es durch den notwendig hohen Kapitaleinsatz und die erfolgte Produktivitätssteigerung den Konkurrenzkampf innerhalb des Tischlerhandwerks. In der Folge entstanden vor allem Anfang des 21. Jahrhunderts hochspezialisierte und hochtechnisierte Produktionsstätten – andererseits wurden viele Tischler aus der Produktion gedrängt und haben mehr und mehr Aufgaben des unmittelbaren Kundenservices übernommen, Arbeiten der Montagetätigkeit. Dieses war auch möglich, weil die Industrie eine große Masse hochwertiger Artikel im Bausektor anbietet, die oft bei der erforderlichen Verarbeitung der Kenntnisse und Fähigkeiten eines Fachmannes bedürfen und das Niveau eines Heimwerkers übersteigen.

Allerdings war die Neuorientierung eines Teils der Meisterbetriebe des Tischlerhandwerks auf den Arbeitsschwerpunkt der Montage von Anbeginn mit einer starken Konkurrenz konfrontiert. 1994 wurde durch die Bundesregierung unter Führung der SPD die Handwerksordnung geöffnet. Jetzt war es neben den Meisterbetrieben auch Nicht-Meistern möglich, einen Handwerksbetrieb legal zu führen, wenn er in die Kategorie der in der Anlage B aufgelisteten Berufe und Tätigkeiten fiel. Unter Punkt 24 der Anlage B wurde „Montage von genormten Einbauteilen“ aufgeführt. In den folgenden Jahren war eine Flut von Neugründungen von Montagebetrieben festzustellen, die ab 2005 die Anzahl der Meisterbetriebe überstieg. 2006 standen 42.564 Meisterbetrieben des Tischlerhandwerks bereits 47.059 Montagebetriebe gegenüber,[19] die ein Jahr später, 2008, 113.000 Beschäftigte besaßen, mit denen sie 6.9 Mrd. € Umsatz erzielten.[20]

Wissenschaftliche Beobachter des Strukturwandels des Tischlerhandwerks führen neben den eigentlichen Meisterbetrieben heute auch die genannten Montagebetriebe als Teil des Tischlerhandwerks auf.[21] Die Organisationen des (meisterlichen) Tischlerhandwerks, die in regionalen Innungen, Landesverbänden und dem Bundesverband Tischler Schreiner Deutschland (TSD), Berlin, zusammengeschlossen sind, haben verschiedene Versuche unternommen, die neuen Montagebetriebe anzusprechen und in ihre Reihen aufzunehmen – ohne allerdings größere Erfolge verzeichnen zu können.[22] Entscheidender Hinderungsgrund einer einheitlichen Interessenvertretung sind Differenzen in der Frage der Ausbildungsberechtigung. Diese steht den Montagebetrieben nach der Handwerksordnung und nach dem Selbstverständnis der meisterlichen Tischler nicht zu – ist aber gleichzeitig für die Heranbildung spezieller Fähigkeiten der dort Beschäftigten für den Bestand dieser Firmen notwendig. Dieser Interessengegensatz hat zur Gründung einer eigenen Interessenorganisation, dem Bundesverband Innenausbau, Element- und Fertigbau e.V mit Sitz in Bad Honnef geführt. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen die Bemühungen, einen neuen Ausbildungsgang durchzusetzen. Geplant ist es, den bestehenden Beruf des Holzmechanikers auszuweiten und um den neuen Zweig der Montage zu erweitern.[23] Sollte dieses umgesetzt werden, hätte sich das Tischlerhandwerk organisatorisch und institutionell gespalten, denn diese Änderung wäre nicht mehr im Bezugsrahmen der Handwerkskammern sondern nur innerhalb der Industrie- und Handelskammer möglich.

Situation der Tischler im 18. Jahrhundert in Wien[Bearbeiten]

Kredenz mit italienischem Nußholz furniert, poliert. Schwer lastendes, vielfach gebrochenes, reich profiliertes Gesimse. Intarsien: Bandelwerk aus dunkelgefärbtem und hellem Birnholz. Theresianisch, 1740
Kommode mit Kirschholz furniert, poliert. Intarsien aus schwarz gefärbtem Birnholz. Die Zusammensetzung der Furniere stellt Steinarchitektur vor. Josephinistisch 1780–1790

Das Wiener Tischlerhandwerk stand sowohl in der Theresianischen als auch in der Josephinischen Stilperiode auf ansehnlicher Höhe, welche trotz uralter handwerklicher Überlieferung ohne die rege Förderung der damals leitenden Stellen wohl kaum erreicht worden wäre. Den Tischlermeistern und ihren Gesellen wurden zahlreiche Privilegien gewährt, die nicht nur ihren Wohlstand, sondern auch ihre angesehene Stellung im Gemeinwesen der Stadt sichern sollten. Innerhalb der Tischlerzunft gab es allerdings auch wirtschaftlich bedeutsame Unterschiede.[24] Den Vorstadtmeistern war es bloß erlaubt, Waren aus weichem Holz auf den drey Jahr-Märckten ausser der Statt alss an St. Margarethen Jahr-Marckt in der Leopold Statt, dann zu Peter und Pauli auf den Hochen Marckt und zu Michaely auf den Holz-Marckt feylzuhalten und zu Verkaufen.[25] Den Stadtmeistern hingegen waren die Märkte der Inneren Stadt vorbehalten. Ihr mit hartem Holz furnierter Hausrat kam zu Georgy, zu Pfingsten und St. Catharina.[26] zum Verkauf. Auf dem Pfingstmarkt dürften auch andere, zur Inneneinrichtung erforderliche Gegenstände feilgeboten worden sein. So erfahren wir aus einem Kostenvoranschlag zur Einrichtung des Gräflich-Lambergschen Hauses in Wien (heute Wallnerstraße 3) die Hängeleuchter können auf dem jetzigen Pfingstmarkt bei dem Linzer Glaser ausgesucht werden.[27]

Die Erteilung des Meisterrechtes in Wien war bei den Tischlern wie bei allen anderen Innungen an zahlreiche Vorschriften geknüpft. Für die höheren künstlerischen Ansprüche aber, die an die Tischler gestellt wurden, spricht eine Verordnung, dass der Geselle eines Zeugnisses der k. k. Baukunstacademie bedurfte, um zur Verfertigung des Meisterstückes zugelassen zu werden.[28] Dieses Meisterstück hatte ein sauber Bettstatt, Kasten, Tisch oder wass anders zu sein, es durfte jedoch nicht von Alt Vatterischer Arbeith, sondern also Beschaffen seyn, damit es brauchbar und ohne sonderbahren schaden bald wiederumben Verkauft werden möge. Der Prüfungskandidat hatte außer dem Meisterstück den Riss eines Möbels aufzuzeichnen, welcher der k. k. Baukunstacademie übergeben werden musste. Meisterzeichnungen dieser Art sind heute nicht mehr aufzufinden. Diese würden die Datierung der Möbelstücke wesentlich erleichtern und über manche Phasen der Stilentwicklung erwünschten Aufschluß gewähren. Der Mangel jedes zeichnerischen und archivalischen Materials der Wiener Möbelforschung ist zum Teil auch die Ursache, warum die meisten wissenschaftlichen Handbücher, welche sich mit Innenausstattung befassen, die Wiener Bürgermöbel kaum erwähnen.

Bau-, Möbel- oder Modelltischler[Bearbeiten]

Der Tischler (aus Was willst du werden, um 1880)

Bautischler[Bearbeiten]

Der Bautischler stellt feste Bestandteile eines Gebäudes her und baut sie ein. Dazu gehören Fenster, Türen und Treppen. Wichtig ist hierbei die direkte Zusammenarbeit mit den anderen Gewerken. Es entstehen Gemeinsamkeiten und Abhängigkeiten mit dem Zimmermann, Maurer, Glaser, Maler und Lackierer, Restaurator und anderen Berufen.

Möbeltischler[Bearbeiten]

Traditionell fertigt der Möbeltischler die beweglichen Einrichtungsgegenstände eines Gebäudes, dazu zählen Tische, Schränke, Bänke, Truhen. Das Wort Möbel kommt vom lateinischen Begriff mobilis = beweglich.

Hauptartikel: Möbelbau und Möbelstil

Modelltischler[Bearbeiten]

Die Modelltischlerei ist ein Handwerk, das in Gießereien benötigt wird. Der Modelltischler fertigt Holzmodelle zur Erstellung einer Negativform im Sandgussverfahren. Die Modelle müssen zum Endprodukt ein genau bestimmtes Übermass haben, da das Metall beim Abkühlen schwindet. Neben seinen holzhandwerklichen Fähigkeiten muss der Modelltischler auch über Kenntnis in der Metallgiesserei verfügen.[29]

Ausbildung[Bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten]

Es besteht die Möglichkeit der Ausbildung im Handwerk zum Tischler oder in der Industrie zum Holzmechaniker. Die Ausbildung des Holzmechanikers verläuft ähnlich einer Tischlerlehre.

Hobelbank eines Tischlers

In Deutschland durchläuft der angehende Tischler eine dreijährige Berufsausbildung, wovon das erste Jahr als Berufsgrundbildungsjahr beziehungsweise Berufsgrundschuljahr (BGJ) im Vollzeitunterricht an Berufsschulen stattfinden kann.[30] Im Berufsgrundbildungsjahr findet sowohl eine theoretische wie auch praktische Ausbildung (Fachpraxisunterricht in der Werkstatt der Berufsschule) statt. Im Fachpraxisunterricht werden vor allem Grundfertigkeiten im Umgang mit Handwerkzeugen anhand der Techniken der Holzverbindungen (Zinken, Nut und Feder, Dübeln, Überblatten) vermittelt. Das Suchen des Ausbildungsplatzes findet oft erst während des Berufsgrundbildungsjahres statt.

Zumindest das zweite und dritte Ausbildungsjahr wird in einer Tischlerei absolviert. Einen Tag in der Woche oder in Blockform einige Wochen pro Jahr findet ein Berufsschulbesuch statt. Innerhalb der Lehrzeit finden Kurse zur Oberflächenbehandlung („TSO 1 und 2“, nur regional), ein Lehrgang für die Handwerkszeuge, und Maschinenlehrgänge („TSM1, 2 und 3“) statt.

Die Ausbildung endet mit der Gesellenprüfung und im positiven Fall mit der Aushändigung eines Gesellenbriefes. Die Prüfung enthält neben dem theoretischen Teil und unter Aufsicht erstellten Arbeitsproben auch das eigenständige Entwerfen und Anfertigen eines Gesellenstücks. Das kann ein Einzelmöbel, Teil einer Inneneinrichtung oder eines Bauteiles (Fenster, Tür oder Treppe) sein. Je nach dem Schwerpunkt in der Ausbildung kann der angehende Bau- und Möbeltischler nach Absprache selber wählen, was gebaut wird.

Österreich[Bearbeiten]

Die Ausbildungsinhalte sind ähnlich wie in Deutschland und die Berufsausbildung erfolgt im dualen System an Berufsschulen und bei einschlägigen Lehrbetrieben des Tischlereihandwerks oder der Holz verarbeitenden Industrie.[31] Voraussetzung für den Beginn der Lehre ist das Absolvieren der neun Pflichtschuljahre. Die meisten Lehrlinge besitzen aber einen Abschluss der Hauptschule oder der Polytechnischen Schule.

In Österreich dauert die Lehre drei Jahre und wird mit der Lehrabschlussprüfung abgeschlossen. Diese gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Die theoretische Prüfung umfasst die Gegenstände Fachkunde, Angewandte Mathematik und Fachzeichnen. Die praktische Prüfung setzt sich aus einem Fachgespräch und einer Prüfarbeit zusammen. Bei dieser Prüfarbeit soll nach Angabe der Prüfungskommission die Bearbeitung eines betrieblichen Arbeitsauftrags durchgeführt werden, wobei sich die Aufgabe auf die Herstellung eines Werkstücks (Gesellenstücks) mit Berücksichtigung der Arbeitsplanung, Qualitätskontrolle, Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz erstreckt.

Schweiz[Bearbeiten]

Schreiner EFZ[Bearbeiten]

Die Ausbildung zum Schreiner mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis dauert vier Jahre. Die Ausbildungsorte sind Lehrbetrieb, Berufsfachschule und Überbetriebliche Kurse.

Die Berufsschule ist einmal die Woche ein Tag. Die Fächer sind:

  • Fachkunde
  • Fachzeichnen
  • Fachrechnen
  • Allgemeinbildender Unterricht
  • Turnen und Sport

Die Berufsmatur ist berufsbegleitend oder nach der Lehre möglich.

Die überbetrieblichen Kurse umfassen zehn Wochen.

Die Teilprüfung ist nach dem dritten Lehrjahr.

Im vierten und damit letzten Lehrjahr wird die Fachrichtung (Möbel/Innenausbau oder Bau/Fenster) vertieft.

Der Abschluss setzt sich aus IPA (Individuelle Produktivarbeit) und LAP (Lehrabschlussprüfung) zusammen.

Schreinerpraktier EBA[Bearbeiten]

Die Ausbildung zum Schreinerpraktier mit eidgenössischem Berufsattest dauert in der Regel zwei Jahre. Die Ausbildungsorte sind Lehrbetrieb, Berufsfachschule und Überbetriebliche Kurse.

Die Berufsschule ist einmal pro Woche.

Die überbetrieblichen Kurse umfassen sieben Wochen.

Eine Weiterbildungsmöglichkeit ist die verkürzte Lehre zum Schreiner EFZ.

Weiterbildung[Bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten]

Zur beruflichen Fortbildung steht der Gesellin oder dem Gesellen die Möglichkeit offen, den Meisterbrief zu erwerben oder sich in einer zweijährigen Fachschule zum Staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Holztechnik, dem sogenannten Holztechniker, oder dem Staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Raumgestaltung oder Innenausbau fortzubilden.

Seit dem 14. Juli 2004 haben sich die Möglichkeiten der Fortbildung für das Tischler- und Schreinerhandwerk erweitert. Mit diesem Datum sind die drei Aufstiegsfortbildungen geprüfter Kundenberater, geprüfter Fertigungsplaner und geprüfter Fachbauleiter in Kraft getreten. Diese bundeseinheitlichen Fortbildungen sind ein Angebot an die Gesellen, als Funktionsebene, zur Weiterbildung im Tischlerhandwerk. Sie können auf Teile der Meisterprüfung angerechnet werden.

Zur beruflichen Weiterbildung gehört auch die Möglichkeit, sich als Restauratorin oder Restaurator fortzubilden.

Schreiner und Tischlerinnen, die sich für Gestaltung interessieren und darin professionell weiterbilden wollen, können sich in einer der Akademien oder Fachschulen für Gestaltung zum Gestalter/in im Handwerk oder staatl. gepr. Gestalter (versch. Fachrichtungen) weiterqualifizieren. Das geht in einem einjährigen Vollzeitkurs oder in zwei Jahren berufsbegleitend. Die Akademien für Gestaltung sind an ihre jeweiligen Handwerkskammern angebunden. Sie werden auch Werkakademien genannt. Praktisch über ganz Deutschland verteilt finden sich diese Weiterbildungseinrichtungen, die Kasseler Werkakademie für Gestaltung und die Akademie für Gestaltung in München.

Die Ausbildung an staatlichen Fachschulen, die mit der Berufsbezeichnung staatl. gepr. Gestalter abschließt dauert zwei Jahre. Sie kann aber wenn der Technikerabschluss vorliegt um ein Jahr verkürzt werden, Fachschule Holztechnik & Gestaltung HGH Hildesheim. Teile dieser Ausbildung werden auf die Meisterprüfung angerechnet. Bekannte Institute sind die Berner Fachhochschule BFH in der Schweiz und die Schule für Gestaltung – Folkwangschule, Werkgruppe Holz in Deutschland.

Weiterführende Berufe[Bearbeiten]

Neben facheinschlägigen Fortbildungskursen können sich österreichische Tischler und Tischlerinnen in verwandten Lehrberufen, wie Bootbauer, Holztechniker oder Fertigteilhausbauer mit verkürzter Lehrzeit ausbilden lassen. Für die Ausbildung zum Meister müssen entsprechende Kurse besucht werden. Die Meisterprüfung erleichtert den Zugang zur selbstständigen Berufsausübung (Handwerksberechtigung), ist aber nicht zwingend notwendig.[32] Für Höherqualifizierungen an Kollegs, Fachhochschulen und Universitäten braucht man meistens die Berufsreifeprüfung (Österreich), die sich aus der Lehrabschlussprüfung und vier weiteren Prüfungen zusammensetzt. Ein Tischler muss mindestens 24 Jahre alt sein, um ausbilden zu dürfen.

Schweiz[Bearbeiten]

  • Verkürzte Grundbildung
  • Berufsprüfung (BP)
    • Schreiner-Werkmeister/in
    • Eidg. Fachausweis Projektleiter/in und Produktionsleiter/in Schreinerei (Berufsprüfung) (in Vorbereitung).[33]
    • Produktionsleiter/in Schreinerei (Berufsprüfung)
    • Holzfachmann/-frau
  • Höhere Fachprüfung (HFP)
    • Schreinermeister/in Bau
    • Schreinermeister/in Möbel und Innenausbau
  • Höhere Fachschule
  • Fachhochschule
    • Bachelor of Science (FH) in Holztechnik, Bauingenieurwesen, Innenarchitektur oder Architektur

Arbeitsmittel[Bearbeiten]

Zur täglichen Arbeit der Tischlerin und des Tischlers gehören eine Vielzahl von Handwerkzeugen, leichten Handmaschinen und schwereren Maschinen.

Handwerkzeuge[Bearbeiten]

Sägearten
Hobelwerkzeuge
Stemmwerkzeuge
Weitere Arten von Handwerkzeugen

Handmaschinen[Bearbeiten]

Werkzeuge an einer Station[Bearbeiten]

Tischler bei der Arbeit (Schleifen)

Geschlechterspezifische Akzeptanz[Bearbeiten]

Der Beruf des Tischlers ist eine klassische Männerdomäne. 2010 lag der Frauenanteil bei Ausbildung und Berufsausübung in den drei deutschsprachigen Ländern nicht über 10,3 Prozent.

Bekannte Möbeldesigner[Bearbeiten]

Bekannte Möbeldesigner – unter ihnen einige Tischler – sind:

Sonstiges[Bearbeiten]

Walter Ulbricht (1893-1973; 'erster Mann' in der DDR von 1949 bis 1971) war Tischler (Lehre von 1907 bis 1911). Dies wurde oft erwähnt bzw. betont, wohl um Ulbrichts Zugehörigkeit zur Arbeiterklasse herauszustellen. Es gibt mehrere bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die ursprünglich eine Berufsausbildung als Tischler durchlaufen haben: dazu gehören beispielsweise neben dem konservativen preußischen Ministerpräsidenten Adam Stegerwald (1874-1945) auch der Gründer des berühmten Berliner Hotel Adlon (Lorenz Adlon, 1849-1921), der Hitler-Attentäter Georg Elser (1903-1945) wie auch der 1. Präsident der Deutschen Demokratischen Republik, Wilhelm Pieck (1876-1960). Der SPD-Politiker Steffen Reiche, (geb.1960, ehemaliger Landesminister) und der Philosoph und Künstler Hugo Kükelhaus (1900-1984) gehören ebenfalls dazu. [35]

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Benje: Maschinelle Holzbearbeitung. Ihre Einführung und die Auswirkungen auf Betriebsformen, Produkte und Fertigung im Tischlergewerbe während des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Darmstadt 2002.
  • Peter Benje: Frühe Sägemaschinen, Möbelfabriken und Dampftischlereien in Bremen – die Einführung von Holzbearbeitungsmaschinen in das Tischlergewerbe Bremens im 19. Jahrhundert. Darmstedt 2004.
  • August Graef, Carl Hettwig: Die Holzbearbeitungsmaschinen für Tischler, Bildhauer, Zimmerleute, Wagenfabrikanten und Stellmacher, Dampfschneidereien und Fräseanstalten, Goldleistenfabrikanten etc. Voigt, Weimar 1877. (Digitalisat)
  • Fritz Hellwag: Die Geschichte des deutschen Tischler-Handwerks. Vom 12. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Verlags-Anstalt des Deutschen Holzarbeiter-Verbands, Berlin 1924. (Nachdruck: Ed. Libri Rari, Hannover 1995, ISBN 3-88746-333-1)
  • Peter Werner Janssen: Schreiner, Zimmermann & Co. Internationale Geschichte der Holzhandwerke. Holzhandwerke ab 3000 vor Christus bis gegen Mitte des 19. Jahrhunderts. Selbstverlag/ Museum für Holzhandwerke, Sinzig 2000, ISBN 3-00-002843-9.
  • Wolfgang Nutsch: Handbuch der Konstruktion: Möbel und Einbauschränke. DVA, Stuttgart 1999, ISBN 3-421-03187-8.
  • Declan O'Donoghue (Hrsg.): Werkbuch Holz. Ulmer, Stuttgart 2005, ISBN 3-8001-4829-3. (dt. Ausgabe des Hamlyn book of woodworking)
  • Holztechnik Fachkunde. 20. Auflage. Europa-Lehrmittel, Haan 2005, ISBN 3-8085-4039-7.
  • Heyn, Lämmerzahl, Müller-H.: Fachtechnologie Holz. Bi.Verlag EINS. Troisdorf 2005, ISBN 3-8242-4604-X.
  • Wolfgang Nutsch u. a.: Fachkunde Holztechnik. mit CD, 21. Auflage. Verlag Europa-Lehrmittel, Haan-Gruiten 2007, ISBN 978-3-8085-4040-4.
  • Wolfgang Nutsch u. a.: Tabellenbuch Holztechnik. 5. Auflage. Verlag Europa-Lehrmittel, Haan-Gruiten 2007, ISBN 978-3-8085-4185-2.
  • Fritz Spannagel: Der Möbelbau: Ein Fachbuch für Tischler, Architekten, Lehrer und Liebhaber. 18. Auflage. Verlag Holzwerken im Vincentz Network, April 2008, ISBN 978-3-87870-666-3.
  • Zander Christian: Das Tischlerhandwerk in Deutschland (1350–1870). Hamburg 2013, ISBN 978-3-8300-7034-4.
  • Zander Christian: Vom Hobel zum Computer – Zur Wirtschaftsgeschichte des modernen Tischler- und Schreinerhandwerks in Deutschland. Echterdingen-Leinfelden 2008, ISBN 978-3-87181-734-2.

Einzelnachweise, Zitatnachweise[Bearbeiten]

  1. Christian Zander: Das Tischlerhandwerk in Deutschland (1350–1870). Hamburg 2013, S. 65ff.
  2. Christian Zander: Das Tischlerhandwerk in Deutschland (1350–1870). Hamburg 2013, S. 55ff.
  3. Michael Stürmer: Handwerk und höfische Kultur, München 1982.
  4. Post, Barbara: Schreibmöbel der Bremer Tischler aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, Dissertation Bremen 1995, S. 30.
  5. Christian Zander: Das Tischlerhandwerk in Deutschland (1350–1870). Hamburg 2013, S. 166–170.
  6. Reinhold Reith, Andreas Grießinger, Petra Eggers: Streikbewegungen deutscher Handwerksgesellen im 18. Jahrhundert. Göttingen 1992, S. 131.
  7. Achim Stiegel: Ein Berliner Zylinderbureau. In: Weltkunst. München 2000, Bd. 70, S. 2386–2388, hier S. 2387.
  8. Christian Zander: Das Tischlerhandwerk in Deutschland (1350–1870). Hamburg 2013, S. 209ff.
  9. Benje, Peter: Maschinelle Holzbearbeitung. Ihre Einführung und die Auswirkungen auf Betriebsformen, Produkte und Fertigung im Tischlergewerbe während des 19. Jahrhunderts in Deutschland, Darmstadt 2002.
  10. Christian Zander: Vom Hobel zum Computer. Leinfelden-Echterdingen 2008, S. 37ff.
  11. Benje, Peter: Maschinelle Holzbearbeitung. Ihre Einführung und die Auswirkungen auf Betriebsformen, Produkte und Fertigung im Tischlergewerbe während des 19. Jahrhunderts in Deutschland, Darmstadt 2002.
  12. Christian Zander: Vom Hobel zum Computer. Leinfelden-Echterdingen 2008, S. 65–95,ff.
  13. Sonderdruck dds (der deutsche schreiner und tischler): Forschung für das Tischlerhandwerk, Ergebnisse, Analysen, Möglichkeiten. Stuttgart-Echterdingen 1986.
  14. Zum Problem des Formaldehyds: Dietmar Koch u. a.: Werkstoffe und Gefährdungen im Tischlerhandwerk. Bremerhaven 1985, S. 109–113.
  15. Clemens Bütner: Das Handwerk in der wirtschaftlichen Entwicklung der ehemaligen DDR und im Übergang zur sozialen Marktwirtschaft. Frankfurt am Main 1997, S. 130.
  16. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Handwerk nach Gewerbegruppen, Gewerbezweigen und Ländern 1888 und 1989 – Sonderreihe mit Beiträgen für das Gebiet der ehemaligen DDR. Wiesbaden 1993, S. 19.
  17. Bundesverband Holz und Kunststoff: Tischler-/Schreinerhandwerk in Zahlen, Berlin 2008.
  18. Roland Fischer: CNC-Technik für Tischler., Konstanz 2004, S. 15.
  19. Christian Zander: Vom Hobel zum Computer. Leinfelden-Echterdingen 2008, S. 122.
  20. Anonymus: Wandel bei Tischlern und Schreinern setzt sich fort. In: Holz. Zentralblatt vom 13. August 2010, S. 766.
  21. Pro-Wood-Stiftung (Hrsg.): Untersuchungen über den Strukturwandel im Tischlerhandwerk., Frankfurt a. M. 2004.
  22. Ralf Bickert, Martin Plümer: Die Chancen eines Zukunftmarktes gezielt nutzen. In: Bau- und Möbelschreiner. (BM) 2/2006.
  23. Anonymus: Experten für die Montage gesucht. In: Exakt. Leinfelden-Echterdingen 11/2010, S. 64.
  24. Archiv der Genossenschaft der Tischler Wien.
  25. Archiv der Stadt Wien, Akt 2/1743.
  26. Archiv der Stadt Wien, Akt 2/1743.
  27. Akt vom 27. Juni 1740, Gräflich-Lambergsches Familienarchiv in Ottenstein, Niederösterreich.
  28. Archiv der Genossenschaft der Tischler in Wien V/4.
  29. Günther Heine: Das Werkzeug des Schreiners und Drechslers. Th. Schäfer, Hannover 1990, ISBN 3-88746-228-9.
  30. Ausbildungsordnung Deutschland (PDF-Datei; 63 kB) Tischlerausbildungsverordnung gültig seit 2006.
  31. Ausbildungsverordnung des österreichischen Wirtschaftsministeriums (PDF-Datei; 46 kB) gültig seit Juni 2000.
  32. Zugangsvoraussetzungen für das Handwerk Tischler des österreichischen Wirtschaftsministeriums
  33. http://www.vssm.ch/de/download-hoehere-berufsbildung
  34. Vgl. Liste d'ébénistes célèbres (Liste französischer Ebonisten; frz.)
  35. Christian Zander: Vom Hobel zum Computer. Leinfelden-Echterdingen 2008. Hier auch der Abdruck von neun Lebenserinnerungen tätiger Tischler aus dem 19. und 20. Jahrhundert

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tischler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Tischler – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wiktionary: Schreiner – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Deutschland[Bearbeiten]

Österreich[Bearbeiten]

Schweiz[Bearbeiten]